Night of Evil

Night of Evil Konzertreihe Night of Evil

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Die Night of Evil fand am 08.03.2014
erstmals im Lorenz-Süd statt, unter der Voraussetzung " wenn es gut läuft und angenommen wird wollen wir daraus eine kleine Konzertreihe machen". Um kleine neue Bands zu supporten die noch keinen oder erst wenige Auftritte hatten und Ihnen einen Platz auf der Bühne zu bieten. Dazu sollte dann eine Lokal- und eine Überregional bekannte Band mit einbezogen werd

en, damit die Jungs und Mädels nicht vor Ihren 5 Freunden spielen müssen,
sondern um auch den einen oder anderen Metal Head aus der Umgebung zur Night of Evil bewegen zu können. Wir würden uns freuen den ein oder anderen von Euch an diesen Abenden begrüßen zu dürfen um zusammen abzurocken.

Painata beziehungsweise Paiñata aus BochumParty Death Metal, Erdbeerkuchen, Bobbycar und aufblasbare Abrissgeräte im Mos...
13/06/2026

Painata beziehungsweise Paiñata aus Bochum

Party Death Metal, Erdbeerkuchen, Bobbycar und aufblasbare Abrissgeräte im Moshpit

Es gibt Bands, die spielen Konzerte.

Und dann gibt es Painata beziehungsweise Paiñata.

Das ist keine normale Band. Das ist eher ein musikalischer Gefahrguttransport aus Bochum, der aus Versehen auf eine Bühne gerollt ist, dort einen Verstärker gefunden hat und seitdem versucht, mit Death Metal, Party Wahnsinn und aufblasbarem Moshpit Spielzeug die Menschheit gleichzeitig zu unterhalten und zu verwirren.

Painata kommen aus Bochum und nennen ihren Stil selbst Party Death Metal. Und ganz ehrlich: Mehr muss man eigentlich fast nicht wissen. Das ist schon die komplette Bedienungsanleitung. Death Metal für den Nacken. Party für den Restkörper. Und irgendwo dazwischen fliegt ein aufblasbarer Kaktus durch den Pit, während jemand auf einem Bobbycar über die Bühne ballert und ein anderer Mensch im Publikum vermutlich gerade denkt: Habe ich das wirklich gesehen oder war der letzte Erdbeerkuchen schlecht?

Gegründet haben sich Painata laut eigener Aussage 2021 aus Corona Langeweile heraus.

Andere Leute haben in dieser Zeit Sauerteig angesetzt, Puzzle gekauft oder angefangen, ihre Gewürzschublade alphabetisch zu sortieren. In Bochum hingegen dachten sich ein paar Menschen offenbar: Komm, wir bauen eine Death Metal Band, aber so, dass am Ende niemand mehr weiß, ob das gerade ein Konzert, ein Kindergeburtstag für Erwachsene oder ein sehr lauter Betriebsausflug in die Klapsmühle war.

Und zack.

Painata war da.

Die Band selbst beschreibt ihre Mission ungefähr so: In der kriegsverseuchten Wüste des Death Metal soll eine Festung der guten Laune entstehen. Befreit von Geschmack, Anstand und Manieren. Ein Lichtblick in trüben Zeiten. Groß. Spritzig. Fesch. Nicht aufzuhalten.

Und wenn eine Band so etwas über sich selbst schreibt, dann weiß man direkt: Diese Menschen haben entweder einen sehr guten Humor oder dürfen in normalen Wartezimmern nicht mehr unbeaufsichtigt sitzen.

Wahrscheinlich beides.

Musikalisch geht es bei Painata trotzdem nicht um Kindergeburtstag mit Blockflöte. Hier wird nicht vorsichtig an der Kuschelgitarre gezupft, während jemand über Gefühle im Sonnenuntergang singt. Nein. Hier gibt es Death Metal, Slam, Brutal Death Metal Druck, Groove, Geballer, Gebrüll und diese herrlich schwerfälligen Abrissmomente, bei denen der Nacken kurz beim Amtsgericht einen Eilantrag auf Schonung einreichen möchte.

Aber genau da kommt der Unterschied.

Painata machen nicht diesen bierernsten Kellerblick Death Metal, bei dem alle so aussehen, als hätten sie gerade erfahren, dass im Backstage nur stilles Wasser steht. Painata bringen Humor rein. Chaos. Publikum. Quatsch. Show. Farbe. Durchgedrehte Energie. Die Band nimmt die Musik ernst genug, damit es ordentlich scheppert. Aber sie nimmt sich selbst nicht so ernst, dass man beim Zuschauen einschläft oder Angst hat, aus Versehen zu freundlich zu gucken.

Und genau das macht diese Band so stark.

Die aktuelle Veröffentlichung von Painata ist The Longplayer EP aus dem Jahr 2023. Und schon beim Blick auf die Songtitel weiß man sofort, dass hier keine normale Death Metal Selbsthilfegruppe am Werk ist.

Die Songs heißen Erdbeerkuchen, Cocktailpower, Mousetache, Painata, Platz da, ich will moshen!, Takeshi Blaster und Warass and Goremit, bei dem Marvin von We Awake noch als Gast mit rein eskaliert.

Allein diese Titel klingen, als hätte jemand eine Death Metal Setlist geschrieben, während im Hintergrund ein Grill explodiert, ein Planschbecken ausläuft und jemand mit einem Cocktail Schirmchen versucht, einen Circle Pit zu eröffnen.

Erdbeerkuchen?

Ja, natürlich.

Warum auch nicht?

Im Death Metal wurde schon über alles gesungen. Eingeweide, Dunkelheit, Verfall, Dämonen, Weltuntergang, Blut, Schmerz und sonstige Dinge, die man nicht unbedingt auf eine Hochzeitseinladung drucken würde. Da darf Bochum auch mal Erdbeerkuchen in den Ring werfen. Und wenn Painata Erdbeerkuchen sagen, klingt das eben nicht nach Oma Hildegard am Sonntagnachmittag. Es klingt eher nach: Jemand hat Sahne, Blastbeats und einen Betonmischer in denselben Proberaum gestellt.

The Longplayer EP zeigt genau diese Mischung: brutal genug für die Death Metal Fraktion, bekloppt genug für alle, die bei einem Konzert nicht nur nicken, sondern auch leben wollen. Das Ding hat Druck, es hat Witz, es hat Groove und es hat diesen Charme von: Wir wissen ganz genau, was wir tun. Aber wir tun trotzdem so, als hätte uns niemand aufgehalten.

Und live wird das Ganze offenbar noch eine ganze Schippe bescheuerter.

Bei Painata fliegt alles durch die Gegend, was man aufblasen kann und was nicht bei drei vom Sicherheitsdienst einkassiert wurde. Aufblasbare Gummiknüppel, aufblasbare Kakteen, aufblasbare Regenbogeneinhörner, aufblasbare Bälle, aufblasbare Morgensterne, aufblasbare Knüppel und vermutlich irgendwann auch ein aufblasbarer TÜV Prüfer, der nach drei Songs freiwillig kündigt.

Das Publikum wird nicht nur beschallt. Das Publikum wird eingebunden. Oder sagen wir es klarer: Das Publikum wird Teil des kontrollierten Kontrollverlusts.

Da wird nicht einfach nur ein Song gespielt. Da wird eine Stimmung gezündet. Da wird der Moshpit zum Spielplatz für Erwachsene, die ihre innere Vernunft am Eingang abgegeben haben. Da ballert ein Bobbycar über die Bühne, während irgendwo ein Riff einschlägt und man sich fragt, ob man gerade bei einem Death Metal Konzert ist oder bei der gefährlichsten Version von Wetten, dass..? aus dem Ruhrpott.

Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem AbiTV, Night of Evil und Diese Abi’s ins Spiel kommen.

Denn wenn irgendwo eine Band existiert, die Death Metal mit kompletter Live Eskalation, aufblasbarem Chaosmaterial, Bobbycar Energie und Ruhrpott Humor mischt, dann ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Carsten Abi und Abi Denis irgendwo aus einem Gebüsch fallen und rufen: Moment mal, das ist doch genau unser Schwachsinnsgebiet!

Und genau so fühlt es sich an.

Painata und Diese Abis sind nicht dieselbe Band. Aber sie wohnen offensichtlich im selben geistigen Abrisscontainer. Beide haben diesen Hang dazu, Metal nicht nur als Musik, sondern als komplette Realitätsstörung auf zwei Beinen zu verstehen. Bei Painata heißt das Party Death Metal mit aufblasbarem Moshpit Unfug. Bei Diese Abi’s heißt das Extrem Comedy Metal, Festivalwahnsinn, Bier, Grill, Panda, Affe und Situationen, bei denen normale Menschen sofort den Gruppenchat verlassen würden.

Kurz gesagt: Das passt viel zu gut zusammen, um ungefährlich zu sein.

Letztes Wochenende auf dem RAGE AGAINST RACISM Festival kam es dann zum ersten größeren Zusammentreffen. AbiTV und Night of Evil waren vor Ort und einige Leute von Painata liefen uns über den Weg. Was zunächst wie ein normales Gespräch unter Musikmenschen hätte beginnen können, entwickelte sich natürlich sehr schnell in eine Richtung, bei der man im Nachhinein froh ist, wenn niemand eine Schadensmeldung ausfüllen musste.

Es wurde gelacht.

Es wurde gequatscht.

Es wurde sich gegenseitig mit irgendwelchen lustigen Sachen beklebt.

Es wurde Festival Unsinn betrieben.

Und irgendwann war da eine Kinderrollenrutschebahn.

Natürlich war da eine Kinderrollenrutschebahn.

Denn wenn Diese Abi’s und Painata auf einem Festivalgelände denselben Quadratmeter betreten, ist es völlig logisch, dass kurze Zeit später erwachsene Männer auf Spielplatzgerät herumeskalieren, während irgendwo im Hintergrund vermutlich jemand denkt: Dafür haben wir keine Versicherungskategorie.

Die Rutsche wurde dann auch nicht einfach benutzt. Nein. Sie wurde offiziell in den Bereich Metal Sportgerät aufgenommen. Disziplin: betreutes Runterbrettern mit Restwürdeverlust. Wertungskriterien: Geschwindigkeit, Blödsinnsfaktor, Gesichtsausdruck und ob danach noch jemand weiß, warum man ursprünglich überhaupt dort hingegangen ist.

Und genau solche Momente sind es, die zeigen, warum Painata so gut funktionieren.

Diese Band wirkt nicht aufgesetzt. Nicht künstlich. Nicht wie ein Marketing Gag, der in einer Agentur mit zu viel Mate Tee erfunden wurde. Painata wirken wie echte Menschen mit echtem Bock auf Musik, Publikum, Quatsch und Abriss. Menschen, die harte Musik lieben, aber trotzdem verstanden haben, dass ein Konzert auch Spaß machen darf. Und zwar nicht so ein bisschen netter Spaß mit höflichem Klatschen. Sondern richtig. Mit Lachen, Bewegung, Unsinn, Moshpit, Chaos und dem Gefühl, dass man gerade etwas erlebt, was man nicht erklären kann, ohne dabei selbst bescheuert auszusehen.

Und genau das ist für die Szene wichtig.

Denn natürlich brauchen wir harte Bands. Wir brauchen finstere Bands. Wir brauchen technische Bands. Wir brauchen Bands, die klingen, als würde eine Abrissbirne einen Kühlschrank heiraten. Aber wir brauchen eben auch Bands wie Painata. Bands, die Farbe in den Abend bringen. Bands, die das Line Up auflockern, ohne musikalisch weich zu werden. Bands, die das Publikum wachrütteln und sagen: So, genug ernst geguckt. Jetzt kreist erstmal der aufblasbare Morgenstern.

Painata sind nicht einfach nur ein weiterer Name auf einem Flyer.

Painata sind dieser Moment im Line Up, bei dem die Leute hinterher sagen: Was war das denn bitte? Und warum war das so unfassbar geil?

Genau solche Bands bleiben hängen.

Nicht, weil sie versuchen, möglichst angepasst zu sein. Sondern weil sie ihr eigenes Ding machen. Schmerzfrei, sympathisch, laut, bunt, bescheuert und trotzdem mit genug musikalischem Druck, dass man danach weiß, wo der Nacken sitzt.

Und es geht weiter.

Painata sind aktuell wieder im Studio und arbeiten an einer neuen EP. Konkrete Details dazu gibt es noch nicht, aber allein diese Information reicht schon, damit irgendwo in Bochum ein Bobbycar nervös in der Ecke steht und auf seinen nächsten Einsatz wartet. Wenn The Longplayer EP schon so viel Party Death Metal Irrsinn geliefert hat, darf man gespannt sein, was als Nächstes aus dieser Ruhrpott Abrissküche serviert wird.

Vielleicht mehr Erdbeerkuchen.

Vielleicht mehr Cocktailpower.

Vielleicht etwas, das man erst versteht, wenn man von einem aufblasbaren Kaktus getroffen wurde.

Wir wissen es noch nicht.

Aber AbiTV bleibt dran.

Und wir freuen uns jetzt schon komplett auf das kommende Interview mit Painata. Wobei das Wort Interview vielleicht ein bisschen optimistisch ist. Ein Interview klingt nach Stühlen, Fragen, Antworten und einer halbwegs stabilen Gesprächsstruktur. Bei Painata und AbiTV kann daraus aber auch sehr schnell eine audiovisuelle Gefahrenlage werden.

Carsten Abi stellt eine Frage.

Abi Denis versucht, seriös zu wirken.

Irgendwer erwähnt Erdbeerkuchen.

Ein Bobbycar rollt durchs Bild.

Ein aufblasbares Einhorn wird zum journalistischen Hilfsmittel erklärt.

Und am Ende weiß keiner mehr, ob gerade eine Bandvorstellung, ein Festivalbericht oder eine neue Sportart entstanden ist.

Also eigentlich genau richtig.

Und jetzt mal ganz klar an alle Veranstalterinnen und Veranstalter:

Wenn ihr eine Band sucht, die Death Metal kann, aber nicht aussieht, als hätte sie den Humor im Proberaum eingeschlossen, dann bucht Painata.

Wenn ihr eine Party Death Metal Band sucht, die mit Druck, Spaß, Publikumskontakt und völlig bekloppter Live Energie euer Line Up auf links dreht, dann bucht Painata.

Wenn euer Festival noch diesen einen Programmpunkt braucht, bei dem alle danach mit leuchtenden Augen und leichter Verwirrung sagen: Ich weiß nicht, was passiert ist, aber ich will das nochmal sehen, dann bucht Painata.

Diese Band gehört auf Bühnen. Auf Festivals. In Clubs. In Line Ups, die nicht nur brutal, sondern auch unvergesslich sein wollen. Painata heben sich von vielen anderen Death Metal Bands ab, weil sie nicht nur hart sind, sondern auch diese absurde, sympathische, bunte Eskalation mitbringen, die einen Abend besonders macht.

Und ganz ehrlich: Genau sowas braucht die Szene.

Mehr Bands, die sich trauen, anders zu sein.

Mehr Death Metal mit Charakter.

Mehr Ruhrpott Wahnsinn.

Mehr aufblasbare Kakteen.

Mehr Bobbycar.

Mehr Erdbeerkuchen im Moshpit.

Böse Zungen behaupten übrigens, dass Diese Abi’s und Painata irgendwann mal gemeinsam etwas auf die Beine stellen sollten. Konzertmäßig. Festivalmäßig. Bühnenabrissmäßig.

Wir sagen dazu nur: Ja. Aber danach bitte keine Garantie mehr auf Ordnung, Bühnenstatik, normale Erinnerungsfotos, funktionierende Rutschenbahnen oder Menschen, die noch erklären können, was sie da gerade gesehen haben.

Denn wenn Diese Abi’s und Painata an einem Abend aufeinandertreffen, dann ist das nicht einfach ein Konzert.

Das ist ein kultureller Ausnahmezustand mit Verstärkern.

Das ist ein Festivalmoment, bei dem sogar der Bierstand kurz fragt, ob alles noch legal ist.

Das ist eine Mischung aus Party Death Metal, Extrem Comedy Metal, Ruhrpott, Bobbycar, Einhorn, Grillgeruch, Moshpit und der leisen Ahnung, dass irgendein Veranstalter gerade nervös in seine Versicherungsunterlagen schaut.

Painata beziehungsweise Paiñata aus Bochum sind laut, brutal, sympathisch, bekloppt und genau deshalb so verdammt interessant.

Eine Band für alle, die Death Metal lieben, aber zwischendurch auch mal lachen wollen.

Eine Band für alle, die beim Konzert nicht nur die Arme verschränken, sondern mit reingezogen werden wollen.

Eine Band für alle, die wissen: Manchmal ist der beste Moment des Abends genau der, den man vorher unmöglich planen konnte.

Painata findet ihr hier:

Linktree:
https://linktr.ee/painata

Bandcamp:
https://painata.bandcamp.com

Instagram:
painata_deathparty

Facebook:
Painata

Weitere Links zu YouTube, Spotify, Tidal und Co findet ihr gesammelt über den Linktree.

AbiTV und Night of Evil sagen:

Mehr davon.

Mehr Chaos.

Mehr Party Death Metal.

Mehr Bochum.

Mehr Erdbeerkuchen.

Mehr aufblasbare Abrissgeräte im Moshpit.

Painata, wir sehen uns bald im Interview.

Und diesmal bringen wir vorsichtshalber Knieschoner, Warnweste, Rutschenbahn Führerschein und einen Ersatzkaktus mit.

Rage Against Racism 2026 in DuisburgZwei Tage Metal, Haltung, Regen, Familie und ganz viel HerzDuisburg Rheinhausen. Fri...
07/06/2026

Rage Against Racism 2026 in Duisburg

Zwei Tage Metal, Haltung, Regen, Familie und ganz viel Herz

Duisburg Rheinhausen. Friemersheimer Mühle. 5. und 6. Juni 2026.

Es gibt Festivals, da fährt man hin, schaut Bands, trinkt etwas, macht ein paar Fotos und fährt wieder nach Hause. Und dann gibt es Festivals wie das Rage Against Racism. Festivals, bei denen man nach zwei Tagen merkt: Das war nicht nur Musik. Das war Gemeinschaft. Das war Haltung. Das war Szene. Das war Familie.

Das Rage Against Racism 2026 hat wieder gezeigt, warum dieses Festival zu den schönsten kleinen Metal Festivals im Pott gehört. Umsonst und draußen, mit klarer Ansage gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung, mitten in Duisburg Rheinhausen, direkt an der Friemersheimer Mühle. Zwei Tage lang trafen sich Metalheads, Bands, Familien, Freunde, Helfer, Presse, Vereine, alte Bekannte und neue Gesichter auf einem Gelände, das sich nicht wie eine anonyme Festivalfläche anfühlte, sondern wie ein großes, lautes Wohnzimmer.

Und genau so wurden wir von Abi´s TV und Night of Evil auch empfangen.

Schon am Eingang wurden wir abgeholt, über das Gelände geführt, mit den wichtigsten Örtlichkeiten vertraut gemacht und direkt in diese besondere Rage Against Racism Familie aufgenommen. Es gab keinen Moment, in dem man das Gefühl hatte, nur irgendein Presseanhängsel zu sein. Im Gegenteil. Wir wurden behandelt wie Bands, Künstler und Teil des Ganzen. Es gab eine Lounge, in der man sich zurückziehen konnte, schreiben konnte, Fotos sichten konnte, kurz durchatmen konnte. Es gab Essen, Getränke, Ansprechpartner, Hilfe, offene Ohren und immer wieder die Frage, ob alles in Ordnung sei oder ob wir noch etwas brauchen.

Ganz ehrlich: So eine Organisation sieht man selten.

Das Team war aufmerksam, herzlich, professionell und trotzdem komplett bodenständig. Die Veranstalter und Organisatoren standen Rede und Antwort, nahmen sich Zeit für Gespräche und sorgten dafür, dass man sich nicht wie ein Gast mit Ausweis fühlte, sondern wirklich willkommen.

Für uns war das einer der stärksten Eindrücke des gesamten Wochenendes.

Das Gelände selbst war genauso liebevoll aufgebaut. Merchstände, Infostände, Getränkestände, Essen, Rückzugsmöglichkeiten und sogar Angebote für Familien und Kinder. Natürlich wäre es kein Metal Festival, wenn sich nicht auch erwachsene Metalheads begeistert an Spielaktionen beteiligen würden. Genau solche Bilder bleiben hängen. Schwarze Shirts, Kutten, lange Haare, Bierbecher, Kinderaktionen, lachende Erwachsene und überall dieses Gefühl: Hier darf jeder so sein, wie er ist.

Das ist Metal Family.

Auch bei den Besucherzahlen zeigte sich, wie stark das Rage Against Racism 2026 angenommen wurde. Das Gelände war laut Organisation und offiziellen Stellen auf rund 3000 Besucherinnen und Besucher begrenzt. Diese Zahl wurde nahezu erreicht. Im Gespräch mit dem Veranstalter wurde uns eine Besucherzahl von knapp 2965 Menschen genannt. Damit war das Festival nicht nur gefühlt voll, sondern auch offiziell sehr nah an der Kapazitätsgrenze. Gerade für ein umsonst und draußen Festival, das ehrenamtlich getragen wird und auf Unterstützung angewiesen ist, ist das ein starkes Zeichen. Duisburg hatte Bock. Die Szene hatte Bock. Und das Rage Against Racism hat wieder gezeigt, welche Kraft dieses Festival inzwischen entwickelt hat.

Freitag

Der Freitag startete direkt mit Druck. Changing Tides aus den Niederlanden eröffneten das Festival und machten keine halben Sachen. Obwohl der Platz zu Beginn noch nicht komplett gefüllt war, gab es früh Circle Pit, Wall of Death und Moshpit. Die Band hatte Bock, das Publikum hatte Bock und nach einer Ansage über eine Bierwette des Sängers wurde aus jedem Pit praktisch eine sportliche Pflichtveranstaltung. Für einen Opener war das eine starke Ansage und direkt ein erstes Ausrufezeichen.

Danach kamen Cathubodua aus Belgien auf die Bühne. Mit Epic Symphonic Metal, Violine und weiblichem Klargesang brachten sie eine komplett andere Stimmung auf das Gelände. Weniger Abriss, mehr Atmosphäre. Weniger Pit, mehr großes Klangbild. Live funktionierte das richtig gut, weil die Band spürbar alles gab und die Bühne nicht nur musikalisch, sondern auch optisch füllte.

Mit Ignition standen anschließend Duisburger Lokalmatadoren auf der Bühne. Power Metal, Hard Rock Energie und ein frisches Album im Rücken. Ihr Album All Will Die erschien genau am 5. Juni 2026, also am Festivalfreitag. Heimspiel, Release Stimmung und viele bekannte Gesichter vor der Bühne. Man merkte der Band an, dass dieser Auftritt etwas Besonderes war. Ignition spielten nicht einfach ein Set. Sie spielten in ihrem Wohnzimmer.

Dann wurde es brutal. Crypta aus Brasilien kamen und lieferten Death Metal ohne Sicherheitsgurt. Hart, direkt, kompromisslos und mit einer Bühnenpräsenz, die den Platz sofort im Griff hatte. Viele hatten auf diese Band gewartet, andere wurden an diesem Abend offensichtlich neu überzeugt. Crypta war einer der großen Höhepunkte des Freitags. Präzise, hart, international und live einfach eine Macht.

Den Abschluss des ersten Tages machten Crazy Lixx aus Schweden. Glam Rock, Sleaze, große Refrains, große Posen und diese gute Laune, die man nach einem langen Festivaltag manchmal genau braucht. Nach der Härte von Krypta war das ein kompletter Stilwechsel, aber genau das machte den Freitag so rund. Crazy Lixx schickten den ersten Tag mit einem breiten Grinsen in die Nacht.

Samstag

Der Samstag begann traditionell mit dem Musikcorps Hohenbudberg. Blasmusik auf einem Metal Festival klingt erstmal wie ein Unfall im Festivalplan, funktioniert beim Rage Against Racism aber seit Jahren hervorragend. Klassiker, bekannte Melodien und Songs für die Metalheads sorgten für einen charmanten Start. Genau diese Mischung aus Ernsthaftigkeit in der Haltung und Humor im Ablauf macht das Festival so sympathisch.

Danach kamen Grave Intentions auf die Bühne. Die Band hatte sich den Slot beim Vorentscheid erspielt und bewies sofort, dass sie dort hingehörte. Melodic Death Thrash Metal aus Datteln, female fronted, mit ordentlich Druck und einem Album namens Call of the Void im Rücken. Als früher Slot war das richtig stark. Grave Intentions lieferten ab, machten wach und setzten die Messlatte für den Samstag hoch.

Mit Intense aus England wurde es klassischer. Heavy Power Metal, viel Erfahrung und ein Sound, der vielleicht nicht jeden Extrem Metal Fan sofort packt, live aber sehr ordentlich funktionierte. Gerade diese Abwechslung macht das Rage Against Racism aus. Hier gibt es nicht nur eine Richtung. Hier darf Metal breit sein.

Sweeping Death aus Landsberg am L**h sorgten danach für einen dieser Auftritte, die man nicht unterschätzen sollte. Progressiver Heavy Metal und Hard Rock mit klassischem Einschlag, aber ohne angestaubt zu wirken. Schon beim Soundcheck war klar, dass da etwas kommen könnte. Und es kam. Die Band hatte diesen alten Metal Geist, aber mit eigener Handschrift. Ein Auftritt, der viele positiv überrascht haben dürfte.

Night In Gales brachten anschließend Melodic Death Metal aus der Region auf die Bühne. Seit 1995 aktiv, erfahren, stark und mit vielen Fans vor Ort. Man sah die Shirts, man hörte die Reaktionen, man spürte die Verbindung. Night In Gales mussten niemandem mehr beweisen, dass sie wissen, wie Melodic Death Metal funktioniert. Trotzdem spielten sie mit Energie, Druck und sichtbarer Spielfreude.

Dann kam Chuggaboom. Und wenn man dieses Wochenende in einem Wort beschreiben müsste, wäre Chuggaboom zumindest ein ernsthafter Kandidat für völliger Wahnsinn. Moderner Metal, Nu Metal Anteile, Death Metal Härte, Rap, Pop Einschläge, Masken, Chaos und ein Publikum, das sofort mitging. Vor der Bühne wurde gekreist, gemosht und gefeiert. Während des Auftritts kam ordentlich Regen runter, aber das passte fast schon zur Eskalation. Als dann noch Bohemian Rhapsody in einer völlig durchgedrehten Crossover Metal Version kam, war klar: Das war einer dieser Festivalmomente, über die man später noch spricht.

Danach wurde es emotional. Darkness spielten ihren ersten Auftritt nach dem tragischen Tod ihres ehemaligen Bassisten Ben. Als Gastbassist war ihr ehemaliger Bassist Tom dabei, der kurzfristig eingesprungen war und sich das Set innerhalb kurzer Zeit draufgeschafft hatte. Das Publikum reagierte mit Ben Rufen, die Band war sichtbar bewegt und trotzdem wurde gerockt. Alte Klassiker, neue Songs, Crowd Surfer, Bewegung im Publikum und dieser Moment, in dem man merkt: Metal ist nicht nur laut. Metal trägt auch. Metal fängt auf. Metal erinnert gemeinsam.

Omnium Gatherum aus Finnland lieferten danach Melodic Death Metal auf internationalem Niveau. Eine Band, die live genau weiß, was sie tut. Druckvoll, hart, atmosphärisch und kontrolliert. Der Platz war voll, die Leute genossen die Show und die Finnen zeigten, warum sie in diesem Genre seit Jahren eine feste Größe sind.

Und dann kam Eisenpimmel.

Schon beim Soundcheck war vor der Bühne Partystimmung. Es wurde immer voller, immer lauter, immer mehr Duisburg. Für Eisenpimmel war dieser Auftritt etwas Besonderes. Die Band kommt aus Duisburg, gehört seit vielen Jahren zum Ruhrpott Punk Inventar und spielte hier nach unseren Informationen ihr letztes Konzert in der Heimatstadt, bevor später noch die AbschiedsClubShow in Essen folgt.

Das merkte man.

Das war kein normaler Headliner Auftritt. Das war Heimspiel, Abschied, Kneipenhumor, Pott Wahnsinn und Party in einem. Eisenpimmel machten das, was sie eben machen: Ruhrpott Punk mit Saufthemen, mit dreckigem Humor, mit leicht assiger Kante, aber auf diese lustige, herzliche, vollkommen überdrehte Art. Bierbecher standen auf der Bühne, leere Becher flogen ins Publikum, volle Becher kamen gelegentlich zurück auf die Bühne. Alles war wild, alles war laut, alles war ein bisschen bekloppt und genau deshalb funktionierte es.

Dann kam der Regen.

Und zwar nicht ein bisschen Nieselregen, sondern richtig. Aber die Partystimmung brach nicht ab. Im Gegenteil. Vor der Bühne wurde weiter gefeiert, gelacht, gesungen und gerockt. Das war einer dieser Momente, in denen man merkt: Wenn eine Band in ihrer Heimatstadt ihren letzten Duisburg Auftritt spielt, dann geht man nicht wegen Regen nach Hause. Dann bleibt man. Dann feiert man. Dann wird man nass und nennt es Erinnerung.

Eisenpimmel setzten damit einen würdigen, chaotischen und sehr Duisburger Schlusspunkt unter dieses Festival.

Metality Day beim Rage Against Racism

Ein weiteres besonderes Bild auf dem Gelände war Metality. Viele Mitglieder aus verschiedenen Chaptern waren vor Ort und feierten dort gemeinsam den World Metality Day. Metality ist eine Charity Metal Community, ein Netzwerk von Metalheads, das Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und soziale Projekte in die Szene trägt.

Und genau das passte perfekt zum Rage Against Racism.

Wir haben viele Metality Mitglieder getroffen, gesprochen, Gruppenfotos gemacht und diese besondere Chapter übergreifende Gemeinschaft gespürt. Verschiedene Menschen aus verschiedenen Regionen, vereint durch Musik, Haltung und dieses Gefühl, dass Metal mehr ist als nur Sound aus Boxen. Es ist Verbindung. Es ist Support. Es ist Familie, nur lauter.

Dass ausgerechnet beim Rage Against Racism so viele Metality Leute zusammenkamen, fühlte sich absolut richtig an. Ein Festival gegen Hass und Ausgrenzung, eine Community für Zusammenhalt und Unterstützung. Mehr Metal Family geht kaum.

Organisation, Atmosphäre und Familie

Was dieses Wochenende für Abi´s TV und Night of Evil besonders gemacht hat, war nicht nur das musikalische Programm. Es war der gesamte Ablauf. Die Organisation war herausragend. Die Helferinnen und Helfer waren aufmerksam, freundlich und jederzeit ansprechbar. Die Pressebetreuung war außergewöhnlich gut. Wir hatten das Gefühl, nicht einfach nur geduldet zu sein, sondern wirklich willkommen.

So etwas ist nicht selbstverständlich.

Gerade bei einem Festival, das umsonst und draußen stattfindet, ehrenamtlich getragen wird und auf Unterstützung angewiesen ist, ist diese Professionalität bemerkenswert. Hier arbeiten Menschen nicht, weil sie müssen. Hier arbeiten Menschen, weil ihnen etwas wichtig ist. Und genau das spürt man auf dem gesamten Gelände.

Das Rage Against Racism braucht Unterstützung. Wer möchte, dass dieses Festival auch 2027 wieder stattfinden kann, sollte nicht nur hingehen, sondern auch helfen. Spenden, Getränke kaufen, Merch unterstützen, Beiträge teilen, darüber sprechen, Leute mitbringen. Dieses Festival lebt von Menschen, die es tragen. Vor der Bühne, hinter der Theke, an den Ständen, im Team, in der Orga und im Publikum.

Fazit

Das Rage Against Racism 2026 war ein gelungenes Festival. Musikalisch breit, menschlich stark, organisatorisch beeindruckend und atmosphärisch voller Herz.

Es gab Deathcore, Symphonic Metal, Power Metal, Death Metal, Glam Rock, Melodic Death Metal, modernen Maskenwahnsinn, klassischen Hard Rock, Ruhrpott Punk, Blasmusik und jede Menge Regen. Es gab Circle Pits, Wall of Death, volle Becher, leere Becher, nasse Kutten, glückliche Gesichter, Familienaktionen, Infostände, Merch, Gespräche, Fotos, Interviews und diesen besonderen Moment, wenn man merkt: Genau hier gehört man gerade hin.

Für Abi´s TV und Night of Evil war dieses Wochenende mehr als nur ein Pressetermin. Es war ein Erlebnis.

Rage Against Racism ist eines dieser Festivals, bei denen man merkt, warum Metal so viel mehr ist als Musik. Metal kann laut sein. Metal kann dreckig sein. Metal kann lustig sein. Metal kann emotional sein. Metal kann Haltung zeigen.

Und in Duisburg hat Metal an diesem Wochenende genau das getan.

Danke an das gesamte Rage Against Racism Team.
Danke an alle Helferinnen und Helfer.
Danke an alle Bands.
Danke an Metality.
Danke an alle Fans.
Danke Duisburg.

Wir haben uns gefühlt wie bei einer großen Familie.

Und genau das ist vielleicht das schönste Kompliment, das man einem Festival machen kann.




RAGE AGAINST RACISM

Rage Against Racism 2026 startet heute 🔥Duisburg, heute wird es laut. Sehr laut. Am 5. und 6. Juni heißt es wieder: Umso...
05/06/2026

Rage Against Racism 2026 startet heute 🔥

Duisburg, heute wird es laut. Sehr laut. Am 5. und 6. Juni heißt es wieder: Umsonst, draußen und mit klarer Haltung gegen Rassismus.

Das Wetter sieht ordentlich aus: morgens vielleicht noch ein kurzer Schauer, danach wechselweise Wolken und Sonne. Also Kutte an, gute Laune einpacken und ab nach Duisburg Rheinhausen.

An der Friemersheimer Mühle warten zwei Tage Metal, Herz, Szene, Ehrenamt und Abriss. Der Eintritt ist frei, das Festival läuft über Support, freiwillige Beiträge und Menschen, die dieses Projekt möglich machen. Also kommt vorbei, bringt eure Leute mit, unterstützt dieses geile Festival und zeigt, dass Metal mehr kann als nur laut sein.

Mit dabei sind:
Changing Tides, Cathubodua, Chuggaboom, Crazy Lixx, Crypta, Darkness, Eisenpimmel, Ignition, Intense, Night In Gales, Omnium Gatherum, Sweeping Death, Musikcorps Hohenbudberg und Grave Intentions als Slot Battle Gewinner.

AbiTV, Diese Abi’s und Night of Evil sind offiziell akkreditiert und natürlich mittendrin. Wir nehmen euch mit zwischen Bühne, Fans, Bierstand, Interviews, Backstage Chaos und allem, was uns da sonst noch vor die Kamera läuft.

Kommt rum, unterstützt Rage Against Racism und macht dieses Wochenende zu einer richtig starken Metal Party mit Haltung.

📍 Friemersheimer Mühle
Clarenbachstraße 14
47229 Duisburg Rheinhausen

Rage Against Racism 2026
Umsonst. Draußen. Laut. Gegen Rassismus.



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