31/10/2025
Mitten in den Philippinen
Die 18. Literaturtage Zofingen gingen erfolgreich über die Bühne, auch mit brisanten Themen
Die Literaturtage in Zofingen fanden am vergangenen Wochenende zum 18. Mal statt, diesmal mit den Philippinen als Gastland. Im vollbesetzten Saal im Stadthaus bedankte sich der aus Bern angereiste Botschafter Bernard Faustino Dy, für die Möglichkeit, dass sein Land in seiner Vielfalt in der Schweiz und im Aargau präsentiert wird. Die Bühnengespräche, Lesungen, und Podien am Samstag und Sonntag wurden durchschnittlich von zwischen 80 bis über 100 Personen besucht. Laut Präsidentin Sabine Schirle seien nebst dem Publikum aus der Region auch viele Interessierte aus der ganzen Deutschschweiz angereist.
Die Gespräche und die behandelten Bücher, vom Sachbuch bis Literatur, thematisierten die Geschehen auf den Philippinen aber auch das Verhältnis dieses Landes zur Schweiz und zum Westen. Fast 4'000 Menschen aus der Schweiz leben in den Philippinen, das gleichzeitig der 6. wichtigste Handelspartner Südostasiens ist. Rund 60 Schweizer Firmen beschäftigen auf den Philippinen um die 15'000 lokale Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Tatsachen, die aufzeigen, wie trotz der Distanz die beiden Länder verflochten sind.
Nicht nur das Los der Pflegefachkräfte aus den Philippinen wurde am Festival diskutiert, sondern auch der Reichtum der Kultur mit ihren lokalen Traditionen, Religionen, Bräuchen und politischen Krisen. "Einmal mehr erlebten wir, wie auch die erzählende Literatur, das Lebensgefühl, die Freuden und die Nöte eines uns fernen Landes hautnah gebracht wurde" so die Programmleiterin Julia Knapp und sie sei jetzt schon gespannt auf das Gastland 2026: Tschechien.
Alle Fotos von Melanie Hadam:
- Die Kulturgäste aus den Philippinen mit Botschafter Bernard Faustino Dy und Organisationsteam im Stadthaus Zofingen
- Stella Cruz überraschte das Publikum mit ihrer musikalischen Poesie
- Der philippinischer Botschafter Bernard Faustino Dy zeigt sich sichtlich erfreut über das Festival