Niklaus Stauss
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📷 Seit 1961 fotografisches Dokumentieren im archivierendem Sinn.
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📷 Niklaus Stauss – seit 1961 fotografisches Dokumentieren im archivierenden Sinn
Bereits als Jugendlicher fotografiert Niklaus Stauss. Eine seiner ersten Aufnahmen zeigt eine verregnete Strassenansicht in der Nacht. In der damaligen Archivliste ist das Foto fein säuberlich aufgeführt: Film Nr. 19, die 146. Aufnahme, erstellt am 15.9.1952. Das hat sich nie geändert, denn bis heute führt Niklaus Stauss präzise Buch über alle seiner Fotografien, deren Zahl schon lange die anderthalb Millionen-Marke überstiegen hat.
Die Biografie von Niklaus Stauss ist kunterbunt und vital. Er studierte in den 1950er Jahren an der Kunstgewerbeschule in Zürich, war Schaufensterdekorateur bei Jelmoli (damals die erste Adresse für diesen Beruf), reiste immer wieder um die ganze Welt, arbeitete als Grafiker, nahm Unterricht in Ausdruckstanz, realisierte eine Sondernummer des Jugendmagazins CLOU zum Thema Tanz, eröffnete ein Fotoatelier oder machte eine Werbeagentur auf. Seit den 1950er Jahren arbeitet er als freier Fotograf für die legendäre Pressebildagentur Keystone.
Seinen Vorlieben – Kunst, Musik, Theater, Oper, Literatur, Film und Tanz – ist Niklaus Stauss bis heute treu geblieben. Und wer sich die Zeit nimmt, sich in sein famoses Archiv zu vertiefen, findet dort alle Grössen aus diesen Bereichen.
Seine Kunst ist es, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. Niklaus Stauss hat das Auge und er spürt, wo sich etwas ereignet. Bruno Ganz lernte er schon 1960 bei Jelmoli kennen. Bruno Ganz machte eine Buchhändlerlehre, wollte aber Schauspieler werden und brauchte dafür Fotos. Niklaus Stauss schoss seinen ersten Farbfilm: Bruno Ganz hält jugendlich-theatralisch seine Hände hoch.