24/03/2026
Dagmar Manzel feiert die Melancholie als Lebenselixier - "Sehnsucht" am 28. und 29. März im Theater Rigiblick
Die Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel besucht uns im Theater Rigiblick. Sie serviert Sehnsucht in allen möglichen Facetten: die Sehnsüchte nach dem persönlichen großen und kleinen Glück und auch die Sehnsucht nach besseren Zeiten, Umständen oder Lebensbedingungen. Um die Sehnsucht, diese sehr persönliche Auswahl von Liedern und Texten in ein Programm zu gießen, ging Dagmar Manzel mit Musiker*innen ins Studio, die sie oftmals aus der Komischen Oper Berlin kennt. In den Liedern findet der Text die Gesprächspartner in den Instrumenten, manchmal im Dialog, manchmal auf einer Kommentarebene.
»Schon als Kind«, schreibt Dagmar Manzel, »begeisterten mich die Lieder der Zwanziger Jahre, erzeugten in mir so etwas wie eine kleine Sehnsucht, die mich schliesslich, viele Jahre später selbst als Sängerin auf die Bühne bringen sollte.«
Unvergessen sind sie, die Lieder, die im Babylon Berlin der Weimarer Republik auf den Varieté-, Kabarett- und Operettenbühnen Furore machten: Jede Frau hat irgendeine Sehnsucht, Irgendwo auf der Welt oder Ick wunder´ mir über jar nischt mehr.
Dagmarz Manzel präsentiert an diesem Abend ihre persönliche Auswahl an Noten und Texten; die Namen der Komponisten und Autoren reichen von Friedrich Hollaender bis Mischa Spoliansky, von Walter Mehring bis Bertolt Brecht, ihre Protagonistinnen sind Blandine Ebinger, Lotte Werkmeister, Fritzi Massary und viele andere.
»Eine kleine Sehnsucht braucht jeder zum Glücklichsein.«
Mit dem süffigen Humor heiterer Verzweiflung und großem Gespür für Theatralik haucht sie den teils legendären, teil unbekannten Liedern aufregend frisches Leben ein. Dagmar Manzel ist wild und zerbrechlich, komisch und elegant. Sie entführt uns in eine Welt voller Melancholie, einfach damit die Nachtigallen nicht anfangen zu rülpsen.