19/04/2026
Viele denken, sie hassen Montag. In Wahrheit hassen viele das Gefühl, das Montag in ihnen auslöst. Dieses Gefühl kennen mehr Menschen, als man denkt. Es ist die Enge im Brustkorb am Sonntagabend. Die leichte Unruhe im Bauch. Der Druck im Kopf. Das Gefühl, wieder in etwas hinein zu müssen, in dem man sich selbst ein Stück verliert. Wieder funktionieren, wieder leisten, wieder angepasst sein, obwohl innerlich eigentlich etwas anderes da ist.
Der Montag berührt ganz alte Gefühle von Müssen, Druck, Ohnmacht, nicht frei sein, Erwartungen erfüllen. Genau deshalb reagieren viele Menschen so stark darauf. Und das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern damit, dass ihr Inneres spürt: Da stimmt etwas nicht. Der Körper meldet sich oft früher als der Verstand.
Wenn du das schon am Sonntag Abend spürst, dann versuch nicht sofort, es wegzumachen. Bleib einen Moment ganz ehrlich bei dir. Spür kurz in dich hinein: Wo in meinem Körper sitzt dieses Gefühl? Wie würde ich es nennen – Druck, Trauer, Wut, Angst, Leere?
Atme langsam aus und gib dem Gefühl innerlich etwas Raum. Frag dich dann: Was brauche ich diese Woche, um mich nicht zu verlieren und bei mir selbst zu bleiben?
Ein leichterer Montag beginnt manchmal dort, wo du aufhörst, gegen dein Inneres anzukämpfen. Wenn du fühlen kannst, was wirklich da ist und wie es dir wirklich damit geht, dann muss dich der Montag nicht mehr so hart treffen.
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