1998 von der Sängerin Franziska Welti gegründet, singen wir – rund 45 engagierte Sängerinnen – uns quer durchs vielfältige Repertoire und werden mit Recht als der etwas andere Frauenchor bezeichnet. Die Singfrauen Winterthur werden mit Recht als der etwas andere Frauenchor bezeichnet. 1998 von der Sängerin Franziska Welti gegründet, singen sie im Wasser (Unterwasseroper), in dunkelster Nacht (Lich
ttage Winterthur) und auf dem verschneiten Kaukasus (Georgien). Aber auch die „Postpetrolistische Internationale“ (Hemauer/Keller) und mehrere Uraufführungen (Regina Irman, Andreas Stahel) gehören zum vielfältigen Programm der rund 45 engagierten Sängerinnen. Die Singfrauen sind unter anderem in Berlin, Genua, Istanbul, Tiflis und Venedig aufgetreten und haben an internationalen Festivals wie z.B. dem Musikfestival Alpentöne, den Winterthurer Musikfestwochen, am Inselfestival Rheinau oder am Festival Innovantiqua gesungen. Seit ihren Anfängen pflegen die Singfrauen Winterthur einen lebendigen und dynamischen kulturellen Austausch mit Musiker*innen aus Ländern wie Armenien, Georgien, Italien, Schweden oder der Ukraine. Dabei begegnen sich die Beteiligten mit Respekt, Neugierde und Offenheit gegenüber den jeweiligen Traditionen – der Austausch und die musikalischen Begegnungen und Experimente finden auf Augenhöhe statt. Die Chorleiterin Franziska Welti beschäftigt sich intensiv mit den kulturellen Eigenheiten, Kontexten, Sprachen, Stimmtechniken und Klangfarben der jeweiligen Gesangskultur. Ein solch fundierter Zugang trägt zur Bewahrung und Weiterentwicklung volkstümlicher Traditionen bei, wobei auch immer wieder improvisatorische Elemente miteinfliessen, unter anderem inspiriert durch die Zusammenarbeit mit Musiker*innen wie dem Albin Brun Quartett, den Bröderna Näsbom, dem Duo Bottasso, Pierre Favre, Michel Godard, Hans Hassler, Jürgen Kupke, Markus Lauterburg, Gavino Murgia und Julian Sartorius. Die Singfrauen Winterthur schaffen mit ihrem Engagement vielfältige Möglichkeiten des Verständnisses für verschiedene Kulturen und erweitern das klassische Repertoire eines Frauenchors auf kreative und respektvolle Weise.
2019 wurde den Singfrauen der Chorpreis der Lamprecht-Steiger Stiftung verliehen. Die Stiftung schreibt in ihrer Laudatio: „Die Verleihung des Preises ist einerseits Anerkennung für über zwanzig Jahre Aufbauarbeit. Andererseits soll der Preis auch Ansporn sein, auf dem eingeschlagenen Weg, Chormusik der verschiedensten Stilrichtungen auf hohem Niveau zu erarbeiten und aufzuführen, konsequent weiterzufahren.“
2024 haben die Singfrauen Winterthur am Schweizer Chorwettbewerb mit 23 von maximal
25 Punkten und dem Prädikat Gold mit Auszeichnung den ersten Platz in der Kategorie
Frauenchöre erreicht. Porträts der Singfrauen Winterthur finden sich in den Winterthurer Jahrbüchern 2002 und 2023, in der Zeitschrift Schritte ins Offene 2009 und dem Kulturmagazin Coucou 2018. Im Kinofilm „Fliegende Fische“ (2010) von Güzin Kar übernahmen die Singfrauen die Rolle des Dorfchores. Im Kurzfilm „Grimbart” (2019) von Daniel Grabherr haben die Singfrauen die von Dominic Röthlisberger komponierte Filmmusik interpretiert. Ausserdem sind beim Zytglogge-Verlag fünf thematisch ganz unterschiedliche CDs erschienen. Seit März 2003 sind die Singfrauen Winterthur als Verein organisiert. Sie sind Mitglied der Schweizerischen Föderation Europa Cantat SFEC.