23/01/2026
Am Samstag, den 24. Januar 2026 laden wir um 17 Uhr zur Finissage der Ausstellung Über die Verhältnisse ein, die wir mit einem gemeinsamen Rundgang mit den anwesenden Künstler:innen durchs Haus abschliessen werden. Ausgestellt sind Arbeiten von Ursula Bollack-Wüthrich, Myriam Gauderon, Sagar Shiriskar und Mirjam Steffen.
Ab 18.30 Uhr wird in der Wirtschaft „Baba Pset", eine kambodschanische Pilzsuppe von Myriam Gauderon serviert.
In dem publizierten Ausstellungstext von Norma Eggenberger heisst es über die Arbeiten der Künstler:in - "Hiroshima, 1945: verbrannte Erde, Stille, Verwüstung, ein vom Menschen verursachtes Ödland. Und doch, inmitten dieser Asche, schiebt sich ein Pilz durch die Oberfläche: der Matsutake. Ein Wesen, das sich bis heute weder kultivieren noch kontrollieren lässt. Er entzieht sich jedem System, jeder industriellen Logik, jeder menschlichen Sehnsucht nach Kontrolle. Matsutake gedeihen nur in gestörten Ökosystemen, in Wäldern, die aus dem Gleichgewicht geraten sind, in Böden, die verwundet wurden. Sie sind Überlebende, Überwinder, Neuankömmlinge und sie zeigen uns, dass Leben nicht nur dort entsteht, wo Ordnung herrscht, sondern gerade in den Zwischenräumen von Chaos und Verlust.
Aus diesem Resonanzraum heraus arbeitet Myriam Gauderon. In ihren Arbeiten Hexenring und Superorganismus werden die unsichtbaren Strukturen der Pilzwelt sichtbar: Filamente, Hyphen, unsichtbare Zellen, die kilometerweit Netze spannen, die Bäume verbinden, Böden durchdringen, Nährstoffe und Informationen austauschen. Pilze sind unterirdische Archivare, Vermittler, Kommunikatoren, Erinnerungsträger. Erinnern wir uns als Gesellschaft noch an ein Leben mit unseren Verhältnissen?"
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