Le Nozze di Figaro in Sils

Le Nozze di Figaro in Sils Die Silser Fassung von Mozarts Meisterwerk in Form eines spektakulären Opern-Dîners im Hotel Edelweiss in Sils-Maria im Februar und März 2014 und 29.

Kammermusikalische Aufführung der Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Begleitung: Marcolini Quartett, Köln
Inszenierung: Felix Bierich
Textfassung und Dramaturgie: Wolfram Schneider-Lastin

Mit:
Graf Almaviva: Gerhard Nennemann
Gräfin Almaviva: Béela Müller
Figaro: Thomas Stimmel
Susanna: Julia Küsswetter
Cherubino: Franziska Gottwald
Sprecher und Antonio: Wolfram Schneider-Lastin

Ort:

Hotel Edelweiss, Sils-Maria

Première: 1. Februar 2014 (Vorstellungen am 2. Februar, 14., 15., 28. März)

Vom 1. Februar 2014 an verwandeln sich die Halle und der einzigartige Jugendstilspeisesaal des Silser Hotels Edelweiss in das Schloss und die Gemächer des Grafen Almaviva: An sechs Abenden im Februar und März gelangt Mozarts Opera buffa «Le nozze di Figaro» («Die Hochzeit des Figaro») in einer ganz für diesen Ort konzipierten Inszenierung mit einem hervorragenden Ensemble zur Aufführung. Eine Geschichte um Liebe, Untreue und Eifersucht: Der Schürzenjäger Graf Almaviva stellt der Zofe Susanna nach und setzt alles in Bewegung, um ihre geplante Hochzeit mit seinem Kammerdiener Figaro zu vereiteln. Figaro wiederum versucht, im Verbund mit der um die Liebe ihres Mannes kämpfenden Gräfin, dem Grafen für dessen Eskapaden eine Lektion zu erteilen und die Eheschliessung mit seiner geliebten Susanna sobald als möglich zu erreichen. Nach turbulenten Szenen, Intrigen und Verwechslungen muss der in die Enge getriebene Graf seine Gattin um Verzeihung bitten, die Hochzeitsfeierlichkeiten können endlich beginnen. Serviert wird dieses Opernvergnügen in einer neuen frischen Fassung, zusammen mit einem mehrgängigen (Hochzeits-)Mahl.

24/03/2014

DIES SCHRIEB UNSER GAST R. WERFEL nach dem Besuch einer Aufführung der Nozze di Figaro:

Mozarts "Figaro" zum Nachtessen als Kammeroper mit Streichquartett? Es funktioniert! Und wie! Im Jugendstil-Speisesaal des Hotels Edelweiss in Sils begleitet das bravouröse "Marcolini-Quartett" hervorragende Sängerinnen und Sänger zu einer abgespeckten Version der Irrungen und Verwirrungen um die geplante Hochzeit, den lüsternen Grafen, seine vernachlässigte Ehefrau, die gewitzte Kammerzofe, deren misstrauischen Bräutigam und einem Teenie, der es faustdick hinter den Ohren hat (ganz wunderbar: Franziska Gottwald als Cherubino). Die Hochzeit gibt es dann doch noch - samt Hochzeitskuchen für alle. Nicht wegzudenken: Wolfram Schneider-Lastin in Personalunion als Dramaturg, Verfasser der Zwischentexte, Antonio und liebenswürdig-verschrobener Musikwissenschaftler, der in der Hotelhalle zu Cupli die Einführung gibt. Am 28./29. März sind die letzten beiden Vorstellungen in Sils. Hingehen und geniessen. Es lohnt sich!

"OPERNEREIGNIS IM HOTEL" - die tolle Kritik zu den "Nozze di Figaro" von Eva Kirn-Frank, Kritikerin für das Feuilleton d...
17/03/2014

"OPERNEREIGNIS IM HOTEL" - die tolle Kritik zu den "Nozze di Figaro" von Eva Kirn-Frank, Kritikerin für das Feuilleton der Stuttgarter Zeitung und der NZZ:

Opernereignis im Hotel: ein Ur-Figaro in Sils-Maria
Erstklassige Musiker und spritzige Gestaltung: Das „Edelweiss“ bringt eine neue, kammermusikalische Fassung von Mozarts „Nozze“ zur Uraufführung

Von Eva Kirn-Frank

Wollte jemand wetten, er könne Mozarts Oper „Le Nozze di Figaro‘‘ auf knapp die Hälfte ihres Umfangs eindampfen, dabei mit einem Bruchteil der sonst nötigen Musiker auskommen und gleichwohl auch Kennerohren glücklich aufhorchen lassen, wir hielten ihn zumindest für tollkühn. Doch genau dieses Wagestück ist am letzten Wochenende im Hotel Edelweiss zu Sils-Maria gelungen. Erfahrene Opernsänger hatten sich zu dieser Tat mit dem Kölner Marcolini-Quartett vereint, und gemeinsam mit dem Regisseur Felix Bierich holten sie das Grafenpaar Almaviva und sein Personal, unter Pudelmützen statt Dreispitz, zum „tollen Tag“ ins winterliche Engadin. Nicht in Sevilla „unter Pinien“, sondern „unter Arven“ sollte das Stelldichein von Graf und Susanna, jener Kulminationspunkt der Versteck- und Liebeshändel, stattfinden. Das tempo- und einfallsreiche Spiel der Musiker schlug Funken; und zu Recht antworteten die Gäste im Jugendstil-Speisesaal mit Szenenbeifall und begeisterter Freude.

Beaumarchais‘ Komödie um den gräflichen Schürzenjäger, der noch vor ihrer Hochzeit die Braut seines Kammerdieners vernaschen will, aber an der Gewitztheit des Dienerpaars Figaro und Susanna scheitert, hatte Mitte der 1780er Jahre neben dem komischen einen so revolutionären Aspekt, dass die Zensur einschritt. In Mozarts Oper von 1786 tritt die Kritik an der Machtvollkommenheit des Adels vor allem in der Nebenintrige um Bartolo und Marcellina hervor, die in der Silser Fassung gestrichen werden musste. Hier steht die Charakterisierung der Figuren im Vordergrund. Dem geilen Almaviva stehen die Treue seiner vernachlässigten Gemahlin, die hoffnungsfrohe Liebe des Brautpaars und die erotischen Umtriebe des Pagen Cherubino gegenüber. So entstand eine neue Ganzheit, eine Kammeroper. Ihr konzentrierter Gehalt korrespondiert dem homogenen Klang des Quartetts und harmoniert mit den Proportionen des vornehmen, nicht allzu großen Speisesaals. Die Produktionskosten von neuen Texten, Einstudierung und Proben, von Regie, Ausstattung und Musikern trug das Hotel Edelweiss und ermöglichte so eine einzigartige Aufführung. Und da im Wechsel mit der Musik die Kunst der Haute Cuisine zum Zuge kam, erlebten die Gäste ein Gesamtkunstwerk der besonderen Art.

Die Idee dazu geht zurück auf den Sänger Gerhard Nennemann und Jörg Buschhaus, den Primgeiger des Marcolini-Quartetts. Die Dramaturgie von Wolfram Schneider-Lastin, der auch lustvoll den Antonio gibt, verpasste der Silser Kurzfassung zusätzlich einen hübschen Rahmen. Ein Musikwissenschaftler soll sie als Ur-Figaro in Chur entdeckt haben – ein Spiel mit der Autor- und Herausgeberschaft, wie Mozarts Aufklärungsepoche es liebte. Überhaupt war ja Opernmusik um 1800 durchaus nicht auf die große Bühne beschränkt. Gebildete Adelige und aufstrebende Bürger waren stolz darauf, selbst ein Instrument zu spielen – und zwar möglichst die neuesten Opernhits. Schon kurz nach der Uraufführung warf die privilegierte Kopistenwerkstatt des Wiener Hoftheaters eine reduzierte Fassung der Novitäten für den Salon auf den Markt.

Klavierauszüge benutzt man nach wie vor, doch die alten Quartettversionen sind meist verschollen. Umso erfreulicher, dass das Marcolini-Quartett, Spezialisten für Historische Aufführungspraxis, in der Bibliothek des Stifts Melk solch eine Rarität antraf: eine Fassung der „Nozze“ für Streichquartett. Wohl kaum jemand war für die Hebung des Schatzes so gerüstet wie diese mit Tempo und Verve spielenden Streicher. Denn als Mitglieder und Solisten im Orchester Concerto Köln haben sie unter René Jacobs Mozart-Neueinspielungen auf historischen Instrumenten vorgelegt, die dank ihrer Frische und Durchhörigkeit sofort auf den obersten Rängen der Klassik-Rankings landeten. Die Quartettversion wiederum, die sie 2007 auf CD einspielten, ist nicht von Kopisten zusammengeschustert, sondern eine sorgfältige Arbeit, die den Gesangsstimmen differenziert und originell gerecht wird. 1799 ediert, ist sie vermutlich dem Komponisten Franz Alexander Pössinger zu danken. Nun braucht man, wo Opernsänger am Werk sind, weit weniger Reproduktion der Gesangspartien. Primarius Buschhaus wollte lieber noch virtuose Farbtupfer setzen. Deshalb verglich er Takt für Takt mit Mozarts Partitur und gab in zahlreichen Passagen dem Original den Vorzug. So entstand eine eigene „Silser Fassung“.

Vom revolutionären Subtext der Oper aber klingt auch in der Silser Kammeroper noch etwas durch. So kehrt der Bariton Gerhard Nennemann den infantilen Machismo heraus, der sich in der eleganten Gestalt seines Almaviva verbirgt. Verachtung in Mimik und Stimme, gestaltet er den Egoismus des Grafen, der aufgrund seiner grundherrlichen Machtposition ungehemmt wuchern konnte. Wenn umgekehrt der Kammerdiener das „Gräflein“ verhöhnt, spricht daraus ebenso die Wut auf den Rivalen wie der Hass auf die Feudalherrschaft. Thomas Stimmel, mit kraftvollem, gut geführtem Bass, setzt die Temperamentsausbrüche seines Figaro souverän um. Auch in den scherzhaften Tönen überzeugt er, sowie in den zärtlichen, die seiner Braut Susanna gelten, der pfiffigen Kammerzofe. Im klaren, runden Sopran von Julia Küsswetter überstrahlt sie auch die mehrstimmigen Stücke.

Überhaupt muss das gelungene Zusammenspiel dieses Ad-hoc-Ensembles hervorgehoben werden. Präzise Einsätze und harmonische Klangverschmelzung sind keine Kleinigkeit, wenn man ohne Dirigenten musiziert. Béela Müllers Gräfin setzt zwar zuweilen ihre Klagen in Töne um, die allzu von unten hinaufgeseufzt anmuten, entfaltet aber im Lauf des Abends zunehmend den Schmelz ihrer Stimme, und in „Dove sono i bei momenti“ evoziert sie berückend die geheimen Sehnsüchte einer alternden, nicht mehr geliebten Frau. Gekrönt aber wird diese Ensembleleistung von Franziska Gottwalds Mezzosopran. Gleichermaßen warm in der Höhe wie in der Tiefe, voll und biegsam zugleich, bringt ihre Stimme, von rasch bewegtem Spiel unterstrichen, einen Cherubino zum Leben, der die Nuancen des schönen Pagen glanzvoll entdecken lässt. In den Arien enthüllt sie das derb-Sexuelle des adeligen Früchtchens ebenso wie die Romantik eines von Liebessehnen umgetriebenen Teenies. Eine große Stimme, die das Charakteristische herauszuschälen vermag, ohne je die Klangschönheit zu mindern.

Le Nozze di Figaro. Die Silser Fassung von Mozarts Meisterwerk als Opern-Dîner, Hotel Edelweiss, Sils-Maria. Für die nächsten und vorerst letzten Aufführungen am 28. und 29. März sind noch Restkarten erhältlich.

Foto: Gian Giovanoli

Die nächsten Vorstellungen am 14. und 15. März!
07/03/2014

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Die nächsten Vorstellungen unseres spektakulären Opern-Diners kommen. Unbedingt reservieren!
01/03/2014

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04/02/2014

Standing Ovation! Das Premierenwochende war einfach nur grossartig. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Nächste Vorstellungen: 14./15. und 28./29. März 2014

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Nächste Vorstellungen: 14./15. und 28./29. März 2014

Standing Ovation nach einer äusserst gelungenen Premiere! Einfach nur Weltklasse!
02/02/2014

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Standing Ovation nach der gelungenen Premiere gestern Abend. Ein englischer Besucher:"Fantastic ... Unbelievable!"

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Der Countdown läuft!In zwei Tagen ist es soweit und wir freuen uns auf die Premiere von "Le Nozze di Figaro".Ein paar Pl...
30/01/2014

Der Countdown läuft!

In zwei Tagen ist es soweit und wir freuen uns auf die Premiere von "Le Nozze di Figaro".

Ein paar Plätze sind noch frei!

Reservation unter 081 838 42 42 oder [email protected]

28/01/2014

EINE VERITABLE SENSATION NAHT: die WELTURAUFFÜHRUNG der erst vor Kurzem in der Kantonsbibliothek Chur von dem Musikwissenschaftler Amadeus Nöthle aufgefundene Oper "Figaro oder die Silser Hochzeit", die sich als kammermusikalische Erstfassung von Mozarts "Le Nozze di Figaro" entpuppte ... Premiere im Beisein von Prof. Nöthle am kommenden Samstag im Hotel Edelweiss in Sils-Maria (Regie: Felix Bierich), weitere Termine im Februar und März!

Heute ist Mozarts Geburtstag. Eine wunderbare Gelegenheit, ihn zu feiern, bietet sich am kommenden Samstag bei der Premi...
27/01/2014

Heute ist Mozarts Geburtstag. Eine wunderbare Gelegenheit, ihn zu feiern, bietet sich am kommenden Samstag bei der Premiere der Silser Fassung von "Le Nozze di Figaro" im gräflichen Palazzo des Hotel Edelweiss.

Adresse

Sils-Maria
7514

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