25/06/2018
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"Becerradas" - Kälberstechen
Perversion kennt keine Grenzen
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Im Schatten der großen Stierkampfveranstaltungen steht eine Volksbelustigung, die in vielen Dörfern und Gemeinden stattfindet. Es geht um "Becerradas" – das Kälberstechen. Ob Stiere oder Kälber, das Leiden der Tiere lässt sich nicht über eine Wertskala einteilen. Die Perversion und Abartigkeit der Ausführenden und Zuschauer ist jedenfalls nicht mehr zu übertreffen. Sie lassen ihren Sadismus an Kuhkindern aus, die gar nicht begreifen, was mit ihnen geschieht.
Nach dem Motto „Le-Ka-Mi“, also jeder kann mitmachen, darf sich jeder an den Tieren auslassen. Dazu treibt man sie entweder durch die Straßen, oder die Folter findet ein einer Arena oder auf einem Dorfplatz statt. Die Teilnehmer dürfen spitze Gegenstände benutzen, Schläge und Tritte verteilen, bis die Tier verbluten. Kinder aller Altersstufen sitzen in den Rängen und schauen dabei zu. Wie man auf dem Video deutlich sehen kann, bricht das Tier schon zu Beginn des „Kampfes“ mehrmals zusammen. Das ist kein Ausrutschen. Es wurde schon vorher traktiert, damit es geschwächt ist, und sich kaum noch auf den Beinen halten kann.
Die Kälber zittern vor Angst, werden mit den sog. "Banderillas" (einer Mischung aus Harpune und Pfeil), Messern und Pfeilen malträtiert bis sie blutend zu Grunde gehen. Manchmal müssen sie sich von dem Stress und den Schmerzen übergeben. Die grölende, alkoholisierte Menge verlängert das Leiden mit jedem Schuss, der "nur" verletzend wirkt. Vor dem finalen Stich sind die Lungen der Kälber schon oft mit Blut gefüllt und das Atmen ist ein gurgelnder Krampf.
In einem veterinärmedizinischen Bericht heißt es: "Die Festlichkeiten gipfeln an dem Punkt, wo die Teilnehmer eine "Puntilla" benutzen. Das ist ein Messer mit einer 10cm langen Klinge. Beim Stoß durch die Kopfhaut in einem bestimmten Winkel, wird die Medulla oblongata des Hirnstammes verletzt. Diese reguliert den Herzschlag und die Atemfrequenz; somit kommt beides zum Erliegen. Wird die Medulla jedoch nicht genau getroffen, bleibt das Kalb am Leben. Es nimmt bewusst wahr, wie ihm seine Ohren abgeschnitten werden und wie es hinter einem Pferd über den Platz geschleift wird. Solange bis es tot ist. Auch das kann man im Video deutlich sehen.
Kinder werden zu Zeugen und ihnen wird gezeigt, dass es 'normal' sei, Tiere zu quälen. Die psychologischen Konsequenzen sind unvorhersehbar. Schlimmer noch, Kinder lernen auf diese Weise, keinen Respekt und Wertschätzung vor der Natur und all ihren Geschöpfen zu haben.
Hier geht’s zum Video
https://www.youtube.com/watch?v=XVvh5PKOWxU
Text: Rock The Nature