JKON Die nächste JKON - Junge Kunst Olten findet vom 25. bis 27. August 2022 in der Schützi Olten statt. Weitere Infos unter www.jkon.ch. Was ist die JKON?

Schwerpunkte

Im Zentrum der JKON steht die Förderung junger Künstler_innen bis 30 Jahren. Die Kunstausstellung die jeweils in der Schützi in Olten stattfindet soll attraktiv und abwechslungsreich sein. Die Ausstellung soll Raum für Ausstausch der Künstler_innen und der Besucher_innen bieten. Ausstellung

Die JKON ist eine 3-tägige permanente Ausstellung. Neben der Ausstellung bietet das Rahmenpr

ogramm Raum für kulturelle und kulinarische Impressionen. Organisation

JKON ist als Verein organisiert. Der Verein wird ehrenamtlich geführt. Anmeldung: www.jkon.ch/anmeldung

28/08/2026

➡️➡️➡️Die JKON 2026 neigt sich dem Ende zu…

🍸🍸🍸
Finissage & Preisverleihung, morgen Samstag um 17:15

🧀🧀🧀
mit Walliser Raclette von Steffi & Lorenz

🪩🪩🪩
Und DJ-Set «Röstigraben Love Affair» von Mag & Ramso

Kommt und feiert mit uns!

➡️➡️➡️«El-ghoul ma yakoulch de fruits, yakoul elnaar – [Der Oger isst keine Früchte, er isst Feuer]» von Lyna & Alessand...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«El-ghoul ma yakoulch de fruits, yakoul el
naar – [Der Oger isst keine Früchte, er isst Feuer]» von Lyna & Alessandro

1854 heiligte Vernets’ “Erste Messe in der Kabylei” die brutale Eroberung des Babors-Gebirges. Um diese Herrschaft zu festigen, errichteten französische Siedler die militärischen Befestigungsmauern von Jijel – Barrieren, die bis heute bestehen und inzwischen von der algerischen Armee genutzt werden. Dieses räumliche Erbe offenbart eine beklemmende Kontinuität: Kontrolltechniken, die in den Kolonien entstanden, wurden nach Europa exportiert und prägen heutige Sicherheitsdoktrinen mit. Doch angesichts dieser Mauern und des Stacheldrahts treten Früchte als Symbole der Widerstandsfähigkeit hervor. Jahrhundertealte Feigenbäume und während der Kolonialzeit eingeführte Pflanzen überdauern menschengemachte Grenzen. Ihre Samen verweisen auf eine souveräne, organische Form des Widerstands gegen eine Welt permanenter Überwachung.
Danksagung: Die Kunstschaffenden danken Sabah Alioua-Beggah herzlich für die Weitergabe von Geschichten, an die erinnert und die gewürdigt werden müssen, sowie Alex Ghandour und Mahmoud Khattab für ihre unschätzbare Unterstützung. Besonderer Dank gilt Studio Mesh und “Sefi” Josefa Holland-Merten für ihre technische Unterstützung bei der Entwicklung experimenteller Glasuren und der materiellen Bearbeitung der keramischen Arbeiten.

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«Res und Nancy» von Lisa Mark
Res und Nancy sitzen sich gegenüber. Ihre Füsse berühren den selben Boden und doch g...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«Res und Nancy» von Lisa Mark

Res und Nancy sitzen sich gegenüber. 
Ihre Füsse berühren den selben Boden und doch grenzen sie sich voneinander ab. 
Das verbindet sie.
Wenn Res oder Nancy spricht, hört Nancy oder Res manchmal nicht richtig zu. Vielleicht aus Angst vor der anderen Perspektive. 
Aber manchmal, da hören sie einander wirklich zu, ganz konzentriert und mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit. Dann sind Res und Nancy von dem, was Nancy oder Res gesagt hat, aufrichtig bewegt. 

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«pattern of behaviour» und «guidelines» von Sophie SchüpbachDie Arbeiten «pattern of behaviour» und «guidelines» s...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«pattern of behaviour» und «guidelines» von Sophie Schüpbach

Die Arbeiten «pattern of behaviour» und «guidelines» setzen sich mit Mustern im Alltag sowie mit der Spannung zwischen Wiederholung und Abweichung, Ordnung und Kontrast auseinander. Der Bahnhof bildet dafür das zentrale Bildmotiv. Als Ort des Transits ist er geprägt von wiederkehrenden Bewegungen und Abläufen. Gleichzeitig treffen hier unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinander. Zwischen Eile und Stillstand, Ankommen und Weitergehen entsteht ein flüchtiger Zwischenzustand, der den Alltag prägt und dennoch oft unbeachtet bleibt.
Diese Gleichzeitigkeit von Regelmässigkeit und Unterschiedlichkeit bildet den Ausgangspunkt der Bildsprache. Im Entstehungsprozess greifen traditionelle handwerkliche Verfahren und neueste digitale Techniken ineinander. Aus dem Zusammenspiel beider Arbeitsweisen entsteht eine Bildwelt, die Vergangenes und Gegenwärtiges miteinander verbindet und neue visuelle Zusammenhänge schafft.
Eine zentrale Rolle spielen die Jahresringe des Holzes. Sie sind nicht nur ein prägendes gestalterisches Element, sondern tragen wesentlich zur Bedeutung der Arbeiten bei. Als natürliche Spuren von Zeit und Wachstum durchziehen sie die Bilder, verweben die dargestellten Menschen miteinander und erweitern das Motiv des Musters um eine weitere Ebene. So begegnen sich natürliche Strukturen und menschliche Routinen und machen sichtbar, wie sich Zeit, Bewegung und Alltag in wiederkehrenden Formen einschreiben.

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«Via Salina» von Yulia ParfenovaYulia Parfenova begreift ihre Kunstpraxis als Mittel, die Beziehung zwischen Gesel...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«Via Salina» von Yulia Parfenova

Yulia Parfenova begreift ihre Kunstpraxis als Mittel, die Beziehung zwischen Gesellschaft und der natürlichen Welt zu untersuchen und neu zu verhandeln. Ihre Installation «Via Salina» ist ein Weg ohne Anfang und Ende, der von geologischen Prozessen geformt und von Menschenhand gelegt wurde. 
Die Arbeit versteht natürliche Zersetzung und menschliche Gestaltung als zwei untrennbare Formen der Transformation, die die Welt kontinuierlich verändern. Verbunden werden sie durch Salz, aus dem die Installation entsteht – ein Mineral, das seit Jahrtausenden abgebaut, gehandelt und als Verbindung zwischen Landschaft und Kultur wirksam wird. «Via Salina» verweist auf die historischen Salzstraßen – Transit-Infrastrukturen, die nicht nur Waren bewegten, sondern Gemeinschaften neu ordneten, Abhängigkeiten schufen und zuvor getrennte Welten miteinander verbanden. Die Strasse ist ein Symbol menschlich gelenkten Fortschritts; ihre Bausteine sind Produkte natürlicher Unordnung. Jede Salzplatte dokumentiert einen unvorhersehbaren Erosionsprozess und bewahrt einen flüchtigen Moment des Zerfalls. In diesem Spannungsfeld verweilt das Werk: zwischen der zweckfreien Naturkraft, die zerstört, und dem menschlichen Impuls, mit Absicht zu bauen – zwei gegenläufigen Prozessen, deren fragiles Gleichgewicht die Welt prägt, in der wir leben.

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«Tide comes and goes, I stay» von Tim RodDie zwei Fotografien entstanden 2020 auf einer gemeinsamen Reise mit mein...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«Tide comes and goes, I stay» von Tim Rod

Die zwei Fotografien entstanden 2020 auf einer gemeinsamen Reise mit meiner damaligen Partnerin. Das Diptychon bildet den Ausgangspunkt einer fortlaufenden Arbeit, die ich im Februar 2025 am selben abgelegenen Strand weitergeführt und erweitert habe. Die Landschaft war dieselbe, ihre Bedeutung eine andere.
Dort, wo ein kleines Flüsschen ins Meer mündet, wurde der Ort zu einem Raum des Übergangs: zwischen Süss- und Salzwasser, zwischen Bewegung und Stillstand, zwischen
Wiederkehr und Veränderung. Die Rückkehr an diesen Ort eröffnete eine neue Perspektive auf Erinnerung, Zeit und Wandel. Vor dem Hintergrund eines Zustands von Verlust und Neuorientierung wurde er zu einem Resonanzraum für die Auseinandersetzung mit Veränderung und dem Verharren im Dazwischen.
Am Strand gesammelte Schilfstäbe, die durch das Meer verlagert und wieder an Land getragen wurden, bildeten das Ausgangsmaterial für temporäre Kompositionen, die
fotografisch und filmisch festgehalten wurden. Das wiederholte Arrangieren, Verändern und Auflösen entwickelte sich zu einem täglichen Ritual. Die körperliche Arbeit wurde zu einer Form der Konzentration und Reflexion und machte Prozesse von Vergänglichkeit, Bewegung und Wiederkehr erfahrbar.

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«The unequivocal decision to leave» von Tatsuki Peter BrowneDie Arbeit «The unequivocal decision to leave» besteht...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«The unequivocal decision to leave» von Tatsuki Peter Browne

Die Arbeit «The unequivocal decision to leave» besteht aus einem rechteckigen Stück Rasen, das aus dem Hinterhof herausgeschnitten und in den Ausstellungsraum transportiert wird. Direkt darüber werden Deckenplatten in exakt denselben Dimensionen wie die Rasenfläche entfernt. Die entnommenen Deckenplatten werden anschliessend in der Vertiefung im Boden des Hinterhofs eingesetzt.
Das Thema des Transits zeigt sich in verschiedenen Aspekten der Arbeit. Zunächst in der Festlegung der Begrenzung. Der modulare Aufbau der Deckenplatten ermöglicht es, die Grösse schrittweise zu verändern. Diese willkürlich gesetzte Begrenzung wird anschliessend auf den Hinterhof übertragen, sodass sich die beiden Flächen in ihren Dimensionen entsprechen.
Darauf folgt der Austausch der Materialien zwischen diesen beiden Räumen. Die Deckenplatten bewegen sich von der Decke hinunter zur Erde, eingefasst vom Boden. Der Rasen wird leicht angehoben und über eine grössere horizontale Distanz verschoben, bis er schliesslich auf dem Boden unterhalb der Öffnung in der Decke liegt.
Durch diese Vorgänge entsteht ein Prisma – gebildet durch die gedachte Verbindung der Kanten der Rasenfläche mit jenen der Deckenöffnung. Dieser Raum im Raum erzeugt einen Moment potenzieller Grenzüberschreitung: Mit dem Betreten des Prismas wird eine Grenze überschritten. Das Gegenstück des Prismas im Aussenraum hingegen kennt nach oben keine Begrenzung; der Raum erstreckt sich hinauf in den Himmel und über ihn hinaus.
Wenn der Transit schliesslich beendet ist, kehren die einzelnen Elemente zurück und finden wieder dort ihren Platz, wo sie ursprünglich hingehörten.

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«Working Tools» und «RE:PRODUKTION» von Paula Beck
Gesellschaftliche und materielle Transformation sind ein leiten...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«Working Tools» und «RE:PRODUKTION» von Paula Beck

Gesellschaftliche und materielle Transformation sind ein leitendes Motiv der künstlerischen Arbeiten von Paula Beck. Worüber müssen wir sprechen, wenn wir gesellschaftlichen Wandel anstreben, und welche Narrative müssen wir neu denken? Welche Materialien und Objekte brauchen wir zum Arbeiten, und wie prägt deren Aussehen, wie wir über ihren Gebrauch nachdenken?
Die Fotografien der Serie Working Tools (2024) zeigen Milchpumpen als metallische Werkzeuge. Paula Beck beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit unbezahlter reproduktiver Arbeit, die von Frauen geleistet wird. Reproduktive Arbeit (dazu gehören unter anderem Sorgearbeit, Schwangerschaft und Erziehung) ist die Grundlage für den Erhalt der Wirtschaft und bleibt dennoch als Arbeit unentlohnt und oft unsichtbar. Die Milchpumpen in industrieller Ästhetik befragen die Gegenüberstellung von ‘reproduktiver’ Arbeit und ‘produktiver’ Arbeit und werfen die Frage auf, inwiefern der weibliche Körper eine Arbeitsressource ist. 
Die zweite Arbeit von Paula Beck ist RE:PRODUKTION. Das Strickbild zeigt die Reproduktionsstatistik der Schweiz von 1950 bis 2021. Die schwarzen Balken zeigen an, wie viele Kinder pro Frau in diesem Jahr geboren wurden. Es lassen sich einschneidende Ereignisse wie beispielsweise der ‘Pillenknick’ nach Einführung der Anti-Baby-Pille ablesen. Die künstlerische Arbeit macht zwei Formen weiblicher Arbeit sichtbar: die weiblich assoziierte, produktive Arbeit des Strickens und die reproduktive Arbeit der Geburt.

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«Nackenwärmer» von Svenja Gansner
Tagtäglich stellen wir Erwartungen an materielle Objekte – seien es Kunstwerke o...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«Nackenwärmer» von Svenja Gansner

Tagtäglich stellen wir Erwartungen an materielle Objekte – seien es Kunstwerke oder Alltagsgegenstände. Wir ordnen sie ein, beurteilen ihre Wirkung und nehmen stillschweigend an, dass sie ihren Zweck erfüllen, ohne uns zu ‘antworten’. Doch was wäre, wenn sich dieses vertraute Verhältnis verändert und die Dinge plötzlich etwas von uns wollen?
In ihren Arbeiten verbindet Gansner häufig die materielle und die organische Welt. Alltagsgegenstände erhalten menschliche Attribute wie Haare, Haut oder Muttermale, wodurch sie nicht mehr nur Dinge bleiben, sondern zu Trägern von Nähe, Erinnerung und Irritation werden. Ausgehend von Julia Kristevas Abjekt-Theorie zeigt die Künstlerin, wie das Abstoßende zugleich anzieht: Die Grenzen zwischen sauber und unrein sowie zwischen Körper und Objekt verschwimmen. Das ‘Selbst’ wird vom ‘Anderen’ bedroht. So wollen Gansners Arbeiten nicht einfach abstossen. Sie wollen aufführen, wie fragil unser Konstrukt von Identität, Ordnung und Schönheit ist – und wie sehr wir unsere Kategorien brauchen, um uns selbst zu sichern.

📷 Florian Amoser

➡️➡️➡️«ramer à contre-pied (still)» von Lily PellaudLily Pellauds «ramer à contre-pied (still)» führt die ortsspezifisch...
28/08/2026

➡️➡️➡️

«ramer à contre-pied (still)» von Lily Pellaud

Lily Pellauds «ramer à contre-pied (still)» führt die ortsspezifische Arbeit «ramer à contre-pied (Monday through Sunday)» weiter, die für den 345 off.space in Wollishofen entwickelt wurde. Ihren Ausgangspunkt nahm die Arbeit in einer Performance, bei der Lily, auf dem Geländer einer Brücke entlang einer Werft sitzend, eine Ruderbewegung imitierte. Die Brücke wird täglich von Menschen aus dem Quartier überquert. Die Arbeit ist in jenem Schwebezustand verankert, in dem sich die Künstlerin selbst wiederfand: zwischen der Unterhaltung eines Publikums und dem unermüdlichen, wenig glamourösen Arbeiten gegen den Strom des Lebens.
Ausgehend von der Performance und ihrer Videodokumentation entwickelte Lily eine Marionette, die unaufhörlich rudert – von Montag bis Sonntag. Das französische Verb ‘ramer’ bedeutet sowohl ‘rudern’ als auch ‘sich abmühen’ und bringt damit die doppelte Natur künstlerischer Arbeit zum Ausdruck. Die Erscheinung der Figur verweist auf eine französische Puppenspieltradition der Arbeiterklasse, die häufig als Trägerin politischer Satire diente. Indem Lily eine Parallele zwischen diesen politisch aufgeladenen Aufführungen und künstlerischer Arbeit zieht, zeichnet sie den Wandel der Marionette nach: von einem Instrument freier mündlicher Ausdrucksformen hin zu einer kontrollierten, vorgegebenen Performance.
Diese Transformation spiegelt sich auch in der aktuellen Ausführung der Arbeit wider, die sich mit der Vereinnahmung künstlerischer Arbeit durch den White Cube auseinandersetzt. Scheinbar von ihrem Kontext losgelöst, wird die Arbeit von ihrer Umgebung buchstäblich wie symbolisch überwältigt. Und trotzdem rudert sie weiter.
Danksagung: In den Kommentaren

📷 Florian Amoser

Adresse

Olten

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von JKON erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an JKON senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie