22/02/2021
Im Sommer von 2013 liefen wir vom Rheinschwimmen den St. Johannsring hoch. Zwischen der Metzerstrasse und der Hebelstrasse sahen wir dann diesen Glaskasten mit einem kleinen gelben Zettel: zu vermieten. Der Rest ist Geschichte, ihr wisst, dass wir seitdem einen kleinen Ausstellungsraum unter dem Namen Fenster Basel führen. In der Tageswoche (schade dass es die nicht mehr gibt) wurde im April 2014 aufgezeignet: „Für die Passanten, die meist achtlos durch die Strasse eilen, stellt das Fenster eine kleine Ein- und Aussicht in eine andere Welt dar, für ein kurzes Innehalten und Reinblinzeln. Für die Künstler ist es ein Miniatur-Freiraum, mitten im Trubel des St. Johannsring.“
Seit Oktober 2013 bis Dezember 2020 haben wir 25 Editionen von Fenster Basel gezeigt. Und jetzt haben wir, nach langen Überlegungen entschieden, dass wir mit Fenster Basel aufhören. Wir denken mit sehr viel Liebe an die vielen schönen Momente zurück, zum Beispiel beim vorbereiten der Ausstellungen. Auch beim Einrichten war es immer sehr spannend. Passt es wirklich rein? Wie sieht es wirklich aus, wenn das Kunstwerk n***t und alleine in einem Glaskasten am St. Johannsring ist? Die Vernissagen werden sicher in unserer Erinnerung bleiben: die Spannung, wieviele Gäste tatsächlich kommen, die schönen Gespräche auf dem Trottoir, das kleine schwarze Klapptischchen mit Brot, holländischem Käse und selbstgemachten Mandeln mit Rosmarin von Silvia, mit Prosecco in der Sommerhitze und Glühwein von Annina im Winter.
Das alles wird uns sicher fehlen! Aber wir haben auch eine gute Nachricht. Drei junge Frauen aus Basel haben die Vitrine übernommen und fangen unter den Namen PAN mit einer neuen Ausstellungsreihe an. Wir sind sehr gespannt und werden sicher an die Vernissagen gehen, jetzt aber als Gäste.
Ihr Fenster Basel Team.