23/11/2023
Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde
Wir sind heute in der Zürichsee-Zeitung (Seite 5 Spalte 6) und danken der Redaktion, dass Sie unseren Beitrag, wenn auch in stark gekürzter Fassung, veröffentlicht hat. Nachstehend finden Sie den vollständigen Text.
>> Die Niklausbühne Hombrechtikon spielt bekanntlich in diesem Jahr das Stück „Ferie vo de Familie“ von Dieter Gygli. Was vom Verlag als „Familienkomödie“ angepriesen wird, ist an sich alles andere als lustig: Die Mutter Monika (Daniela Rüegg) kocht, putzt, wäscht und räumt andauernd Sachen zusammen, die ihre beiden Kinder Sibylle (Jasmin Schnorf) und Bernhard (Elisha Sadkowsky) einfach auf den Boden oder wohin auch immer schmeissen. Der Vater Walter (Christian Wäfler) ist eine bequeme, gleichgültige Socke und lässt sich Tag für Tag von seinem Arbeitskollegen Hans (Köbi Graf) ins Büro chauffieren. Die geschwätzige Nachbarin Liliane (Judith Casu) wäre im realen Leben wohl eine Plage. Item: Mutter Monika packt irgendwann ihren Koffer und geht offiziell in die Ferien, schafft es aber nicht, sich wirklich eine Auszeit zu gönnen. Und was passiert in der Familie? Wenig, sehr wenig. Walter greift nicht etwa selbst zum Besen, sondern „organisiert“ eine Haushaltshilfe. Wie er halt ist, klopft er bei einer Mitarbeiterin von ihm, der schönen Franziska (Sara Harki) an, deren Hausbesuche bei Walter unterschiedliche Reaktionen auslösen. Vor allem ihr Freund Martin (Thomas Fritschi), ist darüber „not amused“.
Das Theater gefällt dem Publikum. Die Schauspielerinnen und Schauspieler spielen gut und das Stück berührt: Mitleid (mit Monika und mit Martin), ein Hauch von Ärger (vor allem über Walter), Erstaunen (über Hans und Franziska), Freude (Schadenfreude eingeschlossen) und Heiterkeit wechseln sich munter ab. Für gute Unterhaltung – und auch für das leibliche Wohl - ist gesorgt.