24/06/2015
So im Nachspann kann man sagen: wir waren mit dem Thema «Kapital» 2012 eher zu früh als zu spät gekommen.
Die NZZ schreibt über die Biennale Wien: «Kapitalismus-Kritik ist im Kunstbereich derzeit sehr en vogue – deshalb lässt Okwui Enwezor an seiner Biennale von Venedig ja auch das «Kapital»
von Marx vorlesen und spielt da und dort die Reizkarte
«Sozialismus» aus. Mehr als Spielereien aber sind das nicht. Hier in Wien ist das anders. Man hat den Eindruck, die Kuratoren hätten hier sehr ernsthaft, sehr frei und grösstenteils jenseits von Moden oder Ideologien über die Zukunft nachgedacht. Das Resultat ist eine Biennale, die man bereichert und also verwandelt verlässt – nachdenklich zwar, aber auch optimistisch.
Oder waren mit der Biennale Bern einfach am falschen Ort?
Die erste Biennale von Wien setzt sich programmatisch für eine positive Veränderung unserer Gesellschaft ein – und bringt Ideen aus den Bereichen Architektur, Design und Kunst zusammen, die einen solchen Wandel bewirken könnten. Viele der Projekte gehen dabei von Vorhandenem aus.