Die Verknüpfung eines Stoffes mit der Realität, zu einem rauen, kratzigen und unbequemen Stoff, der Reibung erzeugt, ist unser brennendstes Anliegen. Wir sind der Überzeugung das Theater nicht nur auf der klassischen Theaterbühne stattfinden sollte, sondern beispielsweise auch: in einem leerstehenden Haus in einem Hochseecontainer oder auf einem Floss auf der Aare. Wir wollen ein Theater, das unan
gepasst, avangardistisch und energiegeladen ist und Themen behandelt die einen gesellschaftspolitischen Bezug aufweisen. Dabei arbeiten wir nicht nur mit den klassischen Regie-Theatermitteln, sondern beziehen auch andere Kunstdisziplinen in unsere Arbeiten mit ein. Diese können performative oder installative Anteile beinhalten, so dass am Ende unserer Theateraufführung alle Teile für sich alleine stehen und eine eigene Daseinsberechtigung und Aussagekraft besitzen, ohne sich dabei gegenseitig zu entkräften. Im Ganzen wird der Theaterabend aus der Liebe zu den kleinen „Schräubchen“ bestehen, die diese einzelnen und eigenständigen Elemente zu einer Poesie miteinander verweben, der man sich kaum entziehen kann. Wie auf der Inhaltlichen Ebene, wollen wir auch Formal die Metaebene bedienen und so das fiktive Theatererlebnis in den Realraum transponieren und so Bezüge zum Aussen herstellen. So nimmt auf der Formalen wie auch auf der Inhaltlichen Ebene, die Selbstreferenzialität einen Wichtigen Teil in unseren Arbeiten ein.