Frisch gestrichen Basel

Frisch gestrichen Basel Der im Juni 2003 gegründete Verein veranstaltet in Basel jährlich zwei Kammermusikkonzerte. Der Verein «frisch gestrichen!» ist im Juni 2003 gegründet worden.

Wir fördern das professionelle Musikschaffen, indem wir im Raum Basel jährlich zwei öffentliche Kammermusikkonzerte veranstalten. Unsere Mitglieder ermöglichen die Organisation dieser Anlässe mit ihren Jahresbeiträgen. Sie haben mit ihrem Partner / ihrer Partnerin und ihren Kindern freien Zutritt zu den Vereinskonzerten – eine willkommene Gelegenheit, sich zu treffen und zusammen die Musik zu geniessen!

Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Nr. 6 in f-Moll geht emotional bis ans Äusserste. Der Komponist schrieb das...
21/09/2023

Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Nr. 6 in f-Moll geht emotional bis ans Äusserste. Der Komponist schrieb das Werk 1847 kurz nach dem unerwarteten Tod seiner Schwester F***y, ein Ereignis, das ihn schwer traf. Die Musik ist aufgewühlt und von Schmerzensschreien zerrissen; die spärlichen lichten Momente lassen nur die düstere, unruhige Grundstimmung besser hervortreten. Es ist das letzte Streichquartett von Mendelssohn, der seine Schwester nur um wenige Monate überlebte.
Zu hören bei Frisch gestrichen Basel am 23. September 2023 um 19 Uhr in der Skulpturhalle Basel. Es spielt das Quatuor Magenta: Ida Derbesse, Elena Watson-Perry, Claire Pass-Lanneau, Fiona Robson.

Das Quatuor Magenta spielt am 23. September um 19 Uhr bei "frisch gestrichen" unter anderem das Streichquartett Nr. 3 vo...
10/09/2023

Das Quatuor Magenta spielt am 23. September um 19 Uhr bei "frisch gestrichen" unter anderem das Streichquartett Nr. 3 von Béla Bartók, komponiert 1927.
https://www.frisch-gestrichen-basel.ch/konzert/

Der Philosoph und Musiktheoretiker Theodor W. Adorno nahm das Stück in seiner kurz nach der Uraufführung geschriebenen und immer noch lesenswerten Rezension zum Anlass, die Erneuerungskraft der Bartókschen Musik hervorzuheben. Die Entwicklung des Komponisten verlaufe

"als Spirale in treuer Wiederholung der Aufgaben ihres Ursprungs; in unaufhaltsamer Verjüngung zugleich. Als Gefahr droht ihr einzig die Aberration. Jedoch gerade in ihr bewährt sich Bartók substantiell: aus den gefährlichsten Unternehmungen vermag er Kräfte zu ziehen, die den Angriff aufs ihm einzig Gemässe konzentrisch verstärken. Nirgends als bei ihm hat der Begriff des Experimentes, den reaktionäre Perfidie in Verruf brachte, besseren Sinn."
(T.W. Adorno, Texte über Béla Bartók, Hg. J. Breuer, Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae , 1981, T. 23, Fasc. 1/4, S. 421)

Wesentlich für Bartók ist die Entwicklung einer ganz neuen Formensprache aus der Konfrontation mit den musikalischen «Typen» der ungarischen Folklore. Diese waren schon in der Romantik von verschiedenen Komponisten verarbeitet worden, und zwar indem sie – so Adorno – in die Sonatenformen der europäischen Tradition eingepasst wurden:

"Die psalmodierende, motivisch aufgelöste Rhapsodie als Durchführungssonate, die ausgebreitete offene Monodie [d.h. einstimmiger Gesang] als Adagio, der widerstandslos bewegte, selbst von der Synkope gejagte Csárdás als Rondo: so stellen jene Typen im Zusammenhang mit der entwickelten europäischen Komponiertechnik sich dar."
Ebenda, S. 421

Diese Verwendung bezeichnet Adorno als «kostümierte Fremdheit», während bei Bartók die ungarischen Folklore «den europäischen Angriff annimmt, anstatt sich romantisch zu sichern.» (S. 421) Die Traditionen prallen in Bartóks Schaffen gleichsam klirrend aufeinander und aus dieser Konfrontation ergibt sich das Neue. Adorno betrachtet das dritte Quartett als Rückkehr des Komponisten zu eben diesem «einzig ihm Gemässen», «in die eigene Zone», nach dem «klassizistischen Abenteuer» (S. 422) anderer Stücke wie dem ein Jahr zuvor entstandenen ersten Klavierkonzert. Aus dieser klassizistischen Erfahrung habe Bartók zuvor von ihm kaum benützte Techniken mitgebracht, insbesondere den Kontrapunkt und eine reichere Palette an Klangfarben, die seine Tonsprache im dritten Quartett bereichern. In der Logik einer aufsteigenden spiralförmigen Entwicklung beurteilt der Philosoph und Kritiker Bartóks Synthese zweier Musiktraditionen in diesem Quartett als besonders gelungen: «Ungarische Typen und deutsche Sonate sind in der Glut ungeduldiger kompositorischer Bemühung eingeschmolzen; aus ihnen wahrhaft gegenwärtige Form erzeugt.» (S. 423)

Musik von Bartók und Mendelssohn-Bartholdy mit dem Quatuor Magenta am kommenden 23. September, 19 Uhr in der Skulpturhal...
03/09/2023

Musik von Bartók und Mendelssohn-Bartholdy mit dem Quatuor Magenta am kommenden 23. September, 19 Uhr in der Skulpturhalle Basel: nicht verpassen!
https://fb.me/e/4rSjPYuBB
https://www.frisch-gestrichen-basel.ch/quatuor-magenta/

Konzert Foto: Lukas Gysin, Basel Vingt (I) Samstag, 23. September 2023, 19 Uhr, Skulpturhalle Basel, Mittlere Strasse 17, 4056 Basel. Francesco Maria Veracini (1690-1768), Menuett und Gavotte aus der Sonata accademica in e-Moll op. 2 No. 8, arr. von Paul Bazelaire für Cello und StreicherGiuseppe Ta...

🎶 Frühlingskonzert vom 6.Mai 2023: Danke Veronika Miecznikowski, Tytus Miecznikowski und Sandro D'Onofrio für die meiste...
07/05/2023

🎶 Frühlingskonzert vom 6.Mai 2023: Danke Veronika Miecznikowski, Tytus Miecznikowski und Sandro D'Onofrio für die meisterliche, inspirierte Darbietung 👏 und danke dem Publikum fürs zahlreiche Erscheinen 🎉 http://www.frisch-gestrichen-basel.ch

Massenet, Młynarski, Pachulski, Mendelssohn und Schuberts monumentales Klaviertrio in Es-Dur op. 100. Vorbereitung auf d...
05/05/2023

Massenet, Młynarski, Pachulski, Mendelssohn und Schuberts monumentales Klaviertrio in Es-Dur op. 100. Vorbereitung auf das Konzert von morgen Samstag, 6. Mai https://fb.me/e/2RK3Ooccr!

Die junge Geigenstudentin Veronika Miecznikowski (Info: http://violinista.ch) war schon einige Male bei Frisch gestriche...
19/10/2022

Die junge Geigenstudentin Veronika Miecznikowski (Info: http://violinista.ch) war schon einige Male bei Frisch gestrichen Basel zu Gast. Wir freuen uns über ihren Erfolg am Lausanner Wettbewerb diesen Sommer. Bei uns ist sie demnächst wieder zu hören, und zwar im Zwiegespräch mit Hilmar Dagobert Koitka, Sandro D'Onofrio und Tytus Miecznikowski am 30. Oktober 2022, 19 Uhr in der Skulpturhalle Basel.

Pamina: "Bei Männern, welche Liebe fühlen, fehlt auch ein gutes Herze nicht." - Papageno: "Die süssen Triebe mitzufühlen...
11/10/2022

Pamina: "Bei Männern, welche Liebe fühlen, fehlt auch ein gutes Herze nicht." - Papageno: "Die süssen Triebe mitzufühlen, ist dann der Weiber erste Pflicht." - Beide: "Wir wollen uns der Liebe freu'n, wir leben durch die Lieb allein." Von Ludwig van Beethoven 1801 sieben Mal variiert, bei uns zu hören am Herbstkonzert des 30. Oktober (https://fb.me/e/1PRTh2Tud), 19 Uhr, in der Skulpturhalle Basel, mit Tytus Miecznikowski (Cello) und Sandro D'Onofrio (Klavier).
Bild: Mozart-Brunnen in Wien, Foto Thomas Ledl, Bearbeitung Frisch gestrichen Basel, 2022.

Konzert Sonntag, 30. Oktober 2022, 19 Uhr, Skulpturhalle Basel, Mittlere Strasse 17, 4056 Basel. Programm Zoltán Kodály (1882–1967), Duo für Violine und Violoncello op. 7Enrico Mainardi (1897–1976), Dialogo fra un clarinetto, un violoncello e un pianoforteEnrico Mainardi, Dialogo della nostal...

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TellStr. 21
Basel
4053

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In Kürze

Der Verein «frisch gestrichen!» ist im Juni 2003 gegründet worden. Wir fördern das professionelle Musikschaffen, indem wir im Raum Basel jährlich zwei Kammermusikkonzerte veranstalten. Unsere Mitglieder ermöglichen die Organisation dieser Anlässe mit ihren Jahresbeiträgen (100 CHF pro Jahr). Sie haben mit ihrem Partner / ihrer Partnerin und ihren Kindern freien Zutritt zu den Vereinskonzerten – eine willkommene Gelegenheit, sich zu treffen und zusammen die Musik zu geniessen!