09/08/2024
mit intrapulse installieren wir ein Wartezimmer in der Lobby des Schatzalp Hotels. eine riesige Fensterfront legt den Blick auf die Davoser Berglandschaft frei. Anfang des 20. Jahrhunderts reisten hier an Tuberkulose-Erkrankte an und erhofften sich Heilung durch die Licht- und Luft-Therapie.
im Wartezimmer – gewissermaßen als Vorraum zur Licht- und Luft-Therapie – laden wir zur spekulativen Annäherung an die zu behandelnden Körper und Phänomene ein, die hier auf ihre Behandlung warten.
wir fragen nach einer aktuellen Lesart der Wendung Licht- und Luft-Therapie: müssen wir womöglich unseren Blick über gewohnte materielle Grenzen des Lebendigen hinaus weiten, um eine Patient*in der Licht- und Luft-Therapie denken zu können, die einer Komplexität dessen gerecht wird, was gängig unter der Dichotomie Lebendiges/und seine Umwelt gefasst wird?