30/01/2020
Der Auftakt in das Jubiläumsjahr (25 Jahre SONAARE) war ein echter Paukenschlag. Eingeladen war an diesem Abend das Schweizer Oktett, dessen Zusammensetzung dem berühmten Oktett von Franz Schubert entspricht.
Jens Lohmann und Paul Scharf, Violinen, Michel Willi, Viola, Jonas Iten, Violoncello, Gallus Burkard, Kontrabass, Fabio di Càsola, Klarinette, Maria Wildhaber, Fagott und Mischa Greull, Horn, sind allesamt hervorragende Künstler und bei der Vermittlung ihres Programms „Heimwärts“ höchst feinsinnige Instrumentalisten.
Das Ensemble, das in diesem Jahr sein 30 jähriges Bestehen feiern kann, spielte einerseits Werke aus der wertvollen Volksliedersammlung von Hanny Christen und anderseits witzige Transkriptionen und Melodien von Noldi Alder und Fabian Müller. Sämtliche an diesem Abend aufgeführten Stücke sind auf ihren bereits veröffentlichten CDs „Heimwärts“, „Marchstei“ und “Verliebt i Züri“ vereinigt.
Der 1. Satz von Vivaldis „Primavera“, arrangiert von Alois Kappeler, wurde zu einem witzigen Feuerwerk. Schräg und mal laut und mal leise kam „Der Wolf im Schafspelz“ daher. Klarinettist und Hornist brillierten mit ihren Soli im „Zäuerli“. In der Narrenpolka entzückten Geigen- und Cello-Soli, diese standen für die vielen Finessen und Schattierungen, die vom Ensemble ausgehen. Der tänzelnde und bravourös streichende Kontrabassist zeigte, wie sich in der Volksmusik der 2/4- und ¾-Takt die Rollen teilen.
Keines der 8 Ensemble-Mitglieder hatte es nötig, sich ins Rampenlicht zu setzen, denn jedes trug mit schönstem Klang und feiner Virtuosität zu einem mitreissenden Gesamtbild bei. Dass Spielfreude und Ausstrahlung auf das Publikum übersprang, zeigte sich im begeisterten Applaus des Publikums.
Bei einer der verschmitzt angekündigten Zugabe kamen noch einmal Horn und Fagott zum Glänzen.
So darf man wohl sagen: Schöner kann man nicht musizieren.
27. Januar 2020 • mg