Seit mittlerweile einem Jahr leben wir mit der Pandemie und sind als Musiker:innen nicht nur mehr oder weniger isoliert, sondern es ist uns auch unmöglich, unsere Musik zu zeigen und Kontakte zu pflegen, um uns weiterzuentwickeln – und um uns durch unsere Arbeit zu finanzieren. Im Online-Austausch hatte eine Gruppe von Musikerinnen und Musikern kürzlich die Idee, die Vielfalt der Musikszene auf pa
ndemietaugliche Art zu präsentieren – an Bord eines Busses, der langsam durch die Straßen der Stadt fährt und die Musik zu den Menschen bringt. Siehe zum Verständnis folgenden den Link der Bonner Initiative Kültürklüngel Orchestar: ttps://ga.de/bonn/stadt-bonn/konzerte-im-cabriobus-in-bonn-kueltuerkluengel-orchestar-an-pfingsten_aid-51430059?fbclid=IwAR39hS3-rgFdJqI3XwK7cvhPyUVPJT6duoLFVaghOYFwTZrJ1x67Be3QCmg
KONKRETER
Ein Touristenbus (z.B. City-Tour) fährt langsam, an Bord und unter freiem Himmel wechselnde Musiker:innen oder Musikgruppen, deren Musik durch die Straßen schallt. Es ist denkbar, aber kein Muss, dass der Bus hin und wieder kurz an bestimmten Plätzen hält (sofern ein Abstandhalten der Menschen auf dem Platz gegeben ist), um den Menschen dort etwas länger den musikalischen Genuss zu ermöglichen. Insgesamt gilt aber: Weil der Bus in ständiger Bewegung ist, wird eine Publikumsbildung vermieden. An bestimmten „Haltestellen“ wartet eine Band, die den Platz der vorherigen einnimmt – so können an jedem Samstag 3 Bands eingeladen werden. Falls das Infektionsgeschen und die Hygienebeschlüsse es ermöglichen, könnte man einzelnen „Fans“ die Mitfahrt im Bus gestatten, sofern der Platz im Bus unter freiem Himmel und die Abstandhaltung dies erlauben. MÖGLICHE TERMINE
29.05.21
12. oder 24.07.21
07.08.21
04. oder 11.09.21
Startzeit jeweils 15 Uhr
Ende jeweils 18 Uhr
WEITERGEDACHT
Das Konzept ließe sich außerdem auf andere Kulturbereiche ausweiten. Es wäre etwa ein Bus der bildenden Künstler:innen denkbar. Bildende Künstler:innen jeder Richtung (Malerei, Video, Mixed Media, Objekt...) entdecken an Bord des Busses die Stadt und halten ihre Eindrücke währenddessen oder infolge fest. In der gemeinsamen Montage der entstandenen Kunstwerke entsteht ein lückenloses Panorama der Stadt, eines Stadtteils oder einer Straße (je nachdem, worauf man sich vorher einigt), das wie ein Mosaik die unterschiedlichen Positionen der Künstler:innen zu einer großen gemeinsamen Installation vereint.