16/04/2026
Das römische Ybbs – Teil des UNESCO-Welterbes "Grenzen des Römischen Reichs – Donaulimes (westlicher Abschnitt)"
Seit 2021 ist der österreichische Abschnitt des ehemaligen Donaulimes, gemeinsam mit dem bayerischen und slowakischen Teil, als Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Donaulimes (westlicher Abschnitt)" eingeschrieben. Seitdem sind die römischen Grenzen in Europa von Schottland bis zur Slowakei UNESCO-Welterbe. Aktuell wird daran gearbeitet, das Welterbe Donaulimes bis zum Schwarzen Meer zu erweitern.
22 Komponenten des Welterbes befinden sich in Österreich. Und wie für archäologische Denkmäler nicht ungewöhnlich, sind nicht alle zu besichtigen oder überhaupt noch zu sehen. Die Bandbreite des Donaulimes reicht daher von unverbauten Wiesen oder Äckern mit archäologischen Strukturen unter der Erdoberfläche über zugängliche archäologische Ruinen bis hin zu heute noch aufragenden Mauern wie in Mautern, Traismauer, Tulln und Zeiselmauer. Den Abschluss im Osten bildet Carnuntum, eine der vermutlich größten archäologischen Zonen Mitteleuropas.
Auch in Ybbs konnten im Zuge von archäologischen Ausgrabungen Reste einer römischen Militärstation aufgefunden werden. Dank ihrer Entdeckung wurde so auch Ybbs als Befestigung der römischen Reichsgrenze zum UNESCO-Welterbe Donaulimes mitaufgenommen.