Tanztum steht für eine Bühnentanzkunst, die aus dem Bewegungsrepertoire der klassischen indischen Tanzstiele, sowie aus einem ganzheitlichen Körperzugang besteht. Auf der einen Seite gibt es die Formensprache der Handgestik, auch Mudras genannt, die dazu verwendet werden Geschichten zu erzählen, sowie Charaktere zu beschreiben. Der zweite Fokus liegt auf den rhythmisch abstrakten Tanzschritten, di
e Adavus genannt werden. Tanztum basiert auf einem ganzheitlichen Zugang zum Körper und formt Bewegungsabläufe aus der Körpermitte heraus. Die aus der Grundhaltung entwickelten Bewegungen bestehen aus genau platzierten Handgesten und Fußstellungen. Stimmungsausdruck, Energiefluss und Koordination sind die Markenzeichen dieses erneuerten und gleichzeitig traditionellen Tanzstils. Diese Tanzschritte ermöglichen dem Tänzer klar und einfach den Ursprung der Bewegungen kennenzulernen. Tanztum Tempeltanz lehrt authentischen Ausdruck, Körperbewusstsein und Genauigkeit, um schließlich mit der Formensprache des indischen Tanzstils zu tanzen. Roxana Vossough legt großen Wert auf die Bewegungsanalyse, wodurch ein leichterer Zugang zu komplex aufgebauten Bewegungsabläufen ermöglicht wird. Das große Formenrepertoir aus Bahrata Natyam und Odissi ermöglicht viele choreografische Varianten, die von Roxana Vossough neu zusammengestellt und weiterentwickelt werden. Diese Vielfalt der Tanzsprache gestattet es, ein Körpergefühl aufzubauen, das nicht nur die Kondition, Gesundheit und Koordination stärk, sondern auch die Körperhaltung und Bewegungsbewusstheit im Alltag neu formt.