11/05/2026
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Bei uns geht es diesmal um die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Und wir beleuchten, welchen Einfluss Smartphones und soziale Medien darauf haben. Dazu sind zwei spannende Bücher erschienen. Golli Marboe und Caroline Cullen schreiben in „Jugend unter Druck“, erschienen im Residenz Verlag, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der der selbstverständliche Umgang mit physischer Gesundheit noch erlernt werden muss. Viele Diskussionen drehen sich um die Behandlung von Erkrankungen, aber nicht wie diese verhindert werden können. Außerdem geht es um Selbstwirksamkeit: „Es ist wichtig, dass man in einer Lebensphase, in der es einem noch gut geht, von Hilfsangeboten hört, damit man in der Krise nicht erst zu recherchieren beginnen muss.“, sagt Golli Marboe.
Sonderpädagogin Lucy Schindler kommt in ihrem Buch „Tatort Digitales Kinderzimmer“ zum Befund: „Mein Klassenzimmer in Wien ist längst mehr als ein Ort des Lehrens und Lernens geworden – es ist eine Art Notaufnahme für Kinderseelen, die in der digitalen Welt verloren gegangen sind.“ Sie erzählt von Volksschulkindern, die Stifte nicht richtig halten können, weil sie so viel übers Smartphone wischen. Von Kindern, die sich vor Figuren aus brutalen Videospielen fürchten. Von Kindern die im Unterricht einschlafen, weil sie zu lang online waren. Aber sie gibt auch Empfehlungen, wie die analoge Welt für Heranwachsende attraktiv gestaltet werden kann.