19/01/2025
Liebe Theaterbegeisterte,
Die Proben zu unseren kommenden Produktionen sind in vollem Gange, und diese Informationen wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.
Karten für alle unsere Produktionen gibt es in unserem Ticketshop unter folgendem Link: https://www.eventim-light.com/at/a/66ce22e44a5be641de42dc56
Wir spielen:
"FAUST" nach J.W. Goethe unter der Regie von Simon Malleczek.
In einer modernen Interpretation wird das wohl bekannteste Werk der deutschsprachigen Literatur nicht nur auf die Bühne gebracht, sondern auch seziert, hinterfragt und in neue Zusammenhänge gesetzt.
Im Spannungsfeld zwischen der unstillbaren Gier nach Erkenntnis und der Suche nach Sinn beleuchtet diese Inszenierung die Abgründe menschlicher Existenz. Fausts Pakt mit Mephisto wird zum Sinnbild unserer eigenen Verstrickungen in Macht, Versuchung und in moralischer Ambivalenz. Die Inszenierung wagt den Schritt, diese universellen Themen ins Heute zu transportieren, ohne die Tiefe und Symbolik des Originals zu verlieren.
Trotz minimalistischer Ästhetik entsteht eine dichte Atmosphäre, die den Zuschauer unmittelbar in den Bann zieht. Licht- und Klangwelten werden zu eigenständigen Akteuren, die Fausts innere Zerrissenheit und Gretchens tragisches Schicksal greifbar machen.
Diese Inszenierung ist mehr als eine Aufführung – sie ist ein Spiegel, der uns zwingt, uns selbst zu betrachten: unsere Entscheidungen, unsere Zweifel und unsere Verantwortung. Goethe wird hier nicht nur rezitiert, sondern gelebt und neu gedacht.
Termine: 10.02., 11.02., 13.02., 14.02., 15.02. immer 19:30
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"Der Prozess" nach Franz Kafka in einer Bühnenfassung von Stephan Engelhardt.
Am Morgen erwacht Herr K. und zwei Männer erklären ihm, er sei verhaftet. Gegenüber dem Aufseher beteuert er seine Unschuld und weiß doch nicht, wer ihn warum angeklagt hat. Sie führen ihn nicht ab. Alles ist wieder so wie immer, doch etwas ist anders.
Er versucht alles zu vergessen, und geht seiner täglichen Arbeit als Bankbeamter weiter nach. Schließlich geht er zu einer Vorladung des Gerichtes und wird mit einem labyrinthischen, alles beherrschenden, bürokratischen System konfrontiert, das ihn vernichtet.
Der ausgebildete Jurist Franz Kafka skizziert in seinem Roman eine Justiz, die Unrecht schafft, deren Vertreter vorgeben, Recht zu sprechen, sich an kein Gesetz halten, ihrem eigenen Vorteil folgen und willkürlich entscheiden. In diesen albtraumartigen Szenen herrschen mächtige Gestalten, die nicht zu fassen sind und alles bestimmen. Niemand kann sich aus der behaupteten Schuld, der drohenden Bestrafung, aus der ohnmächtigen Abhängigkeit von diesen Vertretern der Justiz befreien.
Franz Kafka schrieb sich seine Kindheit von der Seele. Er erzählte von seiner Familie, in der der Vater despotisch alles kontrollierte. Selber etwas zu wollen war unmöglich, nur der Wunsch des Vaters zählte.
Die Figur des Herrn K. ist eine Persönlichkeit, die von seinen eigenen Schuldgefühlen gequält wird, ohne etwas verbrochen zu haben. Diese grundlosen Selbstvorwürfe schaffen erst die Notwendigkeit, sich einer Macht zu unterwerfen, um sich so von der unbewussten Schuld zu befreien.
Termine: 27.03., 28.03., 29.03., 03.04., 04.04., 05.04. immer 19:30
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"Escalation" geschrieben und unter der Regie von Sebastian Merkl.
Fünf Personen bleiben auf einer steckengebliebenen Rolltreppe stehen und weigern sich zu Fuß weiterzugehen. Nur der ominöse Herr Nummer Zwei geht immer wieder ohne Probleme hinauf und hinunter. Auf der Suche nach einer Lösung verliert sich die Gruppe in Zynismus, falscher Hoffnung und Streitereien, findet die wahre Liebe oder wird von Visionen heimgesucht, sobald die Kniescheibe herausspringt. Nach einiger Zeit wissen sie gar nicht mehr, was sie am oberen Ende der Rolltreppe eigentlich erwarten sollen. Falls sie es jemals nach oben schaffen sollten.
Über das Stück:
"Escalation" ist inspiriert von den Werken Jean Paul Sartres und Wiener "Alltagsg´schichten". Die Charaktere sind überzeichnete Karikaturen typischer Wiener Menschen und müssen unverhofft eine kleine Gesellschaft bilden, anstatt an sich selbst zu denken. In immer absurderem Humor werden ihre Worte zyklisch, zitieren und stacheln sie sich gegenseitig auf. Langsam entdecken sie Gemeinsamkeiten. Das Stück wurde 2016 chronologisch geschrieben und selbst der Autor wusste bis zum Ende nicht, wie es tatsächlich ausgehen wird. 2023 wurden in der Mitte des Stücks weitere Szenen hinzugefügt, um die Rollen detaillierter auszuarbeiten.
Termine: noch nicht bekannt
Online Kartenverkauf des gemeinnützigen Theatervereins Lessingtheater-Wien.