Mo.ë Vienna

Mo.ë Vienna mo.ë ist ein Experiment der Sorgfalt in den ehemaligen Räumlichkeiten der k. u. k. Orden und Medaillenmanufaktur Mandelbaum am Brunnenmarkt.

Der Trägerverein picapica legt seinen Fokus auf die Produktion und Sichtbarmachung von Kunst und Kultur (Bildende Kunst, Improvisationsmusik, Theater, experimenteller Film, Lesungen etc). mo.ë wird von drei Säulen getragen, die sich programmatisch überschneiden und ergänzen: Veranstaltungsraum, Atelierhaus, sowie Artist-In-Residence-Programm. mo.ë existiert seit Jänner 2010.

16/11/2017

Wer sich noch an MONSTERFRAU und Simon Distortion Templar bei unserer Himmelfart im Mai erinnert: Morgen folgt die Premiere von TEK MATER by Monsterfrau & Crystal Distortion im brut+ in der < Grelle Forelle!

"Im Rahmen der mo.ë-Himmelfahrt wurden Simon und ich eingeladen, ein 30-minütiges Preview von „TEK MATER“ vorzustellen. Das war kein klassischer Club-Kontext, aber ein schöner, offener Rahmen, in dem jahrelang ineinanderfließende Kunstformen möglich waren. Die Performance war zwar sehr chaotisch, wir konnten die Texte noch nicht auswendig und es gab wenig Zeit für einen Soundcheck, weil an dem Abend zwölf Acts gespielt haben. Aber Simon und ich haben gemerkt, dass „TEK MATER“ als Konzept super funktioniert und unsere Technik absolute Genauigkeit erfordert."

https://www.musicaustria.at/ueber-die-synthese-von-technologie-und-koerper-kann-nicht-genug-geforscht-werden-monsterfrau-im-mica-interview/

07/06/2017
Im Anschluss an Stadt als Beute - Picknick des Verlernens (Mit: dérive – Zeitschrift für Stadtforschung, Stefan Lanz, Ni...
06/06/2017

Im Anschluss an Stadt als Beute - Picknick des Verlernens (Mit: dérive – Zeitschrift für Stadtforschung, Stefan Lanz, Niels Boing und Mo.ë Vienna (Alisa Beck, Marie-Christin Rissinger, Valerie Bosse) im Entwicklungsgebiet am Hauptbahnhof (Performeum, Wiener Festwochen) hatten wir Besuch in der Thelemangasse.

Niels schrieb daraufhin: "es sind orte wie das mo.ë, die die großstädte von heute bereichern, die urban im besten sinne sind. etwas chaotisch und ohne kulturbetrieb-chichi. dass das mo.e schließen muss und die stadt wien den wert dieses ortes überhaupt nicht erkannt hat, ist typisch für städte im metropolen-wettbewerb. kulturstadt wollen sie alle sein und glauben, dass kunsthallen, opern, theater und musicals genügen. wo die kunst ihren anfang nahm, interessiert sie nicht. erst wenn sie "veredelt" ist und als produkt in die städtische ökonomie einzahlen kann, ist sie willkommen. das kennt man auch in hamburg oder berlin. (...)

die agentur Kreative Räume Wien der stadt wien bot dem mo.ë ein ausweichquartier an. gemäß der gängigen logik, dass man die kunst-freaks ja beliebig umtopfen kann. auch das kennt man aus hamburg. pikant ist, dass "kreative räume", eine städtische gesellschaft, auf ihrer webseite als best practice-beispiele in anderen städten die PlanBude und das Gängeviertel auflistet. die sind allerdings der stadt hamburg abgerungen worden und mitnichten best practice offizieller kommunaler raumpolitik. als planbude oder gängeviertel würde ich mir verbitten, von "kreative räume" gelistet zu werden."

Niels Boeing (Mitglied des Aktionsbetriebs LOMU – local organized multitude, aktiv im Hamburger Netzwerk »Recht auf Stadt«, Reisender und Journalist u. a. für Die Zeit, Freitag, Technology Review. Autor von "Von Wegen. Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft". Edition Nautilus. 2015)

pic by Christoph Nondef Hoffmann

pics by Christoph Nondef Hoffmann
03/06/2017

pics by Christoph Nondef Hoffmann

Ende Gelände Ehrlich gesagt wissen wir nicht, wo wir aufhören sollen. Eines wissen wir aber sehr genau. Wir werden an ke...
29/05/2017

Ende Gelände

Ehrlich gesagt wissen wir nicht, wo wir aufhören sollen. Eines wissen wir aber sehr genau. Wir werden an keinem neuen Ort - voller Ideale - prekäre Verhältnisse fortschreiben. Mit Ende Mai ist das mo.ë Geschichte. In der Kunst- und Kulturlandschaft Wiens entsteht damit eine Leerstelle.

Gleichzeitig dreht sich das Immobilienkarussell fröhlich weiter - das Haus steht für 2.7 Millionen erneut zum Verkauf, das ist eine Million mehr als noch vor einem Jahr, während es immer weiter verfällt.

Anfang 2015 haben wir gesagt: “Es gilt sich einem Prozess zu wiedersetzen der allzuoft als unaufhaltsam dargestellt wird”. Die pragmatische Erkenntnis, dass wir mit diesem Anliegen nun an finanziellen Mitteln scheitern, ist bitter und steht doch symptomatisch für eine Stadt- und Kulturpolitik, die sich dezentrale Kulturarbeit auf die Fahnen schreibt, nicht aber für den Erhalt solcher Räume einsteht.

Das mo.ë wird wohl leider nicht der letzte freie Kunst- und Kulturraum, Produktionsstätte und Experimentierfeld gewesen sein, das sich gegen die privatwirtschaftlichen Interessen einer Immobilienfirma zu Wehr setzen muss.

Wir möchten uns an dieser Stelle von ganzem Herzen bei allen Menschen bedanken, die dazu beigetragen haben, diesen Raum aufzubauen und immer wieder neu zu erfinden. Wir möchten uns bedanken bei allen Unterstützer*innen und insbesondere bei allen Künstler*innen, die über diese sieben Jahre hinweg den Raum zu dem gemacht haben, was er war.

Diese Netzwerke aber werden weiter bestehen und auch die Anliegen, die wir insbesondere in den letzten 1 ½ Jahren hier festgemacht haben, werden weitergetragen und unbequem bleiben.

Ihr erreicht uns weiterhin unter [email protected] und ab Juni in der Garnisongasse 7 (1090 Wien).

Pic: Valerie Bosse und Christoph Hoffmann

mo.ë Himmelfart (mo.ë is in a better place now) - Part 3SCHLUSSBILDWir öffnen unsere Türen heute das letzte Mal um 18:00...
28/05/2017

mo.ë Himmelfart (mo.ë is in a better place now) - Part 3
SCHLUSSBILD
Wir öffnen unsere Türen heute das letzte Mal um 18:00.

18:00 - 21:00: 'Requiem für den Raum - Markus Krispel​ spielt zerlegtes Solo Alt - Saxophon. Zum Abschied noch mal den leeren Raum hören und adieu sagen.

See you around - auch noch wenn es dunkel wird ....

Übrigens: Die Kühlschränke sind leer, bring your own drinks!

"Ihr wollt Kunst aus der Retorte? Könnt ihr haben! Ihr wollt Pop-up-Kultur? Könnt ihr haben!! Ihr wollt Hubs, Start-ups ...
26/05/2017

"Ihr wollt Kunst aus der Retorte? Könnt ihr haben! Ihr wollt Pop-up-Kultur? Könnt ihr haben!! Ihr wollt Hubs, Start-ups und Einweg-Kreativität?! Könnt ihr verdammt nochmal haben....!!!

Dass die Amadeus-GewinnerInnen, die Bachmann-PreisträgerInnen, die NobelpreisträgerInnen und andere, die das Um-die-Ecke-denken zwar irgendwo gelernt haben, vielleicht aber Reibung und Laborcharakter um sich brauchen - das ist euch Stadtmuttis und Stadtdaddys wohl nicht klar.

Das Geld, das ihr in glatte Wände und berechenbare und jederzeit bezwingbare Produkte steckt, ist nichts wert, den Spaß-Party-Attraktions-Zirkus, den ihr euch unter euren Mikroskopen zusammenreimt und "Stadtleben" nennt, wird unsre Mikrokosmen nicht ersticken.

Die Mafia, die eure Gehirne, eure Budgetlöcher und eure "Entwickler" bestimmt, ist nicht mehr fremd - es ist uns nun möglich hinzusehen: Schämt euch, dass ihr das Ende eines Universums wie das mo.ë und die Geschichte dieses Hauses zugelassen habt!

Meine Trauer wird Wut sein - they tried to bury us, but they didn't know we were seeds."

(Hannah Menne | 24. Mai 2017)

"Ein Gebäude, das einen permanent in Atem gehalten hat. Weil das nicht alles selbstverständlich ist, man muss das ständi...
25/05/2017

"Ein Gebäude, das einen permanent in Atem gehalten hat. Weil das nicht alles selbstverständlich ist, man muss das ständig bearbeiten und wenigstens worst-case Szenarien verhindern. Oder allein das Heizen: Ganz bezeichnend vielleicht, als kleiner Einwand, am Yppenplatz sind ja mittlerweile schon fast alle Dachböden ausgebaut. Und ich glaube, zwei gesamte Rohdachböden, also das alte Holz, haben wir bei uns verheizt. Also da haben wir von vorne vom Yppenplatz weg die Gasse gesperrt, und haben mit einem Hubwagen die ungeschnittenen, teilweise 6m langen Stückerln reingeführt und dann halt im Hof mit der Motorsäge kleingemacht. (überlegt) Also insofern haben wir da von der Gentrifizierung auch profitiert. (lacht)" (M.W. | mo.ë)

Abschied vom mo.ë - Resümee zum Ende des Kulturraums in der Thelemangasse und ein letzter Rundgang. Mit Dank an Gerhard Kettler, Marlen und Radio ORANGE 94.0!

"Nach der mo.ë-„Himmelfart“ mit letzten Veranstaltungen am 24., 26. und 28. Mai ist Schluss. Mit Ende Mai muss der Verein die Räume in der Thelemangasse 4 im 17. Bezirk verlassen. Damit ist die Geschichte des für die Wiener Kunst- und Kulturszene so bedeutenden Raums zu Ende. Zum Abschied trafen wir uns mit drei im mo.ë aktiven Leuten, sprachen über die Geschichte des Projekts, über dessen Probleme, und fragten, woran es scheiterte. Und wir machten mit ihnen einen letzten akustischen Rundgang durch das mo.ë, das mehr Aktivitäten Platz bot, als manche Besucher*in ahnen konnte. Die letzten Möglichkeiten, das mo.ë zu besuchen: Mo.ë Himmelfart (Mo.ë is in a better place now) - Part 2!

Nachhören: https://cba.fro.at/341584
http://o94.at/radio/sendung/1451835/

Be part of our final Mo.ë Himmelfart (Mo.ë is in a better place now) - Part 2! With a special preview of TEK MATER C9, t...
24/05/2017

Be part of our final Mo.ë Himmelfart (Mo.ë is in a better place now) - Part 2! With a special preview of TEK MATER C9, the electronic opera by Crystal distortioN & MONSTERFRAU, on board tomagnetik for the visuals. At Mo.ë Vienna | 26. Mai | ab 18:00

https://tek-mater.bandcamp.com/album/tek-mater

3 track album

Adresse

Thelemangasse 4
Wien
1170

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