08/03/2026
Heute ist Frauentag.
Und ich möchte vor allem als Frau –
und wir begleiten seit 35 Jahren fast ausschließlich Frauen in ihren Entwicklunngsprozessen -
etwas mitteilen.
Wir haben über Jahrhunderte gelernt, uns anzupassen.
Zu tragen.
Zu verbinden.
Zu versorgen.
Und ja – Gleichberechtigung ist noch immer
keine Selbstverständlichkeit.
Aber was mich heute besonders bewegt, ist:
Wie schwierig es ist der inneren Frau eine äußere Stimme zu geben. Ihrer Kreativität ein öffentliches Gesicht zu geben.
Wir sind es seit Jahrtausenden im Patriachat gewohnt unsere Stimme leise und nett zu halten, uns in allem besonders in unserer Kreativität und Selbstermächtigung zurück zu halten. Oder gar zu schweigen. Weil wir es so gelernt haben und gewohnt sind. Und die Konsequenzen fürchten.
Wir brauchen jedoch nicht nur einen Tag im Jahr,
an dem wir gefeiert werden. Wir brauchen 365 Tage,
an denen wir uns selbst wichtig nehmen, feiern und respektieren, an denen wir unserer Meinung und unserer Kreativität unserer Stimme geben.
365 Tage im Jahr. Und nicht nur für Andere, sondern auch für uns selbst.
Einstehen für unsere Wünsche und deren kreativen Ausdruck
Finanzielle Unabhängigkeit ernst nehmen.
Entscheidungen bewusst treffen.
Grenzen klar benennen.
Das ist keine Kampfansage.
denn Kampf kostet Kraft.
Das ist ein für sich selbst einstehen.
Und das gibt Kraft zurück. Und frau gewöhnt sich auch daran.
Wenn alte Rollen nicht mehr passen,
ist das kein Rückschritt. Es beginnt damit eine neue Phase und einer neuen Rolle
Heute ist Frauentag.
Aber unser Leben ist kein Aktionstag.
Bewohnen wir unsere Selbstbestimmung in jeder Phase.
Und vielleicht brauchen wir irgendwann keinen Frauentag mehr –
weil Gleichwertigkeit selbstverständlich ist.- dann führen wir den Männertag ein,), so am 29. Feb.
Daher: „Stimme leiser drehen war gestern.
Heute sprechen wir ungedämpft und stimmig.“