24/01/2026
„Gräfin der Weiden“ ist der titelgebende und zugleich letzte Track des Albums – der Schlusskreis des Rituals.
Es ist zugleich das melodischste Stück der Veröffentlichung, getragen von langsam kreisenden Flötenlinien, die wie ein ritueller Atem durch die Komposition führen.
Zwei unterschiedliche Flöten entfalten sich schrittweise und weben ein melancholisches Spannungsfeld aus Erinnerung, Hingabe und innerer Bewegung. Diese klangliche Beschwörung wird von einer dichten, körperlich spürbaren Elektronik getragen, deren Tiefe an streichende Saiten eines Cellos erinnert und von Vokalisen umhüllt wird. Die Flötenpassagen sind verwoben mit einem lyrischen Text auf Polnisch über die Gräfin – gesprochen wie eine Anrufung – und verschmelzen mit bearbeiteten Monochord-Klängen sowie einer leicht beunruhigenden elektronischen Textur.
In diesem Stück tritt außerdem Aldonia in Erscheinung – mit kurzen Textfragmenten und freien Vokalisen, die dem Ritual eine weitere Stimme verleihen.
Das Finale öffnet sich zu einer lichteren, hoffnungsvollen Verdichtung aus verschiedenen Instrumenten und markiert den behutsamen Austritt aus dieser rituellen Reise – nicht als Ende, sondern als Übergang.
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