18/02/2026
Das brennt mir auf den Nägeln.
Doch woher kommt dieses Sprichwort?
Die Redewendung ist überraschend alt und existiert nicht nur im Deutschen, sondern auch im Ungarischen, Russischen und in mehreren slawischen Sprachen.
Eine Erklärung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Mönche sollen kleine Wachskerzen auf dem Daumennagel befestigt haben, um in dunklen Kirchen Texte und Notenbücher lesen zu können. Dauerte die Messe zu lange, brannte die Kerze immer weiter herunter, bis sie sprichwörtlich auf den Nägeln brannte.
Es könnte sich auch von einer Foltermethode ableiten, bei der brennende Holzstäbchen unter die Nägel geschoben wurden. Den Personen war es selbstverständlich lieber, wenn die Folter früher als später endete.
So oder so: Das Sprichwort steht bis heute für etwas, das keinen Aufschub duldet
Etwas, das drängt, das buchstäblich wehtut, wenn man es zu lange ignoriert.