27/08/2025
Im Laufe des Sommers 2025 wurde der bereits verwitterte Bildstock "Mariä Krönung" (Ausfahrt Oggau nach ca. 100m Richtung Rust auf der rechten Seite) durch den Kulturverein restauriert.
Stifter des Bildstockes waren Anna und Paul Schmidl 1913 (Hauptstraße 37).
Es handelt sich um einen besonders imposanten 6m hohen Bildstock, der von einem Steinmetzmeister aus Ödenburg 1913 gefertigt wurde. Die Säule wird von vier profilierten Steindocken, die mit einem Lanzengitter verbunden sind, begrenzt. Über einen wuchtigen, abgestuften Postament (187cm x 187cm) folgt ein würfelförmiger Sockel mit einer Gedenktafel aus Marmor. Darüber befindet sich eine profilierte, stark vorkragende Deckplatte mit korinthischer Säule und wuchtigem Gesims. Auf Wolken wird die Krönung Mariens durch die Dreifaltigkeit dargestellt (120cm). Gott Vater, mit biblischer Kleidung, sitzt auf der rechten Seite, Erdkugel und Szepter in der linken Hand. Die zweite göttliche Person, Christus, zur linken sitzend, ist spärlich gekleidet und hält in der linken Hand das Kreuz. Die dritte göttliche Person, der heilige Geist, schwebt erhöht über den beiden Köpfen und ist als Taube dargestellt. Maria, mit gefalteten Händen und erhobenem Blick, kniet zwischen Gott Vater und Sohn. Sie wird von diesen durch das Aufsetzen der Krone zur Himmelskönigin erhoben. Auffallend ist die Tatsache, dass Gott Sohn keinen Heiligenschein hat. Dieser ist für Gott Vater dreieckig und für den heiligen Geist ein großer Strahlenkranz. Laut Überlieferung soll für Paul und Maria Schmidl die Übergabe der Bauernschaft (1913) an die Kinder den Anstoß zur Errichtung des Bildstockes gegeben haben. Vielfach wird die Mariä Krönung im Volksmund fälschlich als Dreifaltigkeit bezeichnet. Eine Zierde bildet eine mächtige Rosskastanie, die hinter dem Bildstock steht.
Am Abend des 7. Juli 1982 verlor ein junger Mann die Kontrolle über sein Auto und raste in den Bildstock. Zurück blieb ein Trümmerhaufen der Mariä Krönung. Der Bildstock wurde im darauffolgendem Jahr durch den Steinmetzmeister Friedrich Opferkuh aus Mannersdorf wieder auf-/hergestellt.