10/09/2023
𝟔 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐒𝐓𝐔𝐁𝐄𝐍𝐫𝐞𝐢𝐧 + 𝟏 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝐏𝐚𝐮𝐬𝐞 = 𝟕
Nach 1, 2, 3, 4, 5, 6 JAHREN STUBENrein-Festival in 14 Gemeinden des Bezirkes Murau und 77 Veranstaltungen mit 5.000 Besucher*innen, über 70 Vortragenden und Expert*innen des Alltags, knapp 100 involvierten Künstler*innen und Kulturschaffenden, Kooperationen mit 22 verschiedenen Vereinen, sechs Jugendprojekten, zwei LEADER-Förderperioden, der Aufnahme ins Rahmenprogramm des steirischen herbsts und einer Pandemie haben wir, Gunilla Plank, Andreas Staudinger und Uli Vonbank-Schedler, als Kurator*innen beschlossen, dass es an der Zeit ist, an die nächste Generation zu übergeben.
Nur wie? Ein Festival, dessen Grundgedanke es war, fernab künstlerischer Zentren – sozusagen an den Rändern – Themen, die Menschen bewegen mit den Mitteln von Kunst, Kultur und politischer Teilhabe zu bearbeiten, ein Festival voller Engagement und Idealismus, ein Festival ohne gesicherte Finanzierung …
Bald haben wir bemerkt, dass dieses Format, so wie wir es gehandhabt haben, einem anderen Team nicht überzustülpen ist und mussten uns die Frage stellen: „Worum geht es uns wirklich in der Kulturarbeit am Land? Was haben wir aufgebaut, was soll weiter bestehen?“
Aufgebaut wurden vor allem Beziehungen und Vertrauen – zueinander und auch in die eigenen Fähigkeiten. Der Schlüssel dazu lag in der Erfahrung, dass die eigenen Themen wichtig sind und Raum einnehmen dürfen, ja sogar müssen, wenn Entwicklungen geschehen sollen.
Diesen Raum galt es zu transformieren, weg von der physischen STUBE und der Veranstaltung. So entstand die Idee eines Magazins, das die Gedanken und Themen der Menschen in die Stube reinbringt. Eine Umkehrung sozusagen. Entwicklung und Umsetzung der Zeitschrift werden getragen vom Verein murauerInnen der sich, auf Initiative von Gunilla Plank gegen Ende des Festivals parallel entwickelt hat und zeigt, wie viele Frauen sich auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen engagieren. Die murauerInnen schaffen Möglichkeiten für Begegnung, Austausch und gemeinsames Wachsen.
Die Beiträge in dieser ersten Ausgabe sind breit gestreut. Sie sondieren und stecken Felder ab. Sie sind die Spitze eines Eisbergs und decken bei weitem nicht das Spektrum der Themen ab, die in der Region brodeln, sie bewegen oder aufregen.
Lassen wir den Testballon starten, dann zeigt sich,
wohin er fliegt.
Gunilla Plank,
Uli Vonbank-Schedler,
Andreas Staudinger
𝟏, 𝟐, 𝟑, 𝟒, 𝟓, 𝟔, 𝟕…
𝐖𝐢𝐫 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧 𝐌𝐚𝐠𝐚𝐳𝐢𝐧 𝐠𝐞𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐞𝐛𝐞𝐧!
Den aufmerksamen Beobachter*innen der murauerInnen ist es wahrscheinlich aufgefallen; wir waren in letzte Zeit ein bisschen leiser.
Was sollen wir sagen, es war Sommer, es war heiß, die Kinder waren daheim … UND wir waren beschäftigt!
Unter anderem damit das erfolgreiche regionale Festival in einem Übergabeprozess in ein Magazin zu transformieren.
Eine ganze Reihe von Autor*nnen und Expert*nnen hat spannende Beiträge verfasst oder Interviews gegeben. Die Bandbreite der Inhalte reicht von Lebensthemen, wie Jugend, Sport, Gewaltfreie Kommunikation und Sexualität, über Wirtschaftsthemen, wie Direktvermarktung, Gemeinwohl-Ökonomie, Selbstständigkeit und Unternehmensgründung, sowie Fragen rund um die Möglichkeiten zu politischer Mitgestaltung bis hin zu Gewaltschutz, Pflege, Frauengesundheit und (Frauen-)Geschichte.
… und jetzt ist es bald soweit ❤
Titelbild: peeping p***y von Gerhild Resch, 2004