10/09/2026
"Wer A sagt, muss auch B sagen."
So einfach ist es im wirklichen Leben natürlich nicht immer.
Entscheidungen werden unter bestimmten Voraussetzungen getroffen. Man geht von Absprachen aus, von Zusagen, von notwendiger Mitwirkung und davon, dass alle Beteiligten ihren Teil beitragen.
Aber Voraussetzungen können sich ändern.
Bedenken müssen geäußert werden können. Neue Informationen können eine andere Bewertung notwendig machen. Und manchmal zeigt sich schlicht, dass ein gemeinsam gedachter Weg nicht gemeinsam weitergegangen wird.
Dann um jeden Preis an „B“ festzuhalten, nur weil man einmal „A“ gesagt hat, ist nicht unbedingt Verbindlichkeit.
Manchmal ist eine klare Kurskorrektur besser, als einen Weg nur deshalb weiterzugehen, weil man ihn einmal eingeschlagen hat.
Das bedeutet nicht, Zusagen leichtfertig zurückzunehmen oder beim ersten Hindernis aufzugeben.
Verbindlichkeit ist keine Einbahnstraße. Zusammenarbeit funktioniert nur, wenn die Voraussetzungen dafür auch auf beiden Seiten gegeben sind.
Und wenn sie es nicht mehr sind, darf – und manchmal muss – man neu entscheiden.
Wie geht Ihr in Projekten damit um, wenn Ihr merkt, dass der eingeschlagene Weg so nicht mehr funktioniert?