05/05/2026
Der vierte Tag unserer Reise begann mit einem intensiven Eintauchen in die Geschichte und Kultur Georgiens. Am Vormittag stand der Besuch des Georgischen Nationalmuseums auf dem Programm. Die Führungen durch die verschiedenen Sammlungen boten einen facettenreichen Überblick – von archäologischen Funden über die bewegte Geschichte des Landes bis hin zu eindrucksvollen Exponaten aus der jüngeren Vergangenheit. Besonders die Darstellungen der sowjetischen Epoche hinterließen einen nachhaltigen Eindruck und regten zum Nachdenken an.
Im Anschluss führte uns der Weg zum Flohmarkt an der Trockenen Brücke. Zwischen alten Büchern, sowjetischen Relikten, Schmuck und zahlreichen Alltagsgegenständen.
Am Nachmittag stand ein diplomatischer Programmpunkt im Mittelpunkt: der Besuch der Österreichischen Botschaft Tiflis. In einem Gespräch mit Botschafter Robert Gerschner, der sein Amt 2024 übernommen hat und zuvor als Gesandter an der österreichischen Botschaft in Moskau tätig war, erhielten wir Einblicke in die außenpolitische Arbeit Österreichs im Südkaukasus. Besonders hervorgehoben wurde die Entwicklungszusammenarbeit mit Georgien und Armenien. Die Projekte konzentrieren sich vor allem auf Land- und Forstwirtschaft, Dezentralisierung sowie Konfliktprävention – Bereiche, die für eine nachhaltige Entwicklung und Stabilität der Region von zentraler Bedeutung sind.
Im Anschluss berichtete Ana Margvilashvili über ihre Arbeit, insbesondere im Bereich des Empowerments von Frauen.
Den Abschluss des Tages bildete der Besuch des Pantheon, einer Nekropole auf dem Mtatsminda. Hier sind zahlreiche bedeutende georgische Schriftsteller, Künstler und einige wichtige politische Persönlichkeiten begraben. Die teils kunstvoll gestalteten, teils ungewöhnlichen Grabmäler zeugen von der kulturellen Bedeutung dieses Ortes. Gleichzeitig bot sich ein weiter Blick über die Stadt Tiflis, der den Tag stimmungsvoll abrundete.
Der vierte Tag verband auf eindrucksvolle Weise historische Reflexion, aktuelle politische Einblicke und kulturelles Gedenken.