10/06/2026
Ken Okiishis „25 jan. 2025“ ist Teil unserer aktuellen Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“ und untersucht die instabile Beziehung zwischen digitalen Bildern, physischer Präsenz, Wahrnehmung und Erinnerung. Das Werk kombiniert eine Abfolge digitaler Bilder, die auf einem Monitor angezeigt werden mit ausdrucksstarken Pinselstrichen, die direkt auf den Bildschirm gemalt wurden, und schafft so ein vielschichtiges visuelles Erlebnis, in dem die gemalten Spuren abwechselnd sichtbar und verdeckt werden. Durch die Gegenüberstellung von Bildern, die von einem Porträt von Luigi Mangione bis hin zu anderen Gesichtern und Nahaufnahmen reichen, verdeutlicht Okiishi, wie Bedeutung eher durch Mediensysteme und technologische Prozesse als durch direkte Wahrnehmung geprägt wird. Die gemalten Gesten suggerieren Berührung und körperliche Präsenz, während sie gleichzeitig die Distanz zwischen den Betrachtern und den digitalen Darstellungen betonen. Durch dieses Wechselspiel von Malerei, Video und bildschirmbasierten Darstellungen offenbart Okiishi die Wahrnehmung als einen dynamischen, instabilen Prozess, in dem physische Gesten, digitale Daten, Interpretation und Subjektivität kontinuierlich miteinander interagieren, sich verschieben und neu definieren.
Images:
Ken Okiishi, 25 jan. 25, 2025
Acrylfarbe auf Mylar, Monitor, .mov File (Farbe, ohne Ton)
121,9 × 68.6 × 9,5 cm
Courtesy Reena Spaulings Fine Art, New York und Pilar Corrias, London