HALLE FÜR KUNST Steiermark

HALLE FÜR KUNST Steiermark Die HALLE FÜR KUNST widmet sich der Präsentation von zeitgenössischer Kunstproduktion. A.rtificial I.ntrospection O.

Oswald Wiener, Jenna Bliss, Günter Brus, VALIE EXPORT, Tishan Hsu, Morag Keil, Josh Kline, Michael Krebber, Maria Lassnig, u.a.

26/08/2026

On September 23, 2026, HALLE FÜR KUNST Steiermark in Graz opens the first institutional exhibition in Europe dedicated to the US-American painter Katherine Bernhardt, presenting an extensive overview of her recent work. Over the past two decades, Bernhardt has established herself as one of the most striking voices in contemporary painting worldwide. The exhibition runs through January 10, 2027.

https://www.les-nouveaux-riches.com/katherine-bernhardt-in-graz/

Photo: Wil Drisoll

Sie haben noch zwei Wochen Zeit, um die Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“ in der HALLE FÜR KUNST Steiermark zu...
23/08/2026

Sie haben noch zwei Wochen Zeit, um die Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“ in der HALLE FÜR KUNST Steiermark zu besuchen, die sich auf Oswald Wieners Konzepte zur Introspektion und sein umfangreiches schriftliches Werk stützt und im Untergeschoss der Kunsthalle zu sehen ist.

Diese Auszüge über den sogenannten „Bio-Adapter“ stammen aus „die verbesserung von mitteleuropa, roman“ (1969), einem experimentellen und höchst unkonventionellen Roman, der weitgehend auf traditionelle Handlung und Figuren verzichtet und stattdessen philosophische Reflexionen, Fragmente, Dialoge und Sprachexperimente in den Vordergrund stellt. Er untersucht, wie Sprache das Denken und die Realität prägt und hinterfragt, ob Menschen die Welt jemals objektiv verstehen oder kontrollieren können. Eine der bekanntesten Ideen Wieners, der „Bio-Adapter“, stellt sich eine Technologie vor, die direkt mit der menschlichen Wahrnehmung und den menschlichen Wünschen verbunden ist und damit schon 1969 Ideen vorwegnahm, die mit virtueller Realität und der Mensch-Maschine-Integration in Verbindung stehen.

Bild:
Oswald Wiener, Auszüge aus „die verbesserung von mitteleuropa, roman“
Ausstellungsansicht, „A.rtificial I.ntrospection O.“, 2026
© kunstdokumentation.com

Günter Brus erweiterte die Grenzen der Kunst, indem er den menschlichen Körper zu einem zentralen Ausdrucksmittel machte...
06/08/2026

Günter Brus erweiterte die Grenzen der Kunst, indem er den menschlichen Körper zu einem zentralen Ausdrucksmittel machte. Durch den Einsatz von Farbe, körpereigenen Materialien und Alltagsstoffen stellte er die Trennung zwischen Körper, Bild und Raum in Frage. Seine Teilnahme an der Aktion „Kunst und Revolution“ 1968 an der Universität Wien löste einen großen Skandal aus und führte zu seinem Exil in Berlin.

Ab den 1970er Jahren entwickelte Brus sein Konzept der „Bild-Dichtung“, bei dem er Zeichnungen und literarische Texte kombinierte, wobei visuelle und textuelle Elemente nebeneinander existieren, ohne sich gegenseitig zu erklären. Seine späteren Zeichnungen aus den 1980er und 1990er Jahren setzen die Auseinandersetzung mit Introspektion, Wahrnehmung, Identität und der Suche nach Erkenntnis fort.

Seine in der Ausstellung gezeigten Werke, wie „Vom Ende der Selbstversuche im Halbschattengewächshaus“ und „Radikaler Versuch, selbst ein Glockenwerk ohne Schwingung sein zu können“, untersuchen das Verhältnis zwischen Körper, Bewusstsein und Versuchen der Selbsttransformation.

In „Aus mir entsteht nichts, aber ich kann alles machen“ erscheint das Selbst gefangen zwischen physischer Existenz und technologischen Systemen, wobei sich der Körper zu einer Struktur aus Kontrolle, Analyse und Rückkopplung entwickelt. Somit beschäftigte sich Brus schon früh mit der zunehmenden Technologisierung und deren Folgen für den Körper.

Günter Brus, Tieferer Augenschein, 1983
Ölkreide auf Papier

Günter Brus, Aus mir entsteht nichts, aber ich kann alles machen, 1994
Ölkreide und Gouache auf Papier

Günter Brus, Vom Ende der Selbstversuche im Halbschattengewächshaus, 1990
Bleistift und Farbstift auf Papier

Günter Brus, Radikaler Versuch, selbst ein Glockenklang ohne Schwingung sein zu können, 1990
Ölkreide auf Papier

Courtesy Archiv Brus, Graz

© .com

Jenna Bliss arbeitet in den Bereichen Film, Video, Fotografie und Skulptur und untersucht, wie Wahrnehmung, Erzählung un...
30/07/2026

Jenna Bliss arbeitet in den Bereichen Film, Video, Fotografie und Skulptur und untersucht, wie Wahrnehmung, Erzählung und die Bildung von Wert durch wirtschaftliche und mediale Strukturen geprägt werden. Ihre Projekte gehen oft von historischen Recherchen aus, die sie mit aktuellen politischen und globalen Kontexten verknüpft. Durch die Kombination von dokumentarischem und inszeniertem Material schafft sie Konstellationen, in denen sich Fakt und Fiktion überschneiden und konventionelle Erzählstrukturen ins Wanken geraten.
Ein zentraler Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Beziehung zwischen Wirtschaftssystemen und Bildproduktion. Anstatt Wert als etwas an sich Vorhandenes zu betrachten, entlarvt Bliss ihn als ein Ergebnis von Repräsentation, Kommunikation und Zirkulation. In den Arbeiten „5 Stock / Gangway (chat)“ und „New Delivery / Gangway (chat)“ untersucht Bliss die Schnittstelle zwischen digitaler Kommunikation, logistischer Infrastruktur und Unternehmenskommunikation. Ausgehend von Chat-Gesprächen, die sie in filmische Strukturen übersetzt, macht sie die Prozesse sichtbar, durch die Arbeitsabläufe und soziale Interaktionen organisiert werden. Indem sie diese scheinbar alltäglichen Austauschformen isoliert und neu inszeniert, legt Bliss die algorithmischen Logiken von Effizienz und Kontrolle offen, die die zeitgenössische Kommunikation prägen.
Letztendlich legen die Arbeiten nahe, dass Wahrnehmung niemals neutral ist. Sie zeigen, wie Subjektivität selbst von technologischen, politischen und medialen Strukturen geprägt wird, die oft unsichtbar bleiben.

Images:
Jenna Bliss, 5 Stock / Gangway (Chat), 2017 & 2019
Super-8-mm-Film und Video
1:39 Min. (Loop)
Courtesy FELIX GAUDLITZ, Wien

© .com

Franz West arbeitete mit einer Vielzahl von Medien, darunter Skulptur, Installation, Zeichnung und Collage, wobei im Mit...
28/07/2026

Franz West arbeitete mit einer Vielzahl von Medien, darunter Skulptur, Installation, Zeichnung und Collage, wobei im Mittelpunkt seines Schaffens die Kommunikation und die Beteiligung des Publikums standen.

Anstatt Kunstwerke als feststehende, fertige Objekte zu betrachten, legte er den Schwerpunkt auf Interaktion, Interpretation und Zusammenarbeit und schuf oft Werke, die zur körperlichen Auseinandersetzung oder zum sozialen Austausch einluden. Seit den 1970er Jahren entwickelte er seine „Passstücke“ („Adaptives“), tragbare skulpturale Objekte, die erst durch die körperliche Interaktion der Betrachter vollständig werden. Die Ausstellung präsentiert drei langgestreckte Collagen, in denen West Gouache, Zeitungsausschnitte und Fotografien kombiniert; jede davon enthält ein übermaltes Foto von Oswald Wiener, der eine Grimasse schneidet.

Diese Werke mit den Titeln „Ossi aussi Ossi“, „Demagog“ und „Dialoge“, die derzeit in der HALLE FÜR KUNST Steiermark zu sehen sind, verweisen auf Wiener und setzen sich mit Themen wie Wahrnehmung, Selbstreflexion und Bedeutung auseinander.
Anstatt eine lineare Geschichte zu erzählen, fungieren die Collagen als offene visuelle Felder, in denen sich Fragmente, körperliche Erfahrung, Sprache und Gedanken überschneiden und die Betrachter dazu einladen, ihre eigenen Interpretationen zu entwickeln.

Bilder:
Franz West, Ossi aussi Ossi, 1984
Gouache, Fotografie, Zeitschriftenseite auf Wellpappe
Courtesy Cathy Fiscus, Wien

Franz West, Demagog, 1984
Mischtechnik, Collage auf Wellpappe
Courtesy Heinz Neumann, Wien

Franz West, Dialoge, 1984
Gouache and print, paper collage on cardboard
framed
Courtesy Sammlung Philipp Konzett, Wien

© .com

Valie Export war eine österreichische Avantgarde-Künstlerin, die vor allem für ihre provokativen Performances und ihre V...
23/07/2026

Valie Export war eine österreichische Avantgarde-Künstlerin, die vor allem für ihre provokativen Performances und ihre Videoarbeiten bekannt ist. Als Frau und Feministin gehörte sie nie zur „Wiener Gruppe“, da es sich dabei um ein männerzentriertes Kollektiv handelte. Dennoch stand sie in engem Kontakt mit Mitgliedern der Gruppe, insbesondere mit Oswald Wiener, und arbeitete mehrfach mit ihm zusammen.
Zudem arbeitete sie gemeinsam mit Oswald Wiener und seiner Frau Ingrid Wiener an der Videoarbeit „Yukon Quest“ und schuf zwei Video-Essays, in denen Oswald Wiener im Mittelpunkt steht. „Tischgespräche“ ist ein Porträt von Oswald Wiener in Videoform, das von ihm selbst als Voice-over erzählt wird, während Szenen aus seinem Alltag gezeigt werden. „Das Unsagbare Sagen“ besteht aus unverständlichen Sprachlauten wie Silben, Grunzlauten und unvollständigen Sätzen. Während Sprachstörungen in der Regel Folgen medizinischer Erkrankungen wie Aphasie sind, seziert diese Arbeit die Sprache als künstlerischen Eingriff. Diese drei Werke sind in der aktuellen Ausstellung „A.rtificial I.ntrospection O.“ zu sehen.

Image:
VALIE EXPORT, Oswald Wiener – „Tischbemerkungen November 1985“, 1985, Dokumentarfilm, digitale Datei
Mit freundlicher Genehmigung von VALIE EXPORT, sixpackfilm, Wien
© .com

Adresse

Burgring 2
Graz
8010

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

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