Einige der heutigen Akteure standen schon damals in den von Kaplan Mayerhofer geschriebenen Stücken auf den Brettern, die die Welt bedeuten! 1983 wollte die Truppe jedoch keine Weihnachtsstücke bzw. Stücke mit ernstem Hintergrund mehr spielen. Die neue Herausforderung war, das Publikum mit Boulevardkomödien zu unterhalten. Da diese Ambitionen einigen Mitgliedern der damaligen Vertretern der Pfarre
nicht gefielen, wurde die BRUCKER BÜHNE geboren. Von 1984 bis 1986 durften wir den Pfarrsaal .kostenlos benutzen. Beim ersten Stück "Der Unverbesserliche" war der Publikumsandrang noch groß. Obwohl das Publikum lachte und gut unterhalten wurde, ließ der Besucherstrom die nächsten zwei Jahre bei "Der Silberlöffel" und "Minister gesucht" etwas aus. Ein Generationssprung von älterem zu jüngerem Publikum war die Ursache. Doch mit "Das Preisausschreiben" (frei nach "Drei Männer im Schnee") konnten wir den Pfarrsaal wieder füllen. 1987 waren wir gezwungen, eine künstlerische Pause einzulegen. Dass diese nicht gut war, bemerkten wir bei unserem ersten Stück 1988 im Brucker Stadttheater: "Liebe auf Italienisch" . Aufgrund der guten Kritiken durften wir uns jedoch bei der letzten von insgesamt vier Aufführungen erstmals über ein volles Stadttheater freuen. Der Zuschauerstrom wuchs stetig und zwang uns 1991 bei unserer Erstaufführung von "Pension Schöller" eine weitere Aufführung einzuschieben. Wir waren erstmals bei allen fünf Vorstellungen ausverkauft. Einige Jahre später konnten wir dem Besucherdrang nicht mehr Stand halten und führten eine 2. Seither dürfen wir jedes Jahr sechs Vorstellungen vor vollem Haus spielen. Aber nicht nur im Brucker Stadttheater durften wir Erfolge feiern. Für unsere vier Gastspiele in der Partnerstadt Bruckmühl und eines in der Pfarre Achau wurde uns großes Lob ausgesprochen. Die Brucker Bühne ist jedoch kein Verein, der sich nur auf traditionelles Theaterspielen beschränkt. Wir sind im Brucker Kulturleben ständig vertreten. Seit Beginn der Faschingssitzungen 1989 gab es keine einzige Sitzung ohne unsere Beteiligung. Damit sind wir, mit Ausnahme der Faschingsgilde, der einzige Verein, der jedes Jahr aktiv diese unterhaltsamen Sitzungen, mitgestaltet hat. Unsere Mitternachtseinlagen bei Hilfswerkbällen, das Mitwirken bei Altstadt- und Sportstadtfest, sowie bei sonstigen Veranstaltungen werden von den diversen Veranstaltern immer wieder gerne angenommen. Dass wir unsere Wurzeln zur katholischen Jugend nicht vergessen haben, beweisen wir dadurch, dass wir jedes Jahr die Pfarre bei Pfarrball und Pfarrheurigen tatkräftig unterstützen. Nicht ganz ohne stolz freut es uns natürlich, dass wir bei der Vergabe des jährlichen Kulturpreises dreimal den ersten und einmal den zweiten Platz erringen konnten. Im Jahre 2001 übersiedelte unser Regisseur, der uns auf diesen Erfolgskurs brachte,aus beruflichen Gründen ins Ausland. Auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger, wurden wir zum Glück in den eigenen Reihen fündig. Durch diesen Wechsel wehte ein auffrischender Wind durch die BRUCKER BÜHNE.Wir wagten uns an rasante, englische Komödien heran, gewannen neue Mitglieder (und damit auch neue Freunde). Wie uns unser Publikum zeigt, sind wir weit über die Bezirksgrenzen hin bekannt . Für uns ist das der Beweis und gleichzeitig auch Ansporn so weiterzumachen und ein Lachen in die Gesichter unseres Publikums zu bringen. Dies hatte zur Folge, dass der Bekanntheitsgrad immer höher wurde und unsere Besucher von immer weiter her kamen und noch immer kommten. Das ist für uns der Beweis, dass wir erfolgreiche Arbeit leisten und ein Ansporn dafür weiterzumachen, sodass es noch viele humorvolle Theaterabende für unser Publikum geben wird.