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Officina Arcana Bleisatz und Buchdruck – klassisch, modern und experimentell

Nach der erfolgreichen Sommerakademie geht es hier gleich weiter: für meine Kurse und Karten suche ich gerade neue, geei...
21/07/2026

Nach der erfolgreichen Sommerakademie geht es hier gleich weiter: für meine Kurse und Karten suche ich gerade neue, geeignete Papiere und durfte dafür 8 verschiedene Muster der IGEPA group im Druck mit Bleilettern testen.

Entstanden ist dadurch heut auch ein neues, herrliches Wortungetüm, welches wohl bald in kleiner Serie bei mir im Webshop zu finden sein wird.

Ein, zwei Tests werden noch folgen bis ich mich für ein Papier entschieden habe. Eure Meinung interessiert mich auch: Mögt ihr eigentlich lieber reines hochweißes Papier, oder darf euer Papierweiß auch einen gelben oder grauen Farbstich haben?

DA CAPO — Hinter den Noten.Ein Projekt wie Da Capo stellt unweigerlich eine Frage: Wie ist das eigentlich entstanden – d...
03/06/2026

DA CAPO — Hinter den Noten.

Ein Projekt wie Da Capo stellt unweigerlich eine Frage: Wie ist das eigentlich entstanden – diese Art, Musik aufzuschreiben, die wir heute als selbstverständlich betrachten? Dieser Frage bin ich nachgegangen. Mit Büchern, Recherchen, und zwei sehr besonderen Gesprächen.

Mein Werkstattnachbar in der , , Posaunist und Komponist, hat mir gezeigt, wie er als Musiker Notation betrachtet. Und er hat mich auf etwas Entscheidendes hingewiesen: Die Entwicklung der Musiknotation folgt immer der Entwicklung der Musik selbst – und der Instrumente. Neue Instrumente, neue Klänge, neue Schreibweisen. Dabei zeigte er mir neben vielen Beispielen auch, wie moderne Notationsprogramme am Rechner funktionieren und wie ich alte Musik lesen kann.

Auf der Buchmesse Leipzig traf ich Herrn Pfefferkorn, Verlagsleiter von Breitkopf & Härtel – dem ältesten Musiknotenverlag der Welt. Sein Vergleich hat mich nicht mehr losgelassen: Was Musiker heute in Notationsprogrammen schreiben, ist oft wie ein unformatiertes Word-Dokument, das ein Autor beim Verlag einreicht. Die eigentliche gestalterische Arbeit nach Notensatzregeln beginnt erst danach. Und diese Regeln? Die unterscheiden sich je nach Land – denn alle gängigen Notationsprogramme stammen aus Amerika, wo andere Konventionen gelten als in Europa. [Bild: Skizze zu Pausenzeichen]

Es gibt heute kaum noch eine Ausbildung zum Musiknotensatz. Auch im Musikstudium wird es kaum vermittelt. Ein Wissen, das sich über Jahrhunderte entwickelt hat, geht gerade still verloren.

Bei den Typotagen in Leipzig durfte ich das alles in einem Vortrag zusammenführen: »Lebendige Notation: Klangbild im Wandel« – von den frühesten Tontafeln aus dem alten Mesopotamien bis zu heutigen Notations-Fonts. Ein riesiges Thema. Viel zu groß für nur einen Vortrag. Und genau deshalb faszinierend.

Der Blogbeitrag zum gesamten Projekt Da Capo ist jetzt online und die limitierte Künstleredition findet ihr im Shop – Link in Bio. ♥️

02/06/2026

Er ist offen. Der Shop ist offen!

Das klingt vielleicht unspektakulär. Ist es aber nicht. Seit der Gründung der Officina Arcana vor drei Jahren stand dieser Shop auf meiner Liste. Ganz oben. Und ganz unten – weil er sich immer wieder nach hinten geschoben hat. Zu viel anderes, zu wenig Zeit, zu viele offene Fragen.

Im letzten halben Jahr habe ich ihn dann wirklich angepackt. Alleine, ohne Programmierer, ohne Agentur, ohne Abkürzung. Mit sehr vielen offenen Tabs, wenig Schlaf und dem festen Willen, das jetzt endlich durchzuziehen.

Und jetzt ist er da.

Was ihr dort findet, ist das, was in der Werkstatt entsteht: Dinge, die mit Blei und Farbe und Zeit gemacht werden. Kartenkunst. Druckgrafiken. Kleine Kostbarkeiten. Künstlereditionen in kleiner Auflage.

Kein Print-on-Demand. Kein Massenprodukt. Gedruckt auf der Presse, von Hand, hier in Pirna.

Ich bin ein bisschen stolz. Darf ich das sagen? Ich sage es trotzdem.

Link in Bio. Schaut vorbei. ♥️

DA CAPO — Das Ergebnis.Aus einem Setzkasten, der kaum jemals genutzt wurde, aus Wissen, das fast verloren ist, und aus v...
21/05/2026

DA CAPO — Das Ergebnis.

Aus einem Setzkasten, der kaum jemals genutzt wurde, aus Wissen, das fast verloren ist, und aus vielen Experimenten ist dieses Objekt entstanden. Eine grafisch-experimentelle Broschüre auf Basis von Musiknoten im Bleisatz.

→ Swipe:
– das fertige Objekt
- mit handgesetztem Nachwort, nummeriert und signiert
– ausgewählte Doppelseiten

Dank des Arbeitsstipendiums der konnte ich tief in diese vergessene Nische eintauchen. Das Ergebnis ist keine Partitur im klassischen Sinne, sondern eine visuelle Interpretation von Musik und Rhythmus durch die Form des Bleis. Für mich ist dieses Projekt mehr als ein Ergebnis. Es ist ein Versuch, eine Technik zu verstehen, die nicht mehr praktiziert wird. Und sie gleichzeitig in einen neuen Kontext zu bringen.

Das Projekt Da Capo ist nun zwar abgeschlossen, aber meine Reise mit den Musiknoten wird weitergehen. Neue Ideen, neue Projekte. Und wer weiß, vielleicht wird dieser Kasten eine ganze Notenseite entstehen lassen?

Wenn dich solche Prozesse interessieren — du kannst sie nicht nur hier sehen.
In meinen Kursen in der Officina Arcana arbeite ich genau mit diesen Methoden: analog, experimentell und offen für eigene Wege.

DA CAPO — Vom Druck zum Objekt.Gedruckte Bögen sind noch kein Werk. Erst durch das Zusammenführen entsteht etwas Eigenst...
06/05/2026

DA CAPO — Vom Druck zum Objekt.

Gedruckte Bögen sind noch kein Werk. Erst durch das Zusammenführen entsteht etwas Eigenständiges.
In diesem Projekt wird aus den Drucken eine grafisch-experimentelle Broschüre.
Jeder Bogen wird von Hand gefalzt, zusammengetragen und schließlich mit Faden geheftet. In diesem Schritt wandelt sich der Stapel gedruckter Blätter in ein finales Objekt – eine grafisch-experimentelle Broschüre.

→ Swipe durch die Bilder:
– durch mehrere Versuche zur idealen Bindung
– jeder Bogen wird mit der Hand gefalzt
– die ersten Exemplare sind gebunden, jetzt müssen sie noch mit dem Cover zusammenkommen
Hier verändert sich der Blick.
Was vorher rein gestalterisch war, erzählt nun eine Geschichte von Seite zu Seite.
Vorherige Entscheidung werden sichtbar. Jede Seite beeinflusst die nächste. Jede Kombination erzeugt eine neue Bedeutung.
Der Prozess verlangsamt sich — und wird gleichzeitig präziser.

Dieses Projekt vereint alles, was die Officina Arcana ist: Forschung, Handwerk, Ästhetik und die Liebe zum Detail.

Im nächsten Post präsentiere ich euch das fertige Werk und den Blogbeitrag dazu. Seid gespannt!

Mögt ihr lieber den Moment des Druckens oder den Moment des Binden? Schreibt es in die Kommentare! 👇

DA CAPO — Wie setzt man eigentlich Musik?Nach dem Fund des riesigen Musiknoten-Setzkastens (siehe letzter Post) stand ic...
01/05/2026

DA CAPO — Wie setzt man eigentlich Musik?
Nach dem Fund des riesigen Musiknoten-Setzkastens (siehe letzter Post) stand ich vor der nächsten Hürde: Wie zur Hölle funktioniert das eigentlich? Anders als beim klassischen Bleisatz funktioniert hier fast nichts „wie gewohnt“.
Normale Buchstaben werden Zeile für Zeile gesetzt. Musiknoten werden gebaut.
Für einen einzigen Takt kombiniere ich eine Vielzahl winziger Bleiteile:
* Die Notenlinien.
* Die Notenköpfe.
* Die Notenhälse.
* Die Taktstriche.
* Die Notenlinien.
* Und unendlich viel weiteres Material wie Pausenzeichen, Fähnchen, Bögen,…
Es ist ein architektonisches Puzzle mit Bleiletten, die kaum größer sind als ein Stecknadelkopf (erinnert ihr euch an das Bild aus dem ersten Post?). Jeder Griff muss sitzen.
Die größte Herausforderung?
Das System zu verstehen. Da es heute niemanden mehr gibt, der diese Nischendisziplin aktiv lehrt, wurde meine Werkstatt zur Forschungsstation. Meine einzigen Begleiter: Zwei vergilbte Lehrbücher aus der Zeit um 1900.
Mehr gibt es praktisch nicht.
Keine Videos. Keine Workshops. Keine Anleitung, die sagt: „So geht’s.“
Also entsteht mein Wissen genau hier: zwischen Lesen, Ausprobieren und Scheitern.

→ Swipe durch die Bilder:
– erste gesetzte Fragmente
– Probedrucke werden sortiert und eingeplant
– Einblicke in die Logik hinter dem System aus einem alten Lehrbuch

Es ist ein meditativer, extrem langsamer Prozess, der mich lehrt, Musik noch einmal ganz anders zu betrachten. Nicht nur als Klang, sondern als Form. Aber genau dieses Eintauchen in vergessenes Wissen macht die Officina Arcana aus.
Gefördert durch das Arbeitsstipendium der darf ich diese Langsamkeit zelebrieren und das Ergebnis bald mit euch teilen.
In meinem nächsten Post zeige ich euch, wie aus diesem theoretischen Wissen die erste physische Druckform entsteht. Die Einzelteile fügen sich zusammen! ✨

Habt ihr schon einmal versucht, eine Fertigkeit nur aus uralten Büchern zu lernen? Erzählt mir davon in den Kommentaren! 👇

DA CAPO — Ein Anfang, der eigentlich keiner ist.🎶✨Was du hier siehst, ist kein gewöhnlicher Setzkasten.Er ist mehr als d...
28/04/2026

DA CAPO — Ein Anfang, der eigentlich keiner ist.🎶✨

Was du hier siehst, ist kein gewöhnlicher Setzkasten.
Er ist mehr als dreimal so groß wie die, mit denen ich sonst arbeite.
Und er enthält etwas, das selbst im Bleisatz eine Ausnahme ist:
Musiknoten.
Über fünf Jahre lang habe ich nach etwas gesucht, das in der Welt des Buchdrucks fast ein Mythos ist: Ein vollständiger Notensatz-Kasten.
Gefunden habe ich ihn schließlich in der HGB Leipzig – und nun steht er als Dauerleihgabe in der Officina Arcana.

Warum das Projekt „Da Capo“ heißt? Weil ich von vorne beginne. Der Notensatz im Bleisatz ist eine vergessene Kunst. Keine Ausbildung, keine Anleitung. Nur zwei Lehrbücher von 1900 waren meine Lehrer. Und mit sehr viel Versuch und Irrtum.
Dieser Kasten ist dreimal so groß wie ein üblicher Schriftkasten. Ohne meine „Schatzkarten“ – Skizzen, ein eigens entwickeltes Orientierungssystem – wäre ich in diesem Labyrinth aus winzigen Notenhälsen und Pausenzeichen verloren.
Gefördert durch ein Arbeitsstipendium der durfte ich im letzten Jahr tief in diese Nische eintauchen.
→ Swipe durch die Bilder:
– ein mysteriöser Setzkasten: viel zu viele Fächer, kleinste Lettern, seltsame Beschriftung
– der Setzkasten in seiner ganzen Dimension
– mein eigenes Ordnungssystem, um dieses Chaos zu beherrschen
– und ganz zum Schluss: wie klein diese Notenlettern wirklich sind (ja, das sind meine Finger)
In den nächsten Tagen nehme ich euch mit auf die Reise: vom Setzen über den Druck bis hin zur fertigen Broschüre.

Was fasziniert euch mehr: Das gigantische Ausmaß des Kastens oder die winzigen Details der Lettern? Schreibt es mir in die Kommentare! 👇

Wer selbst mal die Magie von Blei und Farbe spüren will – die nächsten Workshop-Termine stehen online! Link in Bio.

09/04/2026

12/03/2026



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