Clicky

Freunde und Förderer der Wilhelma

Freunde und Förderer der Wilhelma Verein zur Förderung des zoologisch-botanischen Gartens Wilhelma Stuttgart

Gegründet: 21.09.1956 Der gemeinnützige Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma e.V.

setzt sich seit 1956 dafür ein, die Einzigartigkeit der Wilhelma zu erhalten und stetig weiterzuentwickeln. Und dabei immer das Wohl der Tiere im Blick! Mit über 32.000 Mitgliedern sind wir der größte Förderverein eines Zoos in Europa.

Wie gewohnt öffnen

Doppelter Spaß für die JüngstenTobender Tiernachwuchs und neuer Wasserspielplatz für KinderToben will der Nachwuchs: ob ...
22/04/2022

Doppelter Spaß für die Jüngsten

Tobender Tiernachwuchs und neuer Wasserspielplatz für Kinder

Toben will der Nachwuchs: ob bei Mensch oder Tier. Aktuell bietet die Wilhelma in Stuttgart beides mit vielen Geburten auf dem Schaubauernhof und einer Erweiterung des Amazonienspielplatzes. In den Osterferien ist das Streichelgehege einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Familien. Denn rund um die Feiertage kamen bei den Kamerunschafen, Skudden und Afrikanischen Zwergziegen gleich 19 Jungtiere zur Welt. Vielleicht werden die zwei Dutzend noch voll, denn weitere Mutterschafe und Geißen sind trächtig.

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist das allererste Lamm bei den Border-Leicester-Schafen. Die ulkig anzusehende Rasse mit den senkrecht aufragenden Ohren ist erst seit gut einem Jahr im Bestand des Zoologisch-Botanischen Gartens. Auch für das junge Muttertier ist es ein Erstling. Da das Kleine nicht bei ihr trinkt, müssen die Pflegerinnen und Pfleger es mit der Flasche aufziehen. Mit etwas krummen Beinen springt es noch nicht so sicher umher wie die anderen Sprösslinge, die ihre Kräfte testen und miteinander messen, aber es wird immer kräftiger.

Kinder können nicht nur den Lämmern und Zicklein beim Herumtollen zusehen, sondern haben jetzt eine zusätzliche Möglichkeit, sich selbst auszutoben. Passend zu der sonnigen Jahreszeit hat die Wilhelma auf dem Hauptspielplatz vor dem Amazonienhaus den Wasserspielbereich erweitert. Auf den 1000 Quadratmetern warten neben Kletteranlage, Rutschen, Schaukeln und Labyrinth nun neue Spielgeräte für die Wasserratten unter den Mädchen und Jungen. Mit einer Archimedischen Spirale können sie Wasser nach oben kurbeln und herabfließen lassen. Wassertische mit Staustufen und Weichen laden zum Experimentieren ein und Pumpen sorgen für ein spritziges Vergnügen und auch Abkühlung an heißen Tagen. Die Kinder haben hier die Möglichkeit, die in dem nahgelegenen Amazonienhaus gewonnenen Eindrücke gemeinsam in tatkräftige Energie umzuwandeln und ihre Fantasie so weiter zu beflügeln. Dabei steht in dem neuen Wasserbereich das Miteinander im Vordergrund. Während die einen kurbeln und pumpen, öffnen oder schließen andere zum Beispiel eine Schleuse. Das geht am besten gemeinsam.

Bilder: Wilhelma

https://www.wilhelmafreunde.de/neubau-fuer-kleinsaeuger-voegel-und-insektivoren-ist-fertig/Heute wurde das neue Kleinsäu...
13/04/2022
Neubau für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren ist fertig! | Freunde und Förderer der Wilhelma

https://www.wilhelmafreunde.de/neubau-fuer-kleinsaeuger-voegel-und-insektivoren-ist-fertig/
Heute wurde das neue Kleinsäugerhaus eröffnet. Ein Video mit den ersten Eindrücken gibt es auf unserer Homepage.

Verschaffen Sie sich in einem zehnminütigen Film einen ersten Eindruck vom neuen Haus und erleben Sie die spannenden Minuten mit, wenn die ersten Tiere einziehen! Neubau für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren Am Mittwoch, dem 13. April öffnet dieser Ort der Artenvielfalt seine Türen. Für die...

Danke lieber Harry Aberle für die tolle Arbeit mit Herzblut und Verstand!:Ruhestand nach 47 Jahren Wilhelma / Überraschu...
12/04/2022

Danke lieber Harry Aberle für die tolle Arbeit mit Herzblut und Verstand!:

Ruhestand nach 47 Jahren Wilhelma / Überraschung zum Abschied

„Crocodile Harry“ hinterlässt großen Eindruck

„Jeder Tag kann mein letzter sein“, ist das Credo von Harry Aberle, dem Spezialisten in der Wilhelma für die gefährlichsten Krokodile mit einer Beißkraft von einer Tonne und die größte Giftspritze unter den Schlangen, die Gabunviper. An Ostern ist nun sein letzter Tag gekommen im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart: nach 47 Jahren. Dass der 64-Jährige den Ruhestand überhaupt erreicht, verdankt er seinem umsichtigen Umgang mit den ihm anvertrauten Tieren aller Arten. „Routine ist Segen und Fluch zugleich“, weiß er. Bei gefährlichen Tiere entscheiden Kleinigkeiten: Jeder Griff muss sitzen, tausend Mal, ohne gedankenlos zu werden. Seine zupackende Art war Triebfeder und Lebensversicherung einer außergewöhnlichen Laufbahn.

International bekannt ist er dafür, dass er Tong, dem weißen Leistenkrokodil, in jahrelangem Training das Springen beigebracht hat. In der Natur schnappen sich die Panzerechsen so Vögel, Reptilien oder Säugetiere, die auf Ästen über dem Fluss sitzen. Eine öffentliche Fütterung dieser Art gibt es in Europa kein zweites Mal.

Aberle leitet das Tierpflege-Team im Terrarium, das rund 100 Arten von Reptilien und Amphibien hütet: von Krokodilen und Schlangen über verschiedenste Echsen und Schildkröten bis zu Fröschen. Zum Abschied hat er eine Überraschung parat: „Freddy. Freddy, komm!“ Sein lautes Kommando verhallt. Wenn der Revierleiter ruft, springt kein Azubi. Dafür kommt im Wasser Bewegung auf. Gut getarnt, wie aus dem Nichts, gleitet Frederick heran: das größte Krokodil Deutschlands. Aufs Wort wuchtet der Koloss ohne jeden Anlauf seine 520 Kilo bis zu den Hinterbeinen aus dem Wasser und schnappt mit seinen 64 Zähnen nach dem Huhn in der Hand des Pflegers hoch über ihm. Doch während das mehr als 4,30 Meter lange Leistenkrokodil wieder ins Wasser kracht, klatscht niemand. Diese Fütterung von Frederick vor Publikum zu probieren, wäre selbst „Crocodile Harry“ zu heikel. Sein jüngster Erfolg als Krokodilflüsterer, den er mit dem riesigen Bullen anfangs nicht für möglich hielt, erfüllt ihn mit Stolz, doch ein Hasardeur ist er nicht. So ließ der angehende Ruheständler die rekordverdächtige Aktion kurz vor seinem Ausscheiden zunächst nur von der Kamera für die Nachwelt festhalten.

„Die Wilhelma hat rund 100 Tierpflegerinnen und -pfleger, die eine super Arbeit machen, aber Harry Aberle ist ein Unikat“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Er hat nicht nur mit großer Energie über Jahrzehnte an der Weiterentwicklung des Terrariums mitgearbeitet. Als Dienst an der Allgemeinheit hat er sein Fachwissen auch nach außen getragen, um Polizei und Feuerwehr zu schulen, wie sie richtig reagieren, falls sie bei einem Einsatz unerwartet auf potenziell gefährliche Reptilien oder Spinnen stoßen.“ Im Zweifel ist er auf Anruf der Blaulicht-Fraktion zu jeder Tages- oder Nachtzeit selbst ausgerückt, um in Amtshilfe Tiere mit null bis acht Beinen sicher einzufangen oder deren Art zu bestimmen.

„Nicht zuletzt durch seine unterhaltsame Art hat Harry Aberle einen enormen Wiedererkennungswert gewonnen“, meint Kölpin. „Über die Zoo-Dokuserien im Fernsehen ist er zu einem Markenzeichen der Wilhelma geworden, das frei Schnauze spricht. Eine große Klappe soll ihm als Krokodilpfleger gestattet sein.“

In und für die Wilhelma gelebt, hat der Vaihinger gefühlt eigentlich schon immer. Denn als der kleine Harry Laufen lernte, machte er seine ersten eigenen Schritte in der Wilhelma „vor den Flamingos“, so berichteten ihm seine Eltern. In der Schule antwortete er auf die Frage, was er einmal werden möchte, schon damals: Pfleger in der Wilhelma. Sein Lehrer erwiderte wenig pädagogisch: „Auf Dich haben die gerade noch gewartet.“ Obwohl die Stellen in der Zootierpflege äußerst begehrt sind und die Wilhelma teilweise hundert Mal mehr Bewerbungen erhält als sie Ausbildungsplätze hat, machte Aberle seinen Weg. Nach einem Schulpraktikum 1972 begann er 1975 seine Lehre, und arbeitete danach bis 1989 im Aquarium, bevor er zu seinen geliebten Reptilien gewechselt ist. Seit 2015 ist er Revierleiter im Terrarium.

„Eine hemmungslose Begeisterung für das Terrarium und die Wilhelma als Ganzes“, attestiert ihm Isabel Koch, die zoologische Kuratorin für den Bereich. „Tiere können ihn nicht aus der Ruhe bringen, aber es regt ihn auf, wenn irgendwo auf dem Gelände etwas nicht in Ordnung ist.“ So zeichnet ihn der Wille aus, immer noch etwas zu verbessern. Neben der Betreuung der Tiere bewies er ein Händchen für die Gestaltung der Gehege und Freude am Detail. „Auf seinen privaten Reisen durch die Weltgeschichte hat er sein gutes Auge für Landschaften und Proportionen geschult“, sagt Koch. „Zusammen mit seinem handwerklichen Geschick ist er für mich darin unerreicht, wenn es darum geht, große Landschaften und auch kleine Terrarien optisch ansprechend und artgerecht auszustatten.“ So hat er etwa im Taggecko-Gehege den Teil eines Gummibaums einer Kautschuk-Plantage nachgebaut. Dass ihm das täuschend echt gelungen ist, macht ihm heute noch eine diebische Freude: „Manche Besucher warten wirklich davor, ob der Milchsaft tropft“, erzählt Aberle.

Ein legendäres Tier, das er gepflegt hatte, war der „Große Weiße“: ein mächtiger Krokodilbulle, der nach seinem Tod im Jahr 2000 vom benachbarten Naturkundemuseum präpariert wurde. Die Wilhelma erhielt als Anschauungsmaterial für Schulklassen den Abguss eines seiner Hinterfüße. Typisch Aberle: Bei dem großen Umbau der Krokodilhalle 2006 war er es, der damit noch schnell in den frisch modellierten Boden Spuren prägte. So schuf er einen natürlicheren Anblick der Uferlandschaft und verewigte den „Großen Weißen“. Aberle hinterlässt selbst große Fußstapfen, wenn er an Ostern einen der wohl spektakulärsten Arbeitsplätze in Deutschland freimacht. Diesen neu zu besetzen, fällt nicht leicht. Bis 5. Mai läuft die Bewerbungsfrist.


Bilder: Harald Löffler/Eye-of-the-Tiger

Erster Nachwuchs bei Trampeltieren seit 2009Wintereinbruch: Kaltstart ins Leben für kleines KamelfohlenEin Ereignis mit ...
08/04/2022

Erster Nachwuchs bei Trampeltieren seit 2009

Wintereinbruch: Kaltstart ins Leben für kleines Kamelfohlen

Ein Ereignis mit doppeltem Seltenheitswert für Stuttgart: Erstmals seit 13 Jahren haben die Trampeltiere in der Wilhelma Nachwuchs. Das Fohlen der auf Hitze und Trockenheit spezialisierten Wüstenbewohner kam ausgerechnet während des späten Wintereinbruchs Anfang April mit Frost und Schnee zur Welt. Mit der Geburt schließt sich ein Kreis im Zoologisch-Botanischen Garten. Die Stute Chiara war 2009 das letzte Trampeltier gewesen, das in der Wilhelma geboren wurde. Nun ist sie selbst die Mutter des ersten Jungtiers nach der längeren Pause.

Die neue Anlage für Asiatische Huftiere, die 2020 eröffnet wurde, bietet gute Voraussetzung für die Aufzucht. Anders als bei der früheren Koppel am Schaubauernhof, lassen sich hier Muttertier und Fohlen von dem Kamelhengst, aber auch den neuen Mitbewohnern, den Hausyaks, abtrennen, um damit sie in den ersten Tagen in Ruhe ihre Beziehung aufbauen können. Das ist bei Trampeltieren besonders wichtig, damit die Stute ihr Jungtier annimmt und säugt.

„Die ersten Stunden sind entscheidend, bis das Neugeborene bei der Mutter trinkt“, sagt Revierleiter Stephan Paspalaris. „Sonst versiegt die Milchproduktion.“ Als der kleine Hengst, der am 1. April gegen 7 Uhr geboren wurde, nach einigen Stunden noch etwas unbeholfen auf den Beinen stand, haben ihn die Tierpflegerinnen und -pfleger deshalb ans Euter geführt und angesetzt. „Zwei Portionen Milchersatz haben wir am Anfang zugefüttert, damit er schnell zu Kräften kommt“, berichtet Paspalaris. Seither klappt es und Chiara versorgt ihren Erstling selbstständig. Bei Kamelen ist die Muttermilch ein rechter Powerdrink, der sehr nahrhaft ist und viel Vitamin C enthält. Bereits nach drei Monaten haben sich so bei den Jungtieren die Fettspeicher in den beiden für Trampeltiere typischen Höckern auf dem Rücken gefüllt und aufgerichtet. Auch wenn sie rund ein dreiviertel Jahr gesäugt werden, nehmen die Fohlen schon nach wenigen Wochen auch festes Futter auf.

Hauskamele sind als widerstandsfähige Nutztiere, die Hitze wie Kälte trotzen und Trockenheit lange erdulden, in Grasländern, Halbwüsten und winterkalten Wüsten von Kleinasien bis in die Mandschurei sehr beliebt. Sie dienen seit rund 4500 Jahren als Reit- und Lasttiere und liefern Fleisch, Milch, Wolle, Leder und Dung als Brennstoff. Wildkamele sind hingegen sehr selten geworden. Derzeit geht man von einem Restbestand von weniger als 1000 Tieren aus, die noch in China und der Mongolei anzutreffen sind. Daher gilt das Wildkamel als vom Aussterben bedroht.

In der Wilhelma ist vermutlich auch die Stute Faya trächtig. Allerdings hat sie noch kein Euter gebildet. Es kann also bei ihr mit dem Nachwuchs noch dauern. Trampeltiere haben eine Tragzeit von 13 Monaten.

Bilder: Wilhelma

Jahresrückblick und Ausblick 2022Wilhelma richtet nach Aufwärtstrend den Blick nach vorneNach einem tiefen Tal im ersten...
21/01/2022

Jahresrückblick und Ausblick 2022

Wilhelma richtet nach Aufwärtstrend den Blick nach vorne

Nach einem tiefen Tal im ersten Corona-Jahr ging es 2021 für die Wilhelma wieder etwas bergauf. Deshalb kann der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart eine befriedigende Bilanz ziehen und geht mit Tatendrang seine vielseitigen Projekte beim Bau neuer Anlagen im jungen Jahr an. Hatte sich die Zahl der Besucherinnen und Besucher 2020 auf 805.000 glatt halbiert, erholte sie sich nun auf 995.000. Eine gewichtige Rolle spielten dabei die verordneten Komplettschließungen zum Infektionsschutz. Der Lockdown betraf im Vorjahr noch 117 Tage. Nun waren es 96 Tage. „Der Ausfall blieb erheblich“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin, „aber ob ein Drittel oder lediglich ein Viertel fehlt, macht bereits einen deutlichen Unterschied. Hilfreich war für uns, dass wir mit gesammelter Corona-Erfahrung und bewährtem Hygienekonzept 2021 nach den Schließungen das Tageslimit schneller hochsetzen konnten als zuvor.“

Dennoch blieb die Lage wirtschaftlich prekär. Das Land griff seinem Landesbetrieb mit rund 7,5 Millionen Euro unter die Arme, damit es auch hinter verschlossenen Toren weitergehen konnte. Schließlich müssen die Tiere und Pflanzen ohne Unterbrechung gepflegt werden. Beliebte Großveranstaltungen, etwa der Internationale Kindertag oder Halloween, die mehr Publikum bringen, sowie Zusatzangebote, die Einnahmen schaffen, wie zum Beispiel Kindergeburtstagsfeiern oder Führungen mussten weiter ausfallen. Immerhin konnte das Illuminationsevent Christmas Garden nach der Corona-Pause von 2020 nun wieder für zusätzliche Abendgäste sorgen.

„Insgesamt dürfen wir uns glücklich schätzen, dass wir den Basisbetrieb aufrecht erhalten konnten“, so der Direktor. „Das verdanken wir dem leidenschaftlichen Engagement unserer Belegschaft unter den schwierigen Bedingungen. So konnten wir vermeiden, dass es unter den Tieren oder auch den seltenen Pflanzen wegen Corona zu Verlusten kam. Von unseren Gästen hören wir oft, dass sie dankbar sind, dass es überhaupt weitergeht, selbst wenn wir noch weit von der Normalität entfernt sind.“

Um die Einschränkungen etwas aufzufangen, setzte die Wilhelma verstärkt auf Digitalisierung. So startete sie im März einen Instagram-Auftritt, der mit Fotos, Videos und kurzen Berichten Einblick in die aktuellen Abläufe und Neuerungen gibt. Zu den erfolgreichsten Beiträgen zählten Luftaufnahmen der Magnolienblüte, die wegen der Corona-Schließung ohne Publikum ablief. 45.000 Mal wurde das Drohnenvideo abgerufen. 12.500 Menschen verfolgen inzwischen per kostenlosem Abo kontinuierlich die Impressionen im Internet. Die Wilhelmaschule stellte sich auf Fernunterricht ein und entwickelte anschauliche Lerneinheiten, mit denen sich die Pädagoginnen und Pädagogen live in die Biologiestunden des Homeschoolings zuschalten. Schon über 100 Mal haben Schulklassen den unterhaltsamen Unterricht am Bildschirm in Anspruch genommen.

Dank des Artenschutz-Euros, den viele Gäste beim Kartenkauf entrichten, konnte die Wilhelma auch 2021 ihre Unterstützung für Schutzprogramme weltweit fortsetzen. Inklusive des eigenen Budgets investierte sie 450.000 Euro in mehr als 20 Programme weltweit. Die größte Summe förderte 2021 mit 100.000 Euro den Ankauf von Regenwald in Ecuador, um zwei Schutzgebiete, in denen Brillenbären leben, zu erweitern. Zudem setzte die Wilhelma die Finanzierung einer vierköpfigen Rangertruppe in Belize mit 50.000 Euro fort. „Ich bin äußerst dankbar, dass so viele unserer Gäste den Artenschutz-Euro beisteuern“, betont Kölpin. „Die Programme vor Ort müssen ohnehin jeden Cent umdrehen und sind in der Pandemie stark unterfinanziert. Für sie war es Gold wert, dass die Wilhelma ihre Förderung aufrechterhalten konnte.“

Zoologisch entwickelte sich 2021 in der Wilhelma zum „Jahr der Katze“. Im Frühjahr bezog Niara als Neuzugang aus dem Zoo Salzburg das eigens für die Gepardin umgebaute ehemalige Eisbärengehege. Dass sie von den Katern räumlich weit getrennt lebt und mit Zawadi oder Haraka nur während ihrer Rolligkeit zusammentrifft, soll die Chancen der Nachzucht steigern. 2022 soll es zu fruchtbaren Rendezvous kommen.

Hervorragend klappte die Zucht schon bei den Schneeleoparden, die Drillinge bekamen. Die verspielten Dawa, Karma und Nyima waren die Publikumslieblinge. Allerdings ist der Erfolg beim Nachwuchs nicht nur nett zu beobachten, sondern auch wichtig für das Überleben der bedrohten Tierart. Der Naturschutzbund (NABU) erläuterte mit einer interaktiven Ausstellung die Lebensräume der Schneeleoparden im Hochgebirge und stellte das gemeinsame Artenschutzprojekt in Kirgisien vor, wo der NABU Anti-Wilderer-Einheiten organisiert und mit der Wilhelma finanziert. Der Schneeleoparden-Nachwuchs von 2019, Askar und Malou, wurden auf Empfehlung des europäischen Zuchtkoordinators an Zoos weitervermittelt, wo sie eigene Familie gründen sollen. Von zwei hochbetagten Raubkatzen musste die Wilhelma Abschied nehmen. Der Persische Leopard Aman starb mit 15,5 Jahren an Alterskrebs. Dumai erreichte ein biblisches Alter. Mit fast 21 Jahren war sie zuletzt die zweitälteste Sumatra-Tigerin der Welt.

Bei der Tigerhaltung folgt nun eine Pause. In diesem Jahr beginnt der Bau eines großen Landschaftsgeheges weiter oben im Park. Dort sollen künftig die größten Raubkatzen der Welt leben: Sibirische Tiger. Statt eines neuen Leoparden zog im Dezember bereits ein zweiter Jaguar ein: Der Kater Milagro ist mit anderthalb Jahren noch jung. Doch später einmal soll er mit der Katze Taima, die 2019 in die Wilhelma kam, ein Zuchtpaar bilden.

Einen kompletten „Personalwechsel“ gab es auch bei den Brillenbären und Netzgiraffen. Nach dem Tod des Senioren Ambrose 2020 hat die Wilhelma die verwaiste Bärenanlage renoviert und aufgemöbelt. Seit Mai sorgen die aus dem Frankfurter Zoo gekommenen Cashu und ihre Tochter Suyana, die bis in die höchsten Baumspitzen klettern, für ungewohnt viel Trubel. Bei den Giraffen wurde Anna als Tochter von Hanck abgegeben. Dafür zogen als Partnerinnen des Bullen mit Nyiri und Sala zwei Kühe des Kölner Zoos ein. Leider überstand Hanck im Oktober einen medizinischen Eingriff nicht. Daher ist die Wilhelma nun interessiert, einen neuen Giraffenbullen aufzunehmen.

Neu im Bestand sind seit 2021 Emus und Davidshirsche. Erstmals gab es Jungtiere bei den Yaks und den extrem seltenen Deserta-Taranteln. In den Gewächshäusern blühte zum allerersten Mal die erstaunliche Pfeifenblume. Das baumartige Gewächs bildet am Fuß des Stammes Blüten aus, die Pilzen täuschend ähnlich sind, um Fliegen zur Bestäubung anzulocken. Der Fachbereich Parkpflege gewann zusammen mit dem BUND- Kreisverband den Landesnaturschutzpreis für das Schaffen von artenreichen Wiesen in der Stadt als nahrungsreiche Lebensräume für Schmetterlinge und andere Insekten. Weil er auch für die staatlichen Grünanlagen in der Landeshauptstadt zuständig ist, war seine größte Aufgabe im vergangenen Jahr jedoch, nach dem Sturm vom Juni im Schlossgarten 25 umgestürzte Bäume fachgerecht zu entfernen, hunderte Bäume mit Windbruch zu pflegen und Arten nachzupflanzen, die dem Klimawandel besser gewachsen sind.

Für 2022 liegt das Augenmerk auf den Projekten zur Weiterentwicklung der Wilhelma. Fertiggestellt wird der Neubau für Kleinsäuger, Vögel und Fleischfressende Pflanzen. Das Gebäude hinter dem Wintergarten zeigt künftig eine enorme Vielfalt vom Gürteltier über den Rennkuckuck bis zur Venusfalle. Die Eröffnung könnte zu Ostern erfolgen. Doch hängt der Termin von der Pandemie ab. Um Engpässe zu vermeiden, können die Türen erst öffnen, wenn dort auch eine nennenswerte Zahl an Gästen eingelassen werden darf.

Bei der Umgestaltung des oberen Parkbereichs nimmt jetzt der Asiatische Bauernhof mit Streichelgehege zunehmend Kontur an. Und nebenan wird die Baufläche für die künftige Tigeranlage vorbereitet. Der geplanten Terra Australis fiebern Wilhelma und Gäste gleichermaßen entgegen. Hier sollen charismatische Tierarten von Downunder sich ihr Stelldichein geben: allen voran Koalas, aber auch Baumkängurus und einige nachtaktive Arten. Der Innenausbau der entkernten Gebäudehülle des früheren Domizils der Menschenaffen hat dafür begonnen. Wann die Tiere letztlich einziehen, steht noch nicht fest. Den Baufortschritt beeinflussen mit Lieferketten, Preisentwicklung und Personallage Faktoren, die während der Pandemie ständigen Schwankungen unterworfen sind.

An markanter Stelle gleich am Eingang läuft die aufwendige Sanierung des historischen Pavillons das ganze Jahr hindurch weiter. Das denkmalgeschützte Rondell stammt noch von dem Erbauer, König Wilhelm I. von Württemberg, und diente zuletzt als Kassenhäuschen. Bei der Erstsanierung soll die 175 Jahre alte Bausubstanz erhalten und das Dekor nachgefasst werden.

Bildnachweise beim jeweiligen Bild.

Adresse

Wilhelma 11
Stuttgart
70376

Telefon

+4971150554800

Produkte

Für nur 70,- Euro im Jahr für das Hauptmitglied, 55,- Euro für die Partnerkarte und Rentner, 43,- für Schüler, Studenten und Azubis (18 bis 28 Jahre), Kinder (6-17 Jahre) 30,- Euro oder 155,- Euro für Familien öffnen sich die Türen der Wilhelma. Neben dem kostenlosen ganzjährigen Eintritt in die Wilhelma können die Mitglieder spannende Vorträge im wunderschönen Wilhelma-Theater besuchen, den Musikalischen Sommerabend im Maurischen Garten genießen und an interessanten Exkursionen ins In- und Ausland teilnehmen.

Die Mitgliedschaft entspricht dem Kalenderjahr Januar bis Dezember. Bei Beitritt nach dem 1. Juli wird für das erste Jahr nur der halbe Beitrag fällig.

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Freunde und Förderer der Wilhelma erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Freunde und Förderer der Wilhelma senden:

Videos

Kategorie

Kunst & Unterhaltung in der Nähe


Andere Zoo in Stuttgart

Alles Anzeigen

Bemerkungen

Hallo ich bin so froh, dass es die Wilhema und den Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma gibt, weil ich viele sehr schöne Stunden in der Wilhelma bereits erleben konnte und ich mehr als das Zahlen meines Eintrittsgeld für den Erhalt dieser für Stuttgart wichtigen Institution tun möchte. Vielen Dank an alle Mitarbeiter und Unterstützer des Vereins