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Archivale des Monats Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der...
01/10/2026

Archivale des Monats

Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Exponat

Hasso Grünert war zwischen 1960 – 1978 in verschiedenen leitenden Funktionen im VEB Zentral-Zirkus tätig: als Betriebsleiter der Berolina-Eisrevue, als Betriebsteilleiter bei den Volksfesteinrichtungen, als stellvertretender Direktor im Zirkus Berolina und Zirkus Busch sowie beim Zirkus Berolina auch als Interimsdirektor.

Im vorletzten Jahr seiner Betriebszugehörigkeit war er mit dem Zirkus Busch als dessen stellvertretener Direktor auf Saison durch die Ungarische Volkrepublik. Aus dem Jahr 1977 stammt also die hier als Archivale des Monats gezeigte Visitenkarte, die neben Grünerts Namen die Heimatadresse des VEB Zentral-Zirkus sowie seine Funktionsbezeichnung in ungarischer Sprache trägt.

Das Exponat stammt aus einem umfangreichen Konvolut aus dem Nachlass von Hasso Grünert, die uns sein Enkel Thomas schon vor einiger Zeit überließ. Weitere Teile daraus werden auch zukünftig hier vorgestellt werden.

Im nächsten Monat folgt ein weiteres Archivstück.
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Foto des Monats Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR...
15/09/2026

Foto des Monats

Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Bild

Unser „Foto des Monats“ September dokumentiert ein seltenes bauliches Schauspiel und die Rettung eines Zirkusdenkmals: den Umzug des sogenannten Barlay-Baus im ehemaligen Winterquartier des Staatszirkus der DDR in Hoppegarten.

Die Aufnahme von Bodo Liese – nur wenige Wochen alt – zeigt das freigelegte Holzskelett des historischen Manegenbaus während der Vorbereitungen für seine Translozierung – den fachgerechten Rückbau und Umzug der Konstruktion. Bis auf das nackte Fachwerk entkernt, wird die meisterhafte Zimmermannskunst sichtbar, die jahrzehntelang das Dach über Proben, Artistik und Tierdressuren hielt. Selbst ohne Verkleidung bleibt das Wesentliche unverkennbar: die runde Form der Manege am Boden.

Ein bemerkenswertes Zeitdokument, das den behutsamen Abschied von einem traditionsreichen Standort und die Sicherung eines prägenden Teils der DDR-Zirkusgeschichte festhält.

Mehr Zirkusgeschichte folgt im nächsten Monat.
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Archivale des Monats Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der...
01/09/2026

Archivale des Monats

Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Exponat

Als Leiter des Malsaals und Bühnendekorateur im Betriebsteil Winterquartier war Manfred Kaltwaßer für den Entwurf und die Umsetzung großformatiger Gestaltungsarbeiten an Bühnen/Artisteneingängen, Wagen, Werbeschildern, Großtafeln u.a. verantwortlich.

Der hier gezeigte – nicht datierte – Originalentwurf für einen mehrteiligen Großaufsteller des Zirkus Berolina hat die Maße von etwa 100 x 30 cm und wurde mehrfarbig, teilweise mit Klebefolien, auf einer Sperrholzplatte ausgeführt. Die Verwendung der Gestaltung auf einer Großtafel des Zirkus Berolina lässt sich zuverlässig im Jahr 1990 (hier beim Weihnachtsgastspiel in Berlin) belegen, wie das zweite Foto – dankenswerterweise von Bodo Liese zu Verfügung gestellt – in diesem Beitrag zeigt. Das Original war dabei ca. 10 x 3 m groß, wurde also im Maßstab von 1:10 umgesetzt.

Im nächsten Monat folgt ein weiteres Archivstück.
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Foto des Monats Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR...
15/08/2026

Foto des Monats

Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Bild

Ab den späten 1980er-Jahren besann man sich beim Staatszirkus wieder verstärkt auf traditionelle Werbemaßnahmen – darunter auch farbenfrohe Stadtparaden.

So auch im April 1988, als der Zirkus Busch auf dem Bassinplatz imPotsdamer Holländischen Viertel gastierte. Mit im Programm war Dresseur Peter John, der erst im Winter zuvor die Gruppe indischer Elefanten übernommen hatte. Vom zentralen Zirkusplatz aus setzte sich eine bunte Parade in Bewegung, die an einem heute leider nicht mehr bekannten Ort in einem öffentlichkeitswirksamen „Elefantenfrühstück“ gipfelte.

Unser „Foto des Monats“ gibt aus einer ungewöhnlichen Vogelperspektive den Blick auf genau dieses Spektakel frei.

Mehr Zirkusgeschichte folgt im nächsten Monat.
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Archivale des Monats Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der...
01/08/2026

Archivale des Monats

Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Exponat

ür die Archivale des Monats August haben wir in unserer Sammlung der Dokumente und Drucksachen gestöbert. In dieser größten Teilsammlung des Archivs sind wir fündig geworden: Vor uns liegt ein Anrechtsschein aus der Ära des VEB Zentral-Zirkus. Die Druckgenehmigungsnummer weist auf seine Entstehung im Jahr 1975 hin, verwendet wurde er auch darüber hinaus.

Welchen Zweck erfüllte dieser Anrechtsschein eigentlich? Während für Repräsentationszwecke nach außen die klassische Freikarte genutzt wurde – oft in Form einer eleganten Einladung oder Ehrenkarte (siehe unsere Archivale des Monats Mai) –, kam der Anrechtsschein primär intern zum Einsatz.

Den Mitarbeitern der Reisezirkusse stand nämlich ein eigenes Kontingent an Eintrittskarten zur Verfügung. Über dieses konnten sie frei verfügen, um Freunde, Bekannte oder zu Hause gebliebene Familienmitglieder in die Vorstellung einzuladen.

Ausgegeben wurde der Anrechtsschein direkt von der Direktion. Versehen mit der Unterschrift des Direktors oder eines Leitungsmitglieds konnten die Mitarbeiter den Schein schließlich an der Zirkuskasse unkompliziert gegen reguläre Eintrittskarten umtauschen.

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Foto des Monats Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR...
15/07/2026

Foto des Monats

Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Bild

Unser „Foto des Monats“ Juli zeigt eindrucksvoll die gigantischen Dimensionen, mit denen der Zirkus Berolina auf seinen Tourneen im In- und Ausland unterwegs war. Die Luftaufnahme entstand 1980 während des Gastspiels im tschechoslowakischen Ostrava.

Das Bild fängt einen faszinierenden Kontrast ein: Im Zentrum steht das stolze Chapiteau, umringt von einer akkurat aufgereihten Karawane aus Wohn-, Pack- und Gerätewagen. Dahinter ragen die monumentalen Wohnblöcke der tschechoslowakischen Industriestadt empor. Für einige Tage wurde das unwegsame Brachland zur Heimat einer lebendigen Zeltstadt, die einen Hauch von Abenteuer und Magie mitten in die urbane Kulisse brachte.

Eine grandiose Aufnahme, die den logistischen Kraftakt und die Faszination einer großen Zirkusreise in den damaligen Bruderstaaten perfekt dokumentiert.

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Archivale des Monats Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der...
01/07/2026

Archivale des Monats

Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Exponat

Passend zur Saison präsentieren wir euch mit der Archivale des Monats im Juli ein faszinierendes Stück Zirkusgeschichte im Miniaturformat: das Modell eines Kassenwagens des Zirkus Busch.

Der Zirkus Busch bildete eine der tragenden Säulen des Staatszirkus der DDR. Das von Andreas Kaufhold im Maßstab 1:87 (H0) erbaute Modell zeigt die charakteristische Gestaltung des Wagens ab ca. 1988. Das historische Originalbild, das als Vorlage diente, entstand im selben Jahr beim Gastspiel des Zirkus Busch in Halberstadt.

Trotz der kleinen Größe faszinieren die exakten Details: Vom ausklappbaren Vordach über den Kassenfenstern bis hin zur winzigen, originalgetreuen Tafel der Eintrittspreise (aufgeteilt von Loge bis zum 4. Platz). Genau dieser Wagen war für Generationen von Besuchern der magische Erstkontakt, bevor es hinein in die Manege ging. Ein echtes Highlight für alle Modellbau- und Zirkusbegeisterten unter euch!

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Foto des MonatsEin visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR....
15/06/2026

Foto des Monats

Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Bild

Unser „Foto des Monats“ Juni zeigt eine logistische Meisterleistung, die heute fast unvorstellbar wirkt: Ein Straßentransport des Zirkus Aeros während des Gastspiels in der Sowjetunion 1989.

Kraftfahrer Heinz Winter steuert hier ein imposantes Gespann von über 30 Meter Länge. Seine Jelcz 317 Zugmaschine zieht die beiden Raubtierkäfigwagen 524 und 545 sowie den Packwagen mit Kühlabteil 546 (den Fleischwagen) für die Dressur von Ulf Buddenhagen.

Ein faszinierendes Bilddokument, das die enormen Dimensionen und die harte Arbeit der Zirkus-Logistik auf Tausenden Kilometern Fernstraße perfekt einfängt.

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01/06/2026

Archivale des Monats

Ein besonderes Exponat aus meinem Zirkusarchiv – ein Stück gelebter Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Exponat

Manchmal verbergen sich die größten Schätze in den kleinsten Schachteln. Unsere Archivale des Monats Juni zeigt ein wunderbar erhaltenes Stück DDR-Alltagskultur: Das Zirkus-Mini-Puzzle der Firma Hanni Fisker.

Das im handlichen Postkartenformat gestaltete Legespiel besteht aus 35 Teilen und zeigt eine liebevoll gezeichnete, farbenfrohe Manegen-Szene: Ein Artist im Kopfstand balanciert einen gewitzten Schimpansen, flankiert von Einradfahrern und Jongleuren.
Verkauft wurde dieses kleine Andenken direkt an den Souvenirverkaufswagen der Reisezirkusse sowie über die Pressestelle der Generaldirektion für 4,50 Mark (EVP). Die Druckgenehmigungsnummer weist auf das Jahr 1989 hin, ein Jahr später taucht der Souvenirartikel auch auf der Angebotsliste der Pressestelle auf.

Das eigentliche Highlight offenbart sich beim Blick auf die Schachtelrückseite. Neben dem bekannten Elefanten-Logo des Staatszirkus der DDR sieht man dort den Herstellernachweis: „Hanni Fisker, Eberswalde-Finow“.
Während die ganz großen Spielwarenkombinate (Sonneberg, Plasticart) die Massenmärkte bedienten, griffen Institutionen wie der Staatszirkus der DDR für exklusive Werbe- und Souvenirartikel gern auf solche spezialisierten Privat- oder Partnerbetriebe zurück.

Dieses Fundstück ist ein wunderbares Zeugnis für das professionelle Merchandising des Staatszirkus, das die Faszination der Manege direkt in die heimischen Kinderzimmer brachte.

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Foto des Monats Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR...
15/05/2026

Foto des Monats

Ein visueller Zeitzeuge aus meinem Zirkusarchiv – ein Moment aus der Geschichte des Staatszirkus der DDR.

Das Bild

Mein „Foto des Monats“ gewährt uns einen detaillierten Blick auf die Logistik des Staatszirkus der DDR. Das Bild zeigt die unverzichtbaren Arbeitstiere, die einst für den Transport und den Platzaufbau verantwortlich waren.

Die Aufnahme präsentiert eine beeindruckende Parade dreier verschiedener Fahrzeugtypen, die alle eines gemeinsam haben: die ikonische Zebra-Lackierung. Diese markante Safari-Optik war eines der Markenzeichen des Zirkus Berolina; erste Belege für diese Gestaltung finden sich bereits in der Saison 1986.

Beim Gastspiel 1990 im niedersächsischen Seesen sehen wir sie hier einträchtig aufgereiht: einen Traktor vom Typ ZT 300 aus dem VEB Traktorenwerk Schönebeck, einen Belarus MTS 50 aus sowjetischer Produktion sowie ein aus Beständen der NVA übernommenes geländegängiges Mehrzweckgerät GMG 2-70, hergestellt im VEB Industriewerk Halle/Nord.

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