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Kunstraum u.6

Kunstraum u.6 Auktionen
Artconsulting
Kunstprojekte

Uhlandstraße 6
D 14482 Potsdam

T: +49-(0)331-903714

Termin

* Kunstkonzepte
* Projektentwicklung
* Auktionen

Andreas Schiller, Kiddy Citny, Tim Roeloffs, Otmar Kern, Klemens Kühn, Thommi Skulima

Wie gewohnt öffnen

Mobile uploads
08/12/2022

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Comming soon...
31/10/2022

Comming soon...

Drehtag zur Dokumentation "Globisch 2024"(AT) mit Zeitzeuge Klemens K.
29/09/2022

Drehtag zur Dokumentation "Globisch 2024"(AT) mit Zeitzeuge Klemens K.

Photos from Andreas-Schiller-Archiv im kunstraum u.6's post
24/09/2022

Photos from Andreas-Schiller-Archiv im kunstraum u.6's post

17/09/2022
... schön mit starken Partnern dabei sein zu dürfen.
17/09/2022

... schön mit starken Partnern dabei sein zu dürfen.

... kann losgehen!
17/09/2022

... kann losgehen!

Präsentation Schablonaden von Otmar Kern auf dem  2022
16/09/2022

Präsentation Schablonaden von Otmar Kern auf dem 2022

Tolle Überraschung! Heute in der Post ein Gruß von Kiddy Citny zum 25. Jubiläum. DANKE!!! („Engel“, 24x18cm, Acryl/LW)
04/08/2022

Tolle Überraschung! Heute in der Post ein Gruß von Kiddy Citny zum 25. Jubiläum. DANKE!!! („Engel“, 24x18cm, Acryl/LW)

… 25 Jahre mit Kunst, Kommunikation, Freude - selten Frust - und Freunden, Familie, Partnern sind vergangen. Vermutlich ...
27/06/2022

… 25 Jahre mit Kunst, Kommunikation, Freude - selten Frust - und Freunden, Familie, Partnern sind vergangen. Vermutlich doch viel richtig gemacht. Ein guter Grund zum Feiern. Danke.

Vorbereitung zum 25sten fast abgeschlossen. Leider erweist sich https://www.universumverleih.de/ als zweifelhafter Partn...
25/06/2022

Vorbereitung zum 25sten fast abgeschlossen. Leider erweist sich https://www.universumverleih.de/ als zweifelhafter Partner bei der Zuverlässigkeit und Kundenkommunikation. Ich hatte schon viel bessere Erfahrungen mit dem Unternehmen. Final haben wir gemeinsam alles hinbekommen. Die letzten zwei Jahre sind an keinem spurlos vorbei gegangen...

Überraschung: erste Runde ist schon durch… 👌🏻
08/05/2022

Überraschung: erste Runde ist schon durch… 👌🏻

23/04/2022

Artwork in Progress: Schablonade „Sanssouci“, 80x240x4 cm, 48tlg., Mix

Photos from Otmar Kern's post
13/04/2022

Photos from Otmar Kern's post

12/04/2022

Annette Weiß interviewt Kiddy Citny für den Podcast. Und der Hausherr und Förderer schaut kurz vorbei.

12/04/2022

Annette Weiß interviewt Kiddy Citny für den Podcast. Und der Hausherr und Förderer schaut kurz vorbei.

27/12/2021

100 GK-Grafik-Aquarelle für die Kunstautomaten (Agentur Kunsttick).

22/09/2021

150 frische Nielsen-Passepartouts warten auf ihren Einsatz. Und AIDA wartet auf sie. Let's go!

150 frische Nielsen-Passepartouts warten auf ihren Einsatz. Und AIDA wartet auf sie. Let's go!
22/09/2021

150 frische Nielsen-Passepartouts warten auf ihren Einsatz. Und AIDA wartet auf sie. Let's go!

Tag des offenen Ateliers 2021 (Previewabend im Garten vom kunstraum u.6)
21/08/2021

Tag des offenen Ateliers 2021 (Previewabend im Garten vom kunstraum u.6)

Photos from Kunstraum u.6's post
12/08/2021

Photos from Kunstraum u.6's post

Offenes Atelier am 22.08.21 von 11 bis 18 Uhr. https://www.potsdam.de/sites/default/files/documents/programmheft_tdoa_20...
12/08/2021

Offenes Atelier am 22.08.21 von 11 bis 18 Uhr.https://www.potsdam.de/sites/default/files/documents/programmheft_tdoa_2021_neu.pdf

Photos from Otmar Kern's post
29/05/2021

Photos from Otmar Kern's post

Heute, 25.10.2020, von 11 bis 18 Uhr
25/10/2020

Heute, 25.10.2020, von 11 bis 18 Uhr

25/10/2020

Tag des offenen Ateliers

Otmar Kern und „Drucksache“ zum Einheits-Wochenende in der Garnisonkirche und im Rechenzentrum
29/09/2020

Otmar Kern und „Drucksache“ zum Einheits-Wochenende in der Garnisonkirche und im Rechenzentrum

A+B+C... Ausstellung im Kosmos
24/09/2020

A+B+C... Ausstellung im Kosmos

13/09/2020
Photos from Kunstraum u.6's post
10/08/2020

Photos from Kunstraum u.6's post

Otmar Kern, Schablonade „Rumpelstiltskin night #1-3“, MT/Stempel/Lasur/LW, je 55x55 cm, 2020
10/08/2020

Otmar Kern, Schablonade „Rumpelstiltskin night #1-3“, MT/Stempel/Lasur/LW, je 55x55 cm, 2020

10/07/2020

Werft eure Herzen über alle Grenzen
und wo ein Blick euch grüßt, da werft die Anker aus
Zählt auf der Wand’rung nicht nach Monden, Wintern, Lenzen
starb eine Welt, sollt ihr sie nicht bekränzen
Schärft das euch ein und sagt, wir sind zu Haus!
baut euch ein Nest!
Vergeßt, vergeßt was man euch aberkannt
und euch gestohlen
kommt ihr von Isar, Spree und Waterkant
was gibt’s da heut’ zu holen?

Diese Zeilen von Walter Mehring, meine Damen und Herren – liebe Freunde des Künstlers und Gäste dieses Hauses,

der als Jude und prominenter Satiriker der Weimarer Republik gerade noch rechtzeitig 1939 vor deutschen Mauern und Stacheldraht fliehen konnte, sind vielleicht die passendste Brücke, über die ich Sie heute Abend einladen möchte. Seit gut 25 Jahren durfte ich gelegentlich an künstlerischen Projekten der Friedrich-Naumann-Stiftung mitwirken. Im dreißigsten Jahr der deutschen Einheit gab sie mir die Freiheit, einen ambivalenten Schritt zu wagen und Dinge zusammenzubringen, die einander sowohl ausschließen als auch bedingen.

Was hat Kiddy Citny mit dem Griebnitzsee und der Mauer in Potsdam zu tun?
Nichts und doch viel.
1957 in Stuttgart geboren und Bremen aufgewachsen - übrigens finden Sie dazu einen Reminiszenz in der Ausstellung – kam mit 20 Lenzen nach Berlin. 1984 begann er in Berlin die Mauer zu bemalen. Sein Atelier war insbesondere die Waldemarstraße in Kreuzberg, einige 100 Meter süd/östlich vom Potsdamer Platz. Mit übergroßen Herzensköpfen wollte er gemeinsam mit Thierry Noir und Christophe Bouchet die absurde Teilung der Stadt sichtbar machen. Er wollte die Mauer nicht „verschönern“, sondern der Welt zeigen: hey schau – hier stimmt was nicht.
In Wim Wenders Film „Der Himmel über Berlin“ von 1987 Sind die Protagonisten Damiel und Cassiel, zwei Engel, die die Menschen beobachten und Ihnen Lebensmut geben können. Aber sie können keine Farben sehen. Um den Preis der Liebe und der Sterblichkeit wird Damiel, gespielt von Bruno Ganz, am Ende des Films Mensch und lernt die Farben an den Bildern von Kiddy auf der Mauer. Diese Sequenz hat mich dazu bewogen, in der Stiftung diese hier gezeigte Gegenüberstellung von tristen oder eher verstörenden vergrößerten Fotos der Mauer im Raum Kleinmachnow/Babelsberg zu probieren. Man kann sich vorstellen, wie die Wirkung der farbenfrohen Bilder auf dem Grau und Weiß des Betons Leben ausstrahlten, während die Zeit, die allen Narben heilen soll, die Narbe zwischen den siamesischen Zwillingen DDR und BRD nicht heilte. Das kleine Geschwisterland DDR sorgte dafür, dass die Narbe von Jahr zu Jahr sichtbarer, größer, breiter und hässlicher wurde. Eine Hässlichkeit, die Nachts sogar erleuchtet wurde, um bis zum Winter 1989 auch zielsicher Angst und Tod zu bringen.
„Mit dem Mauerfall gelangte (Citnys) Malerei mitsamt den betonschweren Bildträgern in internationale Kunstsammlungen – so auch ins New Yorker Museum of Modern Art. Ein weiteres Mauersegment steht vor dem Märkischen Museum in Berlin. 45 Mauersegmente wurden 1990 staatlich organisiert mit dem Prädikat „historisch besonders wertvoll“ versteigert. Die Citny-Gesichter waren auf dem Cover des Versteigerungskataloges zu sehen.
Der Ostberliner Außenhandelsbetrieb Limex veräußerte Teile des Citny-Fries unter anderem an das MoMA. Citny versuchte am Erlös des Verkaufs durch eine Klage teilzuhaben, es sei eine ungerechtfertigte Bereicherung. Limex warf Citny „Sachbeschädigung von Grenzeinrichtungen“ vor und nannte die Werke, für die es 500.000 D-Mark erhalten hatte „Schmierereien“.[2]

So liest man es bei Wikipedia. Schließlich entscheidet ein Gericht, dass die Künstler dem Erlös entsprechend zu beteiligen sind. In einer Anekdote erzählte mir einmal der Künstler auf einer Kunstmesse, das Finanzamt Schöneberg sei mit der Schätzung der Einkommenssteuer nach Überweisung des Anteils schneller gewesen, als der Abschluss zwischen Kanzlei und Mauermaler erfolgte.

Vor etwa 10 Jahren verbreitete sich in der Kunst- und Geschichtsszene Potsdams die Nachricht, die Stadt wolle die verbliebenen 6 Mauerelemente in der Stubenrauchstraße entfernen. Davon erfuhr auch Kiddy und beschloss, mit Thierry dagegen „anzumalen“. Inzwischen war er auch in Potsdam mehrfach aufgetreten, sei es bei Ausstellungen und auf Messen oder bei Workshops im öffentlichen Raum. Die damalige Beigeordnete für Kunst, Frau Dr. Magdowski (die gemeinsame Verbindung beruhte auf beider Herkunft aus Stuttgart) lud Kiddy ein, doch mal was in Potsdam zu machen. Zu dem Zeitpunkt war der Skulpturenweg entlang des Havelufers in erster Planung. Nun macht ein „Kind der Stadt“ nicht immer das, was „Erwachsene“ erwarten. Ein gemeinsamer Termin mit Thierry war nicht in Sicht, kalte Winter - ja die gab es auch am Griebnitzsee – verhinderten Malaktionen in verfügbaren gemeinsamen Zeitfenstern. So kam er im September 2012 per S7 und einem Rucksack mit Acrylfarbe nach Babelsberg und ließ seine „Ikonen der Freiheit“, wie es anschließend eine Babelsberger Anwohnerin des Griebnitzsees nannte, auf der dem Ufer zugewandten Mauerseite auf den 6 Betonelementen leuchten.
Inzwischen hatte eine Initiative von Opfern des SED-Regimes ebenfalls sich dem Widerstand gegen den Abriss der letzten Mauerreste verschrieben – ebenso ohne Anträge und Genehmigungen. Aber sie waren nun einmal schneller. Insofern ist Kiddys Aktion im Nachhinein als unglücklich einzuschätzen. Ist die Reaktion der Protagonisten gegen das Werk nachvollziehbar, so ist es die fehlende Fachlichkeit und Sachlichkeit – breit und lang über die Lokalmedien ausgetragen – keinesfalls.

Eine Lösung bot eine Planungsfirma auf ihrem Grundstück an, auf dem Kiddy im Sommer 2013 drei original Mauerelemente gestalten konnte und nunmehr am Ufer des Griebnitzsees auf wenigen Metern die Absurdität in Form einer todbringenden Grenze als auch das Gestaltungspotential und Symbol der überwundenen Teilung Europas und der Welt wahrlich zu begreifen ist. Ich lade Sie ein, dies in den kommenden Tagen und Wochen einmal zu tun.

Was haben illegale Mauerfotos mit Kiddy Citny zu tun?
Nicht und doch einiges. 1984 begann Kiddy mit der Mauermalerei. In diesem Jahr entstanden die hier zu sehenden Fotos aus dem Bereich der Babelsberger Grenze. Der Fotograf und Mauerbewacher ist kaum wenige Monate jünger als der Mauermaler. Als Kiddy mit Farbe und Leiter zur Waldemarstraße zieht, ist es ein freier Entschluss – nicht in aller Konsequenz analysiert: was werden die Grenzer tun? Werden sie schießen wenn ich male? Es ist keine einzige Gewaltaktion gegen Mauermaler in den Unterlagen zu finden, so der Historiker der BW, OTL Dr. Maurer. Aber dies kann zu diesem Zeitpunkt niemand wissen. Kiddys Motive finden über Postkarten und Privatfotos von Touristen ihren Weg in die Welt. Genau so soll das sein: leicht und sinnig.

Der Soldat, der die Fotos von der Grenze macht, macht es auch aus freiem Entschluss. Mit dem Unterschied, dass diese Bilder keine große Öffentlichkeit haben werden und sollen. Zumindest aus Sicht des Jahres 1984. Vermutlich erfüllen sie den damaligen Straftatbestand der Militärspionage, abgesehen davon, dass er seinen Kameraden schwer belastet hätte, da dieser auf dem Foto seine Waffe hätte dabei haben müssen. Den Film gibt er im Urlaub seiner Frau, diese diesen mit Urlaubsfilmen in einer kleinen Dorfdrogerie in Sachsen ab. Es werden gleich mehrere Abzüge gemacht – für die Kumpel, die Kameraden mit. Niemanden fällt es auf. Glück gehabt. Die möglichen Konsequenzen vor einem Militärgericht nicht bedacht. Welch ein Leichtsinn...

Wie finden die Motive hier zueinander?
Die kommenden Wochen werden die Bilder hier nebeneinander hängen. Ende August auf einer Finissage wird Kiddy die Fotos überarbeiten, übermalen. So ein bisschen wie das Ende von Wim Wenders Film – nur in Zeitlupe. Noch einmal werden Farbe und ikonenhafte Motive der Freiheit die Tristesse der Mauer überwinden und den Bildern nunmehr den Weg aus dem Archiv in eine breite Öffentlichkeit und auf Ausstellungen ermöglichen. Ein Mauerfall 2. 0-2-0.

In unser nun folgendes Gespräch möchte ich mit drei Thesen gehen:

1. Die Mauer wurde durch die Menschen in der DDR zu Fall gebracht. Nach nunmehr über 30 Jahren aber ist der Umgang mit ihren Resten eine gemeinsame Aufgabe von dereinst Eingesperrten als auch der damals Ausgesperrten. Ohne Privilegien, ohne Deutungshoheiten und der garantierten Chance, dabei Fehler zu machen... Die Moderation dieses Prozesses obliegt jedoch jetzt der Nachfolgegeneration.
2. Kiddy Citny bezeichnet Kunst als „höchste Form der Kommunikation“. Jede Kommunikation birgt auch immer das Missverständnis in sich. Die höchste Form von Meinungsfreiheit aber ist, wenn sich der Protagonist die Freiheit nimmt, das unbewusste oder auch provozierte Missverständnis zu revidieren.
3. Freiheit hat auch immer etwas mit Leichtsinn zu tun. Wer immer alle Konsequenzen einer Entscheidung abwägt, verliert die Chance der Spontanität und damit einen Teil von Freiheit.

Vielen Dank.

21/06/2020

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