27/08/2026
Am vergangenen Wochenenden fand unser Forschungsworkshop "Arbeit-Jugend-Bewegung" zum sechsten Mal statt.
Acht Referent:innen präsentierten ihre aktuellen Forschungsarbeiten zu unterschiedlichsten Themen: von Gesundheit im Alltag der Kinderrepublik Seekamp 1927 (Laurette Rasch/Berlin) ging es zur Arbeiter:innenjugend in der Sowjetunion in den 1920er und 1930er Jahren (Halyna Roshchyna/Hamburg).
Fragen von Streik und Demokratie in der Ära Adenauer (Markus Boerchi/Augsburg) und zu einer Fraueninitiative während der Stahlwerksschließungsproteste in Duisburg-Rheinhausen 1987/1988 (Leandra Ulrike Oles/Paderborn) standen ebenfalls auf dem Programm.
Es wurde die rassismuskritische Wissensproduktion in der Einwanderungsgesellschaft und das antirassistische Engagement von „MigrantInnen“ von den 1980ern bis in die 2000er Jahre beleuchtet (Andreas Charis/Berlin) und ein Einblick gegeben in Erfahrungen und Perspektiven von Schüler:innen der I.E.Lichtigfeld-Schule in Frankfurt am Main (Susanna Kunze/Hamburg).
Mit Fußballfankulturen beschäftigten sich schließlich zwei Vorträge (Svea Gruber/Hamburg; Franz Neuhaus/Hannover) – und nahmen auf diese Weise eine ganz besondere Quelle des Archivs der Arbeiterjugendbewegung, die Fußballfanzines, in den Blick.
Wie in jedem Jahr war es ein spannender, konstruktiver und wertschätzender Austausch auf Augenhöhe. Wir freuen uns schon jetzt auf die abgedruckten Beiträge im nächsten Heft der Mitteilungen – und auf einen siebten Forschungsworkshop „Arbeit-Jugend-Bewegung“ in 2027!