19/06/2026
30 Grad sind erst mal nur 30 Grad. Was danach passiert, macht die Sprache.
Aus Sommer wird „Gluthitze“.
Aus einem warmen Abend wird „Tropennacht“.
Aus Wetter wird ein Gefühl von Endzeit.
Ich habe den Umgang damit in Texas ganz anders erlebt. Dort war Hitze oft einfach Teil des Alltags. Bei uns wird daraus schnell ein kleines kollektives Drama.
Interessant ist: Das trifft auf einen ohnehin angespannten Grundton. Laut Ipsos-Studie mit dem Titel „What Worries the World“ sagten im April 2026 nur 18 Prozent der Deutschen, ihr Land bewege sich in die richtige Richtung. 82 Prozent sahen Deutschland dagegen auf dem falschen Weg.
Vielleicht hören wir deshalb nicht nur Wetterberichte, sondern auch unsere Stimmung darin?
Wie denkst Du darüber?