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430 Tage, 20.000 Kilometer, ein Kontinent: Die Abenteuer-Doku SAME SUN – MIT DEM FAHRRAD DURCH AFRIKA begeistert, aktuel...
19/06/2026

430 Tage, 20.000 Kilometer, ein Kontinent: Die Abenteuer-Doku SAME SUN – MIT DEM FAHRRAD DURCH AFRIKA begeistert, aktuell auf Kinotour mit Wiebke Lühmann, ein Publikum quer durch Deutschland. Über 100 Termine später folgt am 3. September 2026 der bundesweite Kinostart.

Was klingt wie eine aberwitzige Idee, hat Wiebke Lühmann einfach gemacht: Am 3. Oktober 2023 steigt die Abenteuerin und Bikepackerin in Freiburg im Breisgau auf ihr Fahrrad und fährt los. Vor ihr liegen 20.000 Kilometer, 22 Länder, Sandstürme in der Sahara, Regenwälder in Liberia, das Kongobecken und die Namib. Dazwischen sind Momente tiefer Erschöpfung, unvergesslicher Begegnungen und die Gewissheit, dass beides möglich ist – die eigene Freiheit und das Gefühl, nicht alleine zu sein. 430 Tage später steht Wiebke am Kap der Guten Hoffnung.

Reisedokumentationen gibt es viele, aber kaum eine erzählt diese Geschichte so eindrücklich: eine Frau, alleine, auf einem der anspruchsvollsten Kontinente der Welt. SAME SUN – MIT DEM FAHRRAD DURCH AFRIKA verbindet atemberaubende Landschaftsbilder mit einer zutiefst persönlichen Geschichte über den Drang nach Unabhängigkeit, den Mut loszufahren, und die Erkenntnis, die auf 20.000 Kilometern wartet: dass es nicht die Unabhängigkeit allein ist, die einen trägt, sondern die Verbindung zu Menschen unterwegs und zu sich selbst. Ein Thema, das weit über die Outdoor-Welt hinausreicht. Damit setzt Wiebke Lühmann dem Genre der Reise-Doku etwas Neues und Authentisches entgegen.

Entstanden ist der Film als gemeinsames Projekt von Wiebke Lühmann und Regisseurin Fabienne Engel, zwei Freundinnen, die bereits mit ihrem Debüt „On Her Own", mit ihrer Reise ans Nordkap, über eine Million Menschen auf YouTube erreichten und den Film mit El Flamingo produziert haben.

Hier ein Video von der Kinotour im SCALA Kino Fürstenfeldbruck

Der Film erzählt Wiebke Lühmanns außergewöhnliche Reise von Freibur...

Sean Penn entwickelt derzeit ein noch unbetiteltes Spielfilmprojekt über den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021,...
18/06/2026

Sean Penn entwickelt derzeit ein noch unbetiteltes Spielfilmprojekt über den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021, in dessen Zentrum das Schicksal eines Polizisten steht, der in die Gewalt des Tages hineingezogen wird. Das Projekt ist als Charakterdrama und „unerwartete Geschichte über Freundschaft“ angelegt und könnte Penns ohnehin politisch geprägtes Œuvre um einen weiteren, deutlich gegenwärtigen Kommentar zur Trump-Ära erweitern.

Der dreifache Oscarpreisträger, der zuletzt für seine Nebenrolle im Polit‑Thriller „One Battle After Another“ ausgezeichnet wurde, will bei dem Kapitol-Film Regie führen und hat auch das Drehbuch selbst verfasst, was seine persönliche Handschrift und sein politisches Interesse an dem Stoff unterstreicht. In der Branche gilt Penn seit Jahren als einer der lautstärksten Kritiker Donald Trumps; entsprechend wird das Projekt bereits als mögliche filmische Abrechnung mit dem ehemaligen Präsidenten gelesen, auch wenn Branchenblätter betonen, dass es offiziell weniger um ein reines Ereigniskino als um ein Biopic und Beziehungsdrama gehen soll. Im Mittelpunkt steht ein namentlich noch nicht genannter Polizeibeamter, dessen Figur auf einer realen Person basiert, die den Angriff auf das Parlament aus nächster Nähe erlebt hat und deren Erlebnisse dem Film zugrunde liegen.

Inhaltlich rücken die Berichte den Polizisten als Protagonisten in den Fokus, der während der Erstürmung des Kapitols von einem wütenden Mob aus Trump-Anhängern eingekesselt oder zumindest in die chaotischen Szenen hineingezogen wurde; ob er ausschließlich als Verteidiger der Institution gezeigt wird oder ambivalenter angelegt ist, lassen die Beschreibungen bewusst offen. Branchenmagazine wie „Deadline“ und „Variety“ charakterisieren das Drehbuch als „unerwartete Geschichte über Freundschaft“ – ein Hinweis darauf, dass Penn die historischen Geschehnisse vermutlich mit einem intimen, zwischenmenschlichen Plot verschränkt, statt sie nur als politisches Lehrstück zu bebildern. Gerade diese Kombination aus hochbrisantem Zeitgeschehen und persönlichem Drama erinnert an frühere Versuche des US-Kinos, traumatische nationale Momente über individuelle Schicksale erzählerisch zu fassen, etwa bei 9/11-Filmen – nur dass der 6. Januar 2021 politisch bis heute stärker polarisiert und die Verantwortung des damaligen Präsidenten in den USA heftig umkämpft ist.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt die Casting-Front: Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass Bradley Cooper in Verhandlungen für die Hauptrolle steht und den Kapitol-Cop verkörpern soll. Der 51-jährige Schauspieler, der sich mit Werken wie „American Sniper“, „A Star Is Born“ und eigenen Regiearbeiten als Allrounder etabliert hat, würde damit erneut eine Figur spielen, die zwischen heroischem Gestus und psychologischer Verletzlichkeit angesiedelt ist – eine Konstellation, die gut zu Penns ambivalenten, oft zornig-melancholischen Figurenzeichnungen passt. Noch sind zwar weder Verträge offiziell bestätigt noch der endgültige Cast verkündet, doch die Kombination Penn/Cooper plus Warner Bros. im Hintergrund deutet auf ein Projekt, das nicht nur als politischer Kommentar, sondern auch als potentieller Oscar-Kandidat gedacht ist.

Produziert werden soll der Film von Penns Firma Projected Picture Works in Partnerschaft mit Warner Bros., jenem Studio, das bereits „One Battle After Another“ verantwortete und derzeit wegen einer geplanten Übernahme durch Paramount und dessen Nähe zum Trump-Lager im Fokus steht. Gerade dieser industriepolitische Kontext verleiht dem Unterfangen eine zusätzliche Brisanz: Während Penn einen Stoff entwickelt, der auf den Angriff einer trumpistischen Menge auf die Demokratie blickt, könnten ausgerechnet Konzernstrukturen, die dem ehemaligen Präsidenten nahestehen, über Finanzierung, Vermarktung und eine mögliche Veröffentlichung entscheiden. Branchenberichte verweisen explizit auf das Risiko, dass ein Kurswechsel im Studio oder eine veränderte Firmenstrategie das Projekt ausbremsen oder verwässern könnte – ein Spannungsfeld, das die ohnehin politisierte Wahrnehmung des Films noch verstärken dürfte.

Zeitlich ist der Film als mittelfristiges Projekt angelegt: Die Dreharbeiten sollen nach aktuellem Stand Mitte 2027 beginnen, womit eine Kinoauswertung frühestens 2028 realistisch erscheint. Bis dahin bleibt offen, wie genau Penn und sein Team den Balanceakt zwischen Thriller, Biopic und politischem Kommentar austarieren werden – und wie sehr sie sich auf die historischen Fakten der Ausschreitungen stützen oder narrative Verdichtungen und fiktionale Elemente nutzen, um eine „unerwartete Freundschaft“ im Schatten des Kapitolsturms zu erzählen. Vor dem Hintergrund einer weiterhin gespaltenen US-Gesellschaft dürfte schon die Ankündigung reichen, um Debatten darüber zu entfachen, wem der Film eine Stimme gibt: den Verteidigern demokratischer Institutionen, den „Verführten“ im Mob oder einem System, das beide Seiten in ein toxisches Verhältnis gebracht hat.

https://www.youtube.com/watch?v=vxddKZL3CGQ&list=PLV8SYu5H_eOJh7TSw8I6fYYBKrKv_T8AZ&index=25 Der Launch des neuen Traile...
18/06/2026

https://www.youtube.com/watch?v=vxddKZL3CGQ&list=PLV8SYu5H_eOJh7TSw8I6fYYBKrKv_T8AZ&index=25


Der Launch des neuen Trailers zu SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY kommt für die Spidey-Fans in Deutschland zum bestmöglichen Zeitpunkt – denn sie können der freundlichen Spinne in ihrer eigenen Nachbarschaft begegnen: Für ein besonderes Fan-Event am Uber Platz kommen Tom Holland und Zendaya am 22. Juni nach Berlin. Mit Glück werden die Fans die Chance haben, eigene Fragen an die Stars zu richten und sich selbst im Spider-Universum fotografieren zu lassen.
Deutscher Kinostart: 29. Juli 2026

Die Welt hat Peter Parker vergessen – aber er hat sie nicht vergess...

wer gerne Klopperei auf asiatische Art im Kino sehen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Die Story bleibt allerdi...
18/06/2026

wer gerne Klopperei auf asiatische Art im Kino sehen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Die Story bleibt allerdings etwas auf der Strecke.

Der Film „The Furious“ ist ein knochenharter, atemlos choreografierter Martial-Arts-Rachethriller, der seine dünne Story mit roher Wucht, Tempo und beeindruckend brutalen Kampfszenen fast völlig üb…

H WIE HABICHT feiert beim 43. Filmfest München am Mittwoch, 1. Juli 2026 um 20:30 Uhr im Gloria Palast Deutschlandpremie...
17/06/2026

H WIE HABICHT feiert beim 43. Filmfest München am Mittwoch, 1. Juli 2026 um 20:30 Uhr im Gloria Palast Deutschlandpremiere. Basierend auf dem gleichnamigen internationalen Bestseller und den preisgekrönten Memoiren von Helen Macdonald erzählt der Film die wahre Geschichte einer Frau, die nach dem Tod ihres Vaters durch die Abrichtung eines Habichts einen Weg findet, ihre Trauer zu verarbeiten – und dabei zu sich selbst zurückfindet. Ein eindrucksvolles Kinoerlebnis von zeitloser Relevanz.

Helen Macdonald: „H WIE HABICHT ist ein wunderschöner, magischer Film voller Liebe und Mitgefühl. Ich liebe ihn. Als ich ihn zum ersten Mal sah, hatte ich das Gefühl, mein Gedächtnis wolle die Bilder auf der Leinwand mit meinen eigenen Erinnerungen an diese Zeit verknüpfen. So real wirkte er. Claire Foy ist großartig und eine geborene Falknerin. Ihre Darstellung kommt mir so nahe, dass sie fast etwas Unheimliches hat. Regisseurin Philippa Lowthorpe und alle Beteiligten haben hier etwas wirklich Besonderes geschaffen.“

Inhalt: Als Helens (Claire Foy) geliebter Vater (Brendan Gleeson) stirbt, wird sie von tiefer Trauer überwältigt und verliert sich in Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit beim Beobachten von Vö**ln und beim Erkunden der Natur. Besessen von der Idee, selbst einen Habicht abzurichten, holt sie den imposanten Vogel Mabel zu sich nach Cambridge. Fest entschlossen, sich dem mühsamen Prozess der Zähmung eines der wildesten Tiere zu stellen, füllt Helen ihren Gefrierschrank mit Futter und schaltet ihr Telefon aus. Doch während sie versucht, Mabel das Jagen und das eigenständige Fliegen beizubringen, erkennt sie, wie sehr sie ihre eigenen Gefühle und ihr Leben vernachlässigt hat.

Der internationale Bestseller H WIE HABICHT von Helen Macdonald gilt als moderner Klassiker der Nature Writing-Literatur. Die Kinoadaption bringt diese außergewöhnliche Geschichte nun mit großer emotionaler Wucht und visueller Kraft auf die Leinwand.

In der Hauptrolle überzeugt Golden Globe-Gewinnerin Claire Foy („The Crown“, „Aufbruch zum Mond“) an der Seite des Oscar-Nominierten Brendan Gleeson („The Banshees of Inisherin“, „Joker: Folie à Deux“), Denise Gough („Andor“), Sam Spruell („A Knight of the Seven Kingdoms“, „Fargo“) und Lindsay Duncan („Alice im Wunderland“, „Birdman“). Regie führte Philippa Lowthorpe („Die Misswahl“), das Drehbuch stammt von Emma Donoghue und Philippa Lowthorpe; den Weltvertrieb verantwortet Protagonist Pictures.

Nach dem Tod seines Vaters (Josh Brolin) begibt sich Jay Gardiner (Austin Abrams) an die kalifornische Küste, um dessen ...
16/06/2026

Nach dem Tod seines Vaters (Josh Brolin) begibt sich Jay Gardiner (Austin Abrams) an die kalifornische Küste, um dessen Überreste zu finden. Doch die Suche im Meer endet in einem Albtraum: Jay wird von einem riesigen Pottwal verschluckt. Gefangen im Inneren des Meerestiers und mit nur noch einer Stunde Sauerstoff beginnt ein verzweifelter Kampf ums Überleben. Dabei wird ihm klar, dass ausgerechnet die harten Lektionen seines Vaters seine einzige Chance auf Rettung sein könnten.

Unter der Regie von Brian Duffield sind in WHALEFALL neben Austin Abrams, Josh Brolin, Elisabeth Shue, John Ortiz, Jane Levy und Emily Rudd zu sehen. Das Drehbuch wurde von Brian Duffield und Daniel Kraus adaptiert und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Daniel Kraus. Produziert wurde der Kinofilm von Brian Grazer, Brian Duffield, Jeb Brody und Allan Mandelbaum mit Doug Merrifield, Richard Abate sowie Will Rowbotham als ausführende Produzenten.

Die Chance lebendig von einem Wal verschluckt zu werden liegt nicht...

Anne Schedeen ist nicht nur als „Kate Tanner“ aus Alf in Erinnerung geblieben, sondern als eine Schauspielerin, deren Wä...
15/06/2026

Anne Schedeen ist nicht nur als „Kate Tanner“ aus Alf in Erinnerung geblieben, sondern als eine Schauspielerin, deren Wärme, Humor und Eigenständigkeit viele berührt haben. Ihr Abschied wirkt besonders schmerzlich, weil sie für viele zugleich eine vertraute Serienmutter und eine echte Persönlichkeit mit Haltung war.
In dem von ihrer Familie geteilten Nachruf wird sie als Mensch voller kreativer Energie, scharfem Humor und großer Liebe zu ihrer Familie beschrieben. Auch ihre Leidenschaft für gute Geschichten, ihre Hunde und ihr eigenwilliger, lebendiger Charakter werden darin liebevoll hervorgehoben.
Ihr Tod erinnert daran, wie sehr manche Schauspielerinnen weit über ihre bekannteste Rolle hinaus Spuren hinterlassen. Anne Schedeen bleibt als Teil eines Fernsehkapitels im Gedächtnis, das Millionen Menschen begleitet hat, und als Frau, die mit Präsenz und Persönlichkeit wirkte.

Die US-Regierung hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance ohne wettbewerbsrechtliche Auflag...
15/06/2026

Die US-Regierung hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance ohne wettbewerbsrechtliche Auflagen genehmigt; das Volumen liegt bei rund 111 Milliarden Dollar. Damit geht auch der Nachrichtensender CNN an Paramount über, das vom Filmproduzenten David Ellison geführt wird, dessen Vater Larry Ellison als Trump-naher Tech-Milliardär gilt. Das Justizministerium sieht keine Gefahren für Wettbewerb oder Verbraucher im Streaming-, TV- und Filmgeschäft, während Kritiker vor einer Gefährdung der redaktionellen Unabhängigkeit von CNN und damit vor Risiken für die Pressefreiheit warnen.

Bereits zuvor hatten sich mehr als 200 Medienschaffende und Akademiker in einem offenen Brief gegen den Deal gewandt, weil sie eine politisch motivierte Einflussnahme auf CNN befürchten. Hintergrund ist, dass die Ellison‑Familie bereits bei anderen Medienbeteiligungen als Trump-freundlich wahrgenommen wird und Trump selbst signalisiert hatte, dass CNN bei einem Warner-Deal auf jeden Fall den Besitzer wechseln solle. David Ellison betont öffentlich, die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN bleibe gewahrt und „Geschäftsmodell“ bleibe die Wahrheit, doch in der Branche ist von „nackter Panik“ in der CNN-Redaktion die Rede.

Unser Kommentar: Medienmacht, Trump-Nähe und der „Beifang“ CNN

Die Entscheidung des US-Justizministeriums, diesen Mega‑Deal ohne jede Auflage durchzuwinken, ist ein politisches Statement, das weit über die Frage klassischer Kartellrechtsmetriken hinausweist. Dass Marktbehörden den Fokus eng auf Preise, Marktanteile und Wettbewerb im Streaming-Sektor begrenzen, blendet aus, dass es sich hier um eine Machtkonzentration in der Informationsinfrastruktur einer Demokratie handelt – und CNN ist in dieser Logik kein Nebenprodukt, sondern der eigentliche Hebel.

Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet ein Präsident, der CNN jahrelang als Feindbild aufgebaut hat, nun indirekt vom Besitzerwechsel profitiert, während zentrale Checks and Balances des Mediensystems versagen. Trump hatte in der Vergangenheit darauf gedrängt, CNN müsse im Zuge einer Warner-Transaktion den Eigentümer wechseln; genau das tritt nun ein – und der neue Eigentümerkreis rund um David und Larry Ellison gilt als Trump‑nah. Der Eindruck einer strategischen Gleichschaltung: Ein missliebiger Kanal wird nicht offen zensiert, sondern in eine Eigentümerstruktur überführt, die medienpolitisch auf Linie liegt.

Die offenen Warnungen von mehr als 200 Journalisten, Dokumentarfilmern und Wissenschaftlern sind deshalb nicht hysterischer Alarmismus, sondern eine Art Frühwarnsystem aus dem Inneren der Branche. Sie verweisen auf bereits beobachtete Muster: Unter Ellison‑Einfluss hätten andere Newsrooms schon Beiträge mit kritischen Tönen gegenüber Trump abgeschwächt oder blockiert, was auf eine schleichende Redaktionspolitik hindeutet, die auf vorauseilenden Gehorsam setzt. Genau in dieser Grauzone – weniger sichtbare Eingriffe, mehr subtile Verschiebung der Tonalität – entsteht der gefährlichste Erosionsprozess der Pressefreiheit.

Die Beschwichtigungen von David Ellison („redaktionelle Unabhängigkeit wird gewahrt“, „Geschäft ist die Wahrheit“) wirken vor diesem Hintergrund wie die üblichen Versicherungsformeln, die jeder Großinvestor bei sensiblen Akquisitionen abgibt. Entscheidender als diese Versprechen ist die strukturelle Asymmetrie: Journalisten, die ihre Jobs behalten wollen, sind auf Gedeih und Verderb von einem Eigentümerkonglomerat abhängig, dessen politisches Weltbild sie sehr genau kennen. In solchen Konstellationen reicht meist schon eine Handvoll Personalentscheidungen in Chefredaktion und Top‑Management, um den Kurs einer Redaktion langfristig zu verschieben – ohne dass je eine explizite „Order von oben“ dokumentiert wird.

Kartellrechtlich lässt sich der Deal vielleicht als vertretbar darstellen, demokratiepolitisch ist er ein Symptom eines tieferen Problems: Liberale Demokratien haben bis heute kaum scharfe Instrumente gegen ideologisch motivierte Medienkonzentration, solange sich diese formal in Marktlogiken kleidet. Der Fall Warner/Paramount/CNN unter politisch verbündeten Ellison‑Investoren zeigt, wie leicht sich die Architektur eines kritischen Mediensystems in ein Ökosystem verwandeln lässt, das vor allem die Perspektive der Macht verstärkt. Für alle, die auf CNN bislang als – oft laut, oft fehleranfällig, aber grundsätzlich systemkritische – Bühne angewiesen waren, ist dieser Eigentümerwechsel deshalb nicht nur eine Unternehmensmeldung, sondern eine Zäsur in der amerikanischen Öffentlichkeit.

Gene Shalit, der legendäre Film- und Buchkritiker der NBC-„Today“-Show, ist im Alter von 100 Jahren gestorben.  Seine Fa...
13/06/2026

Gene Shalit, der legendäre Film- und Buchkritiker der NBC-„Today“-Show, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Seine Familie teilte mit, er sei nach „100 Jahren eines erstaunlichen Lebens“ friedlich verstorben.

Gene Shalit wurde am 25. März 1926 in New York City geboren und wuchs später in New Jersey auf. Ab 1970 war er zunächst als Teilzeitmitarbeiter für die NBC-Morgensendung „Today“ tätig, bevor er 1973 zum festen Bestandteil und schließlich zum Arts Editor der Show wurde. Mehr als vier Jahrzehnte lang war er dort als hausinterner Film- und Buchkritiker zu sehen – eine der längsten ununterbrochenen Kritiker-Karrieren im amerikanischen Netzwerkfernsehen. 2010 verabschiedete er sich in den Ruhestand und zählte zu den letzten prominenten Filmkritikern im Programm einer großen US‑Fernsehstation.

Mit seinen wild gelockten Haaren, dem riesigen Schnurrbart, bunten Fliegen und einem Hang zu Kalauer‑Pointen wurde Shalit selbst zu einer popkulturellen Figur – oft beschrieben als „Muppet-haft“ oder als funkelnder TV-Exzentriker. In seiner Rubrik „Critic’s Corner“ präsentierte er pointierte Kurzrezensionen zu Blockbustern, Oscar-Favoriten, Theaterstücken und Büchern, die ebenso sehr für ihre Wortspiele wie für klare Urteile bekannt waren. In einer Zeit, in der Filmkritik zunehmend in Zeitungen, Magazinen und später ins Netz wanderte, verkörperte Shalit den Typus des Fernsehkritikers, dessen Urteil in den Frühstückszimmern der amerikanischen Mittelklasse Gewicht hatte.

Shalit gehörte zu jener Generation von Kritikern, die Filmkritik als Unterhaltungsform im Massenfernsehen etablierten – mit klarer Haltung, aber ohne akademische Distanz. Seine Interviews mit Hollywood-Stars und Schriftsteller, die er häufig mit launigen Wortspielen einleitete, trugen dazu bei, die „Today“-Show über Jahrzehnte als kulturelle Schaltstelle im US‑Morgenfernsehen zu verankern. Während sich der Kritikerbetrieb im Zuge des Internets ausdifferenzierte, blieb Shalit mit seinem unverwechselbaren Look und Tonfall eine Konstante; seine Präsenz wurde in späteren Jahren reduziert, bevor er sich endgültig zurückzog.

Gene Shalit war mit Nancy Shalit verheiratet, die 1978 verstarb; aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter Tochter Willa Shalit, die heute als Künstlerin und Produzentin tätig ist. Noch zu seinem 100. Geburtstag würdigte ihn die „Today“-Familie in einer on‑air Hommage als „legendären“ Teil der Sendung und als prägenden Fernsehkritiker mehrerer Generationen. Mit seinem Tod verliert das amerikanische Fernsehen nicht nur eine markante TV-Persönlichkeit, sondern auch eine Stimme, die Filmkritik mit spielerischer Lakonie und populärer Zugänglichkeit verband – ein Kritiker, der aus der morgendlichen Filmbesprechung ein Ritual machte.

„Klassik im Kino“: Wenn Musik Geschichten erzählt: „Peer Gynt“ bringt nordische Magie ins Scala Kino FürstenfeldbruckMit...
12/06/2026

„Klassik im Kino“: Wenn Musik Geschichten erzählt: „Peer Gynt“ bringt nordische Magie ins Scala Kino Fürstenfeldbruck

Mit einem besonderen Kulturabend beteiligt sich das Scala Kino Fürstenfeldbruck an der kulturellen Belebung der Stadt und setzt zugleich einen Akzent im Vorfeld der Fürstenfeldbrucker Kulturnacht. Am Samstag, 20. Juni 2026, verwandelt sich das Kino im Rahmen des Projekts „Klassik im Kino“ in eine Konzertbühne für das musikalische Märchen „Peer Gynt“.
Präsentiert wird das Programm vom Duo Klaviolino mit Oleksandra Zabolotna (Geige) und Kateryna Byelousowa (Klavier) gemeinsam mit Erzählerin Kateryna Zabolotna. Grundlage des Abends ist die berühmte Schauspielmusik von Edvard Grieg nach Motiven des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen. Durch die Verbindung von Live-Musik und erzählter Handlung entsteht ein atmosphärisches Konzerterlebnis, das klassische Musik auch für Menschen zugänglich machen möchte, die bisher wenig Berührung mit diesem Genre hatten.
Die Aufführung findet zweimal statt: um 19 Uhr in deutscher Sprache sowie um 20.30 Uhr in ukrainischer Sprache. Damit verfolgt das Projekt bewusst einen interkulturellen Ansatz und möchte Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam für Musik und Geschichten begeistern.
„Wir freuen uns sehr, mit ‚Klassik im Kino‘ ein Format im Scala präsentieren zu können, das kulturelle Vielfalt, musikalische Qualität und Begegnung miteinander verbindet“, sagt Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz. „Gerade als Ergänzung zur Fürstenfeldbrucker Kulturnacht möchten wir zeigen, dass Kino heute weit mehr sein kann als nur Film – nämlich auch ein Ort für Live-Kultur, Austausch und besondere gemeinsame Erlebnisse.“
Das Projekt verfolgt mehrere Ziele: die Förderung kultureller Teilhabe, die Stärkung interkultureller Begegnungen sowie einen niedrigschwelligen Zugang zu klassischer Musik. Gleichzeitig zeigt die Veranstaltung, wie sich Kinoräume auch als Bühnen für Konzerte und Live-Programme nutzen lassen.

Die Geschichte von Peer Gynt erzählt von Abenteuer, Fantasie und der Suche nach dem eigenen Lebensweg. Gemeinsam mit der eindrucksvollen Musik Griegs entsteht ein Abend voller nordischer Atmosphäre, der sich sowohl an Liebhaber klassischer Musik als auch an Familien und neugierige Kulturinteressierte richtet.
Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro für Kinder und Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger.

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