13/05/2026
Das müssen wir euch nicht erklären: „Schwanensee“ ist das berühmteste und vermutlich auch berührendste Ballett der Geschichte.
Aber: Wusstet ihr auch, dass die Uraufführung am 4. März 1877 ein echter Reinfall war? Und habt ihr gewusst, dass der berühmte „Sterbende Schwan“ gar kein Solo aus „Schwanensee“ ist, sondern ein Stück für Cello und Klavier mit dem Titel „Der Schwan“?
Also der Reihe nach: Bei seiner Uraufführung am Moskauer Bolshoi-Ballett war Schwanensee, wie man heute sagen würde, bestenfalls ein Work-in-Progress. Ausstattung, Choreografie, Ensemble: Nichts fertig, alles zusammengeschustert. Schwierige Stellen in der Musik sogar gestrichen und durch leichteren Stoff anderer Komponisten ersetzt. Kurzum, das Ballett verschwand schnell von der Bühne. Es benötigte fast zwanzig Jahre, bis Marius Petipa und Lew Iwanow sich am St. Petersburger Mariinski-Theater Tschaikowskis Werk wieder annahmen und es zum Welterfolg machten.
Der „Sterbende Schwan“ stammt aus der Suite „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns (1886). Michel Fokine hat das Solo 1905 für die Primaballerina Anna Pawlowa choreografiert. Er vereinte darin die Spitzentechnik mit der Moderne, dem Fokus auf Emotion und Ausdruck.
Jetzt seid ihr bestens vorbereitet. Am 24. Mai tanzen wir den kompletten II. Akt und als eigenständiges Solo „Der sterbende Schwan“. Lasst euch das nicht entgehen.
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Bilder:
Star Ballet
Unsplash