SPRECHSTUNDE:Nebensatz

SPRECHSTUNDE:Nebensatz Die SPRECHSTUNDE:Nebensatz versteht sich als "Lesebühne" für junge und freie Gegenwartsliteratur in Berlin als Text, Sprache und Perfomance.

Die SPRECHSTUNDE:Nebensatz versteht sich als Symposion für junge und freie Gegenwartsliteratur in Berlin zu Text, Sprache und Diskussion. Die Autoren/innen und Akteure/innen erleben hier interdisziplinäre Begegnungen, im Format von textbasierter Performance, traditioneller und szenischer Lesung. Die Urheber und Mitwirkenden des Kulturgeschehens SPRECHSTUNDE:Nebensatz bekennen sich hierin zu ihrem persönlichen Verhältnis zur Literatur. Die seriellen Veranstaltungen eröffnen auch unveröffentlichten Autoren/innen eine Plattform, ihre individuellen Lebensentwürfe in literarische Lesungsformate und Ausdrucksformen zu übersetzen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturklub "werkstatttraum e.V." ist der SPRECHSTUNDE:Nebensatz ein Ort gegeben. Durch den werkstatttraum e.V. stehen jedem/r Autor/in und Akteur/in vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten und weitere künstlerische Schaffensmöglichkeiten offen. werkstatttraum.com Stiller Initiator und Teilhaber am Geschehen ist das Institut die Qu e.V. -die genauen Inhalte der Kooperation sind jedoch streng geheim. diequ.de

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15/10/2018

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08/08/2018

Derzeit: Hitzefrei..

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23/02/2018

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21/02/2018

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Läuft.. will be geil again!
09/02/2018

Läuft.. will be geil again!

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04/02/2018

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Wieviel VOLK hat die BÜHNE?
23/09/2017
werkstatttraum e.V.

Wieviel VOLK hat die BÜHNE?

LIEBE KUNSTSCHAFFENDE UND KULTURLIEBHABER.. die Berliner Volksbühne ist besetzt und dies setzt ein Zeichen zum Um- und Aufbruch - jedenfalls vielleicht.

Gute Fragen:
Warum ein Theater besetzen?
Was ist mit dem Hauspersonal?
Was passiert nach Sonntag?

...so wie die Lage derzeit aussieht, hängt dies nun auch von uns ab. Berlin ist heute gut gelaunt aufgewacht und freut sich (wie so häufig) auf die Möglichkeit des Mit-Sprechens. Klar ist wohl, dass das Haus heile bleiben soll und die wunderbaren Mitarbeiter am Theaters erhalten bleiben - nur der Intendant schmeckt nicht allen. Und überhaupt es geht um mehr: Was machen wir (und die Politik) mit unserer Stadt?

Ein bisschen zum Hintergrund:

http://www.tagesspiegel.de/kultur/theaterstreit-in-berlin-eskaliert-volksbuehne-am-rosa-luxemburg-platz-besetzt/20365854.html

und

https://m.facebook.com/StaubzuGlitzer/

und

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/besetzte-volksbuehne-in-berlin-und-bitte-lueftet-mal-15212980.html

...liebe Künstler/innen kommt doch einfach mal vorbei!! Den vollen Umfang der Sache misst man am besten mit den eigenen Armen aus. Lg ttt

Zum Topos: Liebe am 18.03.2017
19/03/2017

Zum Topos: Liebe am 18.03.2017

22/07/2016

So, also wir haben ja lange nichts mehr von uns hören lassen. Das liegt am Kapitalismus, der auch uns zunehmend die Zeit und die Nerven nimmt. Und am Sommer mit seinem Loch uns seiner Pause. Aber Ausreden beiseite: Heute (Freitag) und morgen (Samstag) liest unser Autor Robert Klages (Robbi) outdoor.

Sprechstunde:Nebensatz goes Brandenburg. Auf einem kleinen und abgelegenen Reiterhof nahe Oranienburg steigt ein Festival mit Musik, Natur und Workshops - und eben Lesungen. Der genaue Ort ist geheim, damit es nicht so überflutet wird. Aber wer Interesse hat, ruft einfach Robert an: 0176 975 368 19

Und keine Sorge: Die nächste Sprechstunde in Berlin kommt bestimmt!! Thema haben wir schon: "Hängen."

19/05/2016

Also, wir haben uns schon auf das Thema "Geld" für die nächste Leserunde festgelegt, aber noch keinen Termin abgemacht - wir stecken schon etwas im Sommer fest.

Eure Bilder der SPRECHSTUNDE #8.. eine Nacht für die Ohren. Danke, dass ihr da gewesen seid!
21/03/2016

Eure Bilder der SPRECHSTUNDE #8.. eine Nacht für die Ohren. Danke, dass ihr da gewesen seid!

Die Bühne ist auch fertig.
19/03/2016

Die Bühne ist auch fertig.

02/10/2015
Robert Rescue @ Mundwerk: "Ich ein Preisträger

Morgen bei uns: Robert Rescue. Ein Mann der es auf einzigartige Weise schafft, Komik und Kritik zu verbinden. Und dabei auch noch gut aussieht. Sozialkritik vom Feinsten. Wir freuen uns sehr.

Robert Rescue liest auf der MundWerk Spoken Word Gala im Haus der Sinne zu Berlin - aus seinem Buch "Eimerduschen". Kamera und Schnitt: Marion Alexa Müller. ...

SPRECHSTUNDE:Nebensatz im Festival: RROAAAHHRR! AUG. 28th - 30th.. http://www.aaahh-records.net/aaahh-festival-2015/ Der...
18/08/2015
AAAHH Festival 2015

SPRECHSTUNDE:Nebensatz im Festival: RROAAAHHRR! AUG. 28th - 30th.. http://www.aaahh-records.net/aaahh-festival-2015/
Der Nik und das hauseigene Talent Robert sind die Gladiatoren des nächsten Zirkels. Neben Indie-Abhängigkeit also auch noch Textsucht... es wird immer toller.

Hi there and welcome back! We assume that most of you know who we are and what we do. For those of you who do not: We organise an annual artist meetup and mini music festival in the very remote, wild east of Germany, outside a tiny village called Bralitz (which is a one hour drive away from Berlin),…

18/07/2015

So, liebe Kinder Gottes. Wir beginnen gleich mit dem Aufbau unserer Kathedrale für die Sprechstunde #5 heute Abend. Wir freuen uns, möglichs viele von euch (gesegnet oder ungesegnet) vorfinden zu können. Vor Gott sind wir alle gleich. Also kommt und zahlt!!

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Texte:

Die Beichte

„Mein Vater ich habe gesündigt“
„Mein Sohn, was ist dir geschehen?“
„Nun, Herr Pfarrer, ich habe mit einer Frau geschlafen“
„Liebe ist keine Sünde mein Sohn!“
„Wir waren nicht verheiratet … sie war die Frau eines anderen“
„Eines guten Freundes, mein Sohn?“
„Eines Nachbarn, mein Vater“
„Mein Sohn, wir alle machen Fehler. Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“
„Dies ist noch nicht alles, mein Vater“
„So erzähle, mein Sohn“
„Nun, es war so, dass … nun ja, Vater, es ist nicht leicht, darüber zu sprechen“
„Nur Gott hört uns, mein Sohn. Und dir wird vergeben werden, mein Sohn.“
„Nun gut, so will ich sprechen: Die Frau war mit besagtem Nachbarn verheiratet, sie hatten drei Kinder, mein Vater.“
„Soso, mein Sohn, es handelt sich also um Ehebruch! Dies ist eine Sünde. Du sollst nicht ehebrechen“
„Ich weiß, mein Vater.“
„So erlaube mir zu fragen, bist du auch verheiratet, mein Sohn?“
„Nein, mein Vater, ich habe den Bund der Ehe noch nicht geschlossen. Für mich lief es nicht immer gut, mein Vater.“
„Also hat die Frau ehegebrochen, mein Sohn. Es ist seit jehdem ein Vergehen der Frau, den Mann mit ihren Reizen zu verführen und ehezubrechen …“
„So war das nicht, mein V…“
„Die Last der Sünde sei hiermit von dir genommen, mein Sohn.“
„Aber da ist noch mehr, mein Vater.“
„So erzähle, und Gott wird dich erlösen.“
„Nun ja, sie hat mich nicht wirklich verführt, mein Vater. Um ganz ehrlich zu sein, bin ich mir nicht mal sicher, ob sie überhaupt Sex mit mir haben wollte.“

„Vater?“
„Ich bin noch da, mein Sohn. Wie meinst du dies, mein Sohn?“
„Nun, ich musste mich schon tüchtig anstrengen, um … naja, Sie wissen schon … mein Vater!“
„Ich weiß nicht, mein Sohn, so erzähle.“
„Sie kam öfter zu mir ins Haus, mein Vater, sie brachte Brot oder benötigte Salz beispielsweise. … und sie war sehr schön, mein Vater…“
„Die Reize der Frau sind sehr stark, mein Sohn.“
„Und dann hab ich sie geküsst, aber sie wollte nicht, und dann habe ich sie unsittlich berührt, mein Vater.“
„Wo genau hast du sie unsittlich berührt, mein Sohn? Um dir diese Sünde zu vergeben, braucht es Gott hier sehr präzise.“
„Naja, mein Vater, an den intimen Stellen eben, Sie wissen schon.“
„Wo genau, mein Sohn!“
„Zuerst an den Brüsten, mein Vater. Dann im Schambereich.“
„Hast du ihr an den Mutterschoß gefasst, mein Sohn.“

„Ja, ich glaube schon, mein Vater.“
„Was hast du dann getan, mein Sohn?“
„Werde ich in die Hölle kommen, Vater?“
„Das entscheidet Gott allein … und nun erzählet, mein Sohn!“
„Sie hat mich daraufhin geohrfeigt, Vater. Dann habe ich sie geschlagen, Vater. Sie fiel zu Boden.“
„Ein natürlicher Reflex, mein Sohn.“
„Und dann … Vater … ihr Rock war etwas hochgerutscht, da hab ich mich auf sie gelegt, und sie durfte nicht schreien, und ich musste ihr den Mund zu halten …“
„Jeder hätte so gehandelt, mein Sohn!“
„… und dann hab ich ihr die Kleider vom Leib genommen, sie war so wunderschön, Vater.“
„Ich glaube dir, mein Sohn, ich kann es mir vorstellen. Gott hat die Früchte der Erde am Leibe der Frau besonders üppig gedeihen lassen.“
„Und dann habe ich mich an ihr vergangen, mein Vater.“
„Geht es nicht etwas präziser, mein Sohn. Gott benötigt eine klare Vorstellung der Sünde, nur dann kann er diese von dir nehmen.“
„Ach Vater, sie war so schön!“
„Ich sehe sie vor mir, mein Sohn. Beschreibe sie mir.“
„Sie hatte blondes Haar und diese tiefen, grünen Augen, und sie hatte lange Beine bis in den Himmel, Vater.“
„Sie HAT, mein Sohn. Sie HAT blondes Haar und grüne Augen.“
„Nein, Vater … sie HATTE blonde Haare.“

„Ich verstehe, mein Sohn.“

„Was nun, Vater?“
„So sage mir, mein Sohn: Hat dich jemand bei deiner Sünde beobachtet?“
„Ich glaube nicht, Vater.“
„Ich verzeihe dir, mein Sohn.“
„Nicht mal Rosenkränze, Vater?“
„Wenn du möchtest, so bete Rosenkränze, mein Sohn.“
„Ich werde viele beten, Vater, ich bin ein Sünder.“
„Viele hätten gehandelt wie du, mein Sohn.“
„Aber Vater?“
„Ja, mein Sohn?“
„Ich bin ein Sünder!“
„Wir alle sind Sünder!“
„Ich habe eine Frau getötet, Vater.“
„Schweige mein Sohn. Lass dies keinen wissen. Gott verzeiht dir, Gott ist mit dir. So geh mit Gott und sieh zu, dass sie dich nicht erwischen.“
„Danke Vater.“
„Gerne, mein Sohn. Gott ist groß.“

„Vater?“
„Ja, mein Sohn?“
„Wie soll ich nun die Leiche loswerden?“
„Dabei kann dir Gott nicht helfen, mein Sohn.“

„Könnten wir sie nicht hier in die Kirche legen, Vater? Es könnte aussehen wie ein Selbstmord, sie war immer sehr depressiv.“
„Mein Sohn, ich glaube nicht …“
„Vater bitte!“
„Nein, mein Sohn, dies ist ein Ort Gottes.“
„Könnten wir sie vielleicht begraben heute Nacht Vater? Ich brauche Hilfe. Sie war sehr klein und zierlich, ihr Leib ist nicht sonderlich schwer, Vater, aber ich benötige Hilfe. Ich habe sie in Decken verpackt und gut eingewickelt, sie blutet kaum noch aber stinkt noch nicht so sehr, noch können wir sie auf dem Friedhof hinter der Kirche verschwinden lassen, Vater. Nur Sie können mir helfen, Vater.“
„Nein, mein Sohn, ich denke, du musst einen anderen Weg finden, oder dich der Polizei stellen.“
„Aber sie ist bereits hier, hier in der Kirche.“
„Wer ist hier?“
„Die Frau, mein Vater. Ich habe sie gut in Decken eingewickelt. Sie liegt hinten, unter dem Weihbecken.“
„Hat dich jemand gesehen?“
„Ich glaube nicht, Vater.“

„Vater?“
„Ich überlege, mein Sohn! Gott ist groß, aber hier ist er überfragt.“
„Wenn wir sie heute Nacht auf dem Friedhof verschwinden lassen, wird sie niemand finden! Wer sucht schon auf dem Friedhof.“
„Ich darf mich nicht versündigen, mein Sohn! Ich würde meine Stelle verlieren, ich würde mich mitschuldig machen, an einem MORD! Man würde mich aus der Stadt schmeißen, ich könnte niemals wieder eine geistliche Stelle ausüben. So verstehe dies, mein Sohn.“
„Vater BITTE!“
„Nein, mein Sohn, dies ist zu viel verlangt. Ich kann das nicht. Geh nun, und nimm die Sünde mit dir!“
„Aber sie haben mir bereits vergeben, Vater.“
„Ich ziehe meine Vergebung hiermit zurück. Du bist ein Sünder, mein Sohn. Stelle dich der Justiz, es ist, wie es ist.“
„Aber ihr sagtet doch, jeder hätte gehandelt wie ich, und…“
„Aus mir sprach der Teufel, mein Sohn. Und nun geh und lauf, hier dürfen sie dich nicht erwischen. Ich werde es melden müssen, aber ich lasse dich gehen. Sie sollen dich hier nicht finden, mein Sohn.“
„Ich bleibe hier, Vater. Ich habe keinen Plan B. Wenn Sie die Polizei verständigen wollen, nur zu, die Leiche der Frau bleibt hier, und ich werde allen erzählen, was sie gesagt haben, und ich werde erzählen, dass die Leiche hier, in DIESER KIRCHE …“
„Pssst, mein Sohn.“
„In DIESEM Hause Gottes, Vater, liegt die Leiche einer Frau, unter dem Weihwasserbecken, unter dem Taufbecken – so, und nicht anders, werde ich es erzählen. Niemand wird jemals wieder einen Fuß in dieses Haus der Schande setzen, geschweige denn sein Kind taufen lassen.“


„Vater?“
„So lasst uns gehen, mein Sohn.“
„Wohin?“
„Zum Friedhof. Es ist schon dunkel, die Zeit ist günstig, wir müssen und beeilen, die Leiche muss hier raus. Wir werden sie noch in der Nacht in einem Grab verstecken, ein Grab unter einem Grab ausheben.“
„Wird dies niemand merken, Vater?“
„Wir müssen gut sein, sehr vorsichtig und gut, mein Sohn. Das Grab muss aussehen wie vorher. Wir nehmen eines der älteren, da, wo nur Unkraut wächst und keiner mehr kommt.“
„Aber Gott wird uns sehen, Vater.“
„Wisse dies mein Sohn: Gott ist tot.“

17/07/2015
Du liebst einen Nerd

Am Samstag bei uns: Ivo Lotion. Bekannter Sänger und Dichter, u. a. der Lesebühne LSD. Ein wahnsinns Entertainer, wir sind stolz, dass er da ist. (er hat betrunken zugesagt)

Aus unserem musikalischen Comedyprogramm "Lautmalerische Übersetzungen bekannter Popsongs" kommt hier der Song "Du liebst einen Nerd" (Original: Gabriella Ci...

16/07/2015

Liebe Leute! WELTPREMIERE. Andreas Gläser hat uns hier seine Kolumne für die Zeitung "Neues Deutschland" zur Verfügung gestellt. Reinlesen lohn sich. Am Ende auch der Hinweis zur Lesebühne Sprechstunde:Nebensatz am Samstag, da liest Andreas Gläser nämlich auch, und wir finden das wie immer sehr gut. Er war schon oft bei uns, und immer ist es ein Genuß!

Zimmerpalmen zu Stadionpappeln

Meine drei mickrigen Zimmerpalmen, diese blasgrünen Krüppel, wo die verdorrten Blätter nur ein muffiges Hellbraun von sich geben, bevor sie in den Topf fallen, wo der Sand einen leichten Schimmelansatzes aufweist; diese Zimmerpalmen, die wären außerhalb meiner vier Wände besser aufgehoben, zumal es in Europa keinen Winter mehr gibt; zumindest von den Temperaturen her, nur nach den Kalenderblättern. Draußen, in den Straßen, auf den Plätzen, in den Parkanlagen, da dominiert das saftige Grün. Mir sind meine Pflanzen nur recht und billig, wie meine Wohnung, während auf der anderen Straßenseite den Bewohnern in ihren Superherbergen alles lieb und teuer scheint. Wie es mir inzwischen im Prenzlauer Berg gefällt, werde ich von anderen Ureinwohnern etwas mitleidig gefragt. Schön, ruhig und zentral ist es hier, antworte ich. Die Damen und Herren meiner Wohnungsbaugesellschaft halten die Füße still, es gibt keine Anzeichen, dass sie unser Haus aufmotzen und verscherbeln wollen. Ich lebe im vierten Stock, ohne Fahrstuhl, ohne Balkon, darauf haben die Geldgockel keine Lust. In meinem Haus leben einige Menschen seit über 30 Jahren, auch die neuen Mieter aus den alten Ländern sind leichter zu handhaben als meine Palmen; meine Pfälzerin des Vertrauens wird mich später einmal pflegen, hat sie mir vor Jahren gesagt. Viele langjährige Kumpels haben nicht solches Glück. Vater, Mutter, Kind - da genügt das Geld nicht, wenn nur die Eltern arbeiten gehen. Bei den Wohnungsbesichtigungen im Kiez sind sie als Lehrer und Heilmedizinerin die Asozialen, die sich wohl oder übel in Basdorf oder Birkenwerder ein Haus organisieren müssen. In Prenzlauer Berg treffe ich kaum noch Leute aus den ´70ern, ´80ern und ´90ern auf der Straße. Und wenn ich an einige hier Hängen gebliebenen denke, so könnten die mit ihrer Spießigkeit genauso gut im Umland brillieren. Der Arbeiterbezirk ist so kaputt wie der Knaackklub, weil wir alte Säcke sind, die schon in den Nullern vieles sausen ließen. Die Jugend wiederum, hat unsere Altlasten nicht nötig, die hopst ungezwungen durch alle Bezirke. Auch ich bin groß und habe lange Beine. Morgen trete ich in Kreuzberg bei einer Künstlersause auf. Der Sound des Prenzlauer Bergs, wie wir ihn aus DDR-Zeiten kennen, ballert immerhin an so manchem Wochenendtag durch die Straßen, wenn der Berliner Fußballclub Dynamo mehr Proleten anzieht als den Umstrukturierungsliebhabern in den Kram passt. Im Friedrich Ludwig Jahn-Sportpark wiegen die Pappeln ihre Kronen zu den Liedern der Anhänger, oder zu einem rockenden Kehrreim der Vier Martinis, der da lautet: „Wir kriegen unser Leben schon irgendwie Rum / wir kriegen unser Leben schon irgendwie Bier / wir kriegen unser Leben schon irgendwie Gin / wir kriegen unser Leben schon irgendwie Klarer.“ Ich bin älter als meine drei Zimmerpalmen zusammen, so alt wie manch halbstarker Baum. Wunderbar.

18.07., 19:30 Uhr, "Sprechstunde", Lesung & Musik mit Ivo Lotion, Robert Klages, Sofie Lichtenstein, Andreas Gläser und anderen, Hoffest in der Skalitzerstraße 100, Kreuzberg.

09/06/2015

So, also die nächste Sprechstunde #5 gibt es am 18.07.2015, diesmal aber auf jeden Fall draußen!! Als Leser bisher zugesagt: Andreas Gläser, Clemens Schittko, Sofie Lichtenstein, Nikita Afansjew und Robert Klages. Wir freuen uns jetzt schon! Thema: Götter.

17/05/2015

Ihr Lieben, vielen Dank an alle: Lesende, Hörende, Trinkende, den Werkstatttraum und seine Crew. Es waren sehr tolle Texte dabei, das Publikum war Bombe, wir hatten Spaß. Und nächstes Mal am 18.07 dann bestimmt und endlich draußen im Hof. Bujakascha!

PS: Wir haben leider vergessen, Fotos zu machen. Sollte jemand welche gemacht haben, würden wir uns freuen, diese zu bekommen.

Eine von meinen Geschichten ist jetzt bei 54stories.de zu lesen. Da gibt es auch noch einie andere Geschichten und es we...
13/04/2015
###IV./54 | 54stories.de

Eine von meinen Geschichten ist jetzt bei 54stories.de zu lesen. Da gibt es auch noch einie andere Geschichten und es werden immer mehr. Einsendungen sind dort gerne willkommen, also schickt eure Geschichten hin. :)

Abendbrot im Februar von Robert Klages Ich bin Schriftsteller, also schreibe ich. Das muss ich mir immer wieder sagen. Denn wenn ich nicht schreibe, bin ich

12/04/2015

Der Termin für die nächste Sprechstunde steht: 16 Mai
Thema: Wohngemeinschaften.
Greta Taubert, Nikita Afanasjew, William Veder (Musik), Lutz Steinbrück, Max von der Oos, Stephan Groß, Robert Klages, Amélie Vrla (englisch).

Adresse

Skalitzer Straße 100
Kreuzberg
10997

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