Michaels Gedichte Seite - Ruhrpott-Poet

Michaels Gedichte Seite - Ruhrpott-Poet Ich bin Bergmann in Anpassung und habe das Dichten für mich erfunden. Mit meinen Gedichten möchte ich euch ein kleines Lächeln eure Lippen zaubern.
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Seit dem ich als Bergmann in Anpassung gegangen bin, fehlte mir etwas und da kam mir in den Sinn das ich doch gerne auch mal reime und so entstanden im laufe der Zeit einige Gedichte verschiedenster Themen. Auf dieser Seite könnt ihr in meinen Gedichten stöbern, Alle Gedichte sind grob in Kategorien (Alben) geordnet. Sollten euch die Gedichte gefallen dürfen sie natürlich auch geteilt werden ich hoffe ihr habt Spaß beim lesen und empfehlt meine Seite auch weiter. Also viel Spaß beim stöbern

Ein wahret Mäachen un Weihnachtzgeschichte !!!Et war eima …, im Ruhrpott inne sibbziga Jaahre, inne olln Stadt Recklingh...
22/12/2025

Ein wahret Mäachen un Weihnachtzgeschichte !!!

Et war eima …, im Ruhrpott inne sibbziga Jaahre, inne olln Stadt Recklinghausn.
Da lebte einzt n´ kleina Döppke, dea seine Mudda gaa so liebte. Et war inne Atzwentzzeit kuarz voare heilgn Nacht. Da dea Bengl noch so winzich un graat ma 12 Jäahrchen alt wa hömma, hatta nich viele Penusen inne leztn Monate spaan könn, abba er wollte zu Weihnachtn seina Mudda ne mächtich große Freude machn tun un ihr n´ töftet Geschänk kaufm. Er läate sein Spaaschweinken, abba da wa nua ne Maak säxsnachzich drinne. Da dachta sich in sein jugentlichn Leichtsinn:
„Kea, wie komm ich denn an Knete? Mmhh, ich könnt ja Kohln Einpann machn tun“, gedacht getan. So laatschte er duache Kolonie um zu glotzn, wo wat an Kohln geliefat wuade, um beim Einpann helfm zu machn.
Mitmal saaha nen mächtign Haufm Eijakohln, der voam Häusken laach un keina wa da de Schüppe an schwing.
So klinglte der Bengl an un ne alte zabrächliche un koddrige Omma machte de Tüare offm un fruch:
„Kea, hömma kleena, wat willze denn oda hasse wat angestellt?, un beömmelte sich, weisse.
Dea kleene Döppke abba sachte zu se:
„Hömma Omma, hasse de Kohln gekricht, die voam Häusken am liegn tun un kannich dich helfen machn?“
Da antwoartete de Alte:
„Jau habbich, wennze willz kannze dat gerne machn, ich mach dich ma eehmt den Kellafensta offm un dann kannze, wennze willz, füa 3 Maak Malochen un mich de Kohln einpann, abba fall mich dabei nich vom Fleisch. Kea, watte ma! Hia hasse vohea noch n' Appl, damitte groß un stark wiars, nä.“
Er haute sich den Appel rein un verputzte sogga de ganze Appelkitsche mit un ließ nix übba, aussa den Applstiel. Dann finga au langsam an de Panne zu schwingn un weil de Kohln direkt voam Kellafensta am lieegn waan, ging dat wacka vonne Flosse, abba dea Bengl öölte wie son Bearchmann unta Taage, weisse. Doch nach etwa nem Stündken waan de zwanzich Zentnas Eijakohln eingepannt un er bekam von dat Ömmken de 3 Maak füare Maloche. Beim Abschied sachte dat Ömmken noch:
"Hia mein Döppke, hia hasse de 3 Maak un nowat zu süppeln, weile so am ööln biss. Un weile noch so fleißich waas un den Bürgasteich gefeecht hass, krisse von mich noch Zwickl oohmdrauf, dann kannze deina Mudda wat schönet zu Weihnachn kaufm tun“
un verschloss hinta sich de Tüare.
Dat Blach freute sich mächtich, begaap sich sofoat innen süüdn vonne Stadt Recklinghausn, ging abba voahea nich na Hause um sich de Fresse zu waschn. Nee, er laatschte mit seina Kohln vaschmierte Fr**ze schnuuastrax zurem Kaufaus hin. Wozu alle Leutz imma „Kauwaus Bäkka“ zu gesacht haabm, denn da gaabet fast allet wat dat Hearzken erfreute. Voam Laadn saß´n alta Mann. Kea, der hatte nua noch ein Flunken weisse un diesa Kerl hatte ein Schild voa sich am stehn, worauf stand.
*Ich bitte um ne mickrige Spende füa meine Töle un meina einz, ich happ nix zu Futtan un kein Dach übban Kopp. Danke unne töfte Weihnacht füa Euch*
Dat kleene Blach laaß dat Schild un sachte zum olln Seega:
„Hömma Gefatta, ich wead dich leida nich helfm könn, ich happ nua 6 Maak un paar Fennigge, davon wollt ich meine geliepte Mudda nen töftet Weihnachzgeschänk kaufm tun.“
„Hömma mein Jung, dat brauchsse au nich machn“ sachte der Penna, denn so sachten de Leutz zu dem, weisse.
„Wat hasse gemacht, datte nua noch ein Flunken hass?“, frachte ihn dea Döppke, dea Alte antwoartete:
„Meine andre Porreepiepe habbich im Kriech gelassn, ich wa beie Russn inne Gefangschaft, weisse un alz ich widda Heim kam, wa meine geliepte Mattka gestoam un die Hütte zabommt, seithea leebich sozusaagn auffe Strasse.“
„Du aama“, sacht dat Blach un ging ganz bedröppelt un nachdänklich innem Laden, um der Mudda wat kaufm zu tun.
Er fant au ganz wacka wat töftet füa se, ließ et einpackn un ging zuare Kasse. Alza so anne Kasse am stehn wa, hatta nen schlechtet Gewissn bekomm un an den aarm alten Kerl gedacht un wia ihm donnoch helfm könnte.
Nach ner Zeit, dieja duach Kauwaus Bäcka lief un getz wat andret füre Mudda besoacht hat, mussta widda annen alten mit seina Töle voabei, er bliepa stehn un sachte zu dem:
"Hömma aama Mann, ich happ getz wat füare Mudda zu Weihnachtn, da wiad se sich bestimmt freun tun un füa dich un dein Köta habbich au nowatt“, leechte ihm 2 Maak in sein Hütken un sachte drauf:
„Hia hasse n´ paar Penunsen, kauf dich´n Knapp Brot un deine Töle ein Lekkachen.“ Dea Alte war ganz vadutzt, fing leise am plärren an un de Träänkes kullatn ihm ausse Döppen, un sachte:
„Gott schütze dich mein Sohn“
un gaap den Döppke ein kleinen, aus Holz geschnitztn Engl, mitte Woate:
„Hia mein Jung, hia hasse nen Schutzengelken, der soll dich un deine Mischpocke beschützn machn“ un wischte sich voasichtich de Träänkes wech.

Wie et Heilich Aahmt wa, fuahn se wie imma um sechzenn Uhr mittn Bus zure Großmudda um mit ihr un den Oppa de Beschäarung zu machn. Wie jedet Jahr fing et au widda anne Haltestelle am schneein an un de weissn Flöckskes floogn duache Luft, alz wäan et weiche Feedan. Beie Omma untan Tannbaum übbagaapa seina Mudda dat gekaufte Geschänk un dat geschnitzte Schutzengelke von dem altn Seega, mitte Woate:
„Hia Mudda, dat is füa dich, et sollet dich dein Lebtach beschützn tun un dat andre, dat is Pafföng."

Hömma, se valebten noch ne töfte Weihnacht…
un weil der Döppke bis heute nonnich gestorm is, schreibta für euch heutzutaage de Gedichtkes, Geschichtkes, von Oppa, dea Beachmann wa un aus seina Lehazeit, seina Enkelin Fenja vatellt un de vielen Mäachen auf Ruhrpottisch schreipt, weisse!

© Michael Göbel

Hömma liebe Froinde !!! 🙋‍♂️Kea, seitma voasichtich🤔, et kann inne näästn Taage passiean, dat oich son Reita🏇 mittm halb...
10/11/2025

Hömma liebe Froinde !!! 🙋‍♂️

Kea, seitma voasichtich🤔, et kann inne näästn Taage passiean, dat oich son Reita🏇 mittm halbm Mantl🧥 begeechnet, dea ne Hoade 3 bis 10 jäahrige Blaagn👪 anfüahrt, die aunoch Schlachstöcke mit sich füahrn, an deeren Ende Brandsätze🧨 befesticht sin.

Dea Typ👦 auffm Zossn🐴 heißt wohl "Maatin", nä. Un de militantn Göan👩‍👩‍👧 trällan🎤 nen seltsamet Liedken 🎶 dazu, welchet in jeedm Veas mitna Explosion💥 endet: "Rabimml, Rabamml, Rabuuummmm"💣💣💣

Desweegn nimmt de Polente 🚓 an, dat diesa Seega👨 au non Sprenkstoffpäkzken 🧨💣 unta sein halbm Mantl🧥 mit sich füahn tut.

Doat, wo diesa Zuch mitte Blaagn 👪 auftauchn tut, spearrn 🚧 de Bulln👮‍♂️ de Gefaahnzone ☣️ weiträumich ap. Ein Zugriff seitenz vonne Polente 🚔 is biss gezz nonnich eafolcht. Hömma, dea Zuch steht jedoch unta strengsta Beobachtunk.👀

Kea hömma, wenna dieesn Zuch seehn 👁️ tut, dann macht abba wacka, datta Land gewinnt 🏃‍♂️🏃‍♀️, höata. 😉😉😉

Also biss Denne
Oija Micha 🙋‍♂️

Damals, als die Haustüren noch offen standenKannst du dich an die Zeit erinnern,wie es früher einmal war?Als die Nachbar...
01/11/2025

Damals, als die Haustüren noch offen standen

Kannst du dich an die Zeit erinnern,
wie es früher einmal war?
Als die Nachbarschaft, Freunde und Kinder, füreinander waren da.

Die Türen standen damals offen,
ein Pläuschen gab´s am Jägerzaun.
Man hatte Respekt und hielt zusammen,
grenzenlos war das vertraun´.

Man traf sich spontan, gerne zum Feiern,
mit Musik noch hausgemacht.
Mit Mundharmonika und Quetschkomode
und es wurde viel gelacht.

Kinder spielten noch auf den Straßen,
bis es abends dunkel war.
Überall bauten sie ihre Buden,
oder klauten Äpfel, wie wunderbar.

Damals, als die Haustüren noch offen standen,
war ein jeder gern geseh´n.
Freunde konnten Mittags mitessen,
das kann heut´ keiner mehr versteh´n.

Frauen trafen sich zum Kaffeeklatsch,
die Männer zockten damals Skat.
Man half sich noch ohne Hintergedanken
und man stand sofort parat.

In Tante Emma Läden und in Selterbuden,
hielt man gerne ein kleinen Plausch.
Man konnte dort auf Keife kaufen,
später gab´s das Geld zum Tausch.

Wir hatten eine schöne Kindheit,
wenn´s damals nicht viel gab.
Wir waren aber mit alldem zufrieden
und man hielt sich stets auf trab.

Heute ist die Menscheit leider hektisch,
es herrscht verbreitet, Hass und Neid.
Man igelt sich ein, ist oft am streiten,
stressig ist es weit und breit.

© Michael Göbel

Aus meinen Gedichtband "Heimatgefühle aus dem Ruhrpott"

Michaels Gedichte Seite - Ruhrpott-Poet

31/10/2025

Vielen lieben Dank für fast 2000👍

30/10/2025

An alle, die zwischen 1955 und 1975 geboren wurden – die Kinder des langsamen Lebens, die Brückenbauer zwischen Gestern und Heute.
Wir sind jene Generation, die aufgewachsen ist, bevor das Leben beschleunigt wurde – die das Warten kannte, das Rauschen des Radios liebte, und den Geruch von frisch kopiertem Papier von der Matritze aus der Schule nie vergessen hat.

Wir haben gelernt, uns zu beschäftigen, ohne Bildschirm. Ein Stock, ein Ball, ein paar Freunde – und der Nachmittag war gerettet.
Wir bauten Hütten im Wald, rollten auf staubigen Straßen mit rostigen Fahrrädern, und kamen nach Hause mit zerkratzten Knien, aber voller Geschichten.
Wenn es regnete, saßen wir auf Fensterbänken und beobachteten die Tropfen, wie sie an der Scheibe hinunterliefen – das war unser Netflix.

Wir kannten Sonntage, an denen das ganze Land stillstand. Geschlossene Läden, langsame Gespräche, ein Braten im Ofen, und das Summen eines Radios im Nebenzimmer.
Wir schrieben Briefe – mit Herzklopfen und Füller –, warteten Tage auf eine Antwort und lasen sie dann zehnmal.
Wir telefonierten aus Telefonzellen, hatten Münzen in der Tasche, und erinnerten uns noch an das Knacken der Wählscheibe.

Wir erlebten, wie die Welt sich veränderte:
vom Schwarz-Weiß-Fernsehen zum Farbknistern, vom Briefpapier zum E-Mail-Posteingang, vom Dia-Abend im Wohnzimmer zum Scrollen im Halbdunkel.
Wir sahen, wie die Straßenkinder zu Smartphone-Kindern wurden – und fragten uns leise, was sie wohl dafür verloren haben.

Wir sind die Generation der ersten Computer, der Disketten, der Modem-Geräusche, die wie Zukunft klangen.
Wir wussten, wie sich Musik anfühlt, wenn man sie aufnimmt, nicht einfach anklickt.
Wenn man auf das perfekte Moment wartete, um „Play“ und „Rec“ gleichzeitig zu drücken.

Wir sind mit Vertrauen aufgewachsen – nicht mit Passwörtern.
Mit Nachbarn, die sich kannten, und Freunden, die klingelten, statt zu schreiben: „Bin gleich da.“
Wir sind aufgewachsen in einer Welt, in der Fehler normal waren und Langeweile erlaubt war.
In der Dinge kaputtgehen durften – und repariert wurden.

Wir sind die Kinder der echten Gespräche, der durchgerauchten Küchenabende, der Marmeladengläser mit Etiketten von Hand.
Wir sind die Generation, die gelernt hat, dass Glück kein Filter ist, sondern ein Augenblick.
Dass Nähe nicht digital ist. Und dass Erinnerungen nicht in der Cloud liegen, sondern in uns.

Wir haben gesehen, wie alles schneller, heller, lauter wurde – und doch tragen wir das Leise in uns weiter.
Wir sind das Dazwischen – die Erinnerung an das Analoge im Zeitalter der Pixel.
Und auch wenn sich die Welt dreht, manchmal zu schnell, wissen wir noch, wie sich Stillstand anfühlt – und Frieden.

Denn früher war’s vielleicht nicht besser.
Aber es war wärmer. Echter. Menschlicher.
Und genau das bleibt. ❤️

Glück auf ⚒️

Verfasser leider nicht bekannt, aber könnte von mir stammen

Göbel

Hasse Ruhrpott im Herzen, hasse Ruhrpott im ❤️ enby Michaels Gedichte Seite - Ruhrpott-Poet
01/10/2025

Hasse Ruhrpott im Herzen, hasse Ruhrpott im ❤️ en

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Hömma, eima für zwanzich Fennich gemischtet bitte! 😉😉😉Na, wea von euch haddet am Büdchen noch gesacht?🤔🤔🤔               ...
20/08/2025

Hömma, eima für zwanzich Fennich gemischtet bitte! 😉😉😉
Na, wea von euch haddet am Büdchen noch gesacht?🤔🤔🤔

Adresse

Kloster Straße
Herne
44625

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