05/09/2026
Manchmal ist es wie verhext, oder? Zuhause gut geübt, in der Probe trotzdem nicht gekonnt. Irgendwie scheint es dann plötzlich ein ganz neuer Song zu sein. Man fliegt an Stellen raus, die eigentlich sicher waren oder man verliert für einen Moment die Orientierung im Song.
Ich habe festgestellt, dass es an den unterschiedlichen akustischen Umgebungen liegt. Wenn ich zuhause singe, höre ich nur mich selbst und, falls vorhanden, das Teachtape. Und zwar höre ich mich auf eine mir sehr bekannte Art: eine Mischung aus Innen- und Außenklang. Daran orientiere ich mich und verbinde mit dem Klang das Notenbild oder den Text. So lerne ich.
In der Probe singe ich aber nicht allein. Meistens höre ich mich selbst gar nicht mehr, sondern hauptsächlich meine Mitsänger:innen. Und lauter singen ist auch keine Lösung ;-) Also fehlt mir hier das, was ich beim Üben in mir verankert habe: Die akustische Referenz.
Vor einiger Zeit habe ich dann zufällig diese „neuen“ Ohrstöpsel entdeckt. Es sind ja nicht mehr die alten Ohropax, die das ganze Ohr abkleben - sondern es gibt mittlerweile welche extra für Musiker:innen, die den Klang durchlassen - aber reduziert. Wenn ich mir einen davon ins Ohr stecke (also wirklich nur einen, das andere Ohr bleibt frei für den Chor), dann erhalte ich meine akustische Referenz: zuhause und in der Probe. Ich höre mich besser - egal, wer neben mir singt.
Ich habe die MusicSafe Pro Plugs von Alpine - aber es gibt sie auch von anderen Marken. Zum Ausprobieren reicht auch ein guter, alter Ohropax.
Bei mir haben sich in den vergangenen 30 Jahren so viele praktische Ideen für Probe und Bühne gesammelt - ich möchte die besten davon in meinem Newsletter an euch weitergeben.
Beim nächsten Mal: Wie man eine müde Probe energetisch wieder aufladen kann.
Liebe Grüße
Britta