12/05/2026
Ein Gesicht hinter dem Stadttheater Bocholt ist Hermann Oechtering 🎭
Seine Geschichte und Erfahrungen erzählt er in eigenen Worten:
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Mein Name ist Hermann Oechtering. Ich war bis zur Pensionierung 2010 Lehrer für Deutsch, Geschichte, Politik am St.-Georg-Gymnasium in Bocholt.
Seit dem 24.11.1992 bin ich Mitglied im Vorstand des Theatervereins Bocholt. Zunächst übernahmen Bernd Stoverink und ich die Gestaltung des Kinder- und Jugendtheaters und brachten dazu auch spezielle Flyer heraus.
Seit 2010 – nach dem Kürzertreten von Herrn Morhardt – übernahmen wir auch die Organisation des Abendtheaters. Die zunehmend engen Kontakte mit den Vertreter/innen unserer Gastbühnen machten besondere Freude. Deren regelmäßige Besuche, unsere Fahrten zur jährlichen Spielplanpräsentation der Landestheater, zur Inthega und Besuche von Premieren waren Teil unserer Aufgabe.
Wir sahen unsere Aufgabe darin, die Genres Klassisches, Zeitgenössisches, Komödie gleichgewichtig zu berücksichtigen. So brachten wir Schauspiele, Opern, Operetten, Musicals, modernes Tanztheater in das Bühnenhaus am Rathaus, Berliner Platz.
Neben der Auswahl und Buchung der Stücke – insgesamt rund 50 Veranstaltungen – gehörten die Gestaltung des Programmheftes und die Betreuung der Aufführungen vor Ort zu unseren Aufgaben. Herausfordernd war dabei, dass natürlich nie alles so reibungslos gelang wie geplant, und manche Adhoc-Lösung gefunden werden musste.
Für mich war es sehr bereichernd, viele verschiedene Leute näher kennen zu lernen, zu denen ich zuvor keinen Kontakt hatte.
Als Deutschlehrer war mir natürlich die Literatur sehr nahe, doch die Umsetzung ins Schauspiel auf der Bühne fasziniert mich bis heute. Die Akteure im Zusammenspiel mit Maske, Kostümen, Requisite, Bühnenbild, Licht und Ton lassen Geschehen – live und in 3D – lebendig werden.
Leider sind wir zur Zeit auf wenig perfekte Ersatzspielstätten angewiesen, so dass mein Wunsch für die Zukunft des Stadttheaters sich vor allem auf die möglichst baldige Wiedereröffnung des Bühnenhauses bezieht. Dann haben wir eine Chance, wieder auch jüngeres Publikum zu gewinnen.
✍️ Hermann Oechtering
📸 Bernd Stoverink