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Spreeviera Galerie

Spreeviera Galerie Independent Exhibition & Project Space
by artist and curator Marek Schovánek

We´ll be expecting y'all round about 7:30. pm.
01/09/2019

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Sitespecific installation by Manfred Moorkamp at Spreeviera Galerie
09/10/2017

Sitespecific installation by Manfred Moorkamp at Spreeviera Galerie

You are welcome...
31/10/2016

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Photos from Marek Schovánek's post
31/10/2016

Photos from Marek Schovánek's post

Our director and curator Marek Schovánek - and his hometown Prague - was featured in this months Architectural Digest......
20/04/2016

Our director and curator Marek Schovánek - and his hometown Prague - was featured in this months Architectural Digest... we like it a lot!

Our director and curator Marek Schovánek - and his hometown Prague - was featured in this months Architectural Digest......
20/04/2016

Our director and curator Marek Schovánek - and his hometown Prague - was featured in this months Architectural Digest... we like it a lot!

Pictures from the opening: Propaganda exhibition in Prague by our director Marek Schovánek
05/11/2015

Pictures from the opening: Propaganda exhibition in Prague by our director Marek Schovánek

Fotografie z vernisáže 29. 10. 2015. / Photos from the exhibition opening 29 October 2015. Foto: Jan Slavík

Noch bis 5.7. ist die großartige Ausstellung »Picasso ist gut, aber ich bin besser -  In Schule Gesellschaft verändern« ...
30/06/2015

Noch bis 5.7. ist die großartige Ausstellung
»Picasso ist gut, aber ich bin besser - In Schule Gesellschaft verändern« zu sehen. Donnerstag bis Sonntag, 15 bis 19 Uhr

Eine exemplarische Auswahl von Arbeiten aus Projekten im Modellprogramm »Kulturagenten für kreative Schulen« 2011 – 2015

In großem Maßstab hat das vierjährige Modellprogramm »Kulturagenten für kreative Schulen« einmal mehr
das Verhältnis von ›Kunst‹ und ›Schule‹ in den Fokus gerückt. Die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung
Mercator schlossen mit diesem Programm an eine noch »kurze Geschichte von Künstler_innen in Schulen« an
und verlängerten sie um eine weitere Dekade in die Gegenwart.
Ziel des Programms war, »Möglichkeiten, Formate und Orte für die Auseinandersetzung mit Kunst und durch
Kunst in den Schulen zu schaffen(...). Die Teilhabe an Kunst und Kultur soll fester Bestandteil des Alltags von
Kindern und Jugendlichen werden – den künftigen Akteuren einer kulturinteressierten Öffentlichkeit.«.

Dabei wurde auf die Zusammenarbeit von Eltern, Künstler_innen, Kulturbeauftragten, Kulturagent_innen, Lehrer_in-
nen, Schüler_innen, Schulleiter_innen und Vertreter_innen von Kulturinstitutionen gesetzt. Es fand eine Vielzahl
von künstlerischen Projekten statt, wobei die Ausstellung »Picasso ist gut, aber ich bin besser« in ihrer Aus-
wahl auf einzelne Arbeiten aus diesen Projekten fokussiert.
Anlass für uns – die Ausstellungsgruppe – im Rahmen der Abschlusstagung des Modellprogramms »Kultur-
agenten für kreative Schulen« im Juni 2015 diese Ausstellung zu kuratieren, waren die Präsentationskonven-
tionen des Arbeitsfeldes ›Kunst und Schule‹ in der Öffentlichkeit. Obwohl in Schule unzählige Menschen im
Bereich kultureller Bildung mit ihren künstlerischen und pädagogischen Fähigkeiten hochgradig engagiert
und erfinderisch an der gesellschaftlichen Zukunft arbeiten, werden die Präsentationsformen dem nur selten
gerecht. Unter chronischem Zeitdruck verfasste Arbeitsberichte oder flüchtig zusammengestellte »Fotodokus«
vermitteln wenig von der Qualität und Komplexität dieses anspruchsvollen Arbeitsbereichs auf der Schnittstelle
von Kunst und Bildung. Allzu leicht werden so die produktiven Schwierigkeiten, die sich aus dem prozesshaften
und kollektiven Charakter der Projekte und für deren Darstellung ergeben, übergangen.

Für die Auswahl der ausgestellten Arbeiten war entscheidend, dass sie...
• das Verhältnis zwischen Lehrer_innen und Schüler_innen eine Zeit lang veränderten, gegebenenfalls
Hierarchien durchbrachen und Rollen umkehrten.
• Unterrichtsformen überdachten und neue Methoden erprobten, für Lehrer_innen Anregung waren und auf
den Lehrplan übertragbar sein konnten.
• die Wahrnehmung des gesellschaftlichen Umfeldes der Schüler_innen experimentell veränderten, z.B. indem
die Schüler_innen lernten, ihre Lebenswelt zu gestalten oder zu verändern und insbesondere Kultureinrichtun-
gen als Bestandteil ihrer Lebenswelt wahrzunehmen.

Sodann baten wir die 46 Kulturagent_innen, uns Projekte zu diesen Kriterien vorzuschlagen. Auf der Grundlage
der eingereichten Projektvorschläge und eigenen Recherchen wählten wir nach einem intensiven Diskussions-
prozess die hier präsentierten 26 Arbeiten aus.
Die Auswahl versteht sich ausdrücklich nicht als Zusammenstellung von Best Practice. Eher ging es darum,
Material zu finden, das durch eine Besonderheit oder eigensinnige Arbeitsweise hervorstach und zudem
geeignet schien, einen für alle Projekte verallgemeinerbaren Teilkomplex an Fragestellungen zu vermitteln.
Nur wenn beides gegeben war, schien uns der im Ausstellungstitel angezeigte ›exemplarische‹ Charakter
erfüllt. Sodann suchten wir für uns relevante Gesprächspartner auf und befragten sie zu den von uns ausfindig
gemachten Fragestellungen. Mitschnitte dieser Gespräche mit den Produzent__innen sind über den Audioguide
für die Besucher_innen der Ausstellung zu hören.
»Wenn die Kunst zur Schule geht...«
Uns interessierte, in welchem Mischungsverhältnis ›Kunst‹ und ›Schule‹ aktuell auftreten. Aber gibt es sie
überhaupt – die Schule? Wir meinen nein. Es gibt sie heute ebenso wenig wie es die Kunst gibt. Schulen
haben heute bereits so diverse Profile, standortspezifische Möglichkeiten und Probleme zu lösen, dass sich
kaum mehr vergleichend über sie sprechen lässt. Kunst scheint es zum Prinzip zu haben, sich permanent ihrer
begrifflichen Festlegung zu entziehen. Beide Begriffe vermitteln ihren Sinn erst in der spezifischen Anwendung.
Im Gespräch mit den Produzent_innen und aus der Beschäftigung mit ihrem Material entstanden Fragen, die
sich aus einer ebenso produktiven wie unüberbrückbaren Spannung zwischen ›Kunst‹ und ›Schule‹ ergeben
und die keinesfalls abschließend beantwortet werden können:
Sehr grundsätzlich stellt sich z.B. die Frage nach dem Stellenwert der Kunst, wenn sie der Ausbildung einer
neuen Schulkultur dient. Braucht das Kollegium hierfür die »Nachhilfe« von Künstler_innen überhaupt? Und
verliert die Kunst in solchen Prozessen nicht ihren spezifischen, eigensinnigen Charakter? Reicht es aus, wenn
künstlerische Verfahren einen Austausch initiieren oder Katalysator-Funktion haben?
Was eigentlich passiert, »wenn die Kunst zur Schule geht« und was zeigt sich, wenn Schüler_innen von Kunst
lernen und dann wieder auf die Straße gehen? Wie stark ist die Qualität einer Arbeit von Schüler_innen von
der künstlerischen Vorgabe abhängig? Und wie geht man mit der Diskrepanz zwischen dem repräsentations-
kritischen Anspruch von Kulturproduzent_innen und den Schemata bzw. Zertifizierungslogiken, die den
Schüler_innen heutzutage »Erfolg« bescheinigen, um? Wie verändert sich die Bedeutung von Schüler_innen-
arbeiten, wenn sie in musealen oder sonstigen Ausstellungskontexten gezeigt werden und wer schöpft das
kulturelle Kapital in diesem Fall ab? Lässt es sich gänzlich vermeiden, dass Schüler_innen zu Ausführenden
eines vorgegebenen Konzepts werden? In welchem Verhältnis steht eine mit Emanzipation assoziierte „Laissez-
faire“-Pädagogik zur Reproduktion von medialen Stereotypen oder vom Kunst- und Musikbetrieb verbreiteten
Klischées über ›Kunst‹ und ›Schule‹?
Lässt sich die für künstlerische Ansätze notwendige Eigensinnigkeit in einem institutionellen Regelwerk wie
der Schule auf Dauer behaupten? Oder andersherum gefragt: kann Schule heute mit der Differenzbildung
umgehen, die Kunst auszeichnet und die für den Umgang mit Differenz im gesellschaftlichen Raum von so
weitreichender Bedeutung ist?1 1 Pierangelo Maset: Ästhetische Bildung der Differenz. Kunst und Pädagogik im technischen Zeitalter, Stuttgart 1995.
Schule ist Avantgarde
Mit dem Kulturagentenprogramm sind außergewöhnliche Bedingungen für das hier ausgestellte Arbeitsfeld
geschaffen worden. Wie aber geht es nun weiter? Die vergleichsweise geringe Wertschätzung der Fächer Kunst,
Musik, darstellendes Spiel, die sich in gekürzten Stundentafeln und mangelnder Ausstattung ausdrückt, ist
bedenklich. Und dieses insbesondere, weil die nächsten drängenden und ungelösten gesellschaftspolitischen
Anforderungen (Stichworte sind ›Class‹, ›Gender‹, ›Inklusion‹, ›Migration‹ und ›Race‹) vor den Toren der Schulen
keinen Halt machen.
Die Kapazitäten der Kollegien an den Schulen sind erschöpft, die Leistungsanforderungen an Schüler_innen
steigen stetig. Parallel hierzu werden sowohl in Rahmencurricula als auch in diversen kultur- und bildungspoli-
tischen Absichtsbekundungen idealistisch überhöhte Ansprüche an die Kunst und ihre Vermittler_innen formu-
liert, zugleich stehen Kulturproduzent_innen unter wachsendem ökonomischen Druck. Ohne weitere öffentliche
Unterstützung lässt sich Begonnenes aber nicht fortsetzen. Wäre einmal mehr das Modell »nur ein Modell«. Wer
also wird auch in Zukunft für die so nötige und so wertvolle Arbeit einstehen und sie auch bezahlen?
Offenheit
Diese Ausstellung und die hier nur skizzenhaft formulierten Themen und Fragen gehen potentiell jeden an,
ebenso wie sich – aus unserer Sicht – Kunst potentiell an jeden richtet. Aber noch immer gilt, dass eine An-
näherung an das, was Kunst sein könnte, nur gelingt, wenn offen bleiben kann, was sie ist .
Mit dieser Ausstellung möchten wir Sie, die Besucher_innen, deshalb einladen, weiterhin an der Aushandlung
der aufgeworfenen Themen und Fragen mitzuwirken. Hier und jetzt, in der Schule und anderswo.
Carsten Cremer, Eva Hertzsch, Adam Page und Rahel Puffert

Adresse

An Der Schillingbrücke
Berlin
10243

Telefon

01791213760

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