studio im HOCHHAUS

studio im HOCHHAUS Das studio im HOCHHAUS ist ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst in Berlin-Hohenschönhausen.

studio im HOCHHAUS Unter dem Eindruck der zunehmenden Diskussion über die Ökonomisierung der bildenden Kunst, nicht zuletzt ausgelöst durch immer neue Preisrekorde auf dem Kunstmarkt, bildet sich eine zunehmend breitere Strömung, die diese Entwicklung immer stärker in Frage stellt. Es scheint (wieder einmal) an der Zeit, das zarte Pflänzchen des grundlegenden Diskurses über die Kunst aufzunehmen und einen Raum zu bieten, der neue Möglichkeiten eröffnet – in diesem Fall weit außerhalb des Marktes, als kommunale Einrichtung des Bezirks Lichtenberg, als peripherer Ort am Rande der Stadt und des Berliner Kunst-Systems. Nicht zuletzt geht es bei einer kommunalen Galerie (vor allem mit der Lage in einer Großsiedlung) um eine Art kulturelle Grundversorgung, eine Möglichkeit für die Bewohner, sich über Strömungen der Gegenwartskunst zu informieren und Fragen zu stellen. Die konzeptionelle, künstlerisch wie kuratorische Leitidee ist darauf gerichtet, Kunst zu den Menschen zu bringen und sie als ein alltägliches Gut anzusehen, das zur Bereicherung des Lebens beiträgt – und insofern Überhöhung oder Distanz kontraproduktiv sind. Hierbei geht es nicht nur um die sogenannten Schwellenängste, sondern vor allem um den Eindruck einer von allem losgelösten Geldmaschine Kunst, der sich immer mehr verfestigt, mit den Produktionsrealitäten der Künstler aber sehr wenig zu tun hat. Diesem Ziel verpflichtet birgt der Ansatz ein großes Potential und eine große Herausforderung. Hierbei wird es nicht darum gehen, die Ausstellungen an dem (vermuteten) Geschmack der umliegenden Bevölkerung zu orientieren, sondern Möglichkeiten zu eröffnen, moderne Kunstströmungen kennenzulernen und sie als Teil des Lebens zu begreifen – genauso wie die eingeladenen KünstlerInnen den Sprung in eine „andere Welt“ wagen müssen. Es bedarf, trotz der verkehrsgünstigen Lage, einer gewissen Anstrengung und Zielgerichtetheit, die Ausstellungen zu besuchen – und dies gilt aus verschiedenen Gründen sowohl für die Ansässigen als auch für das „typische“ Berliner Publikum. Allgemein wird der Standort Neu-Hohenschönhausen zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den gezeigten Kunstwerken beitragen. Das HOCHHAUS bietet aufgrund der vier bespielbaren Räume die Möglichkeit, das Programm weiter zu fächern – neben zwei Räumen, die für die Gegenwartskunst (unter dem Label „Freie Kunst“) reserviert sind, wird in einem weiteren Raum das Themenfeld Architektur behandelt, im letzten werden monatlich wechselnde Videos gezeigt. So wird versucht, die Räumlichkeiten optimal zu nutzen und verschiedene Interessengebiete und Informationsbedürfnisse abzudecken. Freie Kunst Das Programm konzentriert sich auf zeitgenössische künstlerische Positionen etablierter KünstlerInnen, die langjährig, professionell und meist international tätig sind. Ziel ist es, Einblick in die aktuelle künstlerische Produktion zu geben, Diskurse aufzunehmen und möglichst häufig Arbeiten aus dem Ausland zu zeigen, um neben der in Berlin vorhandenen Internationalität den Blick auf andere Kulturkreise zu ermöglichen. Von den geplanten fünf jährlichen Ausstellungen wird mindestens eine direkt vor Ort entwickelt und realisiert, d.h. die/der KünstlerIn beschäftigt sich intensiv mit dem Umfeld und setzt diese Beschäftigung in ortsbezogene künstlerische Arbeiten um. KünstlerInnen werden eingeladen, im Umfeld von Neu-Hohenschönhausen zu recherchieren und kleinere oder größere Ausstellungskonzepte aus ihrer Recherchetätigkeit zu entwickeln. Architektur Ausgehend von dem Ort der Galerie, einer Großsiedlung aus den 80er-Jahren der DDR, werden hier verschiedene Aspekte der Architektur, Freiraumgestaltung, Stadtplanung etc. gezeigt. Dies kann von künstlerischen Kommentaren bis hin zu architektonischen Entwürfen, von realen bis zu fiktiven Situationen reichen. Aufgrund der momentanen Entwicklung einer weltweiten Verstädterung im Allgemeinen und der stetigen Bevölkerungszunahme Berlins im Besonderen, gepaart mit einer Phase der Niedrigzinsen, die zu einem Boom der Immobilienspekulation führt, wird die Frage des zukünftigen Städtebaus an Brisanz und Aktualität gewinnen: Wie wollen oder können wir in Zukunft wohnen , welche Folgen hat die Verdrängung für die Städte? Auch die Befragung der Geschichte, wie etwa die Idealisierungen des Bauhausgedankens, der daraus resultierenden Großsiedlungen (Arbeit/Wohnen/Freizeit) und der individualistische Gedanke des Eigenheims wird zum Thema. So wird im Kontext des Benannten die Zukunft des Wohnens und seines Umfelds bis hin zu utopischen Vorstellungen verhandelt. Video In der Gegenwartskunst gibt es ein breites Spektrum an Videoarbeiten, die von dokumentarisch bis hin zu experimentell reichen. Das Medium Video erlaubt es, tiefer in den Kosmos der bildenden Kunst einzudringen, da es sich um immaterielle Werke handelt, die leicht kopiert, bewegt und gelöscht werden können. So ist es möglich, Videos von Künstlern zu zeigen, deren andere Werke aufgrund der Transport- und Versicherungskosten nicht ausstellbar wären. Auch der internationale Austausch wird so grenzenlos. Anfahrt mit den Linien M4 und M5 Haltestelle: Ahrenshooper Strasse Wer hier aussteigt sieht sofort die vier markanten Hochhäuser entlang der Zingsterstrasse – gelb, blau, rot und grün. Die Nummer 25 ist das grüne HOCHHAUS, hier finden Sie den Ausstellungsraum.

ALLES IIIAusstellungseröffnung: Dienstag | 28. Januar 2020 | 19 UhrAusstellung vom 29. Januar bis 18. April 2020Mit:Wolf...
19/01/2020

ALLES III
Ausstellungseröffnung: Dienstag | 28. Januar 2020 | 19 Uhr
Ausstellung vom 29. Januar bis 18. April 2020

Mit:
Wolfgang Aichner – Sonja Alhäuser – Michelle Alperin – Nándor Angstenberger – Martin Assig – Clara Bahlsen – bankleer – Heike Baranowsky – Heike Kati Barath – Horst Bartnig – Jürgen Baumann – Michael Bause – Konstantin Bayer – Matias Bechtold – Kai-Annett Becker – Matthias Beckmann – Oliver van den Berg – Holger Biermann – Roland Boden – Manuel Bonik – Patrick Borchers – Kai Bornhöft – Benedikt Braun – Thomas Bruns – Marcel Buehler – Ingmar Bruhn – Matthew Burbidge – Astrid Busch – Dirk Busch – Salomé Chkheidze-Mohs – Herbert De Colle – Marula di Como – Chris Costan – Swen Daemen – Henrike Daum – Dellbrügge & de Moll – Anne Dettmer – Helmut Dick – Andreas Drewer – Jesper Dyrehauge – Irena Eden & Stijn Lernout – Manfred Eichhorn – Axel Eichhorst – Jürgen Eisenacher – Dana Engfer – Christel Fetzer – Frederik Foert – Franziska Frey – Sabine Friesicke – Stella Geppert – Catherine Gerberon – Ingo Gerken – Katrin Glanz – Thorsten Goldberg – Carola Goellner – Kerstin Gottschalk – Michael Gumhold – Markus Guschelbauer – Massoud Graf–Hachempour – Kim Dotty Hachmann – Ulrich Hakel – Heike Hamann – Klaus Hartmann – Lisa Haselbek – Tanja Hehn – Tina Isabella Hild – Gerhard Himmer – Annika Hippler – Christian Hoischen – Birgit Hölmer – Ralf Homann – Irène Hug – Anja Ibsch – Andrea Imwiehe – Henrik Jacob – Gunilla Jähnichen – Zora Janković – Anna Jermolaewa – Uwe Jonas – Jaeeun Jung – Yuki Jungesblut – Martin Kaltwasser – Mi Jean Kang – Franco Kappl – Judith Karcheter – Veronika Kellndorfer – Werner Kernebeck – R.J. Kirsch – Annette Kisling – Ulrike & Günther-Jürgen Klein – Andreas Knäbel – Andreas Koch – Eva–Maria Kollischan – Susanne Kohler – Karen Koltermann – Andreas Kotulla – Ulrike Kötz – Vanja Krajnc – Inge Krause – Annette Kuhl – Susanne Kutter – Verena Kyselka – Chantal Labinski – Pia Lanzinger – Michael Lapuks – Seraphina Lenz – Pia Linz – Antonia Low – Liz Magno – Fritz Margull – Enikö Márton – Matthias Mayer – Howard McCalebb – Manfred Michl – Penka Mincheva – Ulrike Mohr – Leo de Munk – Berit Myrebøe – Silvia Nettekoven – Gertrud Neuhaus – Sybille Neumeyer – Gabriele Obermaier – Lorcan O’Byrne – Juergen O. Olbrich – Bea Otto – Jürgen Palmtag – Jürgen Paas – Günther Pedrotti – Roman Pfeffer – Andrea Pichl – Torsten Prothmann – Marcel Prüfert – Katja Pudor – Maria–Leena Räihälä – Mirja Reuter –– Gerda Riechert – Kai Richter – Sebastian Rogler – India Roper-Evans – Matthias Roth – Rasso Rottenfusser – Matthias Schamp – Julia Sand – Maike Sander – Gisela Schattenburg – Claudia Schoemig – Iris Schomaker – An Seebach – Olivia W. Seiling – Daniel Seiple – Spunk Seipel – Johanna Smiatek – Soyoung Shon – Soopum Sohn – Jan-Peter E.R. Sonntag – Elisabeth Sonneck – Christina Speer – Petra Spielhagen – Ute Sroka – Anne Staszkiewicz – Christian Stock – Tommy Støckel – Stoll & Wachall – ststs – Sven Stuckenschmidt – Betty Stürmer – Max Sudhues – Caro Suerkemper – Gaby Taplick – Johanna Thompson – Thea Timm – Roel van Timmeren – Peter Torp – Tim Trantenroth – Lukas Troberg – Andrea Übelacker – Timm Ulrichs – Marcos Vidal – Anke Völk – Line Wasner – Christine Weber – Albert Weis – Ute Weiss Leder – Markus Willeke – HS Winkler – René Wirths – Gloria Zein – Barbara Zenner – Christof Zwiener

Lesung am Samstag, den 11. Januar 2020 um 19:00 UhrDer Flug der AmöbeUlrike und Günther-Jürgen Klein
04/01/2020

Lesung am Samstag, den 11. Januar 2020 um 19:00 Uhr
Der Flug der Amöbe
Ulrike und Günther-Jürgen Klein

Harun Farocki - FilmreiheKuratiert von Michael FreerixDonnerstag, 24. Oktober um 19 Uhr„Nicht ohne Risiko“ (2004, 50 min...
22/10/2019

Harun Farocki - Filmreihe
Kuratiert von Michael Freerix
Donnerstag, 24. Oktober um 19 Uhr
„Nicht ohne Risiko“ (2004, 50 min)

Wer bei Banken einen Kredit aufnehmen will, braucht Sicherheiten. Hat er diese nicht muss er sich an Risikokapitalgesellschaften wenden. Diese entscheiden vom vorgeschlagenen Projekt ausgehend, ob dieses kreditwürdig ist oder nicht. Im Film sieht man dieses Ringen um eine Kreditlinie, bei der verhandelt, verworfen, neu diskutiert und wieder verhandelt wird. Ob es am Ende zu einer Einigung kommt, hängt von vielen Faktoren ab und nicht unbedingt vom Projekt, um das es sich eigentlich handelt.

Weitere Termine:
07. November: „Leben BRD“ (1990, 83 min)
21. November: „Die Schulung“ (1987, 44 min)
05. Dezember: „Etwas wird sichtbar“ (1981, 114 min)

Bild: Harun Farocki GbR

Donnerstag, 26.September, 19 Uhr:„Sauerbruch Hutton Architekten“ (2013, 73 min)Im Rahmen der Filmreihe Harun FarockiKura...
25/09/2019

Donnerstag, 26.September, 19 Uhr:
„Sauerbruch Hutton Architekten“ (2013, 73 min)

Im Rahmen der Filmreihe Harun Farocki
Kuratiert von Michael Freerix
September bis Dezember 2019

Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton sind sehr erfolgreiche Architekten im deutschen Bausektor. Zirka 70 Mitarbeiter arbeiten in ihren Büros, bundesweit planten sie bisher unter anderem Großbauten wie die ADAC-Zentrale in München, das Umweltbundesamt in Dessau oder die Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung in Hamburg. Im Film sieht man die konzentrierte Aktivität in den Büroräumen, die aufwändige Diskussion um Planungen und Planungsumsetzungen, und informelle Gespräche über Beteiligung an Wettbewerben. Bevor Bauten entstehen, entwickeln sich Denkmodelle, die, immer wieder überarbeitet, schließich zu Stein zu werden.

Weitere Termine:

10. Oktober 2019 – "Nicht ohne Risiko"
24. Oktober 2019 – "Die Schöpfer der Einkaufswelten"
7. November 2019 – "Leben BRD"
21. November 2019 – "Die Schulung"
5. Dezember 2019 – "Etwas wird sichtbar"


Harun Farocki (1944 - 2014)

Geboren wurde Farocki am 09.01.1944 in Nový Jicin (Neutitschein), gelegen in dem damals von den Deutschen annektierten Teil der Tschechoslowakei. Ursprünglich wollte er Literat werden, doch seine Filmleidenschaft sorgte dafür, dass er sich 1966 an der neu gegründeten DFFB bewarb und sogleich angenommen wurde. Ab 1968 begann eine intensive filmische Arbeit mit über 100 Produktionen für Fernsehen oder Kino: Kinderfernsehen, Dokumentarfilme, Essayfilme, Storyfilme. Nebenher war er 1974 bis 1984 Redakteur bei der „Filmkritik“, die sich auf außergewöhnliche Weise mit der Produktion von Bildern und ihren Wirkungsweisen beschäftigte.

Diese Filmreihe verfolgt an Hand von Beispielfilmen den Schaffensweg rückwärts, von seinen letzten Produktionen, die sich mit Architektur beschäftigten, weiter zur Wirkungsweise von Räumen und architektonisch gestalteten Welten hin zum Thema der Kommunikation zwischen Menschen und Räumen. Vieles in seinen Filmen verweist auf die Arbeit von Jean-Luc Godard, einem der großen Vorbilder von Farocki, mit dessen Werk und Schaffen er sich Zeit seines Lebens auseinandersetzte. Neben seiner filmischen und schriftstellerischen Arbeit gesellte sich gleichberechtigt seine Lehrtätigkeit, der er mit viel Lust und Inspirationsfreude überall in der Welt nachging.

Bild: "Sauerbruch Hutton Architekten", Filmstill, Farocki GbR

Matthew Burbidge, Andrea PichlAusstellungseröffnung: Dienstag | 3. September 2019 | 19 UhrAusstellung vom 4. September b...
17/08/2019

Matthew Burbidge, Andrea Pichl

Ausstellungseröffnung: Dienstag | 3. September 2019 | 19 Uhr

Ausstellung vom 4. September bis 6. November 2019

Matthew Burbidge
„Philosophische sowie kunsthistorische Betrachtungen, Annäherungen an Personen der Kunstgeschichte und gesellschaftliche Phänomene nutzt er intensiv, um Objekte, Skulpturen, Installationen und „Nicht-Bilder“ zu fertigen. Die dabei entstehende subjektive Gedanken- bzw. Sinnebene, die die Ursprungsebene künstlerisch fortschreibt, dient ihm wiederum zur sach- und fachlichen Erklärung seiner Arbeiten. Es nimmt anarchische Züge an, wenn er im finalen Arbeitsschritt die Ästhetik der Theorie überstellt, währenddessen er seine Arbeiten genau an jenem theoretischen Gerüst präzise aufbaut. Letztendlich könnte man ihn als einen Vertreter der Konzeptkunst bezeichnen. Wer dies tut, wäre allerdings auf sein intelligentes Spiel zwischen theoretischem Ansatz und ästhetischer Praxis hereingefallen. Er lässt sich nicht einfach einordnen. Trotz der zahlreichen Zitate verliert er nie die Bodenhaftung, denn das ist sein eigentliches Ziel. In Bezug zur Gegenwartspunkt und dem Kunstmarkt ist seine Grundhaltung prinzipiell ablehnend. Eine Überhöhung des Künstler-Genies verachtet er. Er liebt den ‘Punk der Gedanken’.” (Matthias Mayer, 2017)

Andrea Pichl
„(…) Die Frage ist nun, wie wir Andrea Pichls Skulpturen und Installationen lesen sollen, da alle ornamentalen Phänomene im öffentlichen Raum aus derselben Form zu kommen scheinen. (...) Oder winken aus weiter Ferne Thomas Morus´ Insula Utopia mit ihrem radiozentrischen halbmondförmigen Lageplan, die perfekten und komplizierten Geometrien von Dürers Schachbrettern und Filaretes sternenförmige Idealstädte? Wohnt am Ende noch jedem dümmlichen Baumarktelement ein Rest utopisches Potential inne? Handelt es sich quasi um archäologische Überbleibsel aus dem Zeitalter heroischer Architektur, als Le Corbusier eine Millionenstadt vollständig aus vorgefertigten standardisierten Bauelementen plante und in Berlin das Magazin G erschien, in dem Mies van der Rohe seine ersten Texte über das industrielle Bauen veröffentlichte?
Angesichts dieser widersprüchlichen Fragen an die Arbeit von Andrea Pichl dämmert es dem Betrachter, dass es der Künstlerin weder um Apotheose noch um Verdammung gehen kann. Vielmehr lässt sich an ihren Arbeiten beobachten, was mit Dingen im Transfer passiert. Was es für ein Objekt heißt, wenn es aus seinem ohnehin absurden Kontext gelöst und in den nicht minder befremdlichen Kontext einer Galerie versetzt wird. Dabei führt sie auf sehr behutsame Weise, quasi durch die Hintertür, einen völlig eigenständigen Weg der Re-Konstruktion ein, der dem künstlerischen Interesse an der Beziehungshaftigkeit der Dinge, an ihren Verhältnissen zueinander, an wechselseitigen Bezügen und Verbindungen entspringt und nebenbei die Aufmerksamkeit des Umfelds schärft.“ (Susanne Prinz, 2017)

Abbildungen:
Rechts: Herkules geköpft (Version 2), Matthew Burbidge, 2019
(Foto: Sonja Burbidge)
Links: delirious Dinge II, Werkleitzfestival 2019, Dessau
(Foto: Andrea Pichl)

09/07/2019

Today from 7pm Ellen Friis will perform within the performance series IM ZENTRUM DER EIGENEN PERIPHERIE at studio im HOCHHAUS, curated and facilitated by Anja Ibsch and Teena Lange. Everyone is welcome!

Heute ab 19Uhr performt Ellen Friis innerhalb der Performancereihe IM ZENTRUM DER EIGENEN PERIPHERIE im studio im HOCHHAUS, kuratiert und begleitet von Anja Ibsch und Teena Lange.
Alle sind willkommen!

Holger Biermann, Thomas BrunsAusstellungseröffnung: Dienstag | 18. Juni 2019 | 19 UhrAusstellung vom 19. April bis 21. A...
11/06/2019

Holger Biermann, Thomas Bruns

Ausstellungseröffnung: Dienstag | 18. Juni 2019 | 19 Uhr
Ausstellung vom 19. April bis 21. August 2019

Holger Biermann
„Holger Biermann ist nach traditioneller Vorstellung Straßenfotograf. Als solcher registriert er mit seiner Kamera sehr wachsam, was ihm auf den Straßen begegnet. Es folgt einer gewissen Plausibilität, dass die Anfänge seiner Fotografie in New York liegen, wo er sich von 2001 bis 2003 aufhielt. Und mithin in der Stadt, die wohl die meisten der weltweit bekannt gewordenen Fotografinnen und Fotografen dieses Sujets hervorgebracht hat. Straßenfotografie bedingt die Großstadt, zwingend, denn nur dort kommt es zu den notwendigen Verdichtungen, wenn zig Menschen im täglichen Einerlei aufeinandertreffen. Eben diese Stadt, New York City, löste bei Holger Biermann angesichts der für ihn ungewohnt vielen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen den entscheidenden Impuls aus. So wanderte er über Monate durch die Straßen dieser Weltmetropole und fotografierte, was er sah. So auch im Umfeld des Anschlags auf die Twin Towers am 11. September 2001.“ (Dr. Enno Kaufhold, Fotohistoriker)

Thomas Bruns
„Architektur und öffentlicher Raum sind gleichzeitig auch die Austragungsorte politischer, sozialer und ökonomischer Kämpfe. Allzu offensichtlich sind die Verdrängungsprozesse und Verteilungskämpfe, die sich an Besitz, Nutzung, Funktion von Flächen und Bauten und an Miet- und Verkaufspreisen festmachen lassen. Jedes Nutzungskonzept für den städtischen Raum ist auch Ausdruck einer komplexen soziologischen Entwicklung und stellt gerade in Berlin immer auch historische Kontexte und kulturelle Prämissen zur Diskussion.“ (Maik Schlüter, Ausschnitt aus dem Text „Dokument und Desaster“)

Video:

Africa Shafted – Under one roof

Südafrika 2011, 54 min, OmeU, Dokumentarfilm
Regie/Produktion/Kamera/Schnitt: Ingrid Martens

Ingrid Martens, Master in Kultur und Medienwissenschaften, Abschlussarbeit über die Anfänge des regionalen Fernsehens in Südafrika. Aus ihrer Zusammenarbeit mit vielen Journalisten während dieser Forschung folgt die Teilnahme am Professional Programme for Journalists in Atlanta. Im Anschluss Produktionsleiterin des ersten südafrikanischen Büros des bekannten Produktionshauses Camarapix in Kenia. Ingrid Martens produzierte und assistierte bei der Produktion von Nachrichten und Filmen in Ländern wie Kenia, Simbabwe, Liberia, Guinea, Ruanda, Mozambique und Angola, für Sendungen der CNN, BBC, SABC und e-TV. Sie arbeitet für die South African Broadcasting Corporation, Multimesh, Can TV, Al Jazeera English. Sie produzierte außerdem Werbevideos für die Planned Parenthood Federation und die United Nations University for Peace.
Als Journalistin und Filmemacherin erhielt sie den CNN African Journalist Award für ihre Geschichte über die Tests von Jungfräulichkeit, die von bestimmten afrikanischen Gemeinschaften als Mittel im Kampf gegen HIV angesehen werden. Ihr Dokumentarfilm „Africa Shafted: Under one roof“ wird zu vielen Festivals und Vorführungen in Kunstzusammenhängen eingeladen, da er Debatten über die afrikanische Identität stimuliert.

Foto: Holger Biermann, 2007

Zora Janković, Peter TorpAusstellungseröffnung: Dienstag | 9. April 2019 | 19 Uhr
Ausstellung vom 10. April bis 12. Juni...
01/04/2019

Zora Janković, Peter Torp

Ausstellungseröffnung: Dienstag | 9. April 2019 | 19 Uhr

Ausstellung vom 10. April bis 12. Juni 2019

Zora Janković
„Was sich im öffentlichen Raum als brutalistische Baukunst identifizieren lässt, wird gemeinhin nur von einem Spezialisten-Grüppchen goutiert. Diese Genießer der langsam wieder in den Diskurs einfließenden klobigen architektonischen Zukunftsverheißungen haben uns immerhin die Augen geöffnet für die Spezifik jenes Stils und seine Verankerung in den Utopievorstellungen der Moderne.“ (Christoph Tannert, Ausschnitt aus dem Text: Zora Janković, Konkret)

Peter Torp
„Der allgemeine Grundfehler des Neurokonstruktivismus besteht darin, dass er nicht erkennt, dass es kein Problem ist, Tatsachen an sich zu erkennen.“...sagt Markus Gabriel. Er muss es wissen. Er lehrt Existenzphilosophie.
Dieser Satz sei vorangestellt, weil aus ihm über ein kompliziertes Verfahren, von dem hier aber gar nicht die Rede sein soll, ein Reiterstandbild entstand, welches Peter Torp zu zeigen gedenkt: Ein Wesen, von dessen Gehirn man so viel weiß, dass es in einem beträchtlichen Vakuum seines schwammigen Kopfes nur einen geringen Raum einnimmt, ist, einen Fisch reitend, mit Wasserinstallation beschäftigt. Dieser Fisch, so sagt es die Regel, sei “Shaun das Fisch”.

VIDEO:

Inside/outside: constructs and the space within
A selection of films by James Edmonds

In most of my films there is a relation to architecture, in a broad and multifaceted sense. This has to do with the way the camera selects and deals with a direct subjective experience of formal space, interiors in particular, but also how structures are seen from the outside. Are they part of a landscape or part of a fiction? Do we inhabit these spaces or do they simply compartmentalise memory?
There are various ways inwhich I have attempted to articulate my feelings about experience in everyday life, in relation to memory, through film’s uncanny ability to render durational existence as form, to be able to construct something physical in a medium that is also itself a direct experience of time’s fleeting presence, an exploration of the tensions inherent in capturing a space. (J.E)
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After Hours, 2005, super-8 transferred to SD, 07'18", colour, sound

"In this work an office building is almost like a moving film: the lights from the windows shine in the night as if they were film perforations sliding. Handheld camera, panoramas, still lives and improvised rhythms.
Night and day. Space is not just something we simply inhabit. A deserted building is like a film: it has a history that is revealed by the play of light and shadow on the various elements that compose this space." (TONID'ANGELA)

Fleeting Landscape, 2006/2007/in progress, super 8 in 3 parts, variable durations, colour, silent

An imaginary filmic landscape that uses fragments of the real world seen in flight, as the camera moves almost continuously and rapidly through various passages of transit. Certain structures recur in rapid succession: towers and masts, industrial or institutional buildings and equipment, significant landmarks that seem to fade into one another like an unknown omnipresent force or infrastructure.

Fragments/Structures, 2007/2015, super8 (12fps), colour, soundtrack

Brief vignettes of urban scenery, colourful rhythmic glimpses of structural detail from a coastal town. The materials and detritus, people and architecture, fragments of daily life, are collected through the ritual of
single-frame shooting, forming patterns directly on the filmstrip as they are discovered, just as pebbles are collected on a walk across a beach.

Inside Outside, 2008/2015, 6 min, super8, colour, soundtrack

A fictional architecture of interiors and exteriors constructed through intuitive observations with the lens. The juxtaposition of the two spaces act as both metaphor and experiential resonance for the inner and outer worlds of the self, quietly documenting a life between two places.
"A constellation of internal and external forms, in a continuous return, moving from closed to open form, from one film to another." (TONI D'ANGELA)

OVERLAND, 2016, super 8, 22min, colour and black+white, soundtrack

A fragment of memory is briefly evoked. The memory of travelling as a child. Born into the universe, a flow of images, constantly shifting chromatic modes. The substances of the earth and it's elements circulate and accumulate in material fluctuation. The flora and fauna give way to the human. The glimpses of lives as portrait - the concrete, the societal, the ritual of the everyday. This moment again gives rise to other realities. Signs, symbols, silence and stillness animated through the uncertainty of the image as guiding force. Light is shed in silent intervals of black, traces of something long ago. Architectural follies appear as history.

A Return, 2018, 16mm, 6min, colour, sound

“James Edmonds’s intricately constructed 16mm montage film brings two disparate settings—Berlin and a village in the South of England—into the same cinematic headspace. Locating likenesses between soft light and overcast coasts, the comfort of sun-dappled interiors and the warmth of a tree-lined field, Edmonds both summons natural juxtapositions and creates unexpected harmony through deft superimpositions.” (NYFF)
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James Edmonds is a filmaker and painter from England living in Berlin. His practice is driven by a personal poetics in which the nature of recorded human gesture, articulated through the material
reality of a medium, offers a tangible yet paradoxical analogue for what is lucid and fleeting - our personal experience of existence as form, our innermost sense of being.
Films, painted gestures and immersive musical works are occasionally combined in space with various other detritus to explore overlapping subjectivities. He has presented work at film festivals such as TIFF Toronto, NYFF New York, L’Âge d’Or Brussels, Process Riga and Fronteira Brasil, and at events and spaces such as 3 137 Athens, Cinema Parenthèse Brussels, Nocturnal Reflections Milan, Auslands-Filme, and Another Vacant Space Berlin. He recently contributed to a book on filmaker Jeannette Muñoz - The Landscape As a Sea (Revista Lumiere 2017) and since 2015 organises a film series in Berlin called Light Movement.

For more information see jamesedmonds.org


Bild: Zora Janković, Monument 3, beton, 33x57x27cm, 2017

Adresse

Zingster Strasse 25
Berlin
13051

Öffnungszeiten

Montag 11:00 - 19:00
Dienstag 11:00 - 19:00
Mittwoch 11:00 - 19:00
Donnerstag 11:00 - 19:00
Freitag 11:00 - 18:00
Sonntag 14:00 - 18:00

Telefon

0309293821

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Bemerkungen

Auch dieses Jahr bei der LANGEN NACHT DER BILDER wieder dabei. Am 14. September 2018, 18-24 Uhr
Updäte: John Court will perform today from 4 - 8pm. You are welcome to join at any time. Talking and drinking and sun.