05/10/2026
: Die Besucher*innen haben entschieden!
Im Rahmen des 75. Jubiläums der Berliner Festspiele lud der japanische Theatermacher Akira Takayama das Publikum mit zu Führungen mit 27 Tour-Guides auf der Berliner Ringbahn ein. Beim anschließenden Voting wählten sie ihre liebste Zukunftsvision für Berlin.
Die meisten Publikumsstimmen erhielt die Vision eines zentralen Lern- und Erinnerungsortes zum deutschen Kolonialismus in Berlin. Das Konzept sieht einen Ort für Bildung, Forschung, öffentlichen Austausch und Erinnerung vor.
Auf den zweiten Platz wählten die Teilnehmer*innen den Wiederaufbau nach dem Vorbild des Lili-Elbe-Archiv, das die Geschichten von inter*, trans*, genderqueeren und nicht-binären Menschen bis 2022 dokumentierte und öffentlich zugänglich machte.
Den dritten Platz belegt der verloren geglaubte Dokumentarfilm „Frauen in Berlin“ aus dem Jahr 1981 und die Vision: Was, wenn die Berlinale eine Sektion für unverwirklichte Filme einrichten würde?
Alle vorgestellten Projekte sind weiterhin auf der Website von What If Berlin nachzulesen.
Auf Einladung von Akira Takayama verfasst der syrische, in Berlin lebende Dramatiker, Theatermacher und Essayist Mohammad Al Attar Kurzgeschichten zu allen Projekten auf den 27 Stationen der Ringbahn. Der Prolog und zwei Geschichten sind bereits als Vorabveröffentlichung erschienen; eine Publikation der „Geschichten von der Ringbahn“ ist für Februar 2027 geplant.
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Fotos: Camille Blake