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Denk mal an Berlin e.V.

Denk mal an Berlin e.V. Verein zur Förderung der Denkmalpflege Mit seinen Arbeitsschwerpunkten Denkmalsanierung und Bewusstseinsbildung setzt sich Denk mal an Berlin e.V.

als gemeinnützige Initiative in der Hauptstadt für die Berliner Denkmallandschaft in ihrer Gesamtheit ein. Der Verein fördert den Denkmalschutz in der Hauptstadt durch Jugendprojekte, Veranstaltungen, Spendensammlungen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Für sein jährlich durchgeführtes Jugendprojekt Werkstatt Denkmal wurde der Verein 2010 mit dem höchsten Berliner Denkmalpreis, der Ferdinand-von-Quast-M

als gemeinnützige Initiative in der Hauptstadt für die Berliner Denkmallandschaft in ihrer Gesamtheit ein. Der Verein fördert den Denkmalschutz in der Hauptstadt durch Jugendprojekte, Veranstaltungen, Spendensammlungen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Für sein jährlich durchgeführtes Jugendprojekt Werkstatt Denkmal wurde der Verein 2010 mit dem höchsten Berliner Denkmalpreis, der Ferdinand-von-Quast-M

Wie gewohnt öffnen

Im belebten Zentrum des Berliner Westens ragt in einer Höhe von 4,5 m die letzte Verkehrskanzel Berlins über die Joachim...
07/02/2022

Im belebten Zentrum des Berliner Westens ragt in einer Höhe von 4,5 m die letzte Verkehrskanzel Berlins über die Joachimsthaler Straße und den Kurfürsten Damm. In den sechziger Jahren überwachte hier ein Polizeibeamter die Kreuzung und schaltete per Knopfdruck die Ampeln.

Die denkmalgeschützte Verkehrskanzel (1954-56) gehört zu den kuriosesten Entwürfen Werner Düttmanns, dessen Geburtstag sich im letzten Jahr zum 100. Mal jährte.

Unter einem weitausschwingenden Betondach ordnet Düttmann einen rechteckigen Verkaufskiosk, den Eingang zum U-Bahnhof Kurfürstendamm und öffentliche Toiletten an. Die eigentliche kastenförmige, gläserne Verkehrskanzel ragt auf einem einzelnen Betonpfeiler über das Flugdach hinaus, was zur Transparenz und Leichtigkeit der Architektur beiträgt.

Als 1962 die automatisierte Ampelschaltung eingeführt wurde, verlor das Verkehrshäuschen seine ehemalige Funktion. Düttmanns Verkehrskanzel ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele der Verkehrsinfrastruktur der Nachkriegsmoderne in Deutschland.

#denkmal #denkmaldonnerstag #denkmalanberlin #denkmalschutz #architektur #berlin #fotografie #Joachimsthalerstraße #kurfürstendamm #kudamm #verkehrskanzel #ampel #jubiläum #Leichtigkeit #Transparenz #nachkriegsmoderne #ubahnhof #ubahn #düttmann #wernerdüttmann #beton #flugdach #stützen #kiosk

Alexanderplatz, Wittenbergplatz und Hermannplatz - dass für die Gestaltung der U-Bahnhöfe der gleiche Architekt verantwo...
01/02/2022

Alexanderplatz, Wittenbergplatz und Hermannplatz - dass für die Gestaltung der U-Bahnhöfe der gleiche Architekt verantwortlich ist, wird sicherlich wenigen bekannt sein.
Der schwedische Architekt Alfred Grenander, entwarf 69 Berliner Bahnhöfe.
Unter anderem gelten die U-Bahnhöfe am Alexanderplatz, Wittenbergplatz und Hermannplatz als seine bedeutendsten Werke. Große, farbig gebrannte Wandfliesen und genietete oder mit Baukeramik verkleidete Stahlstützen prägen seine Bahnhöfe. Er entwickelte das Prinzip der Kennfarbe, bei dem Fliesen, Stützen und Schilder so gestaltet sind, dass U-Bahnhöfe sich klar voneinander unterscheiden. Dieses Prinzip wird noch heute auf den U-Bahn-Linien U2, U5, U6 und U8 deutlich.

Besonders eindrucksvoll sind am U-Bahnhof Alexanderplatz die beleuchteten Kapitelle und die großen Auf- und Abgangshallen. In den Hallen sind die Pfeiler mit Fliesen verkleidet, für die Bahnsteigbereichen hat er Stahlstützen mit Nieten entworfen.

Auch der Umsteigebahnhof Hermannplatz ist durch die Formensprache Grenanders einzigartig – Dreipaßformen schmücken die expressionistischen Kapitelle auf den Bahnsteigen. Bei einer Restaurierung zwischen 1991 und 1993 wurde jedoch der ursprüngliche Glanz, die Farbe der Fliesen und die gelungene Beleuchtung nicht originalgetreu wiederhergestellt.

Nietenbesetzte Stahlsäulen, babylonische Palmen und Fliesen, wie man sie auch am Nachbau des Ischtartors im Pergamonmuseum findet, zieren den von Grenander 1913 gestalteten U-Bahnhof Klosterstraße, der in den 80er Jahren in den DDR Zeiten grundsaniert wurde.
Seit 2018 wurden hier immer wieder von der BVG lockere Fliesen von den Wänden entfernt. Es ist zwar eine Sanierung geplant, aber es bleibt unklar ob die originalen Fliesen wieder angebracht oder ausgetauscht werden.

#denkmal #denkmaldonnerstag #denkmalanberlin #denkmalschutz #architektur #berlin #fotografie #ubahnhof #ubahn #bahnhof #grenander #alexanderplatz #wittenbergplatz #herrmannplatz #fliesen #bvg #stahlstützen #halle #sanierung #restaurierung #kapitell #beleuchtung #babylon #palme #ischtartor #klosterstraße #ddr

Als 1971 das Berliner U-Bahn-Netz erweitert wurde, kam es am 29. Januar 1971 zur Eröffnung des U-Bahnhofs Fehrbelliner P...
01/02/2022

Als 1971 das Berliner U-Bahn-Netz erweitert wurde, kam es am 29. Januar 1971 zur Eröffnung des U-Bahnhofs Fehrbelliner Platz. Er steht für den frühen Stil des Architekten Rainer Gerhard Rümmler (1929-2004), der den Bahnhof im Pop-Art-Design gestaltete.

Der auffällige, skulpturale Eingangspavillon am Fehrbelliner Platz sowie die runden und roten Akzente prägen den U-Bahnhof. In die Eingangshalle sind ein Kiosk, ein Gastronomiebetrieb sowie einem Uhrturm mit Verkehrskanzel integriert, die auch als „Bohrinsel“ bekannt ist. Der Eingang wird von orangefarbenen zylinderförmigen Deckenlampen beleuchtet.

Rümmler prägte ab 1964 als Leiter der Entwurfsableitung des Senators für Bau- und Wohnungswesen die Gestaltung von 53 U-Bahnhöfen. Jeden U-Bahnhof entwarf er individuell, so dass Fahrgäste ihren Zielbahnhof unmittelbar an der Gestaltung erkennen. Er legte eine auffallende Farbe und ein Symbol als Merkzeichen fest und gestaltete Wand Boden, Decken und Stützelemente sowie die Stationsschilder.

Die Hintergleiswand eines Bahnhofs spielte die größte Rolle für Rümmler – er nutzte sie als „Leinwand“, um beispielsweise Zeichnungen anzubringen und Geschichten der Bahnhöfe zu erzählen. So kann man beispielsweise am U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz(U7) Reproduktionen von Richard Wagners Bühnenbilder sehen.

Den sehr aufschlussreichen Artikel von Ralf Liptau und Verena Pfeiffer-Kloss „Von Stecknadeln und Fäden U-Bahnhöfe der Nachkriegsmoderne unter Wien und Berlin“ könnt ihr auf der Webseite kunsttexte.de einsehen und mehr über den Vergleich der U-Bahnhöfein Wien und Berlin erfahren.

#denkmal #denkmaldonnerstag #denkmalanberlin #denkmalschutz #architektur #berlin #fotografie #ubahnhof #ubahn #bahnhof #rümmler #popart #pavillon #uhrturm #gestaltung #fehrbellinerplatz #ubahnfehrbellinerplatz

6662 Lichtpunkte und ein ultramarines Gewölbe aus Gipskarton erwecken den Eindruck eines Sternenhimmels unter der Erde i...
01/02/2022

6662 Lichtpunkte und ein ultramarines Gewölbe aus Gipskarton erwecken den Eindruck eines Sternenhimmels unter der Erde im Zentrum Berlins. Der U-Bahnhof Museumsinsel nahe des Humboldt Forums erstrahlt seit der Öffnung am 09. Juli 2021 als Teil der U-Bahnlinie U5.

Als Anerkennung der hervorragenden Bauten Schinkels an diesem Ort, wie die Friedrichswerdersche Kirche, das Alte Museum oder auch die 1961 abgerissene Bauakademie hat der Schweizer Architekt Max Dudler den Bahnhof in Anlehnung an Schinkels Werk gestaltet.

Von Schinkels Bühnenbild für die Aufführung der Zauberflöte (1816, s. 5. Foto) inspiriert, entwarf Dudler einen Sternenhimmel: „In der U-Bahn-Station ist ja immer Nacht. Und ein Sternhimmel hat etwas Unendliches. Man weiß nicht, wo er aufhört. Dieses Gefühl von Unendlichkeit wollte ich erzeugen.“

Auch der Säulengang mit gräulichem Granit und die Wände aus hellem Naturstein seien von Dudler in Anlehnung an die klassizistische Architektur der umliegenden Gebäude gewählt. An den Hintergleiswänden zeigen Fotografien von Stefan Müller Details dieser historischen Bauten.
#denkmalanberlin #denkmaldonnerstag #ubahnhof #ubahn #berlin #museumsinsel #U5 #schinkel #maxdudler #bühnenbild #zauberflöte #sternenhimmel #sterne #säulengang #unendlichkeit #klassizismus #architektur #säule

Kurt Mühlenhaupt Museum verlängert Ausstellung!Mühlenhaupt trifft Schinkel und Schadow. Bereits seit einigen Wochen könn...
22/07/2021

Kurt Mühlenhaupt Museum verlängert Ausstellung!

Mühlenhaupt trifft Schinkel und Schadow. Bereits seit einigen Wochen können Kunst- und Denkmalinteressierte die Jubiläumsausstellung des Kurt Mühlenhaupt Museums im Sockel des Kreuzberg-Denkmals bewundern. Ihr hattet noch keine Chance sie Euch anzusehen? Dann habt Ihr jetzt nochmal die Möglichkeit! Wegen dem guten Feedback wurde die Ausstellung bis zum 29. August verlängert.
Mehr Informationen zu der Ausstellung und dem Museum findet Ihr unter www.muehlenhaupt.de

© Thomas Knoll

Denk mal an Berlin e.V. zu Gast im Kurt Mühlenhaupt MuseumInterview mit unserer Vorstandsvorsitzenden Frau Dr. Elisabeth...
19/07/2021
»Man kann ja gar nicht genug von ihm kriegen …«

Denk mal an Berlin e.V. zu Gast im Kurt Mühlenhaupt Museum

Interview mit unserer Vorstandsvorsitzenden Frau Dr. Elisabeth Ziemer nachdem unser Verein Denk mal an Berlin e.V. die Ausstellung "Mühlenhaupt trifft Schinkel und Schadow" im Sockel des Kreuzberg-Denkmals besichtigen durfte.

Kürzlich bei uns zu Besuch, die Mitglieder des Denk mal an Berlin e.V.– Verein zur Förderung der Denkmalpflege. Deren Vorsitzende Dr. Elisabeth Ziemer sprich...

Goethe Denkmal in Berlin MitteDas Goethe- Denkmal findet Ihr im Tiergarten in Berlin Mitte.  Bereits 1860 hatte man die ...
22/06/2021

Goethe Denkmal in Berlin Mitte

Das Goethe- Denkmal findet Ihr im Tiergarten in Berlin Mitte. Bereits 1860 hatte man die Idee, die Dichter Goethe, Schiller und Lessing mit einem Denkmal zu ehren. Doch erst 20 Jahre später wurde die Figurengruppe aus Carrara-Marmor eingeweiht. Zuvor fehlten das breite Interesse und die finanziellen Mittel. Nachdem 1868/71 das Schillerdenkmal auf dem Gendarmenmarkt realisiert war, folgte 1880 das Goethe-Denkmal. Mai 1872 wurden 50 Entwürfe der Öffentlichkeit vorgelegt. Fritz Schaper konnte mit seinem Entwurf zwar das Publikum überzeugen, aber das Denkmalkomitee wollte seine Entscheidung erst nach einer Überarbeitung der vier besten Entwürfe fällen. Fritz Schaper erhielt ein Jahr später den Auftrag und die Ausführung konnte 1876 beginnen. Am 02. Juni 1880 wurde das Goethe-Denkmal feierlich enthüllt. Goethe ist im Alter von etwa 40 Jahren dargestellt. Er wird von allegorischen Figurengruppen umgeben, die sein Werk repräsentieren. Eine Muse mit Leier und Amor symbolisiert die lyrische Dichtkunst, die dramatische Dichtkunst erscheint in Gestalt einer schreibenden Frau mit dem Genius des Todes. Die dritte Allegorie der wissenschaftlichen Forschung zeigt eine lesende Frau, zu ihren Füßen ein Gefäß mit weiteren Schriftrollen.
Weil man negative Umwelteinflüsse und Vandalismus befürchtete, wurde die Skulptur 1981/82 vollständig demontiert. Ende der 80er wurde das Denkmal durch einen Betonabguss ersetzt. Dank der Restaurierung von 2008 könnt Ihr den Dichter hinter dem rekonstruierten Schmuckgitter seit 2010 wieder im Tiergarten bewundern.

#denkmal #denkmalanberlin #dichter #goethe #schriftsteller #berlin #literatur #skulptur #sculpture #denkmalpflege #denkmalschutz #auto #schaper #schiller #lessing

rbb24 Berliner Fernsehturm Berliner Zeitung Tagesspiegel Bezirksamt Mitte von Berlin

Mühlenhaupt trifft Schinkel und ShadowAm Wochenende hatten wir die wunderbare Gelegenheit gleich an zwei Tagen Kurt Mühl...
14/06/2021

Mühlenhaupt trifft Schinkel und Shadow

Am Wochenende hatten wir die wunderbare Gelegenheit gleich an zwei Tagen Kurt Mühlenhaupts Kunstwerke genießen zu können.

Samstag konnten wir im Sockel des Kreuzbergerdenkmals Kunst von gleich 3 Künstlern bewundern. Während Herr Düspohl die Skulpturen und Wandfriese der Berliner Bildhauerschule des 19. Jahrhunderts erläuterte, flocht Frau Mühlenhaupt Geschichten aus dem Leben ihres 2006 verstorbenen Mannes und dem Aufbau der Ausstellung ein.

Am Sonntag ging es zum Kurt Mühlenhaupt Museum. In einem netten Hinterhof in der Fidicinstraße wurden wir mit Kaffee und Keksen begrüßt. Anschließend konnten wir einen Rundgang durchs Museum machen. Dank Katharina Thalbach, welche 10 amüsante Audios zu Mühlenhaupts Biographie eingesprochen hat, konnten wir sein Leben mit Lust verfolgen. Es fühlte sich an als würde Mühlenhaupt persönlich seine interessante Lebensgeschichte erzählen.

Neben der Ausstellung, konnten Interessierte sich die Galerie ansehen, in denen uns weitere einzigartige Zeichnungen, Gemälde sowie Skulpturen erwarteten. Wer nicht genug von Mühlenhaupt haben konnte, hatte die Gelegenheit im Shop ein kleines Andenken an den Ausflug oder gar eine Druckgrafik von Kurt Mühlenhaupt zu ergattern.

Kurt Mühlenhaupt Museum


#denkmalanberlin #denkmal #schinkel #shadow #mühlenhaupt #kurtmühlenhauptmuseum #berlin #monuments #denkmalpflege #viktoriapark #kreuzbergerdenkmal #sockel

©Thomas Knoll

Alte NationalgalerieDie Alte Nationalgalerie findet Ihr inmitten der Museumsinsel in Berlin Mitte. Sie gehört zum Weltku...
07/06/2021

Alte Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie findet Ihr inmitten der Museumsinsel in Berlin Mitte. Sie gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. 1862 plante Friedrich August Stüler im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. die alte Nationalgalerie. Nach Stülers Tod 1865, übernahm Architekt Johann Heinrich Strack die Bauleitung. Der Grundstein wurde 1867 gelegt. Die Galerie wurde bis 1876 im Stil des Klassizismus und der Neorenaissance erbaut. Die Fassaden und Säulen auf einem hohen Sockelgeschoss erinnern an einen Tempel, der, wie die Inschrift besagt, der Kunst gewidmet war. Die erste Kunstsammlung, die hier untergebracht wurde, stammte mit ihren 262 Bildern aus dem Besitz des Bankiers Joachim Heinrich Wagener. Er verstarb 1861 und hinterließ seine Gemäldesammlung dem preußischen König unter der Bedingung, sie zum Grundstock einer Sammlung der Moderne zu machen. Sie sollte beisammen gehalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Als der Zweite Weltkrieg begann, wurde die Alte Nationalgalerie geschlossen. Durch Bombenangriff und Beschuss erlitt das Gebäude schwere Schäden. 1948 wurde das Haus wiederaufgebaut, 1949 in Teilen wieder eröffnet. 1966 waren die Wiederherstellungsarbeiten abgeschlossen. Nach 1990 bekam die Alte Nationalgalerie eine Generalinstandsetzung. 2001 wurde sie nach sorgfältiger Restaurierung wieder eröffnet. Die während der deutschen Teilung auseinandergerissenen Museumsbestände wurden nach 1990 wieder zusammengeführt. Heute werden hier die wichtigsten Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts gezeigt.

rbb24 Berliner Zeitung Berliner Fernsehturm

#denkmal #berlin #denkmalanberlin #königwilhelm #museumsinsel #unescowelterbe #gemäldesammlung #altenationalgalerie #kultur #museen #museum #culture #heritage #historicalmonuments #denkmalpflege #sanierung #restaurierung #nationalgalerie #germany #kunstgeschichte #berlinmitte #klassizismus #neorenaissance

Klosterruine Berlin MitteDie #Klosterruine findet Ihr in der historischen Mitte Berlins. Sie gilt als eines der wenigen ...
06/05/2021

Klosterruine Berlin Mitte

Die #Klosterruine findet Ihr in der historischen Mitte Berlins. Sie gilt als eines der wenigen letzten Zeugnisse mittelalterlicher Klosterkultur in der Stadt.

Hier, an der mittelalterlichen Stadtmauer, begannen die Mönche des Franziskaner-Bettelordens im 13. Jahrhundert mit dem Bau ihrer Klosteranlage. Dazu gehörten die Kirche, das Kloster, ein Kapitelhaus, von Kreuzgängen umgebene Höfe und Versorgungseinrichtungen. Die Landesherren, damals Markgrafen genannt, residierten gleich nebenan im "Hohen Haus". Das machte die Klosterkirche sehr bedeutend und gleichzeitig zur Grabkirche der Markgrafen. Die Kirche wurde aus Backstein im frühgotischen Stil erbaut, war 5 Meter lang und 16 Meter breit und hatte drei Schiffe, das höhere Hauptschiff und links und rechts durch Backsteinpfeiler abgeteilte niedrigere Seitenschiffe. D.h. es war eine Basilika. Der Bau der Backsteinkirche wurde bis zur ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts fortgesetzt. Um 1500 fand eine Restaurierung statt. Nach der Reformation 1539 wurde das Kloster aufgelöst. Ab 1571 befand sich im ehemaligen Kloster die erste Berliner Druckerei und 1574 wurde hier das berühmte "Gymnasium zum Grauen Kloster" eingerichtet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Kloster stark zerstört. Bis auf die Ruine ist heute nichts mehr von ihm erhalten. 1959 bis 1963 sicherte man die Ruine. Nach dem Mauerfall entschied man sich für eine umfangreiche Sanierung des bedeutenden mittelalterlichen Baues, die von 2002-2004 durchgeführt wurde, um das Denkmal vor weiterem Zerfall zu bewahren.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben politische Debatten über die Neuplanung des Molkenmarkts die Ruine in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Seit 2016 werden jedes Jahr Künstler*innen eingeladen, um auf die Klosterruine aufmerksam zu machen und sie zu nutzen.

© Lujain Lisa Ismael

#denkmal #denkmalanberlin #monument #kloster #franziskaner #gotik #zukunft #historischemitte #mittelalter #berlin #architektur #architecture #druckerei

rbb24 Berliner Zeitung Tagesspiegel Berliner Fernsehturm

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Kantstraße 106
Berlin
10627

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Montag 10:00 - 16:00
Dienstag 10:00 - 16:00
Mittwoch 10:00 - 16:00
Donnerstag 10:00 - 16:00
Freitag 10:00 - 16:00

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Mit seinen Arbeitsschwerpunkten Denkmalsanierung und Bewusstseinsbildung setzt sich Denk mal an Berlin e.V. als gemeinnützige Initiative in der Hauptstadt für die Berliner Denkmallandschaft in ihrer Gesamtheit ein. Der Verein fördert den Denkmalschutz in der Hauptstadt durch Jugendprojekte, Veranstaltungen, Spendensammlungen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Für sein jährlich durchgeführtes Jugendprojekt Werkstatt Denkmal wurde der Verein 2010 mit dem höchsten Berliner Denkmalpreis, der Ferdinand-von-Quast-Medaille, ausgezeichnet. Ehemalige und laufende Projekte: Buttbrunnen (2004) Märchenbrunnen (2005) Graefe Denkmal (2005) Panzersockel des Deutsch-Russischen Museums (2008/2009) Iffland-Grab Restauration (2010) Grabstätte von Kalb, Lachmann, Marheineke, Lommatzsch (2011), Wärmedämmung (Fassadenretter.de für Aktuelles) Parochialkirche Videos auch unter www.youtube.com/user/denkmalanberlin

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Bemerkungen

Im belebten Zentrum des Berliner Westens ragt in einer Höhe von 4,5 m die letzte Verkehrskanzel Berlins über die Joachimsthaler Straße und den Kurfürsten Damm. In den sechziger Jahren überwachte hier ein Polizeibeamter die Kreuzung und schaltete per Knopfdruck die Ampeln. Die denkmalgeschützte Verkehrskanzel (1954-56) gehört zu den kuriosesten Entwürfen Werner Düttmanns, dessen Geburtstag sich im letzten Jahr zum 100. Mal jährte. Unter einem weitausschwingenden Betondach ordnet Düttmann einen rechteckigen Verkaufskiosk, den Eingang zum U-Bahnhof Kurfürstendamm und öffentliche Toiletten an. Die eigentliche kastenförmige, gläserne Verkehrskanzel ragt auf einem einzelnen Betonpfeiler über das Flugdach hinaus, was zur Transparenz und Leichtigkeit der Architektur beiträgt. Als 1962 die automatisierte Ampelschaltung eingeführt wurde, verlor das Verkehrshäuschen seine ehemalige Funktion. Düttmanns Verkehrskanzel ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele der Verkehrsinfrastruktur der Nachkriegsmoderne in Deutschland. #denkmal #denkmaldonnerstag #denkmalanberlin #denkmalschutz #architektur #berlin #fotografie #Joachimsthalerstraße #kurfürstendamm #kudamm #verkehrskanzel #ampel #jubiläum #Leichtigkeit #Transparenz #nachkriegsmoderne #ubahnhof #ubahn #düttmann #wernerdüttmann #beton #flugdach #stützen #kiosk
Alexanderplatz, Wittenbergplatz und Hermannplatz - dass für die Gestaltung der U-Bahnhöfe der gleiche Architekt verantwortlich ist, wird sicherlich wenigen bekannt sein. Der schwedische Architekt Alfred Grenander, entwarf 69 Berliner Bahnhöfe. Unter anderem gelten die U-Bahnhöfe am Alexanderplatz, Wittenbergplatz und Hermannplatz als seine bedeutendsten Werke. Große, farbig gebrannte Wandfliesen und genietete oder mit Baukeramik verkleidete Stahlstützen prägen seine Bahnhöfe. Er entwickelte das Prinzip der Kennfarbe, bei dem Fliesen, Stützen und Schilder so gestaltet sind, dass U-Bahnhöfe sich klar voneinander unterscheiden. Dieses Prinzip wird noch heute auf den U-Bahn-Linien U2, U5, U6 und U8 deutlich. Besonders eindrucksvoll sind am U-Bahnhof Alexanderplatz die beleuchteten Kapitelle und die großen Auf- und Abgangshallen. In den Hallen sind die Pfeiler mit Fliesen verkleidet, für die Bahnsteigbereichen hat er Stahlstützen mit Nieten entworfen. Auch der Umsteigebahnhof Hermannplatz ist durch die Formensprache Grenanders einzigartig – Dreipaßformen schmücken die expressionistischen Kapitelle auf den Bahnsteigen. Bei einer Restaurierung zwischen 1991 und 1993 wurde jedoch der ursprüngliche Glanz, die Farbe der Fliesen und die gelungene Beleuchtung nicht originalgetreu wiederhergestellt. Nietenbesetzte Stahlsäulen, babylonische Palmen und Fliesen, wie man sie auch am Nachbau des Ischtartors im Pergamonmuseum findet, zieren den von Grenander 1913 gestalteten U-Bahnhof Klosterstraße, der in den 80er Jahren in den DDR Zeiten grundsaniert wurde. Seit 2018 wurden hier immer wieder von der BVG lockere Fliesen von den Wänden entfernt. Es ist zwar eine Sanierung geplant, aber es bleibt unklar ob die originalen Fliesen wieder angebracht oder ausgetauscht werden. #denkmal #denkmaldonnerstag #denkmalanberlin #denkmalschutz #architektur #berlin #fotografie #ubahnhof #ubahn #bahnhof #grenander #alexanderplatz #wittenbergplatz #herrmannplatz #fliesen #bvg #stahlstützen #halle #sanierung #restaurierung #kapitell #beleuchtung #babylon #palme #ischtartor #klosterstraße #ddr
Als 1971 das Berliner U-Bahn-Netz erweitert wurde, kam es am 29. Januar 1971 zur Eröffnung des U-Bahnhofs Fehrbelliner Platz. Er steht für den frühen Stil des Architekten Rainer Gerhard Rümmler (1929-2004), der den Bahnhof im Pop-Art-Design gestaltete. Der auffällige, skulpturale Eingangspavillon am Fehrbelliner Platz sowie die runden und roten Akzente prägen den U-Bahnhof. In die Eingangshalle sind ein Kiosk, ein Gastronomiebetrieb sowie einem Uhrturm mit Verkehrskanzel integriert, die auch als „Bohrinsel“ bekannt ist. Der Eingang wird von orangefarbenen zylinderförmigen Deckenlampen beleuchtet. Rümmler prägte ab 1964 als Leiter der Entwurfsableitung des Senators für Bau- und Wohnungswesen die Gestaltung von 53 U-Bahnhöfen. Jeden U-Bahnhof entwarf er individuell, so dass Fahrgäste ihren Zielbahnhof unmittelbar an der Gestaltung erkennen. Er legte eine auffallende Farbe und ein Symbol als Merkzeichen fest und gestaltete Wand Boden, Decken und Stützelemente sowie die Stationsschilder. Die Hintergleiswand eines Bahnhofs spielte die größte Rolle für Rümmler – er nutzte sie als „Leinwand“, um beispielsweise Zeichnungen anzubringen und Geschichten der Bahnhöfe zu erzählen. So kann man beispielsweise am U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz(U7) Reproduktionen von Richard Wagners Bühnenbilder sehen. Den sehr aufschlussreichen Artikel von Ralf Liptau und Verena Pfeiffer-Kloss „Von Stecknadeln und Fäden U-Bahnhöfe der Nachkriegsmoderne unter Wien und Berlin“ könnt ihr auf der Webseite kunsttexte.de einsehen und mehr über den Vergleich der U-Bahnhöfein Wien und Berlin erfahren. #denkmal #denkmaldonnerstag #denkmalanberlin #denkmalschutz #architektur #berlin #fotografie #ubahnhof #ubahn #bahnhof #rümmler #popart #pavillon #uhrturm #gestaltung #fehrbellinerplatz #ubahnfehrbellinerplatz
6662 Lichtpunkte und ein ultramarines Gewölbe aus Gipskarton erwecken den Eindruck eines Sternenhimmels unter der Erde im Zentrum Berlins. Der U-Bahnhof Museumsinsel nahe des Humboldt Forums erstrahlt seit der Öffnung am 09. Juli 2021 als Teil der U-Bahnlinie U5. Als Anerkennung der hervorragenden Bauten Schinkels an diesem Ort, wie die Friedrichswerdersche Kirche, das Alte Museum oder auch die 1961 abgerissene Bauakademie hat der Schweizer Architekt Max Dudler den Bahnhof in Anlehnung an Schinkels Werk gestaltet. Von Schinkels Bühnenbild für die Aufführung der Zauberflöte (1816, s. 5. Foto) inspiriert, entwarf Dudler einen Sternenhimmel: „In der U-Bahn-Station ist ja immer Nacht. Und ein Sternhimmel hat etwas Unendliches. Man weiß nicht, wo er aufhört. Dieses Gefühl von Unendlichkeit wollte ich erzeugen.“ Auch der Säulengang mit gräulichem Granit und die Wände aus hellem Naturstein seien von Dudler in Anlehnung an die klassizistische Architektur der umliegenden Gebäude gewählt. An den Hintergleiswänden zeigen Fotografien von Stefan Müller Details dieser historischen Bauten. #denkmalanberlin #denkmaldonnerstag #ubahnhof #ubahn #berlin #museumsinsel #U5 #schinkel #maxdudler #bühnenbild #zauberflöte #sternenhimmel #sterne #säulengang #unendlichkeit #klassizismus #architektur #säule
Kurt Mühlenhaupt Museum verlängert Ausstellung! Mühlenhaupt trifft Schinkel und Schadow. Bereits seit einigen Wochen können Kunst- und Denkmalinteressierte die Jubiläumsausstellung des Kurt Mühlenhaupt Museums im Sockel des Kreuzberg-Denkmals bewundern. Ihr hattet noch keine Chance sie Euch anzusehen? Dann habt Ihr jetzt nochmal die Möglichkeit! Wegen dem guten Feedback wurde die Ausstellung bis zum 29. August verlängert. Mehr Informationen zu der Ausstellung und dem Museum findet Ihr unter www.muehlenhaupt.de © Thomas Knoll
Denk mal an Berlin e.V. zu Gast im Kurt Mühlenhaupt Museum Interview mit unserer Vorstandsvorsitzenden Frau Dr. Elisabeth Ziemer nachdem unser Verein Denk mal an Berlin e.V. die Ausstellung "Mühlenhaupt trifft Schinkel und Schadow" im Sockel des Kreuzberg-Denkmals besichtigen durfte.
Goethe Denkmal in Berlin Mitte Das Goethe- Denkmal findet Ihr im Tiergarten in Berlin Mitte. Bereits 1860 hatte man die Idee, die Dichter Goethe, Schiller und Lessing mit einem Denkmal zu ehren. Doch erst 20 Jahre später wurde die Figurengruppe aus Carrara-Marmor eingeweiht. Zuvor fehlten das breite Interesse und die finanziellen Mittel. Nachdem 1868/71 das Schillerdenkmal auf dem Gendarmenmarkt realisiert war, folgte 1880 das Goethe-Denkmal. Mai 1872 wurden 50 Entwürfe der Öffentlichkeit vorgelegt. Fritz Schaper konnte mit seinem Entwurf zwar das Publikum überzeugen, aber das Denkmalkomitee wollte seine Entscheidung erst nach einer Überarbeitung der vier besten Entwürfe fällen. Fritz Schaper erhielt ein Jahr später den Auftrag und die Ausführung konnte 1876 beginnen. Am 02. Juni 1880 wurde das Goethe-Denkmal feierlich enthüllt. Goethe ist im Alter von etwa 40 Jahren dargestellt. Er wird von allegorischen Figurengruppen umgeben, die sein Werk repräsentieren. Eine Muse mit Leier und Amor symbolisiert die lyrische Dichtkunst, die dramatische Dichtkunst erscheint in Gestalt einer schreibenden Frau mit dem Genius des Todes. Die dritte Allegorie der wissenschaftlichen Forschung zeigt eine lesende Frau, zu ihren Füßen ein Gefäß mit weiteren Schriftrollen. Weil man negative Umwelteinflüsse und Vandalismus befürchtete, wurde die Skulptur 1981/82 vollständig demontiert. Ende der 80er wurde das Denkmal durch einen Betonabguss ersetzt. Dank der Restaurierung von 2008 könnt Ihr den Dichter hinter dem rekonstruierten Schmuckgitter seit 2010 wieder im Tiergarten bewundern. #denkmal #denkmalanberlin #dichter #goethe #schriftsteller #berlin #literatur #skulptur #sculpture #denkmalpflege #denkmalschutz #auto #schaper #schiller #lessing rbb24 Berliner Fernsehturm Berliner Zeitung Tagesspiegel Bezirksamt Mitte von Berlin
Mühlenhaupt trifft Schinkel und Shadow Am Wochenende hatten wir die wunderbare Gelegenheit gleich an zwei Tagen Kurt Mühlenhaupts Kunstwerke genießen zu können. Samstag konnten wir im Sockel des Kreuzbergerdenkmals Kunst von gleich 3 Künstlern bewundern. Während Herr Düspohl die Skulpturen und Wandfriese der Berliner Bildhauerschule des 19. Jahrhunderts erläuterte, flocht Frau Mühlenhaupt Geschichten aus dem Leben ihres 2006 verstorbenen Mannes und dem Aufbau der Ausstellung ein. Am Sonntag ging es zum Kurt Mühlenhaupt Museum. In einem netten Hinterhof in der Fidicinstraße wurden wir mit Kaffee und Keksen begrüßt. Anschließend konnten wir einen Rundgang durchs Museum machen. Dank Katharina Thalbach, welche 10 amüsante Audios zu Mühlenhaupts Biographie eingesprochen hat, konnten wir sein Leben mit Lust verfolgen. Es fühlte sich an als würde Mühlenhaupt persönlich seine interessante Lebensgeschichte erzählen. Neben der Ausstellung, konnten Interessierte sich die Galerie ansehen, in denen uns weitere einzigartige Zeichnungen, Gemälde sowie Skulpturen erwarteten. Wer nicht genug von Mühlenhaupt haben konnte, hatte die Gelegenheit im Shop ein kleines Andenken an den Ausflug oder gar eine Druckgrafik von Kurt Mühlenhaupt zu ergattern. Kurt Mühlenhaupt Museum #denkmalanberlin #denkmal #schinkel #shadow #mühlenhaupt #kurtmühlenhauptmuseum #berlin #monuments #denkmalpflege #viktoriapark #kreuzbergerdenkmal #sockel ©Thomas Knoll