Lady LeBelle

Lady LeBelle Gedankenwelten der Liebe, Fenster der Seele und ein Raum für alles das ein Herz beschäftigt und im Tempel des Geistes wohnt. Schreiberin aus Leidenschaft.

Glückliche FarbenVon der Fühlingssonne wach geküsst im Dunste der nächtlichen Schatten.Ein Raum durchflutet von Licht in...
23/10/2019

Glückliche Farben

Von der Fühlingssonne wach geküsst im Dunste der nächtlichen Schatten.
Ein Raum durchflutet von Licht in der Mitte gebettet auf weichen Matten.
Ein Lächeln huscht über das Gesicht.

So könnte auch der Beginn einer romantischen Novelle aussehen.
Wer hätte gedacht, dass das Leben eine Wendung nimmt und es wieder möglich wird Farben zu erkennen?
Aus dem dunkelsten Schwarz wurde ein fröhliches Grau. Doch da blieb es nicht stehen. Es wurde heller nahm immer mehr Facetten auf. Es bildeten sich Töne in den schillerndsten Nuancen. Von gelb, über rot, grün, lila, blau und orange. Ein Spektrum das verloren schien.
Das mit der Zeit und der Wundheilung stimmt nur bedingt, trotzdem ist die Zeit oftmals hilfreich. Manche Verletzungen brauchen lange um zu heilen. Allen voran brauchen regulär die Blessuren die wir uns selber zugefügt haben am längsten um unscheinbar zu werden.
Warum sind wir selbst eigentlich oft der strengste Richter wenn es um uns selbst geht? Manches das wir selber getan haben halten wir uns Jahre lang vor. Geiseln uns mit dieser Schmach der Untaten und verzeihen anderen Menschen diese Dinge so viel leichter.
Manchmal kommt das auch in den denkbar ungünstigsten Situationen vor und sei es nur gedanklich.

ZACK! Sind wir blockiert, können den Augenblick nicht mehr genießen obwohl er voll von Schönem ist. Wir werden traurig oder nachdenklich. Unsicher oder verschwinden plötzlich in uns selbst. Haben Angst das unser Gegenüber Erwartungen haben könnte, die wir doch nicht erfüllen. Es ist schwer offen, transparent und ehrlich zu sein. Nichts ist angenehmer und leichter als sich hinter schnell gesagtem „alles gut, läuft, kein Problem“ zu verstecken. Bloß nicht zugeben das es einem gerade gar nicht so super geht. Das man müde ist. Zeigen schon gar nicht. Das könnte unser Ansehen, unser mühsam erbautes Bild das andere doch bitte von uns haben sollen, ankratzen oder noch schlimmer, kaputt machen. Dann sind wir nicht mehr schillernd, bequem, angenehm oder toll.
Zumindest denkt das unser Verstand und unsere bisherige Erfahrung. Ist das wirklich alles so wahr?
Ist die Einbildung selbst, nicht auch oft eine Einbildung?
Viele sehnen sich danach einfach für den gemocht zu werden der sie sind und noch toller wäre es dafür geliebt zu werden. Gleichzeitig haben wir genau davor Angst.
Angst davor nicht zu genügen, nicht einzigartig genug zu sein.
Jeder will er selbst sein während er sich immer mehr darin verliert so zu sein wie andere ihn haben möchten. Es gibt so wenig Menschen die sich trauen einfach nur sie selbst zu sein.
Oft kann man auch vergessen wer man ist, weil man einfach zu lange damit beschäftigt war so zu sein wie es angemessen schien.
Wenn man sich selbst oder seinen eigentlich Weg der vom Herzen gezeigt war verliert, oder verlässt kommt früher oder später ein Punkt an dem alles zusammenbricht. Wieder Ordnung zu schaffen dauert eine ganze Weile. Es ist auch verführerisch sich nach einer Pause wieder genau dahin zurück zu begeben. Immerhin ist man damit arrangiert und irgendwie wird’s schon gehen. Ging ja so viele Jahre gut.
Ein böser Trugschluss. Sich bequem in seinem Leben einzurichten und sich damit zufrieden zu geben ist weit entfernt von glücklich sein. Ein Wahnsinnsthema der Menschheit. Glücklich sein und wie man es werden kann.
Am glücklichsten sind regulär die Menschen die das machen was sie aus tiefstem Inneren wollen. Wofür sie eine Leidenschaft haben. Etwas zu tun das einen erfüllt. Der tolle Arzt, Anwalt oder Architekt wäre vielleicht viel lieber Pizzabäcker und dann glücklich weil er seiner Passion folgt. Dem Weg seines Herzens. Sollte das nicht unser Ziel sein? Folgen wir unserem Herzen werden wir glücklich. Egal was andere dazu sagen, davon halten. Wir brauchen doch sowieso viel eher Menschen die uns bestärken und dabei ehrlich bleiben. Die unsere Träume fördern ohne uns Illusionen zu geben, aber hinter uns stehen. Freunde die uns auch mal gehörig die Meinung sagen wenn wir unseren Weg vielleicht zu sehr verlassen oder uns auch mal daneben benehmen.
Das drumherum eines jeden einzelnen ist nicht unwichtig, aber noch wichtiger ist es das das drumherum uns wohlgesonnen ist und nicht darauf abzielt sich selbst irgendwelche Missstände zu erleichtern in dem sie in das Leben anderer so Einfluss nehmen das diese keine Energie für das eigene Sein haben. Eskann zwar glückliche Momente darin geben, doch zum einen sind diese irgendwie nicht mit Substanz und zum anderen ist es ein großer Unterschied glückliche Momente zu haben, oder glücklich zu sein.

Am Ende zählt was unser Herz erfüllt. Zur Belohnung das wir uns gut um uns selbst kümmern, steht das Glück und eine lachende Seele.
Wenn wir dann noch einem Menschen begegnen der all diese wunderbaren und auch die Schattenseiten mit uns teilt, haben wir das wovon fast jeder träumt.
Eine wunderschöne Vorstellung.
Lass sie leben.

Lady LeBelle

Der Zauber des Anfangs Sich dem hinzugeben ist nicht immer leicht. Es ist herausfordernd, braucht Mut, die Bereitschaft ...
10/01/2017

Der Zauber des Anfangs

Sich dem hinzugeben ist nicht immer leicht. Es ist herausfordernd, braucht Mut, die Bereitschaft sich einzulassen und eine Offenheit damit es das Herz erreichen kann. Der Impuls der Flucht, aus Angst, setzt sich als Gast immer mal wieder daneben. Das Herz pocht schnell und die Seele flüstert der Angst zu, das sie nicht mehr in solch hohem Maß benötigt wird. Bleibt der Zauber bestehen verwandelt es sich in Magie. Sie obliegt in all den kleinen Dingen, den kostbaren Momenten, die schließlich Schätze der Erinnerung werden. Auf eimal meint es das Schicksal gut mit einem und man bekommt ein Gegenüber das sich nicht abschrecken lässt von den zahlreichen Narben die das Leben einem gab. Jemand der sich die Mühe macht dich kennenzulernen, jemand der alles dafür tut um dir ein Lächeln zu schenken, einen Menschen bei dem Sicherheit eine neue Bedeutung gewinnt. Eine andere Seele die wissen möchte wie deine Vergangenheit war um zu verstehen wer du jetzt bist, der dich schützend im Arm hält und anschaut als wärst du das bezauberndste Wesen was seine Iris erblickt.
Es ist wie eine wahr gewordene Illusion, die jetzt in voller Pracht vor dir steht. Nach all den Jahren des Wartens, des Leidens, schwindender Hoffnung und etlichen Kämpfen wirkt das alles unwirklich.
Doch es ist erst der Beginn. Keiner weiß wohin die Reise geht und doch sieht man ein Stück gemeinsame Zukunft. Das Schwelgen in Träumen und Lebensvorstellungen werden bunter. Etwas das so unkompliziert ist das es zu schön wirkt, als das es wahr sein könnte. Natürlich warten auch hier Prüfungen der Zeit. Doch einander anzunehmen ist das größte Geschenk das uns widerfahren kann in Begegnungen mit anderen Menschen. Die Suche nach einem Märchen war es nie, aber eine nach einer Romanze die sich in Liebe verwandelt. Die Sterne stehen gut und auch wenn es zaghaft und schüchtern startet, weil das Reinspringen noch zu furchtsam geprägt ist, fühlt sich alles richtig an. Es fühlt sich aufgehoben an. Unvermittelt huscht ein Lächeln über die Lippen und der Grund dafür ist das Glück ein anderes Herz gefunden zu haben, das einen mit voller Bereitschaft in seinem Leben haben will, ganz egal welche Hindernisse auftauchen. Das Gefühl tiefer Dankbarkeit und aufkeimender Ruhe findet gerade seine Mitte. Die Lippen die zu einem Kuss verschmelzen und nach Leben schmecken. Es ist eine Lichtquelle die nicht nur Hoffnung sät, sondern auch das Seelenleuchten heller strahlen lässt. Wow, wenn das keine Magie ist, was sollte es dann sein?

Lady LeBelle

Das Herz-Hirn-Konzept und sein KomplizeSehnsucht verstummt nicht. Sie schweigt und zieht sich zurück, aber sie geht nich...
18/12/2016

Das Herz-Hirn-Konzept und sein Komplize

Sehnsucht verstummt nicht. Sie schweigt und zieht sich zurück, aber sie geht nicht.
Ein Teil von ihr bleibt immer im Herzen, versteckt sich in einer kleinen Ecke. Kuschelt sich ein in der Einsamkeit und Stille.
Leert sich der Kopf, so füllt sich das Herz. Dann sind da plötzlich wieder andere Gedanken. Gefühlsgedanken.
Seit Jahrzehnten streiten sich Wissenschaftler ob die Gedanken den Gefühlen folgen, oder die Gefühle den Gedanken. Es wird unterschieden in Herzmenschen und Kopfmenschen. Dabei trägt jeder beides in sich. Die Ausprägungen sind verschieden.
Der eine macht seine Entscheidungen vom Herzen her und der andere nach reichlichen Überlegungen. Das ist der einzige Unterschied. Weder ist das eine besser, noch mindert es die Bedeutung des anderen. Wie Saint-Exupéry schon sagte: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“
Doch unser Verstand ist unser Werkzeug um den Alltag zu bewältigen. Mit ihm funktionieren wir, er muss und will gefüttert werden und warnt uns manchmal in Form von Erinnerungen, Fehler zu wiederholen. Es gibt Menschen die sagen, dass das Herz und die damit getroffenen Entscheidungen schwerer wiegen oder die besseren sind. Doch woher wissen wir das?
Das was uns das Herz sagt, zeigt unsere tiefsten Wünsche. Es offenbart die Sehnsüchte die in uns wohnen und zeigt was die Seele leben will. Selbst wenn Ängste uns lähmen spricht es zu uns.
Ob wir darauf hören und dem folgen, ist eine Entscheidung die wieder an den Kopf abgegeben wird. Erfahrungen prägen uns alle. Jeden einzelnen von uns. Alle Individuen haben ihre Geschichten, also sollte keiner von uns mit Herablassung auf jemanden schauen. Zumindest nicht für das was er ist. In unserer heutigen sehr schnelllebigen Zeit ist es deutlich seltener geworden das Menschen einander mit Respekt und Herz begegnen. Worte werden einerseits hochgehalten und gleichzeitig entwertet. Wer Entscheidungen mit dem Kopf trifft ist oft in einer Position die vereinsamen lässt. Werden Entscheidungen vom Herzen her getroffen werden wir oft verletzt, weil wir uns angreifbar machen.
Doch es gibt noch eine andere intuitive Form des Wissens die wir im Laufe des Heranwachsen verlieren. Sozusagen den Komplizen unserer fokussierten Entscheidungsquellen.
Das Bauchgefühl! Gerne unterschätzt und von vielen verspottet. Sowohl von Herz als auch Kopfmenschen. Wie viele Enttäuschungen, Verletzungen oder auch positive Ereignisse wir uns damit eingehandelt oder verweigert haben, weil wir in dem Glauben waren das die beiden anderen Organe so viel mehr Wert haben. Dabei ist das Bauchgefühl eine Mischung aus beidem. Es bringt das beste hervor von Hirn und Herz. Vielleicht lernen wir das irgendwann wieder.
Es bleibt zu hoffen und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Lady LeBelle

Revolutionäre ZelleNicht was wir sind, oder waren. Was wir glauben zu sein und versuchen zu werden. Irgendwo und irgendw...
11/12/2016

Revolutionäre Zelle

Nicht was wir sind, oder waren. Was wir glauben zu sein und versuchen zu werden. Irgendwo und irgendwie dazwischen.
Niemals irgendwo angekommen, den Hafen gesehen oder einen Baum gepflanzt, trotzdem viel gelernt, gewachsen und gesegelt. Keiner von uns hat Bock auf dieses seelenlose Rumgevögel und trotzdem machen wir mit. Manchmal nicht aus Lust und Trieb, sondern aus Langeweile. Manchmal weil wir körperliche Nähe wollen und nicht wissen wie wir sie bekommen können ,außer über Sex. Es ist viel schwieriger zu fragen ob man im Arm gehalten werden kann, als zu fragen, ob man ficken will.
Selten ist da jemand der unsere Zerbrechlichkeit sieht und sagt: Klar würde ich dich gerne ficken, aber jetzt brauchst du keinen Fick sondern Nähe. Ich halte dich.
Es ist nicht so das wir bereuen wenn wir, statt der wirklichen Geborgenheit, Sex bekommen. Immerhin ist Triebbefriedigung nichts, das keinen Spaß bringen würde.
Erfüllt sind wir danach jedoch selten bis nie. Dann macht sich diese Trauer breit. Keine bei der man weint. Eher eine, bei der die Leere einen ausfüllt. Ein Moment in dem man merkt, wie rastlos man ist und wie groß die Sehnsucht danach, anzukommen. Die Anspannung zu verlieren und nicht das Gefühl auf der Flucht zu sein, oder gleich losspringen zu müssen. Das Eigenschaften und Merkmale die wir an uns selbst als Makel erleben, unserem Gegenüber zwar bewusst sind, aber er sie nie gegen uns verwendet oder sich daran stört.
Ineinander passen so viele, zueinander nur wenige und echte Verbundenheit gibt es so selten, das Liebe für viele von uns verlorene rastlose Geister, wie eine schöne Illusion erscheint. Oft fühlen wir uns betrogen. Wo sind denn die Menschen aus den Zeiten in denen Briefe geschrieben wurden? Gehen echte Liebesgeschichten immer mit den verbundenen Herzen unter?
Gedanken dieser Art holen mich und andere immer wieder ein. Es wäre schön, wenn sie nicht ungebeten vorbeikämen.
Vielleicht hört das irgendwann auf, vielleicht ist es auch eine Störung im Gehirn in irgendeinem Hirnlappen hinter dem ein Denkzentrum liegt, dessen Barriere nicht standhält und deswegen so viel durch den Kopf strömt.
Wer weiß. Erklärungen sind immer nur so lange gültig, bis ein anderer kommt der was neues beweisen kann.
Wie dem auch sei, ich weigere mich den Glauben an die Liebe, an das wirklich große WIR aufzugeben. Das Herz ist eine revolutionäre Zelle und Liebe ist der einzige Aufstand der wirklich wild und frei ist. Ein Muskel der mit Worten gebrochen und geheilt werden kann. Das ist wirklich revolutionär.

Lady LeBelle

Sätze die man nicht sagen darf:„Ich vermisse dich.“„Du fehlst mir.“ „Ich mag dich sehr.“„Du bist mir wichtig.“„Ich wäre ...
28/09/2016

Sätze die man nicht sagen darf:

„Ich vermisse dich.“
„Du fehlst mir.“
„Ich mag dich sehr.“
„Du bist mir wichtig.“
„Ich wäre jetzt gerne bei dir.“
„Ich würde gerne neben dir einschlafen und dann neben dir wach werden“
Und der schlimmste von allen: „Ich liebe dich.“

Was genau ist an diesen Sätzen eigentlich schlimm? Die Worte? Die Bedeutung oder ist es nicht vielmehr das, was wir hinein interpretieren. Wir steigern uns direkt in ein Aufflammen hinein ohne solche Aussagen mal kurz wirken zu lassen und sie einfach anzunehmen. Wir müssen natürlich direkt davon ausgehen das es eine ganz tiefgreifende Verantwortung mit sich bringt, sobald jemand diese Sätze äußert oder schreibt. Gleich mal reinsteigern, gleich mal zu viel interpretieren und am Besten Verantwortungsgefühle potenzieren.

Die Welt ist verkorkst und wir alle sind es scheinbar auch. Alles hat eine gehobene Bedeutung und darf gar nicht einfach nur so existieren. Nicht einmal Worte. Worte sind ohnehin mit das gruseligste das es gibt. Denn irgendwann haben wir gelernt, das es nicht einfach nur Worte sind die etwas mitteilen, sondern das Worte genutzt werden um uns etwas aufzubürden. Das wir verantwortlich sind für das Wohlbefinden unseres Gegenübers und wenn wir es nicht schaffen das Wohlbefinden oder Glück des anderen zu stützen, zu kreieren, dann sind wir keine guten Menschen, oder zumindest dafür verantwortlich das es unserem Gegenüber nicht mehr so gut geht.

Durch meine Lebensgeschichte habe ich gelernt das ich keine Bedürfnisse haben darf und sie zu äußern wurde mir schon früh aberzogen mit den fragwürdigsten Methoden. Physische und psychische Gewalt ging hier Hand in Hand. Selbst jetzt mit meine 29 Plus Jahren bin ich extrem vorsichtig solche gefährlichen Sätze wie oben beschrieben zu äußern, oder zu verschicken. Sowas behält man gefälligst für sich. Der andere soll sich ja nicht unwohl fühlen. In den wenigen Situationen in meinem Leben in denen ich endlich mal den Mut gefasst hatte sie zu sagen wurde ich oft gegen den Kopf gestoßen und ich fühlte mich zurückversetzt in mein 5jähriges Ich, das erstmal in seinem Zimmer eingesperrt wurde, damit es nicht nervt.
Also lernte ich, das ich kein Bedürfnis nach Geborgenheit haben darf. Sowas steht mir einfach nicht zu. Sehnsucht danach, na ja, wurde mit mißbilligendem Blick geduldet, falsch war es trotzdem.
Bei diesen Voraussetzungen muss natürlich ein seelisch gesunder Mensch mit besten Abgrenzungsfähigkeiten und sozialer Intelligenz bei rauskommen. (Natürlich nicht, Utopie herrscht überall und was wäre aus mir geworden ohne zynischen Sarkasmus?)

Fortan fühlte es sich also immer falsch an wenn ich einen dieser zarten Sätze zu Menschen sagte bei denen ich mich wohl fühlte. Am gravierendsten waren die Auswirkungen, wenn ich sie Männern mitteilte. In meinem Leben kann ich an einer Hand abzählen zu wie vielen ich das sagte.
Mal abgesehen von dem „Ich liebe dich.“ Das ist auch eine ziemlich große Kategorie die hier aber außen vor ist.

Das Blöde an dieser ganzen Sache ist, das ich es Männern nicht einmal verübeln kann, das diese Aussagen in ihnen mulmige Gefühle hervorrufen. Denn gerade von Männern wird oft erwartet das sie Bedürfnisse erfüllen sollen und verantwortlich für das Glück ihrer Partnerin sein müssen. Sie müssen sogar schon Verantwortung dafür übernehmen, wenn sie nich mal mit der Frau zusammen sind. Das wird eben so erwartet. Es wird ihnen vorgelebt und anerzogen. Viele Frauen bekommen beigebracht das es so sein muss und das, wenn der Mann sie nicht glücklich macht, er kein guter Mann ist. Beides ist völlig überzogen und schlichtweg unfair.
Kein Wunder also, das Männer, für den unwahrscheinlichen Fall das ihnen eine Frau begegnet die keine Verantwortung übertragen, sondern nur sich mitteilen möchte, sehr skeptisch sind. Je älter wir werden, desto mehr Menschen sind und regulär begegnet. Die Erfahrung lehrte uns das es oft so ist und wir sehr vorsichtig sein müssen. Mit allem!
Wie oft sind Männer in Beziehungen geraten in denen sich Frauen so stark emotional von ihnen abhängig gemacht haben, das sie fast keine andere Möglichkeit hatten, als schon beim Aufkeimen von zarten Anwandlungen des nur mögen, die Flucht ergreifen wollen. Abgrenzung ist wichtig, sie schützt uns.
Das Man(n) sich erstmal daran gewöhnen muss, wenn Frau sowas zu ihm sagt, ohne verliebt zu sein und es tatsächlich ohne Verantwortungsübertragung einhergeht ist also nachvollziehbar.

Das Problem das Männer mit dieser emotionalen Verantwortungskiste haben, haben Frauen mit dem Sexobjektding. Natürlich wollen wir sexuell begehrt werde, wollen das der Mann nach uns verrückt ist und die köstlichen Freuden der Wolllust mit ihm teilen.
Gehen wir diesem Bedürfnis nach, freuen sich beide Seiten, aber wehe die Frau sagt dann solche Sätze wie „Ich vermisse dich.“ Das finden die wenigsten Männer toll.
Sex, Geilheit ausleben, wild und leidenschaftlich sein…YES BABY! Aber solche Sätze kannst du bitte für dich behalten, um sowas geht es doch bei uns nicht.
Um was geht es nicht? Darf ich nicht zu jemandem sagen, den ich mag und mit dem ich Sex habe das ich ihn vermisse oder seine Nähe schätze, OHNE das ich verliebt bin?
Uns Frauen wird das Klischee seit etlichen Jahrzehnten nachgesagt, genauso wie man Männern das nachsagt das sie eh schwanzgesteuert durchs Leben gehen und meist nach einmaliger Verletzung in Herzensangelegenheiten alles bumsen was nicht bei drei auf dem Baum ist um sich damit an der Frauenwelt zu rächen.

Was soll der ganze Mist? Egal welches Geschlecht wir haben wir alle sehen uns nach Geborgenheit und Wärme. Danach angenommen zu werden wie wir sind. Aber sind wir so wie wir sind, ist das in den seltensten Fällen richtig. Was also tun?

Wie gesagt ich nehme es den Männern nicht übel das sie so sind wie sie sind. (Ich weiß es sind nicht alle so) Aber wer von uns ist denn emotional so gesund und stabil das er nicht immer interpretiert und berechnet? Es einfach mal geschehen lässt und sich über die Schönheit des Gefühls freut. Denn schließlich ist es eine Form der Anerkennung und Wertschätzung.

Ich für mich weiß nun einmal mehr, Bedürfnisse lösen Gefahren aus. Keine Körperlichen. Schlimmer: Seelische Nöte.
Es ist besser sie nicht zu äußern.

Lady LeBelle

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