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Merkur. Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken

Merkur. Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten des Merkur, vor allem des Blogs.

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26/09/2022

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WIR ERINNERN AN KARL HEINZ BOHRER, der heute 90 Jahre alt geworden wäre. Der Literaturkritiker, Herausgeber, Wissenschaftler und Verfasser vieler Werke um die zentrale Idee des Momentanismus, der »Plötzlichkeit«, galt als scharfzüngiger Zeitkritiker. Eine Übersicht der bei uns erschienenen Werke Bohrers gibt es hier: http://shrk.vg/KarlHeinzBohrer-F

In der Meistererzählung von der »Erfolgsgeschichte Bundesrepublik« werden hochaggregierte Verlaufsbegriffe wie »Demokrat...
15/09/2022

In der Meistererzählung von der »Erfolgsgeschichte Bundesrepublik« werden hochaggregierte Verlaufsbegriffe wie »Demokratisierung«, »Liberalisierung« oder »Modernisierung« mit dem Strom der Ereignisse zu langen narrativen Linien verwoben. Der Protagonist und heimliche Held dieser magistral vorgetragenen Erzählung bleibt abstrakt und bildet zugleich das Explanandum: die Demokratie der Bundesrepublik. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/09/01/erfolgsgeschichte-bundesrepublik-vom-anfang-und-ende-einer-meistererzaehlung/

 Im Dezember 1991 stimmte der Erfurter Stadtrat über die Umbenennung einer Reihe von Straßen ab, die nach historischen P...
12/09/2022

Im Dezember 1991 stimmte der Erfurter Stadtrat über die Umbenennung einer Reihe von Straßen ab, die nach historischen Persönlichkeiten benannt waren. Begründet wurde der Vorgang mit einem lapidaren Satz: »Eine Überprüfung der Biographien der betreffenden Personen ergab, daß aus heutiger Sicht ihre Leistungen eine Straßennamensvergabe kaum rechtfertigen.« https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/09/01/erfurt-zum-beispiel-zur-frage-der-strassennamen/

 "Der Beitrag von Ulrich K. Preuß über Fehler in der Politik, der im Juliheft des Merkur erschienen ist, lohnt eine gena...
06/09/2022

"Der Beitrag von Ulrich K. Preuß über Fehler in der Politik, der im Juliheft des Merkur erschienen ist, lohnt eine genauere Lektüre. Die Argumentationsstrukturen und -strategien, auf denen er aufbaut, sind exemplarisch für einen ganz bestimmten Typ von Kommentaren und Diskussionsbeiträgen zu Russlands Krieg gegen die Ukraine." https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/09/01/fehler-in-der-politik/

MERKUR, Nr. 880, September 2022Schwerpunkt: GeschichtspolitikESSAY  Die historische Meistererzählung der Bundesrepublik ...
01/09/2022

MERKUR, Nr. 880, September 2022
Schwerpunkt: Geschichtspolitik

ESSAY
Die historische Meistererzählung der Bundesrepublik folgt nach wie vor allzu einsinnig einem Erfolgsplot. Es ist höchste Zeit, andere Formen der Geschichtsschreibung auszuprobieren. | Man muss kein DDR-Apologet sein, um zu begreifen, dass die gegenwärtige Erinnerungsdebatte in ihren Verschränkungen und Verrenkungen ohne Einbeziehung einer deutsch-deutschen Perspektive kaum erschöpfend analysiert werden kann. | Erfurt ist ein interessanter Fall für gesamtdeutsche Straßennamendebatten. Es gibt hier eine spezifisch ostdeutsche Transformationserfahrung, zugleich ist die Erinnerung an die Umbenennungswelle von 1989/90 noch frisch.

KRITIK
Bürgerinnen und Bürger – Letztere häufiger – schrieben massenhaft Briefe und Eingaben an Politiker und Parteien, Institutionen und Behörden. Auf diesem Feld der Partizipation waren sich die Deutschen in Ost und West ziemlich ähnlich. | Für manche Wissenschaftler und Intellektuellen in Deutschland wäre dies ein guter Moment, über Russland und die Ukraine erst einmal zu lesen, bevor sie weiter darüber schreiben. | Der Nationalstaat hat sich durch die Globalisierung keineswegs in Luft aufgelöst, wie noch in den neunziger Jahren vorhergesagt wurde. Er ist vielmehr in transnationale Kapitalflüsse und die Netzwerke internationaler Machteliten hineinverwoben.

MARGINALIEN
Steht in Deutschland die Erinnerung an den Holocaust der Auseinandersetzung mit der Kolonialvergangenheit wirklich im Weg? | Auf zehntausend Meter über der Erde hielt ich es für möglich, dass sich auch die Männer des Apollo-11-Unternehmens einer Treue gegen die Menschheit verpflichtet fühlen könnten. | Ich kenne meinen Urgroßvater nicht. Er hat meinem Vater seine Geige geschenkt. Er war angeblich ein netter Mann.
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 "T.W. Adorno schrieb einmal, der Antisemitismus sei das Gerücht über die Juden. Dieses Gerücht wird auf der documenta f...
23/08/2022

"T.W. Adorno schrieb einmal, der Antisemitismus sei das Gerücht über die Juden. Dieses Gerücht wird auf der documenta fifteen mittlerweile durch Leute am Leben gehalten, die es erwarten und freihändig erfinden: als deutsches Gerücht über den Antisemitismus der Nicht-Deutschen." https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/08/19/unter-dem-klebestreifen/

Merkur, Nr. 879, August 2022ESSAY  Genau das ist ein Zuhause: der erste und niemals fertige Entwurf einer Überlappung un...
01/08/2022

Merkur, Nr. 879, August 2022

ESSAY
Genau das ist ein Zuhause: der erste und niemals fertige Entwurf einer Überlappung unseres Glücks mit der Welt. | Die merkwürdigen Randzonen der Wissenschaften hat es schon immer gegeben. Neu ist, dass wir ihnen jetzt unsere Aufmerksamkeit schenken. Warum nur? | Die Serengeti ist überall. In Schottland, Wales, Yorkshire, Exmoor, Kent, Gloucestershire, Dorset, Sussex. Überall, wo in Großbritannien Menschen wohnen, werden Großkatzen gesehen.

KRITIK
Sind Empfindlichkeiten eher den Sinneswahrnehmungen oder den Emotionen zuzuordnen? Formieren sie sich individuell oder kollektiv? | Die internationalen Sachbuchbestseller bilden ein sehr spezielles Segment des Buchmarkts. Es gibt überhaupt nur ein paar Dutzend Autoren, denen das Privileg zugestanden wird, die ganz großen Themen aus großer Flughöhe mit grobschlächtigen Deutungen zu malträtieren. | Bis vor dreißig Jahren waren in Westdeutschland Germanistik und Soziologie Fächer, die man auch aus außerwissenschaftlichem Interesse studierte. Die einzige Geisteswissenschaft, für die das noch immer zutrifft, ist die Geschichtswissenschaft, insbesondere die Zeitgeschichte – davon kann man sich in jeder Bahnhofsbuchhandlung leicht überzeugen.

MARGINALIEN
Für die Ukrainer verbinden sich der Holodomor, die Unterdrückung durch die Sowjets und Bolschewiken, die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu einem Knäuel aus Angst und Misstrauen. Es gibt wohl keine Familie, die nicht immer noch tief gezeichnet wäre von all dem Elend des vergangenen Jahrhunderts. | Neuerdings artikuliert eine wachsende Zahl von Christen ihre offene Ablehnung nicht nur bestimmter liberaler Werte und Normen, sondern der liberalen Demokratie insgesamt. | Ich sehe ihnen nach, meinen Tanten und ihren Gefährtinnen. Ihren Vätern entronnen. Heimliche Paktiererinnen. Ihrer Zeit weit voraus. | „Mondbahnhof,“ sagte die Witwe, „ein neues Wort.“ | Geblieben ist mir aus dem Weltatlas eine Erinnerung an die panische Angst vor Inflation und Krieg

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Die Juristin Alexandra Kemmerer empfiehlt Wilhelm G. Grewes Essay „Die Sprache der Diplomatie“ in unserer Gesprächsreihe...
28/07/2022

Die Juristin Alexandra Kemmerer empfiehlt Wilhelm G. Grewes Essay „Die Sprache der Diplomatie“ in unserer Gesprächsreihe Zweite Lesung. Grewe war einer der entscheidenden Gestalter der Außenpolitik Adenauers und gibt in diesem Essay von 1966 eine kenntnisreiche Einführung in die Feinheiten und Eigenheiten des diplomatischen Sprechens. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/07/27/video-alexandra-kemmerer-ueber-wilhem-grewe/

Sommer-Verlosung unter allen Newsletter-Abonnent/innen: Wir verlosen 3 Jahresabos Print, 3 Jahresabos digital + 20 schic...
19/07/2022

Sommer-Verlosung unter allen Newsletter-Abonnent/innen: Wir verlosen 3 Jahresabos Print, 3 Jahresabos digital + 20 schicke MERKUR-Notizbücher. http://aktion.merkur-zeitschrift.de/

 »Das ist mehr als ein Verbrechen, das ist ein Fehler« – dieser dem französischen Staatsmann Charles Maurice de Talleyra...
07/07/2022

»Das ist mehr als ein Verbrechen, das ist ein Fehler« – dieser dem französischen Staatsmann Charles Maurice de Talleyrand zugeschriebene Aphorismus kommt einem in den Sinn, wenn man die Diskussion darüber verfolgt, wie Bundespräsident Steinmeier über seine Russland-Politik spricht. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/06/30/ueber-fehler-in-der-politik/

MERKUR, Nr. 878, Juli 2022ESSAY Während Trump eine Hexenjagd auf vermeintlich illoyale Beamte anzettelte, bewährten sich...
01/07/2022

MERKUR, Nr. 878, Juli 2022

ESSAY
Während Trump eine Hexenjagd auf vermeintlich illoyale Beamte anzettelte, bewährten sich einige von ihnen als Stabilisatoren der Rechtsstaats. | Was haben jene gemeint, die Steinmeier nun den Fehler vorwerfen, seine Russland-Politik sei naiv, nachsichtig, ja geradezu freundschaftlich gegenüber Putin und seinem russischen Amtskollegen Lawrow gewesen? | Was haben wir gesehen? Welche Bilder haben wir im Kopf, wenn wir an den Krieg in der Ukraine denken? | Ob Benjamin, Brecht, Broch oder Luxemburg, stets arbeitet Hannah Arendt so eng, intensiv und virtuos mit dem Primärmaterial, dass man den Eindruck gewinnt, die porträtierten Figuren selbst erzählten ihr Leben.

KRITIK
Der Bekenntnisdrang duldet nur das Pro und Contra der Kriegsparteien, nichts Drittes. Er klagt jene der Zeugnisverweigerung an, die sich zu keiner Kriegspartei bekennen. Und er versteht sogar die Ablehnung des Krieges als ein Bekenntnis im Krieg. | So sehr sich Martin Sabrow und Lothar Machtan als Historiker unterscheiden, so sehr ähnelt sich ihr Vorgehen, die Kritik der Verwendung ikonischer Bilder zu nutzen, um alternative Geschichtsdeutungen zu plausibilisieren.

MARGINALIEN
In manchen Fällen gibt es mehr Nichtwähler als Wähler. Wie soll man sich da noch auf die Legitimation durch „das Volk“ berufen? | Landauf, landab glaubt man zu wissen, dass in diesen Tagen auch unsere Freiheit auf dem Spiel steht und wir alleine deswegen den Ukrainern "schweres Gerät" schulden, mindestens. Wer Skepsis anmeldet, ist zwar noch kein Verräter, aber schon neben der Spur. | Der politische Kampfbegriff des Parasiten kam nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend aus dem allgemeinen Sprachgebrauch. Mittlerweile spricht vieles für seine Rückkehr. | In einer für mich als bedrohlich erscheinenden Situation auf einer dunklen Straße ist es nicht mein Charakter, sind es nicht meine Taten und Werke und Gedanken, die auf dem Spiel stehen. Es ist mein Körper, zufällig zur gleichen Zeit im gleichen Raum wie der von anderen Passanten, den ich in Gefahr sah.

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Der Kulturjournalist Matthias Dell empfiehlt den Essay „Eine abgewehrte soziale Bewegung? Der jugendliche Rechtspopulism...
29/06/2022

Der Kulturjournalist Matthias Dell empfiehlt den Essay „Eine abgewehrte soziale Bewegung? Der jugendliche Rechtspopulismus in der neuen Bundesrepublik“ von Heinz Bude. Der Text von 1993 diskutiert Antworten auf den in den 90er-Jahren neu aufflammenden Rechtsextremismus. Vor dem Hintergrund der heutigen Lage gelesen, zeigt er in aufschlussreicher Weise Brüche und Kontinuitäten im Diskurs über rechte Gewalt auf. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/06/29/video-matthias-dell-ueber-heinz-bude/

Wir laden ein zur Verleihung des Merkur-Preises der Ernst H. Klett Stiftung Merkur für Dissertationen am Freitag, den 24...
20/06/2022

Wir laden ein zur Verleihung des Merkur-Preises der Ernst H. Klett Stiftung Merkur für Dissertationen am Freitag, den 24.6., um 19 Uhr.

Aus Corona-Gründen handelt es sich um eine Doppelverleihung, nämlich an Benedikt Wintgens, Preisträger des Jahres 2020, und Nora Weinelt, Preisträgerin des vergangenen Jahres. Preisträger und Preisträgerin werden kurz aus ihren Arbeiten lesen und diese im Gespräch mit Christian Demand und Ekkehard Knörer vorstellen, im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang in der Redaktion des Merkur in Berlin-Charlottenburg. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Mehr Informationen unter: https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/06/07/verleihung-des-merkur-preises-an-nora-weinelt-und-benedikt-wintgens/

MERKUR, Nr. 877, Juni 2022ESSAY  Das Problem ist nicht Putin, es wird sich immer ein Mussolini oder ein Putin finden. Da...
01/06/2022

MERKUR, Nr. 877, Juni 2022

ESSAY
Das Problem ist nicht Putin, es wird sich immer ein Mussolini oder ein Putin finden. Das Problem ist die russische Gesellschaft, die ihn wählt und kein moralisches Problem dabei hat. | Wie wurde aus jemandem, der auf den Antillen geboren worden war, ein algerischer Revolutionär? Wie wurde aus einer zunächst unscheinbaren Figur der "für das 21. Jahrhundert wichtigste" revolutionäre Intellektuelle? | Meine Angst möchte sich am liebsten mit sich selbst beschäftigen. Die Welt wird angenehm übersichtlich, wenn man sehr viel Angst hat.

KRITIK
Wenige Künstler waren im 20. Jahrhundert stärker von den Geschmackswechseln der Kunstwelt betroffen als Alexander Calder. Er wurde tief verehrt, dann verachtet. | Obwohl Mitglied der dritten Generation, schreibt Christiane Hoffmann ihr Buch aus der Perspektive eines Kriegskinds und beschreibt die Nachwirkungen, die die Fluchtgeschichte ihres damals neunjährigen Vaters bei ihr in Gang gesetzt hat. | Noch immer ist das reichhaltige Material, das True Crime nicht nur der Literatur- und Kultur-, sondern auch der Sozial-, Medien-, Wissens- und Emotionsgeschichte bietet, über Ansätze hinaus so gut wie nicht erforscht.

MARGINALIEN
Die akademische Philosophie muss nicht zeigen, dass sie dasselbe kann wie die populäre, vielmehr sollte sie das, was sie von dieser unterscheidet, in den öffentlichen Diskurs einbringen. | Wo sich der erzählerische Furor an existierenden Menschen vergreift und sie zum „main character“ nicht mehr kontrollierbarer Deutungen macht, entstehen gravierende ethische Probleme. | Ich war vier oder fünf, als ich zum ersten Mal darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es zwischen meinem Dialekt und dem Hochdeutschen einen nicht nur feinen Unterschied gab. | Die Lüge war kein Dackel. Die Lüge hatte große elefantöse Beine, sie kam daher wie ein Kampfgeher aus Untergangsfilmen, stampfte alles nieder. | Letzte Lepra-Fälle in Europa traten 2011 in Rumänien auf, in den Ländern des Globalen Südens erkrankten in den letzten Jahren jeweils noch um die 120000 Menschen.

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MERKUR, Nr. 876, Mai 2022ESSAY Während der 1990er Jahre, auf dem Höhepunkt ihrer medialen Strahlkraft, schienen Botho St...
04/05/2022

MERKUR, Nr. 876, Mai 2022

ESSAY
Während der 1990er Jahre, auf dem Höhepunkt ihrer medialen Strahlkraft, schienen Botho Strauß und die deutschen Popliteraten denkbar wenig miteinander zu tun zu haben. Von heute aus betrachtet, stechen überraschenderweise die Gemeinsamkeiten ins Auge. | Das Selbstmarketing der Tech-Industrie im Silicon Valley folgt einer schlichten, aber effizienten Rhetorik: Vor uns war keiner da, vor uns hat keiner das Problem erkannt, vor uns hat keiner diese Lösung ausprobiert. | In den achtziger Jahren hatte Miami nicht viel mehr zu bieten als Drogen, Clubs und pastellfarbene Blazer. Mittlerweile ist es die wichtigste Stadt in den Vereinigten Staaten.

KRITIK
Die institutionellen Probleme des US Supreme Court sind seit langem bekannt. Eine Lösung, die sich politisch durchsetzen ließe, ist allerdings unwahrscheinlicher denn je. | Noch um die Jahrtausendwende galt die Ästhetik als zentrale gegenwartsdiagnostische Theorieinstanz. Mittlerweile begegnet man ihr nur noch im Kunstbetrieb. Was ist da passiert? | Im vergangenen Winter waren die Zeitungen voll mit Beiträgen, die den vergleichsweise niedrigen Impfenthusiasmus in den deutschsprachigen Gebieten ausgerechnet auf die Romantik zurückführen wollten.

MARGINALIEN
Ohne die unermüdliche Produktivität der Spürhunde und Brauereigäule, der Therapiekatzen und der Brieftauben wäre die Menschheit niemals dort angekommen, wo sie sich heute befindet. | Das Revival, das der Fotoautomat in den letzten Jahren erlebt, hängt nicht nur mit der Nostalgie für das Analoge zusammen. Es geht dabei vielmehr um das Sich-selbst-Sehen im Angesicht der Maschine. | Es ist noch nicht so lange her, da galten Denkmäler im öffentlichen Raum als nahezu unsichtbar. Die Bilderstürme der vergangenen Jahre zeigen, dass sich da etwas grundlegend verändert hat. | Funktioniert nicht die Dynamik vieler – aller? – Narrative so, dass Person A und B zusammen leben, A ein X will, B aber ein Y und sich die beiden dann einigen müssen?

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Bemerkungen

Die Literaturwissenschaftlerin Erika Thomalla empfiehlt Dirk Baeckers Essay „Ernste Kommunikation“ zur Zweiten Lesung. 1997 im Merkur veröffentlicht, markiert der Text einen Höhepunkt der postmodernen Ironiediskussion sowie der Konkurrenz zwischen Systemtheorie und Dekonstruktion. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/04/25/video-erika-thomalla-ueber-dirk-baecker-zweite-lesung/
Im Dienst der guten Sache. Anmerkungen aus Anlass des Klimabeschlusses des Bundesverfassungsgerichts https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/30/im-dienst-der-guten-sache-anmerkungen-aus-anlass-des-klimabeschlusses-des-bundesverfassungsgerichts/
Merkur, Nr. 875, April 2022

ESSAY
Die „Climate-Justice“-Bewegung mobilisiert die Dritte Gewalt für ihre Ziele, wodurch sich die Rolle der Gerichte zunehmend ins Allzu-Politische verlagert. | Wenn das Bundesverfassungsgericht in seinem Klimabeschluss die Freiheitsrechte in den Vordergrund rückt, erkennt es damit auch die Zeitstruktur der menschlichen Freiheit an. | Im Jahr 1741 möchte ein Preisschriftenwettbewerb der Akademie von Bordeaux wissen, wer alles schwarz ist und weshalb.

KRITIK
Egal ob minimalistisch und elegant im neuen Film von Maggie Gyllenhall oder plüschig und penetrant fröhlich in der Online-Welt der „mommy blogger“, beide Fronten inszenieren Mutterschaft in einer polierten und verlogenen Ästhetik. | Die Europäische Union ist in eine neue Phase der „Integration durch Recht“ eingetreten. Integrationspolitik wird durch Uminterpretation des Europarechts betrieben. | Mit Joan Didions Tod verlieren wir eine Frau, die Zeugenschaft von unserer Zeit ablegt, nicht immer unwidersprochen, nicht immer gerecht, aber unentbehrlich.

MARGINALIEN
Das romantische Nachdenken über den Begriff der Nachhaltigkeit geht weit über rein utilitaristische Argumente hinaus und nähert sich dem, was heute „deep ecology“ heißt. | Nicht nur die Corona-Pandemie zeigt, dass bei der Identifikation von Bürger und Demokratie auf eine Massenerziehung durch politische Akteure gesetzt wird. | Hi**er face-à-face mit Wilhelm von Preußen: Ein Schnappschuss des Berliner Fotografen Georg Pahl zeigt, wie authentische Fotografien dennoch falsche Bilder liefern können. | Als sie nach Monaten bei ihrer Freundin, einer Geigenbauerin, wieder ein Cello anspielte, hatte das Instrument geklungen als sänge, als jubiliere es, als sei sie selbst Klang. | Andere Leben als meine sind wunderbar, weil das Wiederfinden in der Fiktion nur so lange anhält, wie ich zuschaue.

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Die deutsche Debatte über die Ukraine krankt an einem zutiefst imperialen Blick auf Ostmitteleuropa. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/30/deutschland-ostmitteleuropa-russland-und-das-erbe-des-deutschen-kolonialismus/
Mit seinem neuen Buch ist dem französischen Anthropologen Philippe Descola ein großer Wurf gelungen: 'Les Formes du visible' legt eine Tiefengrammatik der Kunst aller Kontinente und Epochen vor. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/02/28/formen-des-sichtbaren-philippe-descola-und-die-vielfalt-der-kulturen/
Claudia Hamm, Übersetzerin von Emmanuel Carrères "Yoga", über die das Buch begleitenden Debatten und das "Romanhafte des Faktischen". https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/02/28/yoga-luegt-nicht-ueber-das-romanhafte-des-faktischen/
"The Georg-August University, Göttingen is in a mess. That mess currently centers on the Forum Wissen." https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/17/goettinger-daemmerung/
Die MERKUR-Gesprächsreihe "Zweite Lesung" geht weiter. In der ersten Folge der neuen Staffel empfiehlt der Historiker Bodo Mrozek Reinhart Kosellecks „Vom Sinn und Unsinn der Geschichte“ aus dem Jahr 1997. Ein weit ausgreifender Essay, der, von der Schlacht von Stalingrad ausgehend, Fragen nach dem Sinn, der Sinngebung und dem Singular der Geschichte stellt. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/15/video-bodo-mrozek-ueber-reinhart-koselleck-zweite-lesung/
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