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Merkur. Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken

Merkur. Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten des Merkur, vor allem des Blogs.

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Merkur, Nr. 875, April 2022ESSAY Die „Climate-Justice“-Bewegung mobilisiert die Dritte Gewalt für ihre Ziele, wodurch si...
01/04/2022

Merkur, Nr. 875, April 2022

ESSAY
Die „Climate-Justice“-Bewegung mobilisiert die Dritte Gewalt für ihre Ziele, wodurch sich die Rolle der Gerichte zunehmend ins Allzu-Politische verlagert. | Wenn das Bundesverfassungsgericht in seinem Klimabeschluss die Freiheitsrechte in den Vordergrund rückt, erkennt es damit auch die Zeitstruktur der menschlichen Freiheit an. | Im Jahr 1741 möchte ein Preisschriftenwettbewerb der Akademie von Bordeaux wissen, wer alles schwarz ist und weshalb.

KRITIK
Egal ob minimalistisch und elegant im neuen Film von Maggie Gyllenhall oder plüschig und penetrant fröhlich in der Online-Welt der „mommy blogger“, beide Fronten inszenieren Mutterschaft in einer polierten und verlogenen Ästhetik. | Die Europäische Union ist in eine neue Phase der „Integration durch Recht“ eingetreten. Integrationspolitik wird durch Uminterpretation des Europarechts betrieben. | Mit Joan Didions Tod verlieren wir eine Frau, die Zeugenschaft von unserer Zeit ablegt, nicht immer unwidersprochen, nicht immer gerecht, aber unentbehrlich.

MARGINALIEN
Das romantische Nachdenken über den Begriff der Nachhaltigkeit geht weit über rein utilitaristische Argumente hinaus und nähert sich dem, was heute „deep ecology“ heißt. | Nicht nur die Corona-Pandemie zeigt, dass bei der Identifikation von Bürger und Demokratie auf eine Massenerziehung durch politische Akteure gesetzt wird. | Hitler face-à-face mit Wilhelm von Preußen: Ein Schnappschuss des Berliner Fotografen Georg Pahl zeigt, wie authentische Fotografien dennoch falsche Bilder liefern können. | Als sie nach Monaten bei ihrer Freundin, einer Geigenbauerin, wieder ein Cello anspielte, hatte das Instrument geklungen als sänge, als jubiliere es, als sei sie selbst Klang. | Andere Leben als meine sind wunderbar, weil das Wiederfinden in der Fiktion nur so lange anhält, wie ich zuschaue.

www.merkur-zeitschrift.de

"Die Regierung in Washington vermeidet sorgfältig jede Forderung nach einem 'Regime Change' in Moskau. Dabei ist es unab...
10/03/2022

"Die Regierung in Washington vermeidet sorgfältig jede Forderung nach einem 'Regime Change' in Moskau. Dabei ist es unabdingbar, sich des nerohaften Wladimir Putin und seiner Paladine zu entledigen, sie vor ein internationales Strafgericht zu bringen und ihre Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit abzuurteilen." Claus Leggewie im MERKUR-Blog: https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/09/evil-empire/

MERKUR, Nr. 874, März 2022ESSAY Die Formel von der Spaltung der Gesellschaft ist in Wissenschaft und Medien derzeit allg...
01/03/2022

MERKUR, Nr. 874, März 2022

ESSAY
Die Formel von der Spaltung der Gesellschaft ist in Wissenschaft und Medien derzeit allgegenwärtig. Höchste Zeit, einmal nach empirischen Belegen für diesen plakativen Befund zu fragen. | Deutschland schien lange ein Land zu sein, in dem der Gegensatz zwischen urbanen Zentren und ländlicher Peripherie keine besonders große Bedeutung hat. Mittlerweile nimmt die regionale Ungleichheit allerdings deutlich zu. | Empfindsamkeit gilt gemeinhin als moralische Tugend. Was aber, wenn sie in Empfindlichkeit umschlägt? | Der Schriftsteller Emmanuel Carrère setzt programmatisch auf schonungslose Offenheit. Aber auch seine autobiografischen Texte werfen Fragen nach dem Verhältnis von Wahrheit und Lüge auf.

KRITIK
Mit seinem neuen Buch ist dem französischen Anthropologen Philippe Descola ein großer Wurf gelungen: Les Formes du visible legt eine Tiefengrammatik der Kunst aller Kontinente und Epochen vor. | Twitter ist die perfekte Maschine zur Herstellung von Nähe; leider ist es auch bestens geeignet, diese Nähe durch Kontextentzug zu zerstören.

MARGINALIEN
Die Urszene einer Ästhetik der Existenz wäre der Moment, in dem jemand weitergehende Veränderungen an seiner Person nur als Verschlechterung erfahren kann. | Ich bin ziemlich sicher, dass ich Kinder gehabt haben will – so aus der Rückschau –, aber auch nur, weil ich nicht das Gefühl haben möchte, etwas verpasst zu haben. | Die Firma Columbus wurde 1909 gegründet, dem Jahr, in dem Marinetti mit dem Futuristischen Manifest die erste Kunstunternehmung mit wahrhaft globalem Anspruch ins Leben rief. | Ich bin noch nie gegen eine Garagenwand geknallt, während jemand auf mich eintrat, der sich dabei eigentlich wünschte, die Schuhe mit den Stahlkappen angezogen zu haben.

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Bemerkungen

Die Literaturwissenschaftlerin Erika Thomalla empfiehlt Dirk Baeckers Essay „Ernste Kommunikation“ zur Zweiten Lesung. 1997 im Merkur veröffentlicht, markiert der Text einen Höhepunkt der postmodernen Ironiediskussion sowie der Konkurrenz zwischen Systemtheorie und Dekonstruktion. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/04/25/video-erika-thomalla-ueber-dirk-baecker-zweite-lesung/
#gratistext Im Dienst der guten Sache. Anmerkungen aus Anlass des Klimabeschlusses des Bundesverfassungsgerichts https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/30/im-dienst-der-guten-sache-anmerkungen-aus-anlass-des-klimabeschlusses-des-bundesverfassungsgerichts/
Merkur, Nr. 875, April 2022 ESSAY Die „Climate-Justice“-Bewegung mobilisiert die Dritte Gewalt für ihre Ziele, wodurch sich die Rolle der Gerichte zunehmend ins Allzu-Politische verlagert. | Wenn das Bundesverfassungsgericht in seinem Klimabeschluss die Freiheitsrechte in den Vordergrund rückt, erkennt es damit auch die Zeitstruktur der menschlichen Freiheit an. | Im Jahr 1741 möchte ein Preisschriftenwettbewerb der Akademie von Bordeaux wissen, wer alles schwarz ist und weshalb. KRITIK Egal ob minimalistisch und elegant im neuen Film von Maggie Gyllenhall oder plüschig und penetrant fröhlich in der Online-Welt der „mommy blogger“, beide Fronten inszenieren Mutterschaft in einer polierten und verlogenen Ästhetik. | Die Europäische Union ist in eine neue Phase der „Integration durch Recht“ eingetreten. Integrationspolitik wird durch Uminterpretation des Europarechts betrieben. | Mit Joan Didions Tod verlieren wir eine Frau, die Zeugenschaft von unserer Zeit ablegt, nicht immer unwidersprochen, nicht immer gerecht, aber unentbehrlich. MARGINALIEN Das romantische Nachdenken über den Begriff der Nachhaltigkeit geht weit über rein utilitaristische Argumente hinaus und nähert sich dem, was heute „deep ecology“ heißt. | Nicht nur die Corona-Pandemie zeigt, dass bei der Identifikation von Bürger und Demokratie auf eine Massenerziehung durch politische Akteure gesetzt wird. | Hi**er face-à-face mit Wilhelm von Preußen: Ein Schnappschuss des Berliner Fotografen Georg Pahl zeigt, wie authentische Fotografien dennoch falsche Bilder liefern können. | Als sie nach Monaten bei ihrer Freundin, einer Geigenbauerin, wieder ein Cello anspielte, hatte das Instrument geklungen als sänge, als jubiliere es, als sei sie selbst Klang. | Andere Leben als meine sind wunderbar, weil das Wiederfinden in der Fiktion nur so lange anhält, wie ich zuschaue. www.merkur-zeitschrift.de
#Blog Die deutsche Debatte über die Ukraine krankt an einem zutiefst imperialen Blick auf Ostmitteleuropa. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/30/deutschland-ostmitteleuropa-russland-und-das-erbe-des-deutschen-kolonialismus/
Mit seinem neuen Buch ist dem französischen Anthropologen Philippe Descola ein großer Wurf gelungen: 'Les Formes du visible' legt eine Tiefengrammatik der Kunst aller Kontinente und Epochen vor. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/02/28/formen-des-sichtbaren-philippe-descola-und-die-vielfalt-der-kulturen/ #Abo
Claudia Hamm, Übersetzerin von Emmanuel Carrères "Yoga", über die das Buch begleitenden Debatten und das "Romanhafte des Faktischen". https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/02/28/yoga-luegt-nicht-ueber-das-romanhafte-des-faktischen/ #Abo
"The Georg-August University, Göttingen is in a mess. That mess currently centers on the Forum Wissen." https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/17/goettinger-daemmerung/ #blog
Die MERKUR-Gesprächsreihe "Zweite Lesung" geht weiter. In der ersten Folge der neuen Staffel empfiehlt der Historiker Bodo Mrozek Reinhart Kosellecks „Vom Sinn und Unsinn der Geschichte“ aus dem Jahr 1997. Ein weit ausgreifender Essay, der, von der Schlacht von Stalingrad ausgehend, Fragen nach dem Sinn, der Sinngebung und dem Singular der Geschichte stellt. https://www.merkur-zeitschrift.de/2022/03/15/video-bodo-mrozek-ueber-reinhart-koselleck-zweite-lesung/